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Aktualisiert: vor 33 Minuten 39 Sekunden

Saalfelden: Eifersucht könnte zum Mord geführt haben

Mo, 13/10/2014 - 09:10

(Von Sn-kain, Iro.) Das Motiv für die Bluttat in Saalfelden dürfte Eifersucht sein. Der mutmaßliche Täter soll bei seiner Vernehmung angeben haben, dass er die Frau töten musste, weil sie ihn betrogen habe. Die Frau hatte angeblich kein Interesse mehr an einer Beziehung mit dem Mann, war aber weiter in Kontakt zu ihm. Das dürfte zu Streitereien geführt haben. Nachbarn hatten berichtet, dass es in der Wohnung des mutmaßlichen Täters schon öfter zu lautstarken Auseinandersetzungen gekommen sei. Erst vor eineinhalb Wochen sei es zu einer Szene gekommen.

Offiziell bestätigen wollte das die Polizei auch am Montag nicht. Polizeisprecherin Eva Wenzl sagte, das Motiv sei weiter unklar. Auch ob der Tat ein Streit vorausgegangen war oder die Tat geplant war, konnte sie nicht sagen.Opfer wies Vielzahl von Messerstichen auf Die Obduktion hat bestätigt, dass die junge Saalfeldnerin an den Messerstichen verstorben ist. Die Leiche wies eine Vielzahl von Messerstichen auf. Einer traf das Herz. Der 20-Jährige sitzt mittlerweile in der Justizanstalt Salzburg in Untersuchungshaft. Als nächstes wird die Staatsanwaltschaft ein Sachverständigengutachten in Auftrag geben, um die Zurechnungsfähigkeit des Verdächtigen festzustellen. Außerdem ist eine Tatrekonstruktion in der Wohnung geplant, die auch aufgezeichnet wird. Bis dahin bleibt die Wohnung behördlich versiegelt.Lebenslange Haftstrafe scheidet ausDer Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, Markus Neher, sagte, es dürfte eine Beziehung zwischen den beiden jungen Leuten gegeben haben. Die zahlreichen Messerstiche sprächen für eine Beziehungstat. Es werde weiter ermittelt. Insbesondere sei dabei zu klären, ob die Tat spontan oder geplant gewesen sei. "Das ist entscheidend für die Strafbemessung." Grundsätzlich sei der Verdächtige geständig, dass er die Frau mit dem Messer attackiert und getötet habe. Da der Mann das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, gilt er vor Gericht als junger Erwachsener. Das heißt, eine lebenslange Haftstrafe scheidet aus. Es sind höchstens 20 Jahre möglich. Der Verdächtige ist nicht vorbestraft.Mutter des 20-Jährigen hörte laute SchreieDie Tat passierte in einem Mehrfamilienhaus im Saalfeldner Ortsteil Uttenhofen, in dem der Verdächtige mit seiner Mutter lebte. Er und das Opfer kannten sich seit etwa eineinhalb Jahren. Die Frau wohnte nicht bei ihm, kam aber in der Nacht auf Donnerstag in die Wohnung. Gegen ein Uhr hörten die Mutter des Verdächtigen, die gerade nach Hause kam, und Nachbarn laute Schreie aus der Wohnung. Sie riefen die Polizei und das Rote Kreuz. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod der Frau feststellen. Der 20-Jährige ließ sich am Tatort widerstandslos festnehmen. Er soll geplant haben, sich nach dem Mord ins Ausland abzusetzen.

(Bild: In diesem Haus kam es zur Bluttat. Bild: SN/anton kaindl)

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Mit 23 Jahren Musik-Professor

Mo, 13/10/2014 - 08:53

(Von Eva Pittertschatscher.) Wenn die Kollegienkirche am 31. Oktober zum festlichen Gedenkort für Georg Trakl wird, ist ein Absolvent des Musischen Gymnasiums ganz vorn mit dabei: Jakob Gruchmann. Zum 100. Todestag des Dichters hat der Salzburger das Gedicht mit Namen "Grodek" vertont, das beim Georg-Trakl-Gedenkkonzert Ende des Monats uraufgeführt wird.

Zahlreiche Aufträge hat Gruchmann als freischaffender Komponist in den letzten Jahren angenommen, etwa für das Aspekte-Festival, das einhundertjährige Jubiläum des Mozarteums und den Mattseer Diabelli Sommer. Für sein Stück "Windwanderer" bekam er 2012 das Jahresstipendium für Musik.Die Melodien kommen ganz von selbstHat Jakob Gruchmann zugesagt ein Stück zu komponieren, streift er durch den Wald oder geht auf Berge, die Melodien kommen ihm dann ganz von selbst in den Sinn. "Mein inneres Ohr sagt mir am Ende, wie etwas klingt", erzählt er. Doch jetzt könnte es zeitlich etwas enger werden mit den Waldspaziergängen. Denn seit 1. Oktober ist der 23-Jährige Professor für Komposition und Tonsatz am Kärntner Landeskonservatorium. "Damit ist eines meiner Ziele in Erfüllung gegangen." Jakob Gruchmann hat vor vier Jahren am Musischen Gymnasium in der Haunspergstraße in Salzburg maturiert. Früh hat er Akkordeon, Horn und Orgel spielen gelernt. "Dass ich Komponist geworden bin, verdanke ich eigentlich einer Strafaufgabe meines damaligen Lehrers Norbert Brandauer in der zweiten Klasse, das war der entscheidende Moment", sagt er.

Nachdem der lebenslustige Gruchmann nicht still sitzen und ein Herbstlied in der richtigen Tonart spielen wollte, musste er zur Strafe etwas komponieren. Das Ergebnis gefiel dem Lehrer so gut, dass es nicht bei einer Komposition blieb und schließlich das "3 M Klassenorchester" ins Leben gerufen wurde.Stolz auf die eigene SchuleDie zwölfjährige Sophia Nussbichler erfüllt es mit Stolz, wenn sie sieht, was aus ehemaligen Kollegen ihrer Schule wie Jakob Gruchmann geworden ist. Auch sie stammt aus einer Musikerfamilie und spielt seit dem fünften Lebensjahr Geige. Sophia Nussbichler liebt Mozart, Bach und die Neue Musik und besucht - wie einst auch Jakob Gruchmann - das Musikgymnasium. Schon beim Tag der offenen Tür habe sie die Schule fasziniert, sagt sie. "Neben dem klassischen Unterricht laufen die Kollegen mit Instrumenten herum und kopieren ständig Noten, das gefällt mir", so die Schülerin. Stellt sich nur mehr die Frage: Entschlüpfen dem Musischen Gymnasium ausschließlich erfolgreiche Berufsmusiker?

"Unseren Absolventen stehen wie jedem Gymnasium alle Studienrichtungen offen", sagt Direktorin Barbara Tassatti. Die Abgänger würden Ärzte, Beamte, Juristen, Lehrer, Journalisten und vieles mehr. Jedoch: "Es geht bei uns mehr als an anderen Schulen um die Freude am kreativen Tun, um die Infragestellung von Gewohntem und um die Entwicklung der eigenen Talente." Fokus auf Musik und Instrument Seit 2009 gibt es mit dem Musikgymnasium eine Sonderform, der Fokus liegt auf der Musik und dem Instrument. Dabei findet eine enge Zusammenarbeit mit Musikum und Mozarteum statt, wo die Schüler eine externe Ausbildung genießen. Auch Jakob Gruchmann hat parallel zur Schule Musik studiert. Sophia Nussbichler besucht seit Kurzem als außerordentliche Schülerin das Mozarteum.

Manchmal will es der Zufall auch, dass die Absolventen einer Schule mit ihren früheren Lehrern in Verbindung bleiben. So hat Norbert Brandauer seinen früheren Schüler Jakob Gruchmann am Ende nicht nur zum Komponieren animiert. Aus der gemeinsamen Arbeit aus Schulzeiten ist eine fruchtbare Zusammenarbeit entstanden. "Wir planen gerade ein einstündiges geistliches Oratorium für Jugendchöre und -orchester Österreichs."

Nächsten Montag: die Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Ried.

(Bild: Die eifrige Schülerin und der erfolgreiche Absolvent: Sophia Nussbichler und Komponist Jakob Gruchmann.   Bild: SN/höd)

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Tafel oder Tablet wischen: Wie digital ist die Uni?

Mo, 13/10/2014 - 08:53

(Von Ralf Hillebrand.) Seit 2010 haben 26 Studierende ihren Bachelorabschluss am Salzburger Institut für Pflegewissenschaft und -praxis geschafft. In ihrer dreijährigen Studienzeit waren die 26 jedoch nur drei Mal an der Uni. Und ihre Professoren haben sie dennoch regelmäßig gesehen. Was utopisch klingt, wird seit vier Jahren an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg umgesetzt: "Im Laufe der Jahre häuften sich die Anfragen von Studenten, die unseren Studiengang gern belegen würden, aber weit weg von Salzburg zu Hause sind", beschreibt der geschäftsführende Institutsvorstand Andre Ewers. Deshalb haben Ewers und Institutsvorstand Jürgen Osterbrink ein Fernstudium-Konzept entworfen, das für den Pflegebereich weltweit einzigartig ist. "Die Studenten treffen sich mit einem Professor und maximal sechs weiteren Studierenden in virtuellen Hörsälen." Vergleichbar mit einer Skype-Konferenz diskutieren die Kursteilnehmer auf einer Onlineplattform via Video-Chat. Sogar Präsentationen online zu halten ist möglich. "Die Studenten müssen nur am Ende eines jeden Studienjahres zur Abschlussprüfung nach Salzburg reisen", ergänzt Ewers.Nur wenige Studiengänge dermaßen fortschrittlichSo fortschrittlich wie der Bachelor am Institut für Pflegewissenschaft und -praxis sind jedoch nur wenige Studiengänge in Salzburg. In den meisten Lehrveranstaltungen steht der Professor an der Tafel und die Studierenden schreiben brav auf einem Blatt Papier mit. "Wir versuchen schon lang die Professoren zu motivieren, dass sie ihre Lehrveranstaltungen zum Beispiel auf Video aufzeichnen", sagt Marco Stadlberger, Sozialreferent der ÖH an der Uni Salzburg. "Dem Aufruf ist jedoch kaum jemand gefolgt." Die Lehrenden hätten Angst, allein im Hörsaal zu sitzen, wenn sie ihre Vorträge etwa als Video freigäben. Doch nicht nur die Lehrenden haben Schwierigkeiten mit "Studieren 2.0". Studenten, die für Lehveranstaltungen oder Jahrgänge etwa Facebook- oder WhatsApp-Gruppen eingerichtet hätten, seien Stadlberger in seiner Studienzeit nur selten untergekommen. "So etwas spielt sich meist nur im kleinen Freundeskreis ab", ergänzt der ÖH-Referent.

Ähnliche Erfahrungen hat Ursula Maier-Rabler gemacht. Die Gründerin und langjährige Leiterin des ICT&S-Centers der Uni Salzburg ist "immer wieder verblüfft, dass bei vielen Studierenden das Verständnis dafür fehlt, dass das Internet ein seriöser Kanal sein kann". Das Problem beginne schon in der Schule, sagt Maier-Rabler: "In den wenigsten Klassen werden neue Technologien in den Unterricht miteinbezogen."E-Learning-Plattform wird genutztImmerhin wird die hausinterne Lernplattform der Uni Salzburg, "Blackboard", von den Studenten fleißig genutzt. Nach Auskunft der Zentralen Servicestelle für Flexibles Lernen und Neue Medien waren im vergangenen Sommersemester 90 Prozent aller Kurse auf der E-Learning-Plattform abgebildet. Die dazugehörige App wurde von den 14.000 Studenten rund 5500 Mal pro Tag aufgerufen.

Für Maier-Rabler geht das aber noch nicht weit genug. Die Expertin hat eine andere Idealvorstellung von fortschrittlicher Lehre: "Bevor wir die Technik richtig einsetzen, müssen wir zunächst unsere Lehre umstellen, quasi Didaktik 2.0." Das Ziel müsse sein, nicht mehr Wissen zu vermitteln, sondern Studierende selbst Wissen erarbeiten zu lassen. Schritt eins wäre etwa, Vorlesungsinhalte via Videostream verfügbar zu machen, aber den Studenten auch die Möglichkeit zu geben, während der Übertragung Fragen zu stellen. "Danach müssten die Studierenden die erlernten Inhalte in kleinen Gruppen anwenden können - mit einem Professor als gleichberechtigtem Teammitglied." In einem letzten Schritt könnten (Seminar-)Arbeiten nicht mehr nur abgegeben, sondern im Wikipedia-Prinzip ständig weitergeschrieben werden."Wir nehmen die Möglichkeiten nicht an"Maier-Rabler ist sich aber durchaus bewusst, dass solche Pläne schwer umzusetzen sind: "Ich mache den Lehrenden keinen Vorwurf. Oft scheitert es an Persönlichkeiten, noch öfter aber an fehlenden Ressourcen. Mir geht es auch so." Innovative Ansätze wie jene am Institut für Pflegewissenschaft und -praxis seien nur möglich, da dort entsprechende Mittel vorhanden seien - 2480 Euro pro Jahr zahlen die PMU-Studierenden für den Bachelorstudiengang. Doch öffentliche Universitäten müssen laut Maier-Rabler ebenso auf kurz oder lang umdenken: "Die digitale Welt bietet fantastische Möglichkeiten. Doch wir nehmen sie nicht an - und galoppieren in die falsche Richtung."

(Bild: Wie digital ist das Studium an Salzburgs Unis? Bild: SN/fotolia)

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Angela Merkel verschickt Liebesgrüße

Mo, 13/10/2014 - 08:53

(Von Ralf Hillebrand.) Die Grußkarten-Anwendung "Zoobe" bietet seit Neuestem einen Angela-Merkel-Avatar. Wer sich die kostenlose Apple- und Android-App lädt, kann einen 30 Sekunden langen Text einsprechen und diesen einer animierten Figur der deutschen Kanzlerin in den Mund legen. Das entstandene Video kann der Nutzer speichern, per E-Mail verschicken oder auf Facebook teilen.Biene Maja, Schlumpf oder Wiesn-DirndlWer kein Merkel-Fan ist, kann seine Grußworte ebenso der Biene Maja, einem Schlumpf oder einem feschen Wiesn-Dirndl in den Mund legen. Aber Achtung: Einige der Figuren sind kostenpflichtig. Die versendeten Grußbotschaften landen zudem gerne im Spam-Ordner.1,5 Millionen Mal heruntergeladenWas wie eine sinnlose Spielerei anmutet, scheint den Zeitgeist zu treffen: Die App, die vom deutschen Filmregisseur Lenard F. Krawinkel erfunden wurde, wurde bislang rund 1,5 Millionen Mal heruntergeladen.

Haben Sie Vorschläge für die "App der Woche"? Schicken Sie Ihre Ideen an ralf.hillebrand@salzburg.com.

(Bild: Angela Merkel als animierte „Botschafterin“.

Bild: SN/zoobe)

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Lokführer-Streiks in Deutschland kommen wohl

Mo, 13/10/2014 - 08:48

(Von Apa/dpa.) Bisher habe die Bahn kein neues Angebot vorgelegt, sagte eine GDL-Sprecherin am Montag auf Anfrage. "Streiks werden immer wahrscheinlicher". Einen Zeitpunkt nannte sie nicht. Die GDL werde rechtzeitig über Arbeitsniederlegungen informieren, versicherte sie. Vergangene Woche hatte in der Nacht zum Mittwoch ein neunstündiger Ausstand den Bahnverkehr gelähmt und auch tagsüber noch zu zahlreichen Verspätungen und Ausfällen geführt. Die GDL fordert fünf Prozent mehr Geld und eine zwei Stunden kürzere Wochenarbeitszeit. Sie will auch für Zugbegleiter, Bordgastronomen sowie Disponenten verhandeln, die in den Leitzentralen Züge und Personal koordinieren. Daran scheiterten bisher die Verhandlungen.

Die Bahn hatte gemahnt, beide Seiten müssten sobald wie möglich ohne Vorbedingungen über Inhalte sprechen, ohne die Hürden durch Eskalation immer höher zu legen. Das Unternehmen habe bereits einige Angebote und Varianten vorgelegt.

(Bild: Neue Lokführerstreiks drohen Realität zu werden. Bild: SN/APA (dpa))

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Zukunft des Bundesheers: Mehrheit gegen Wehrpflicht

Mo, 13/10/2014 - 08:47

(Von Apa.) market fragte auch die Präferenzen für Sparmaßnahmen beim Heer ab. Das Zusperren "kleiner Kasernen" erhält hier den größten Zuspruch und wird von 65 Prozent als sinnvoll bezeichnet, nur 27 Prozent lehnen dies ab. Auch die Eurofighter würde eine deutliche Mehrheit (63 Prozent) am Boden lassen, und eine Einschränkung der Auslandseinsätze fänden 62 Prozent in Ordnung. Ganz und gar keine gute Idee fänden es die Befragten, würden Hubschrauber nicht modernisiert oder Rekruten "weniger intensiv ausgebildet".

(Bild: Wehrpflicht bleibt weiter umstritten. Bild: SN/APA (Pfarrhofer)/HERBERT PFARRHO)

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Salzburgs Politik auf Kollisionskurs mit Brüssel

Mo, 13/10/2014 - 07:46

(Von Christian Resch.) Den politischen "Aufreger" fürs Wochenende lieferte ÖVP-Finanzreferent Christian Stöckl: Er hatte im SN-Interview erklärt, das Land dürfe keine weiteren Schulden mehr aufnehmen, und müsse für dringend nötige Bauprojekte wohl auf PPP-Projekte zurückgreifen. Über 200 Mill. Euro müssten, so Stöckl, auf einmal herangekarrt werden, damit sich das Vorhaben rentiere. "Private-Public-Partnership"PPP, das bedeutet "Private-Public-Partnership", also einen Vertrag zwischen einer Privatfirma und der öffentlichen Hand. Das hört sich harmlos an. Es bedeutet aber etwa, dass das Land einen großen Straßentunnel, ein Amt, eine Schule oder ein Spitalgebäude vom "Partner" bauen lässt - und dann zurückmietet. Varianten gibt es hunderte, gemeinsam ist ihnen wohl eines: Sie machen die Sache auf Dauer nicht billiger, sie verschieben nur Kosten in die Zukunft. Genau das kritisierte am Sonntag auch die SPÖ in einer Aussendung massiv.

Kostenersparnis erwartet sich auch der ÖVP-Finanzlandesrat keine. Warum denkt er dann an solche Finanzierungen? Die Antwort ist eine, die von Politikern in Stadt, Land und Gemeinden immer häufiger zu hören ist: Brüsseler Vorgaben machten das nötig.

Vor allem ist Salzburg massiv von den "Maastricht-Kriterien" betroffen, einem Regelwerk, dass alle öffentlichen Haushalte Schuldengrenzen unterwirft (siehe Infokasten). Salzburg hat bekanntlich 2,1 Mrd. Euro Schulden - und ist erst dabei, sich aus seinem drückenden jährlichen Budgetdefizit herauszuquälen.Ein Kredit wäre fatalDas Interessante ist: Ginge das Land zur einer Bank und nähme einen Kredit über 200 Mill. Euro auf, um damit ein Verwaltungszentrum, Spitäler und Straßentunnels zu bauen, dann wäre das "voll maastricht-relevant". Die von der EU vorgegebene Bilanz Salzburgs würde um diesen Betrag verschlechtert. Was derzeit fatal wäre. Würde das Land hingegen ein geschicktes PPP-Modell anwenden, würde mindestens dieselbe Summe ausgegeben, dieselben Gebäude würden errichtet. Doch das Maastricht-Defizit stiege um keinen Cent. "Es ist teilweise schon völlig absurd, was wir wegen dieser Vorgaben machen müssen", sagt Stöckl selbst dazu.

Doch auch das dürfte den Landeshaushalt nicht davor retten, in Maastricht-Hinsicht völlig abzustürzen. Denn auch die neue Wohnbauförderung wird - im Gegensatz zur Alten - maastricht-wirksam. Und schraubt das jährliche Defizit ab 2015 um weitere 140 Mill. Euro nach oben. Freilich nicht real, sondern nur in den Berechnungsmodellen der Statistik Austria, welche der EU zuzuarbeiten hat.

Demnächst wird alles noch schlimmer: Dann müssen auch die Abgänge der Spitäler Mittersill und Tamsweg einberechnet werden, auch jene der Chirurgie West in den SALK, der Standortagentur und manches andere. Macht noch einmal 115 Mill. Euro mehr Maastricht-Defizit.Keine verlockenden Angebote mehrUnd noch einmal Wohnbauförderung: Wie berichtet, sollen die aushaftenden Darlehen des Landes an Bürger und Bauträger verkauft werden. 400 Mill. Euro soll das dem verschuldeten Landeshaushalt bringen. Jedoch: Gewährt das Land großzügige Abschläge, gilt das nicht mehr als "Finanztransaktion" (maastricht-neutral), sondern als "Förderung" (voll maastricht-relevant).

So wird das Land keine verlockenden Angebote machen können, die Einnahmen könnten dahinschmelzen, glauben Insider.

Nebenbei: Staaten, die ihre Maastricht-Hausaufgaben nicht erledigen, können bestraft werden. Neben "blauen Briefen", Offenlegungspflichten und anderen Peinlichkeiten kann das auch teuer werden: Strafen von bis zu 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung sind möglich. Für ganz Österreich wären das über eineinhalb Milliarden Euro.

(Bild: Grenzen, welche die EU auf allen Seiten setzt, machen nicht nur Finanzreferent Christian Stöckl (ÖVP) zu schaffen. Bild: SN/ratzer)

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Bis zu 15 Jahren: Gericht berät über Pistorius-Strafe

Mo, 13/10/2014 - 07:36

(Von Apa/dpa.) Nachdem er vor einigen Wochen wegen fahrlässiger Tötung seiner Freundin Reeva Steenkamp verurteilt worden war, wird jetzt über seine Strafe beraten. In Anhörungen können Verteidigung und Staatsanwaltschaft ihre Argumente darlegen.Bis zu 15 Jahren Haft möglichMöglich wären nach südafrikanischem Recht bis zu 15 Jahre Haft. Dem Paralympics-Star könnte aber auch mit einer Bewährungsstrafe das Gefängnis erspart bleiben. Pistorius erschien am Montagmorgen in Begleitung von Familienmitgliedern zu dem Gerichtstermin in Pretoria.

Die Entscheidung über das Strafmaß werde die Richterin Thokozile Masipa voraussichtlich bis Ende der Woche fällen, sagte der Sprecher der Nationalen Strafverfolgungsbehörde (NPA) Südafrikas, Nathi Mncube, zu Reportern vor dem Gerichtsgebäude. Verteidigung und Anklage hätten aber noch die Möglichkeit, Berufung einzulegen.Model Steenkamp erschossenDer heute 27-jährige Pistorius hatte das 29 Jahre alte Model Steenkamp in der Nacht auf den Valentinstag 2013 durch eine geschlossene Toilettentür in seiner Villa unweit von Pretoria erschossen. Im Prozess machte Pistorius geltend, die Person in der Toilette für einen Einbrecher gehalten zu haben.

Richterin Masipa folgte mit ihrem Urteil dieser Version des beinamputierten und auf Prothesen laufenden Sprinters. Der Mord-Vorwurf der Staatsanwaltschaft sei nicht hinreichend bewiesen worden, erklärte sie.Mildernde Umstände?Die Richterin gab am Montag zunächst der Verteidigung Gelegenheit, Zeugen aufzurufen, um mildernde Umstände geltend zu machen. Anschließend bekommt die Staatsanwaltschaft Gelegenheit, ihre Argumente für eine möglichst hohe Strafe vorzutragen und ebenfalls erneut Zeugen zu präsentieren. Damit wird am Dienstag gerechnet.

Unklar ist bisher, ob Pistorius im Falle einer Verurteilung zu einer Haftstrafe sofort ins Gefängnis muss. Er ist auf Kaution frei.

(Bild: Oscar Pistorius wieder vor Gericht. Bild: SN/AP)

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OGH entscheidet über Ernst Strasser

Mo, 13/10/2014 - 04:55

(Von Apa.) Das Höchstgericht verhandelt über Strassers Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde in der Lobbying-Affäre. Im März war Strasser in der Neuauflage seines Prozesses wegen Bestechlichkeit in erster Instanz zu dreieinhalb Jahren unbedingter Haft verurteilt worden.

Sein Verteidiger Thomas Kralik hatte unverzüglich Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung eingelegt. Darüber wird der OGH nun in einer öffentlichen Verhandlung befinden. Vor der neuerlichen Verurteilung war ein Urteil aus dem Jänner 2013, bei dem Strasser zu vier Jahren Haft verurteilt wurde, durch den Obersten Gerichtshof (OGH) aufgrund von Verfahrensmängeln aufgehoben worden.

(Bild: Strasser wegen Bestechlichkeit vor Gericht. Bild: SN/APA (Archiv/Hochmuth)/GEORG HOCH)

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Salzburger Politik auf Kollisionskurs mit Brüssel

Mo, 13/10/2014 - 04:05

(Von Christian Resch.) Den politischen "Aufreger" fürs Wochenende lieferte ÖVP-Finanzreferent Christian Stöckl: Er hatte im SN-Interview erklärt, das Land dürfe keine weiteren Schulden mehr aufnehmen, und müsse für dringend nötige Bauprojekte wohl auf PPP-Projekte zurückgreifen. Über 200 Mill. Euro müssten, so Stöckl, auf einmal herangekarrt werden, damit sich das Vorhaben rentiere. Was sich harmlos anhört . . .PPP, das bedeutet "Private-Public-Partnership", also einen Vertrag zwischen einer Privatfirma und der öffentlichen Hand. Das hört sich harmlos an. Es bedeutet aber etwa, dass das Land einen großen Straßentunnel, ein Amt, eine Schule oder ein Spitalgebäude vom "Partner" bauen lässt - und dann zurückmietet. Varianten gibt es hunderte, gemeinsam ist ihnen wohl eines: Sie machen die Sache auf Dauer nicht billiger, sie verschieben nur Kosten in die Zukunft. Genau das kritisierte am Sonntag auch die SPÖ in einer Aussendung massiv.

Kostenersparnis erwartet sich auch der ÖVP-Finanzlandesrat keine. Warum denkt er dann an solche Finanzierungen? Die Antwort ist eine, die von Politikern in Stadt, Land und Gemeinden immer häufiger zu hören ist: Brüsseler Vorgaben machten das nötig.

Vor allem ist Salzburg massiv von den "Maastricht-Kriterien" betroffen, einem Regelwerk, dass alle öffentlichen Haushalte Schuldengrenzen unterwirft (siehe Infokasten). Salzburg hat bekanntlich 2,1 Mrd. Euro Schulden - und ist erst dabei, sich aus seinem drückenden jährlichen Budgetdefizit herauszuquälen.Ein Kredit wäre fatalDas Interessante ist: Ginge das Land zur einer Bank und nähme einen Kredit über 200 Mill. Euro auf, um damit ein Verwaltungszentrum, Spitäler und Straßentunnels zu bauen, dann wäre das "voll maastricht-relevant". Die von der EU vorgegebene Bilanz Salzburgs würde um diesen Betrag verschlechtert. Was derzeit fatal wäre. Würde das Land hingegen ein geschicktes PPP-Modell anwenden, würde mindestens dieselbe Summe ausgegeben, dieselben Gebäude würden errichtet. Doch das Maastricht-Defizit stiege um keinen Cent. "Es ist teilweise schon völlig absurd, was wir wegen dieser Vorgaben machen müssen", sagt Stöckl selbst dazu.

Doch auch das dürfte den Landeshaushalt nicht davor retten, in Maastricht-Hinsicht völlig abzustürzen. Denn auch die neue Wohnbauförderung wird - im Gegensatz zur Alten - maastricht-wirksam. Und schraubt das jährliche Defizit ab 2015 um weitere 140 Mill. Euro nach oben. Freilich nicht real, sondern nur in den Berechnungsmodellen der Statistik Austria, welche der EU zuzuarbeiten hat.

Demnächst wird alles noch schlimmer: Dann müssen auch die Abgänge der Spitäler Mittersill und Tamsweg einberechnet werden, auch jene der Chirurgie West in den SALK, der Standortagentur und manches andere. Macht noch einmal 115 Mill. Euro mehr Maastricht-Defizit.Keine verlockenden Angebote mehrUnd noch einmal Wohnbauförderung: Wie berichtet, sollen die aushaftenden Darlehen des Landes an Bürger und Bauträger verkauft werden. 400 Mill. Euro soll das dem verschuldeten Landeshaushalt bringen. Jedoch: Gewährt das Land großzügige Abschläge, gilt das nicht mehr als "Finanztransaktion" (maastricht-neutral), sondern als "Förderung" (voll maastricht-relevant).

So wird das Land keine verlockenden Angebote machen können, die Einnahmen könnten dahinschmelzen, glauben Insider.

Nebenbei: Staaten, die ihre Maastricht-Hausaufgaben nicht erledigen, können bestraft werden. Neben "blauen Briefen", Offenlegungspflichten und anderen Peinlichkeiten kann das auch teuer werden: Strafen von bis zu 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung sind möglich. Für ganz Österreich wären das über eineinhalb Milliarden Euro.

(Bild: Grenzen, welche die EU auf allen Seiten setzt, machen nicht nur Finanzreferent Christian Stöckl (ÖVP) zu schaffen. Bild: SN/ratzer)

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Durchmachen leichtgemacht?

Mo, 13/10/2014 - 04:01

(Von Sabine Beck, Hannes Kirschner, Andrea Pracht.) Wieder einmal haben die Studierenden das Arbeitspensum unterschätzt - und nun stehen Klausuren und Abgabetermine bevor. Lange Lerntage und zusätzliche Nachtschichten sind gerade gegen Semesterende bei vielen Studierenden Programm. Um Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten hintanzuhalten, scheint oft selbst der Konsum verschreibungspflichtiger Medikamente eine Option. Amphetamine, Nikotin und Energydrinks sollen der Müdigkeit ein Schnippchen schlagen. Doch es gibt auch natürliche Stimulanzien, die das Potenzial zum "Hirndoping" haben - und zwar gänzlich ohne Nebenwirkungen. Die effizientesten Methoden und Rezepturen hat das "Uni-Magazin" recherchiert.

Hohe Konzentration - und danach ein großes LochWer kennt sie nicht, die Dose mit dem roten Bullen. Die Kampagne des Energydrink-Riesen verspricht nicht nur Flügel, sondern auch erhöhte Leistungsbereitschaft. "Mindestens drei Dosen am Tag waren in der Prüfungsphase Standard", erzählt die 23-jährige Fiona und ergänzt: "Doch bald ließ der Effekt nach." Ein Freund riet ihr, Ritalin zu probieren. Das verschreibungspflichtige Medikament dient eigentlich der Behandlung von Hyperaktivität bei Kindern, bewirkt jedoch auch eine hohe Konzentrationsfähigkeit. Das ADHS-Zentrum Deutschland steht diesem vermeintlichen Trend kritisch gegenüber: "Nicht umsonst fällt Ritalin wegen der Suchtgefahr unter das Betäubungsmittelgesetz." Fionas Fazit nach ihrem Kurzzeittest des Medikaments: Sie war zwar konzentrierter als je zuvor, jedoch war "das Loch, in das man ohne Ritalin fällt, die Einnahme nicht wert".

Laut einer Studie der deutschen Hochschul Informations System GmbH (HIS) greift jeder zehnte Student zu diversen leistungsfördernden Substanzen, rund fünf Prozent nehmen sogar verschreibungspflichtige Beruhigungs-, Schmerz- oder Aufputschmittel, um ihre Leistung zu steigern oder das Leistungsniveau aufrechtzuerhalten.

"Wer braucht schon Alltagsdrogen und Pharmazie, wenn es gesunde Wachmacher gibt?", sagt Studentin Greta (21). Sie schwört auf Yoga und kalte Duschen, um Elan zu tanken. Neben Sport, frischer Luft und Wechselduschen hat eine Reihe natürlicher Mittel einen erstaunlichen Effekt auf die Lernausdauer und Konzentrationsfähigkeit. Doch die Unterschiede zwischen den Substanzen sind enorm: von Kaffee bis Guarana - die bekanntesten leistungssteigernden Mittel auf natürlicher Basis gibt es zum Durchklicken in unserer Diashow (oben).

Dieser Beitrag wurde von Studenten der Universität Salzburg im Rahmen einer Lehrredaktion in Kooperation mit den "Salzburger Nachrichten" erstellt.

(Bild: Wie bleibt man wach? Von Kaffee bis Guarana: leistungssteigernde Substanzen im Vergleich . . . Bild: SN/fotolia/coloures-pic)

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Negativserie beendet: Red Bull Salzburg siegt in Laibach

Mo, 13/10/2014 - 03:50

(Von .) Dabei spiegelt das knappe Ergebnis den Spielverlauf nur annähernd wieder, denn die Red Bulls waren über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft und verzeichneten fast drei Mal so viele Torschüsse wie die Hausherren. Drei der vier Treffer fielen binnen einer Minute. Zwischen den Salzburger Toren durch Brian Fahey (19.) und Alexander Cijan (20.) traf für die Slowenen Koren (19.). Matthias Trattnig machte schließlich im letzten Abschnitt im Powerplay alles klar (42.)."Es tut wieder zu gewinnen"Die Erleichterung über den ersten Sieg nach den jüngsten Niederlagen war auch Headcoach Daniel Ratushny anzumerken: "Es tut natürlich gut, wieder zu gewinnen. Aber es war dennoch ein hart erkämpfter Sieg, da sich die Slowenen auf die Verteidigung konzentriert und wir es schwer hatten, da durchzukommen."Capitals neuer TabellenführerIndes haben die Vienna Capitals mit einem 2:1-Sieg bei den Graz 99ers die Tabellenführung in der EBEL übernommen. Die Wiener profitierten von einer 1:4-Niederlage der Black Wings Linz bei Meister Südtirol. Das 304. Kärntner Derby gewann Villach daheim gegen den KAC 4:1.

(Bild: Die Eisbullen siegten gegen Laibach. Bild: SN/GEPA pictures)

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44 Werke aus Essl-Sammlung werden versteigert

Mo, 13/10/2014 - 03:37

(Von Apa.) Zum Kauf stehen Arbeiten internationaler Künstler wie Gerhard Richter, Sigmar Polke, Cindy Sherman oder Louise Bourgeois sowie der Österreicher Maria Lassnig und Friedensreich Hundertwasser. Der Erlös soll teilweise für die Refinanzierung der Rettung der großen Kunstsammlung vor den Ansprüchen der Gläubigerbanken der angeschlagenen Baumarkt-Kette bauMax, teilweise zur Finanzierung des Betriebs des Essl Museums in Klosterneuburg verwendet werden. Seit Anfang September steht die Sammlung im gemeinsamen Besitz von Familienstiftungen der Familie Essl und des Industriellen Hans Peter Haselsteiner.

(Bild: Arbeiten von Künstlern wie Polke unterm Hammer. Bild: SN/APA (epa)/ANDY RAIN)

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Nowotny: Euro wird noch schwächer werden

Mo, 13/10/2014 - 03:36

(Von Apa/ag.) Das liege daran, dass sich die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gegenüber jener in den USA und Großbritannien unterscheide, sagte das EZB-Ratsmitglied nach einem Bericht des "Wall Street Journal". "Wegen der unterschiedlichen Tendenzen in der Zinspolitik ist es sehr wahrscheinlich, dass dies zu einer weiteren Abwertung des Euro führt", sagte er am Rande des IWF-Herbsttreffens in Washington.

(Bild: Nowotny: Andere Geldpolitik der EZB. Bild: SN/APA (Archiv/Neubauer)/HERBERT NE)

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Taifun "Vongfong" wirbelt über Südwesten Japans

Mo, 13/10/2014 - 03:31

(Von Apa/dpa.) Auf seinem Weg von der südlichen Inselprovinz Okinawa kommend verletzte der Wirbelsturm bisher mindestens 45 Menschen, wie der Fernsehsender NHK berichtete. Rund 400.000 Menschen im Süden des Landes war geraten worden, sich in Sicherheit zu bringen. Hunderte Flüge in und aus der Region wurden gestrichen.

Die Behörden warnten vor weiteren heftigen Regenfällen, Sturmböen und hohem Wellengang. In der Nacht auf Dienstag wird der Taifun im Raum Tokio erwartet, bevor er nach Nordosten abzieht. Da der Sturm aber an Tempo zugelegt hat, könnte es laut Experten sein, dass der Berufsverkehr in Tokio Dienstagfrüh verschont bleibt.

(Bild: Der Taifun richtete sichtbare Schäden an. Bild: SN/APA/EPA/HITOSHI MAESHIRO)

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Okotie lässt Österreich gegen Montenegro jubeln

Mo, 13/10/2014 - 03:21

(Von Sn.) Gegen Montenegro siegte das ÖFB-Team am Sonntag in Wien mit 1:0 (1:0). Nach dem Goldtor von Rubin Okotie ließ die Elf von Marcel Koller noch zahlreiche gute Torchancen aus, so dass bis zum Ende gebangt werden musste.

Marc Janko, nach seiner Roten Karte vom Spiel gegen Moldawien gesperrt, war bereits einige Stunden vor dem Anpfiff zum Flug nach Australien abgehoben. "Alles Gute, Jungs! Ihr packt das!" hatte der Torjäger des FC Sydney seinen Teamkollegen per Facebook noch auf den Weg gegeben. Er dürfte gerade irgendwo über der arabischen Halbinsel geschwebt sein, als im Ernst-Happel-Stadion zum ersten Mal Torjubel ausbrach: Rubin Okotie, anstelle von Janko in die Startelf gerückt, schloss eine Flanke von Marko Arnautovic mit seinem ersten Länderspieltor zum 1:0 ab (24.).

Zu diesem Zeitpunkt war die Führung mehr als verdient, und es war kein Zufall, dass die Vorarbeit zum Tor von Arnautovic gekommen war. Der England-Legionär, beim 2:1 in Moldawien noch völlig von der Rolle, wirkte wie ausgewechselt. An fast allen gefährlichen Aktionen war er beteiligt und holte sich zudem noch selbst die Bälle tief in der eigenen Hälfte.

Montenegro war kaum gefährlichÖsterreich hatte das Spiel klar im Griff, die Montenegriner wurden kaum einmal gefährlich. In der Abwehr strahlte vor allem der wieder ins Team gerückte Salzburger Martin Hinteregger viel Ruhe aus. Vor dem gegnerischen Tor aber ließen die Österreicher die Chancen reihenweise liegen. Zlatko Junuzovic mit einem Drehschuss (41.), Hinteregger mit einem Heber über das Tor (44.), Harnik und Junuzovic mit einer Doppelchance (45.+1) hätten schon vor der Pause für einen ruhigeren Puls bei den Fans sorgen können.

Nach der Pause hielten die Gastgeber den Druck hoch. Nach einer Traumflanke von Arnautovic hechtete Harnik den Ball an die Querlatte (50.). Dann war es der für den angeschlagenen Marko Arnautovic eingewechselte Lukas Hinterseer, der völlig frei vor dem Tor alles klar machen hätte können, doch er traf nur das Außennetz (67.).

So blieben die Nerven angespannt, und beinahe hätte sich die mangelhafte Chancenverwertung noch gerächt. Aber Stevan Jovetic geriet ein Lupfer über Robert Almer etwas zu leicht (74.), und einen Volleyschuss von Mirko Vucinic wehrte der ÖFB-Keeper mit einem großartigen Reflex ab (87.). Dann hatte das Zittern ein Ende.

(Bild: Österreich gewinnt 1:0. Bild: SN/APA/EPA/HERBERT PFARRHOFER)

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Kampf gegen IS: Türkei öffnet Stützpunkte für US-Militär

Mo, 13/10/2014 - 03:17

(Von Apa/ag.) Die Regierung in Ankara habe dazu ihre Zustimmung gegeben, sagte die Sicherheitsberaterin von US-Präsident Obama. Die Ankündigung erfolgte unmittelbar vor einem ersten Strategietreffen der Allianz am Montag in den Vereinigten Staaten.

Das Anti-IS-Bündnis wollte die Türkei seit Längerem enger einbinden. Die Regierung in Ankara sträubte sich jedoch dagegen und pochte unter anderem auf ein gemeinsames Vorgehen, das sich auch gegen das Regime des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad richtet. Da die Türkei unmittelbar an von den Extremisten kontrollierte Gebiete grenzt, wird dem Land eine entscheidende Bedeutung beigemessen.Rebellen dürfen ausgebildet werdenWie die Obama-Sprecherin Susan Rice im Sender NBC sagte, gestattet die Türkei künftig auch, dass auf ihrem Gebiet gemäßigte syrische Rebellen für den Kampf gegen die Jihadisten ausgebildet werden. Bisher war dafür in den US-Plänen allein Saudi-Arabien vorgesehen. Washington will keine Truppen in Kampfgebiete entsenden, die Regierung in Ankara lehnt eine Bodenoffensive im Alleingang ab. Um den IS zu zerstören, sollten daher bisher jährlich 5.000 gemäßigte syrische Rebellen in Saudi-Arabien ausgebildet und mit Waffen ausgerüstet werden.

Die internationale Allianz trifft sich am Montag erstmals seit Beginn der US-Luftangriffe auf IS-Stellungen vor zwei Monaten zu strategischen Beratungen. Zu der Konferenz hat US-Generalstabschef Martin Dempsey mehr als 20 Militärchefs eingeladen, unter anderem aus Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden. Auch fünf arabische Verbündete sitzen am Militärstützpunkt Andrews bei Washington mit am Tisch: Saudi-Arabien, Jordanien, Bahrain, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Den USA war zuletzt vorgeworfen worden, keine langfristige Strategie für den Kampf gegen die Jihadisten im Irak und in Syrien zu haben.IS-Vormarsch vorerst gebremstNeue Luftschläge der internationalen Koalition hatten den IS-Vormarsch auf die umkämpfte Stadt Kobane im syrisch-türkischen Grenzgebiet am Wochenende vorerst gebremst. Bei einem Besuch in Chile sprach US-Verteidigungsminister Chuck Hagel von "einigen Fortschritten", stimmte zugleich aber auf einen langen Kampf ein. Im Irak gingen die Jihadisten hingegen mit Selbstmordanschlägen in die Offensive, bei denen Dutzende Menschen starben.

(Bild: Die Streitkräfte dürfen anrücken (Symbolbild). Bild: SN/APA/EPA/TOLGA BOZOGLU)

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EU zahlt 450 Mill. Euro Entwicklungshilfe für Gaza

So, 12/10/2014 - 17:30

(Von Apa/dpa/ag..) Die mit Abstand umfangreichste Spende versprach mit einer Milliarde Dollar Katar, westliche Staaten verknüpften ihre Hilfsangebote am Sonntag in der ägyptischen Hauptstadt mit weitergehenden Erwartungen. So drängte US-Außenminister John Kerry auf einen Neustart der Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern.

450 Millionen Euro will die EU bereitstellen, wie die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Sonntag sagte. Die USA geben nach Angaben von Außenminister Kerry 212 Millionen US-Dollar.

An der von Ägypten und Norwegen einberufenen Konferenz nahmen rund 30 Außenminister sowie regionale und internationale Organisationen teil. Laut dem Wiener Außenministerium war Österreich durch seinen Botschafter in Kairo, Ferdinand Maultaschl, vertreten.

Die Gelder werden zur Beseitigung der schweren Schäden benötigt, die der jüngste Gaza-Krieg hinterlassen hat. Israel hatte im Juli und August mehr als 5.000 Ziele in dem Palästinensergebiet angegriffen, um den Raketenbeschuss der islamistischen Hamas einzudämmen. Militante Palästinenser feuerten 4.500 Raketen auf Israel ab. Mehr als 2.100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis wurden in dem 50-tägigen Krieg getötet. 18.000 Häuser wurden nach Angaben der UNO-Nothilfeorganisation OCHA zerstört oder beschädigt.

Die beiden Kriegsparteien Israel und die Hamas waren nicht zur Konferenz eingeladen. Lediglich die Autonomiebehörde unter Führung von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas war in Kairo. Abbas bezifferte die Wiederaufbaukosten auf insgesamt rund vier Milliarden Dollar. Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman sagte, dass eine "Reparatur der zivilen Infrastruktur" auch im israelischen Interesse liege. Allerdings müssten die Autonomiebehörde und internationale Beobachter dafür sorgen, dass kein Material für den Bau von Angriffstunneln oder Raketen abgezweigt werde.

Im Außenministerium war am Sonntag nicht in Erfahrung zu bringen, ob sich auch Österreich zusätzlich zur EU-Hilfe an den Wiederaufbaukosten beteiligt. In einer Aussendung hatte das Ministerium am Sonntag in der Früh mitgeteilt, dass heuer und nächstes Jahr 6,5 Millionen Euro an österreichischer Entwicklungshilfe in die palästinensischen Gebiete fließen werden.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon warnte, die Geberkonferenz dürfte nicht zum Ritual werden: "Aufbauen und zerstören - und dann von der internationalen Gemeinschaft erwarten, sie zahle die Rechnung", sei keine Lösung.

Auch US-Außenminister Kerry sah eine dauerhafte Lösung des Nahost-Konfliktes als Ziel der Verhandlungen. Dem Gazastreifen könne nur dann nachhaltig geholfen werden, wenn er unter palästinensischer Selbstverwaltung stünde. "So lange die Hamas Raketen auf Israel abfeuert, so lange leben auch die Menschen in Gaza weiter in Gefahr."

Abbas machte sich für die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates stark. Die Konferenz müsse für einen neuen internationalen Versuch genutzt werden, den israelisch-palästinensischen Konflikt zu lösen. Die Vereinten Nationen sollten eine Grenzziehung überwachen, die es Israel und einem Palästinenserstaat erlauben würde, "in guter Nachbarschaft" zu leben, sagte Abbas.

(Bild: Die internationale Gemeinschaft tagte in Kairo. Bild: SN/APA (epa)/KHALED ELFIQI)

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Kürbis knackte 1000-Kilo-Marke bei Europameisterschaft

So, 12/10/2014 - 17:18

(Von Apa/dpa.) Der Kürbis mit einem Umfang von 5,72 Metern habe mit einem Spezialgerät auf die Waage gewuchtet werden müssen, teilten die Veranstalter in Ludwigsburg mit.

Züchter Beni Meier habe mit dem Riesenkürbis zum dritten Mal hintereinander seinen eigenen Europa- und Weltrekord gebrochen. Mit 340 Kilogramm geradezu bescheiden nimmt sich im Vergleich dazu der heurige österreichische Rekordkürbis aus, der am gestrigen Samstag im burgenländischen Rust geschlachtet wurde.

Der Europameister-Kürbis ist noch bis zum 2. November im Residenzschloss in Ludwigsburg zu besichtigen. Danach wird er geöffnet, um an das - für die Zucht weiterer Riesenkürbisse - sehr begehrte Saatgut zu gelangen. Im Internet würden einzelne Kerne Preise von mehr als 100 Euro erzielen.

(Bild: Symbolbild: Riesiger Kürbis gewinnt bei EM. Bild: SN/APA/dpa-Zentralbild)

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Brasilien: Unterlegene Silva unterstützt Rousseff-Gegner Neves

So, 12/10/2014 - 16:58

(Von Apa/afp.) "Ich erkläre, dass ich Aécio Neves meine Stimme und meine Unterstützung gebe", teilte Silva am Sonntag mit. Sie selbst war bei einem vorherigen Wahlgang ausgeschieden. Die Positionierung Silvas könnte wahlentscheidend sein.

Zuvor hatte sich der Sozialdemokrat Neves in einem Offenen Brief - wie von Silva zur Bedingung gemacht - hinter eine Reihe sozialer und ökologischer Forderungen der Politikerin gestellt.

In jüngsten Umfragen war die linkgerichtete Amtsinhaberin Dilma Rousseff hinter ihren Herausforderer Neves in der Stichwahl am 26. Oktober zurückgefallen. In der ersten Wahlrunde kam Neves nur auf 33,6 Prozent der Stimmen, während Rousseff, Vorsitzende der Arbeiterpartei, sich mit 41,6 Prozent an die Spitze setzte. Die Anhänger der Drittplatzierten Silva wollen Umfragen zufolge in der Stichwahl mehrheitlich für Neves stimmen.

(Bild: Marina Silva. Bild: SN/dapd)

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