Salzburger Nachrichten

Inhalt abgleichen Salzburger Nachrichten RSS Feed
Die aktuellsten Nachrichten von salzburg.com
Aktualisiert: vor 56 Minuten 21 Sekunden

Höhlenforscher im Tennengebirge: Arzt beim Abstieg zum Verletzten

Do, 14/08/2014 - 15:50

(Von Apa.) Der polnische Höhlenforscher, der in der Nacht auf Donnerstag in der Jack Daniel's Höhle im Tennengebirge abgestürzt und dabei schwer verletzt worden ist, befindet sich nicht in Lebensgefahr und ist ansprechbar. Ein Höhlenrettungsarzt befindet sich bereits auf dem Abstieg und soll im Laufe des Abends beim Verletzten sein, wurde bei der Pressekonferenz um 16.00 Uhr informiert.

Der Unfall hat sich bereits um 2.00 Uhr in der Nacht ereignet. Nach Angaben der Bergrettung ist der Forscher in der Schachthöhle in rund 250 Metern Tiefe etwa sieben Meter über eine Steilstufe abgestürzt. Wie es zu dem Unfall gekommen ist, ist immer noch nicht klar. Bei dem Mann handelt es sich um den 27-jährigen Marek G. aus dem Kreis Gorzow in Westpolen.

In der Höhle herrscht eine Temperatur von drei bis vier Grad Celsius, das wichtigste sei daher die Wärme und medizinische Versorgung, sagte der Höhlenforscher und Bergretter Wolfgang Gadermayr. Der Patient sei inzwischen auch wärmeversorgt.

Wann mit der eigentlichen Bergung, die mit einer Trage durchgeführt werden soll, begonnen werden kann, werde der Arzt entscheiden, so Gernot Salzmann von der Salzburger Höhlenrettung. Der Salzburger Höhlenrettungsarzt Wolfgang Farkas ist um ca. 15.30 Uhr eingestiegen. Auf jeden Fall ist bereits klar, dass für den Transport der Trage zumindest an einer Stelle die Höhle mechanisch erweitert werden muss, und zwar in rund 60 Metern Tiefe. Dies werde mit Akkubohrern, Hämmern und Meißeln erfolgen.

Um die Kommunikation zu verbessern, wird außerdem noch eine Telefonleitung verlegt. Salzmann schätzt, dass in Summe rund zwei Tonnen Material für den Hilfseinsatz nötig sein werden. Neben den Fixseilen werden weitere Seile benötigt, weiters unter anderem Karabiner, die Trage und Medikamente. Als Stützpunkt dient die Laufener Hütte, die rund eineinhalb Gehstunden vom Höhlenausgang entfernt liegt. Hier können sich die Helfer auch aufwärmen. Beim Einstieg selbst wurde ein kleines Biwak aufgestellt.

Gadermayr beschrieb die Jack Daniel's Höhle als "keine einfache Höhle". Es gebe zwar keine extreme Gefahr durch Steinschlag oder Wasser, "aber sie ist nicht zu unterschätzen, man muss sich jeden Zentimeter erkämpfen".

Am Nachmittag standen 77 Hilfskräfte im Einsatz, schilderte Einsatzleiter Wilfried Seidl. Prämisse bei der Hilfsaktion ist laut Gadermayr das sichere Begehen der Höhle. Weder der Verletzte noch die Einsatzkräfte sollten dabei gefährdet werden.

(Bild: Rettungsaktion für verletzten Höhlenforscher im Tennengebirge bei Abtenau. Bild: SN/neumayr)

Kategorien: News

Waffenruhe zwischen Israel und Hamas hält vorerst

Do, 14/08/2014 - 15:28

(Von Apa/dpa/ag..) Beide Seiten hatten Mittwochnacht eine weitere Verlängerung der Waffenruhe im Gaza-Krieg um fünf Tage vereinbart. In dieser Zeit sollen die Konfliktparteien weiter indirekt über eine dauerhafte Waffenruhe beraten. Bei ihren dreitägigen Verhandlungen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo gelang es Israelis und Palästinensern bisher nicht, sich auf einen dauerhaften Waffenstillstand zu einigen. Zuletzt bestand weiterhin kein Konsens über zwei Hauptstreitpunkte: die Entwaffnung der palästinensischen Hamas-Bewegung einerseits und die Aufhebung der israelischen Blockade des Gazastreifens andererseits.

Am Wochenende soll die Verhandlungen fortgesetzt werden. Die Unterhändler beider Seiten sollen dann in Kairo erneut über Vermittler miteinander reden. Nach Medienberichten hatten die ägyptischen Vermittler intensiven Druck auf die Palästinenser ausgeübt, damit diese den Verhandlungen noch eine Chance geben.

Die israelische Armee will unterdessen untersuchen, ob ihre Soldaten während des Gaza-Krieges das humanitäre Völkerrecht gebrochen haben. Dutzende Fälle, in denen palästinensische Zivilisten getötet und der Armee Verbrechen vorgeworfen wurden, würden geprüft, berichtete die Nachrichtenseite "Haaretz" am Donnerstag. Darunter seien auch Angriffe auf UNO-Einrichtungen und Kämpfe in der südlichen Stadt Rafah nach der Entführung eines israelischen Soldaten vor zwei Wochen.

Israel wird vorgeworfen, im jüngsten Gaza-Konflikt Kriegsverbrechen begangen zu haben. Eine UNO-Kommission, die den Sachverhalt klären soll, wird von Israel als voreingenommen betrachtet. Das Gremium sei "in Sünde geboren", sagte die israelische Justizministerin Tzipi Livni am Donnerstag.

US-Präsident Barack Obama forderte in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu eine dauerhafte Waffenruhe. Er bekräftigte zudem die Unterstützung der USA für die ägyptischen Vermittlungsversuche, wie das Weiße Haus am Mittwoch mitteilte. Eine Einigung müsse die Sicherheit Israels gewähren und die humanitäre Krise im Gazastreifen berücksichtigen.

Auch Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) bezeichnete eine Waffenruhe als "entscheidend". In einem zweiten Schritt müssten Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung geführt werden, so der Minister am Donnerstag im Ö1-Morgenjournal. Generell sei die Situation im Nahost-Konflikt aber eine "sehr verfahrene".

Israel hatte seine Offensive im Gazastreifen am 8. Juli als Reaktion auf fortwährenden Raketenbeschuss seiner Grenzorte begonnen. Vor gut einer Woche zog es seine Bodentruppen wieder ab, setzte seine Luftangriffe aber fort - mit Unterbrechungen während zweier Feuerpausen.

Seit Beginn der Offensive starben nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mehr als 1.950 Menschen, mehr als 10.000 wurden verletzt. Auf israelischer Seite wurden 64 Soldaten und drei Zivilisten getötet. Mehrere Hundert Menschen erlitten Verletzungen.

Die durch den Gaza-Krieg verursachten Schäden an der palästinensischen Landwirtschaft werden nach UN-Erkenntnissen so rasch nicht behoben werden können. 17.000 Hektar Agrarland seien direkt betroffen sowie auch viele Bewässerungssysteme, Tierfarmen, Futterspeicher und Fischerboote. Das hielt die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) am Donnerstag in Rom fest.

Mehr als 60.000 Tiere brauchten Futter und Wasser. Die Fischer müssten die Verluste durch den Krieg - fast ein Zehntel des jährlichen Fangs - wieder wettmachen. Auch wenn der Gazastreifen die meiste Nahrung importiere, lebten doch Zehntausende von Ackerbau, Viehzucht und der Fischerei. Der Krieg habe auch die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe getrieben.

Die israelische Polizei hat am Donnerstag in Ost-Jerusalem weitere 52 Palästinenser unter dem Vorwurf des Landfriedensbruchs festgenommen. Dadurch stieg die Gesamtzahl der Festnahmen seit Anfang Juli auf etwa 600.

Seit der Ermordung eines palästinensischen Jugendlichen durch israelische Rechtsextremisten am 2. Juli kommt es immer wieder zu palästinensischen Protestaktionen. "Die meisten Festnahmen sind Folge tätlicher Angriffe auf Streifenpolizisten, vor allem durch Werfen von Steinen oder Brandflaschen", sagte Rosenfeld. Unter den Festgenommenen im israelisch besetzten Ostteil Jerusalems seien 175 Minderjährige. Wie viele weiter in Untersuchungshaft sitzen, konnte der Sprecher nicht angeben. Einige seien unter Hausarrest gestellt, andere bis zu ihrem Strafverfahren auf freien Fuß gesetzt worden, sagte Rosenfeld.

Nach Angaben der Rechtshilfegruppe Mossawa wurden seit der Ermordung des 16-jährigen Mohammed Abu Khder auch in Israel rund 600 arabische Einwohner festgenommen, die sich an teilweise gewalttätigen Protestaktionen beteiligt hatten. Mossawa-Direktor Jafar Farah kritisierte im Gespräch mit AFP: "Die Polizei bringt die jungen Inhaftierten zu Massenverurteilungen vor Gericht. Die Richter akzeptieren das und sprechen ihre Urteile ohne Einzelfallprüfung." Solche Sammelverfahren seien in Israel bisher nicht vorgekommen, klagte Farah.

(Bild: Israelische Truppen an der Gaza-Grenze. Bild: SN/APA (epa)/ABIR SULTAN)

Kategorien: News

Höhlenforscher: Arzt beim Abstieg zum Verletzten

Do, 14/08/2014 - 15:26

(Von Apa.) Der polnischen Höhlenforscher, der in der Nacht auf Donnerstag in der Jack Daniel's Höhle im Tennengebirge abgestürzt und dabei schwer verletzt worden ist, befindet sich nicht in Lebensgefahr und ist ansprechbar. Ein Höhlenrettungsarzt befindet sich bereits auf dem Abstieg und soll in zwei bis drei Stunden beim Verletzten sein, wurde bei der Pressekonferenz um 16.00 Uhr informiert.

Der Unfall hat sich bereits um 2.00 Uhr in der Nacht ereignet. Nach Angaben der Bergrettung ist der Forscher in der Schachthöhle in rund 250 Metern Tiefe etwa sieben Meter über eine Steilstufe abgestürzt. Wie es zu dem Unfall gekommen ist, ist immer noch nicht klar. Bei dem Mann handelt es sich um den 27-jährigen Marek G. aus dem Kreis Gorzow in Westpolen.

In der Höhle herrscht eine Temperatur von drei bis vier Grad Celsius, das wichtigste sei daher die Wärme und medizinische Versorgung, sagte der Höhlenforscher und Bergretter Wolfgang Gadermayr. Der Patient sei inzwischen auch wärmeversorgt.

Wann mit der eigentlichen Bergung, die mit einer Trage durchgeführt werden soll, begonnen werden kann, werde der Arzt entscheiden, so Gernot Salzmann von der Salzburger Höhlenrettung. Der Salzburger Höhlenrettungsarzt Wolfgang Farkas ist um ca. 15.30 Uhr eingestiegen. Auf jeden Fall ist bereits klar, dass für den Transport der Trage zumindest an einer Stelle die Höhle mechanisch erweitert werden muss, und zwar in rund 60 Metern Tiefe. Dies werde mit Akkubohrern, Hämmern und Meißeln erfolgen.

Um die Kommunikation zu verbessern, wird außerdem noch eine Telefonleitung verlegt. Salzmann schätzt, dass in Summe rund zwei Tonnen Material für den Hilfseinsatz nötig sein werden. Neben den Fixseilen werden weitere Seile benötigt, weiters unter anderem Karabiner, die Trage und Medikamente. Als Stützpunkt dient die Laufener Hütte, die rund eineinhalb Gehstunden vom Höhlenausgang entfernt liegt. Hier können sich die Helfer auch aufwärmen. Beim Einstieg selbst wurde ein kleines Biwak aufgestellt.

Gadermayr beschrieb die Jack Daniel's Höhle als "keine einfache Höhle". Es gebe zwar keine extreme Gefahr durch Steinschlag oder Wasser, "aber sie ist nicht zu unterschätzen, man muss sich jeden Zentimeter erkämpfen".

Am Nachmittag standen 77 Hilfskräfte im Einsatz, schilderte Einsatzleiter Wilfried Seidl. Prämisse bei der Hilfsaktion ist laut Gadermayr das sichere Begehen der Höhle. Weder der Verletzte noch die Einsatzkräfte sollten dabei gefährdet werden.

(Bild: Rettungsaktion für verletzten Höhlenforscher bei Abtenau. Bild: SN/APA/EPA/NEUMAYR/MMV)

Kategorien: News

Red Bull Salzburg: Hütter von Malmös Moral angetan

Do, 14/08/2014 - 14:25

(Von Sn, Apa.) "Sie haben vor allem Moral gezeigt", kommentierte der Trainer von Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg das Match, in dem der kommende Gegner im Champions-League-Play-off am Mittwochabend ein 0:2 gegen Örebro noch in einen 3:2-Sieg umgewandelt hatte.

Der schwedische Meister Malmö FF hatte sechs Tage vor dem Hinrunden-Duell mit dem österreichischen Champion erfolgreich auf den Rückstand reagiert. "Sie haben mit einem 4-4-2 begonnen und dann auf 4-3-3 umgestellt", so Hütter, der insgesamt bei seinem Beobachtungstrip auf bekannte Umstände getroffen war: "Die Spielweise ist typisch skandinavisch, die Abwehr körperbetont und athletisch. Am Dienstag werden zwei Spielkulturen aufeinandertreffen."

Defensivmann Franz Schiemer freut sich schon auf das Duell mit Malmö, über das Salzburg im siebenten Anlauf endlich in die CL-Gruppenphase gelangen will. Das erste Match steigt am Dienstag in Salzburg, davor geht es in der heimischen Liga am Samstag aber noch zur Admira.

"Die Umstellung ist leicht, weil die Meisterschaft unser tägliches Brot ist", beruhigte Schiemer. Zuletzt brillierten die Salzburger mit dem 8:0-Vereins-Liga-Rekordsieg gegen Grödig. Auch gegen die Admira, gegen die sich Salzburg immer schwergetan hat, soll aber möglichst ein Sieg her. Schiemer: "Wir wollen ja mit einem Erfolgserlebnis ins Malmö-Spiel gehen."

Schiemer erwartet gegen Malmö ein Match auf Augenhöhe und stuft die Chancen mit 50:50 ein. "In dieser Phase gibt es keinen Selbstläufer, das haben wir schon gegen Karabach gesehen. Aber wir sind alle sehr heiß auf diese beiden Spiele." Dass Goalgetter Markus Rosenberg gegen Örebro wieder getroffen hat, kratzt den Defensivmann wenig. "Gegen ihn habe ich bereits im Nationalteam gespielt."

Zur medialen Attacke des schwedischen Boulevardblattes "Aftonbladet", das in einem Kommentar Red Bull Salzburg u.a. als "grässlichstes Fußball-Team der Welt" diffamiert hatte, wollte Trainer Hütter nichts sagen. "Für mich zählt nur das Sportliche", winkte er ab. Salzburg hat aber bereits reagiert und mit dem gegnerischen Club Kontakt aufgenommen. Malmö distanziere sich vollends, versicherte man am Donnerstag in Salzburg. Von der Zeitung sei eine Entschuldigung angebracht.

(Bild: Adi Hütter. Bild: SN/APA/KRUGFOTO)

Kategorien: News

Blachfellner: Strafzahlung für "Gesicht der Wohnbauförderung"

Do, 14/08/2014 - 14:03

(Von Nikolaus Klinger.) Das Gerichtsverfahren gegen den früheren Landesrat Walter Blachfellner (SPÖ) steht kurz vor dem Ende: Gegen eine Geldbuße von 5000 Euro soll das Verfahren um die "Gratis-Plakataktion" eingestellt werden. Richterin Ilona Schalwich-Mozes bot dem Ex-Politiker am Donnerstag am Landesgericht Salzburg eine so genannte Diversion an. Dabei kommt es zu keiner Verurteilung und keinem Schuldspruch. Auch das Verfahren gegen einen mitangeklagten Baumeister wird eingestellt - er muss jedoch eine Zahlung von 7000 Euro leisten. Im Falle Blachfellners will die Staatsanwaltschaft noch prüfen, ob diese Diversion ausreichend sei.Vorwurf der Vorteilsannahme Die Anklage wirft Walter Blachfellner Vorteilsannahme nach Paragraf 305 des Strafgesetzbuches vor. Im vergangenen Jahr warb der 62-Jährige mit Plakaten an Zäunen von Baufirmen für sich selbst. Das Problem: Blachfellner ist laut Anklage als zuständiger Landesrat derjenige gewesen, der die Wohnbauförderung an die Bauträger habe vergeben können. Indem er Bauträger ersucht habe, seine Plakate aufzuhängen, habe er probiert, sich einen Vorteil aus seiner Amtsposition zu verschaffen."Es geht um den Wohnbau, nicht um die Partei" Blachfellner selbst rechtfertigte sich vor Gericht damit, dass er die knapp 800 Euro für die Plakate selbst bezahlt habe. Keinesfalls handle es sich dabei um eine SPÖ-Werbung: "Es geht um den Wohnbau, nicht um die Partei. Ich glaube, dass die Firmen die Plakate aufgehängt haben, weil sie zufrieden sind damit sind, was alles passiert", sagte Blachfellner vor Gericht. Seine Motivation sei es gewesen, die Salzburger Wohnbauförderung zu personifizieren. "Ich wollte den Menschen zeigen, dass ich der Landesrat Blachfellner bin, der in Salzburg den Wohnbauförderungsfonds erfunden hat. Ich war sicher, hier rechtskonform zu handeln." Auch Blachfellners Verteidiger, Rechtsanwalt Leopold Hirsch, betonte: "Seine Motivation war, der Wohnbauförderung ein Gesicht zu geben." Er habe nie verlangt, dass die Plakate auch tatsächlich angebracht werden. Manche Firmen hätten die Plakate auch nicht aufgehängt.Wenig Auskunft bei hartnäckigen FragenWenig auskunftsfreudig zeigte sich der 62-Jährige bei hartnäckigen Fragen der Richterin. Auf Nachfrage, warum er den Plakatdruck erst bezahlt habe, nachdem es immense öffentliche Kritik gab, sagte Blachfellner nur, man wollte auf die Gesamtrechnung warten. Warum er nach Beginn der Ermittlungen keine Rückholaktion der Plakate veranlasst habe, wollte die Richterin ebenfalls wissen. Blachfellner: "Das hätten die Baufirmen machen müssen."Verfahren auf unbestimmte Zeit vertagt Formal wurde Verfahren am Donnerstag auf unbestimmte Zeit vertagt. Sobald beide Angeklagten die Buße bezahlt haben, kann die Richterin das Verfahren einstellen. Der Staatsanwaltschaft bleibt dann die Möglichkeit, dagegen Rechtsmittel zu ergreifen.

#page, #main { padding: 0 0 0 0;}#content_liveticker { border:0px solid #999; background-color: #F5F5EE;}#content_liveticker #main { background-color: transparent;}#content { overflow:visible; height:auto; padding: 15px 10px; font-size: 13px;}#content p { font-size: 13px;}.entry-date { color: #00509F;}.entry-meta span { font-weight: bold; color: #00509F;}.entry-content {}.entry-content p { display: inline;}.tickerbild { margin-bottom: 15px; margin-top: 15px;}.tickerbild img { margin:0;}#aktuell { text-align: center; color: #d5d5d5;}#reloadbutton { margin-bottom: 15px;}  Liveticker Keine neueren Meldungen verfügbarurl_liveticker = 'http://www.salzburg.com/nachrichten/fileadmin/static/liveticker_neu.html';checksum_liveticker = 'http://www.salzburg.com/nachrichten/fileadmin/php/snLiveTicker/checksum.txt';$.get(checksum_liveticker, function( data ) { setCookie('snLiveticker', data);});$.get(url_liveticker, function( data ) { $('#content_liveticker').html(data);});$(document).ready(function () { $('#reloadbutton').click(function(){ if (window.OEWA) { var OEWA_Bildleiste = OEWA.replace(/\/scom/,'/liveticker/scom'); (new Image()).src = OEWA_Bildleiste + '?d=' + (new Date()).getTime(); } ga('send', 'event', 'Button', 'click', 'LiveReload', {'nonInteraction': 1}); var gaLocationLive = window.location.pathname+'/liveticker/'; ga('send', 'pageview', {'page': gaLocationLive}); $.get(checksum_liveticker + '?c=' + (new Date().getTime()), function( data1 ) { deleteCookie('snLiveticker'); setCookie('snLiveticker', data1); }); $.get(url_liveticker, function( data ) { $('#content_liveticker').html(data); $('#content_liveticker').fadeIn('slow'); }); $('#aktuell').html('Keine neueren Meldungen verf\u00fcgbar'); $('#aktuell').css('color','#d5d5d5') ; $('#aktuell').css('fontWeight','normal') ; $('#aktuell').css('textDecoration','none') ; }); $('html,body').animate({scrollTop: $('#livetop').offset().top}, 2000 , function (){}); sek2load = 30; setInterval(function() { $.get(checksum_liveticker + '?c=' + (new Date().getTime()), function( data ) { if (parseInt(data) != parseInt(getCookie('snLiveticker'))) { $('#aktuell').html('Neue Meldung: jetzt aktualisieren'); $('#aktuell').css('color','#00509F') ; $('#aktuell').css('fontWeight','bold') ; $('#aktuell').css('textDecoration','underline') ; } else { $('#aktuell').html('Keine neueren Meldungen verf\u00fcgbar'); $('#aktuell').css('color','#d5d5d5') ; $('#aktuell').css('fontWeight','normal') ; $('#aktuell').css('textDecoration','none') ; } }); }, (sek2load*1000));});

(Bild: Ex-Landesrat Walter Blachfellner musste sich am Donnerstag vor Gericht verantworten. Bild: SN/neumayr)

Kategorien: News

Abtenau: Rettungsaktion für verletzten Höhlenforscher

Do, 14/08/2014 - 13:50

(Von Apa.) Ein polnischer Forscher ist in rund 250 Metern Tiefe in der Jack-Daniel's-Höhle mehrere Meter abgestürzt und hat sich dabei schwer verletzt. Die Hilfskräfte wurden in den Morgenstunden alarmiert. Der Pole war mit fünf Landesleuten in der Schachthöhle unterwegs, als es zu dem Unfall kam. Der Forscher dürfte bei dem Absturz mehrere Brüche im Bereich der Beine und Hüften sowie Brustkorbverletzungen erlitten haben. "Er ist stabil", sagte Einsatzleiter Wilfried Seidl. Seinen Angaben zufolge handelt es sich um einen jüngeren Mann. Ein Teil der Polen ist bei dem Verletzten geblieben, die übrigen sind ausgestiegen und haben Alarm geschlagen.

Der genaue Hergang des Unfalls war am Nachmittag noch nicht bekannt, weil noch keine Hilfskräfte beim Verunglückten angelangt waren. Wegen der starken Bewölkung war ein Anflug zum Einstieg auf 2120 Metern nicht möglich, weshalb die Retter zu Fuß aufsteigen mussten, was etwa drei bis vier Stunden dauert. Der Höhlenausgang befindet sich nordöstlich des Bleikogel.

Gegen 14.00 Uhr waren die ersten Mannschaften beim Einstieg eingelangt. Dort rasten sie sich aus und adjustieren sich für den Einsatz. Außerdem wird dort ein Basislager eingerichtet. "Wir hoffen, dass der erste Trupp in zwei bis zweieinhalb Stunden beim Verletzten angekommen ist", sagte Seidl. Zwischendurch ermöglichten einige wenige Wolkenfenster Flüge, sodass zumindest bis zur Laufener Hütte geflogen werden konnte. Um ca. 18.00 bis 19.00 Uhr sollte dann auch ein Arzt die Höhle erreicht haben, hoffte der Einsatzleiter.

Wie lange die Bergung dauert, lässt sich seinen Angaben zufolge noch schwer abschätzen. Die Höhle sei auf jeden Fall an manchen Stellen sehr eng, "sodass wir sie wahrscheinlich mechanisch aufweiten müssen". Und davon hängt im wesentlichen die Dauer des Einsatzes ab. Er schätzt, dass der Verletzte bis Sonntag geborgen sein sollte, "aber das muss sehr vorsichtig gesagt werden". Sollte der Pole auch ohne Erweiterung transportiert werden können, könnte es auch schneller gehen.

Am frühen Donnerstagnachmittag standen laut Seidl 35 Bergretter für die Logistik und 37 Höhlenretter im Einsatz. Unterstützt werden die Salzburger Trupps von Helfern aus anderen Bundesländern und aus Bayern. Viele der Hilfskräfte standen zuletzt schon bei der Bergungsaktion im Untersberg im Einsatz. "Es gibt viele bekannte Gesichter hier", sagte Seidl.

(Bild: Rettungsaktion für verletzten Höhlenforscher bei Abtenau. Bild: SN/APA/EPA/NEUMAYR/MMV)

Kategorien: News

Ukraine schickt eigenen Konvoi in Konfliktgebiet

Do, 14/08/2014 - 13:10

(Von Apa/ag..) Insgesamt will die Regierung in Kiew 773 Tonnen Lebensmittel in 71 Lastwagen nach Starobilsk bei Lugansk schicken, wo sie dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben werden sollen. Die Organisation soll auch die Verteilung von Gütern eines russischen Konvois übernehmen, der am Donnerstag die Grenze erreichen sollte.

Das Rote Kreuz verlangt aber Sicherheitsgarantien aller Konfliktparteien. Der Respekt für die Neutralität und Unabhängigkeit des IKRK müsse durch eine ukrainisch-russische Vereinbarung gewährleistet werden, sagte IKRK-Sprecher Ewan Watson am Donnerstag in Genf. Zudem brauche das Rote Kreuz Informationen über den Inhalt der von Russland mit einem Konvoi zur ukrainischen Grenze geschickten Hilfsgüter.

Die Regierung in Kiew hatte am Mittwoch beschlossen, umgerechnet 570.000 Euro für die Menschen im umkämpften Osten des Landes bereitzustellen. Die Region um Lugansk ist seit mittlerweile fast zwei Wochen ohne Wasser und Strom.

Die am Dienstag bei Moskau gestarteten rund 280 russischen Lastwagen näherten sich unterdessen der russisch-ukrainischen Grenze. "Der Konvoi ist in der Region Rostow", die an die Ukraine angrenzt, sagte ein Vertreter des Notfallministeriums in Moskau. Insgesamt transportieren die Lkw 2.000 Tonnen Hilfsgüter, darunter neben Trinkwasser und Proviant auch Schlafsäcke und Stromgeneratoren.

Der Hilfstransport ist umstritten, weil die proeuropäische Regierung in Kiew Russland im Ostukraine-Konflikt als "Aggressor" ansieht. Moskau wies Vorwürfe zurück, der Konvoi könne Waffen für die prorussischen Separatisten enthalten. Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) sagte am Donnerstag im Ö1-Morgenjournal, dass er Russland "keine bösen Absichten" unterstellen wolle. Wichtig sei, dass die Hilfslieferungen für die Menschen im Osten der Ukraine ankämen.

In der Ostukraine selbst gab unterdessen ein weiterer Anführer der immer mehr in die Defensive geratenen prorussischen Separatisten seinen Rücktritt bekannt. Der Chef der Rebellen in der Hochburg Lugansk, Waleri Bolotow, habe den Schritt damit begründet, dass er seine Funktion wegen einer Verletzung nicht mehr ausfüllen könne, meldete der staatliche russische Sender Rossija 24 am Donnerstag. Seine Nachfolge werde der bisherige Verteidigungsminister der sogenannten Lugansker Volksrepublik, Igor Plotnizki, antreten. Vor einer Woche hatte sich bereits der Separatisten-Anführer in der Rebellenhochburg Donezk, Alexander Borodai, ablösen lassen.

Die Kämpfe in der Ostukraine wurden indes fortgesetzt. Nach Angaben örtlicher Behördenvertreter vom Donnerstag wurden durch Artilleriebeschuss in Lugansk binnen 24 Stunden 22 Einwohner getötet. Die ukrainischen Regierungstruppen versuchen seit Wochen, die Stadt von den Rebellen zurückzuerobern. Auch der Beschuss der Separatisten-Hochburg Donezk ist laut den Rebellen durch die ukrainische Armee fortgesetzt worden.

Russland will derweil nach den Worten von Präsident Wladimir Putin alles in seiner Macht stehende tun, damit der Konflikt in der Ukraine so bald wie möglich beendet werde und das Blutvergießen aufhöre. Bei einem Besuch auf der im Frühjahr in Russland eingegliederten ukrainischen Halbinsel Krim erklärte Putin am Donnerstag zudem, dass Russland sich nicht von der Welt abgrenzen wolle. Der Westen wirft Russland vor, die Rebellen zu unterstützen, und hat deswegen Wirtschaftssanktionen verhängt.

Das ukrainische Parlament verabschiedete am Donnerstag ein Sanktionspaket gegen Russland in zweiter Lesung. Die Oberste Rada nahm eine von Regierungschef Arseni Jazenjuk vorgelegte Liste von 65 Firmen und 172 Einzelpersonen aus Russland und anderen Staaten am Donnerstag an. Unklar war zunächst, ob Strafmaßnahmen die Energieunternehmen Gazprom und Transneft betreffen. Dies könnte einen Stopp russischer Öl- und Gaslieferungen nach Westeuropa zur Folge haben. Die EU hatte das wichtige Transitland vor einem solchen Schritt gewarnt.

(Bild: Der russische Konvoi nähert sich der Grenze. Bild: SN/APA (epa)/YURI KOCHETKOV)

Kategorien: News

"Fierrabras": Wir basteln ein Ritterspiel, wie damals

Do, 14/08/2014 - 13:10

(Von Ernst P. Strobl.) @import "http://cdn.salzburg.com/wp-content/plugins/prettyphoto-media/css/prettyPhoto.css?ver=3.1.4";

Da hat er Pech, dieser Alvis Hermanis. In einem Interview hatte der Regisseur von Verdis "Trovatore" verkündet, er wolle der "altmodischste Regisseur des 21. Jahrhunderts" werden. Völlig unmöglich, denn Peter Stein inszeniert ja weiterhin bei den Salzburger Festspielen. Was bei der Premiere von "Fierrabras", der Oper von Franz Schubert, am Mittwoch im Haus für Mozart auf die Bühne kam, torpediert alles, was man überhaupt mit dem Wort modisch in Verbindung bringt. Sollten die Erfinder der Oper vor Jahrhunderten experimentiert haben, wäre vielleicht so ein Papiertheater herausgekommen. Man traut seinen Augen kaum, und sobald der vielmals eingesetzte Papiervorhang sich hebt, weiß man nie, ob man lachen oder weinen soll.

Diashow ansehen | 12 BilderFierrabras

Schuberts "Fierrabras" ist ein Ritterspiel rund um Kaiser Karl den Großen und einen maurischen Potentaten namens Boland. Aber so ein Ritterspiel, das wie ein jahrhundertealtes Bilderbuch daherkommt, schürt den Verdacht, dass Peter Stein dem Festspielpublikum kaltschnäuzig mit dem Gestell ins Gesicht fährt, wie man in Österreich sagt. Das Steintheater kann/darf man mögen, und im Parkett war der Beifall einhellig groß zum Schluss. Dem Vernehmen nach soll es in den Rängen Buhs für den Regisseur gegeben haben, unten auf den teuren Jubelplätzen waren sie nicht zu vernehmen.Der Beifall übertönte die BuhsMan könne den "grauenvollen Text" nicht inszenieren, hat Stein gesagt. Kommt darauf an, wer "man" ist. So hat sich der Regisseur auf seinen Bühnenbildner Ferdinand Wögerbauer verlassen, der mit unzähligen Schwarzweiß-Prospekten à la Heldensagen-Illustrationen Räume schuf, je nach Kultur. Die Franken wohnen romanisch, die Mauren maurisch, die Kulissen bewegen sich oft mehr als die Darsteller. Die Grenzen sind klar gezogen. Das Rittersvolk des fränkischen Kaisers ist weiß zugerüstet und im Gesicht gebleicht, Karl ein Kaiser mit Krone wie ein Grabmonument. Die Mauren sind dunkel gekleidet und unter dem Turban schwer sonnenverbrannt. Bis dato hat sich noch keine der Neigungsgruppen "political correctness" dagegen verwehrt wie in Wien bei der Festwochenproduktion von Genets "Die Neger". Und erst die Frauen! Davon gibt es nicht viele in der Männerwelt des 9. Jahrhunderts. Emma, des Kaisers Tochter, ist paradeblond, des Maurenfürsten Tochter, Florinda, zieht wie ihre Dienerin Maragond sofort den Niqab vors Gesicht, sobald Männer im Raum sind. Da Peter Stein nicht das geringste Detail auslässt bei seiner maßstabsetzenden Klischeeproduktion, kennt man sich immer aus. Wie aus dem Büchl, im wahrsten Sinn.Liebe verbindet und überwindet KulturenEs gibt aber auch Momente, da wird Stein der Legendenbildung um seine Person gerecht. Denn worum geht es eigentlich in der von Claudio Abbado wiederbelebten Oper "Fierrabras" des Liederfürsten Franz Schubert? Nicht um den (aufgelegten) Clash der Kulturen, sondern um Liebe. Und zwar liebt Emma, des Kaisers Tochter, den armen, aber musikalisch begabten Ritter Eginhard, und die Maurin und Fierrabas-Schwester Florinda liebt Roland, einen kampfstarken Frankenritter. Schlecht in Zeiten, wo sich die Völker bekriegen. Als dann noch des Maurenfürsten Sohn Fierrabras in Gefangenschaft gerät, wird die christliche Großmut in Person Karls des Großen hyperaktiv. Wie Titus vergibt er allen alles, ein politisches Genie. Privat ist er anders, was seiner Tochter Emma - und deren junger Liebe - nicht gut tut. Fierrabras hat Emma einst in Rom entdeckt und findet nun unerwartet - und unerwidert - seine Liebe wieder. Eginhard ist allerdings ein Hindernis. Peter Stein lässt ihn auch kurz zögern, per Schwert von hinten die Sache zu erledigen bei günstiger Gelegenheit.

Es geht in Joseph Kupelwiesers Libretto hochgestochen ein wenig drunter und drüber, Probleme werden auf blitzartige Weise gelöst. Peter Stein hat ein bisschen nachgebessert, ohne den naiven Biedermeiercharme auszumerzen. Nicht die eroberungschristliche Weltpolitik ist die Drehscheibe, sondern die Liebe, auch das damals eine politische Macht, aber in diesem Fall brisant kanalisiert. Kaiser Karl ist geradezu ein Heiliger, der Maure Boland ein bisserl heimtückisch. Zuletzt gibt es ein Happy End, aber sowas von! Und Fierrabras, der Titelheld, verzichtet auf seine Emma und sublimiert das, der weißen Ritterschaft anzugehören.Schubert rührt ans HerzUnd Schubert? Verkannter Opernkomponist? Dieser erneute Versuch der Reanimierung ist löblich, aber wohl vergebens, so schön es auch wäre. Wunderbare Musik ab der Ouvertüre, Spinnrad-Frauenchor im Wiegerhythmus, ein Gefangenenchor wie eine fränkische Liedertafel, schubertische Modulationen, schöne Melodien en gros, sogar Wutausbrüche und hochfahrende Emotionen. Ein Melodram wie aus einer untergegangenen Welt. Ingo Metzmacher, sonst in Salzburg als Meister zeitgenössischer Großopern tätig, hat als Herzensschubertianer von Nikolaus Harnoncourt die Aufgabe übernommen, die Wiener Philharmoniker kultiviert, mitunter auch ein bisschen ruppiger zu dirigieren. Er legt den Singstimmen Teppiche auf. Und die danken es. Der Chor (der Wiener Staatsoper) spielt eine zentrale Rolle als Ritterschar, weiß oder braun. Michael Schade ist Fierrabras, hell, heldisch, Benjamin Bernheim zeigt als Eginhard mehr Stimme als nötig, hat aber auch einen kraftvollen Tenor. Julia Kleiter als Emma, Dorothea Röschmann als Florinda, Markus Werba als Roland, dazu der profunde Georg Zeppenfeld als Kaiser Karl und Peter Kálmán als Gegenspieler Boland - gesungen wird durchwegs tadellos und charakterkonform. Das Unternehmen "Fierrabras" sei gelobt, aber es hätte andere, weniger steinige Wege geben können, die zu Schuberts Opernnachleben führen.

(Bild: Am Mittwoch feierte die Oper „Fierrabras“ Premiere. Bild: SN/Copyright by: FRANZ NEUMAYR Pres)

Kategorien: News

Mittlerweile fast 2000 Ebola-Fälle gemeldet

Do, 14/08/2014 - 13:09

(Von Apa/ag..) Binnen eines Tages seien 128 neue Fälle und 56 weitere Tote gemeldet worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation mit. Mit einem Labortest bestätigt sind demnach bisher aber nur 1.251 Infektionen und 686 Todesfälle. Die meisten neuen Meldungen zu den bestätigten und Verdachtsfällen entfielen auf Liberia mit 71 Infektionen und 32 Toten, teilte die WHO mit. Aus Sierra Leone wurden zwischen Sonntag und Montag (10. und 11. August) 53 weitere Infektionen gemeldet, 19 Menschen starben.

In Guinea, Nigeria und Sierra Leone würden inzwischen fast alle - 94 bis 98 Prozent - der Neuinfektionen aufgespürt und die jeweiligen Kontaktpersonen erfasst. In Liberia allerdings seien zusätzliche Anstrengungen nötig, um einen solchen Wert zu erreichen. Diese Maßnahmen sind extrem wichtig, um die Seuche einzudämmen, da es keine breiter verfügbare Impfung oder Arzneimittel gibt.

Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air will wegen der Ebola-Epidemie ab dem 20. August bis auf Weiteres das ostafrikanische Kenia nicht mehr anfliegen. Der Flughafen von Nairobi ist aber ein Drehkreuz für viele Airlines - auch in Richtung Westafrika. Pro Woche gibt es rund 70 Flüge aus den westafrikanischen Staaten nach Kenia. Der internationale Luftfahrt-Dachverband IATA hat wegen des Ebola-Ausbruchs noch keine Reisebeschränkungen empfohlen, auch nicht die WHO. Dennoch hatten vergangene Wochen die arabische Fluglinie Emirates und British Airways ihre Flüge nach Guinea, Sierra Leone und Liberia wegen der Ebola-Epidemie ausgesetzt.

Wegen Ebola in Westafrika könnte Liberia eine Lebensmittelknappheit drohen. Auch andere lebenswichtige Güter können das Land kaum noch erreichen, da das Nachbarland Elfenbeinküste den Schiffsverkehr aus den betroffenen Ländern durch seine Gewässer verboten hat. Die Anordnung sei von der Hafenbehörde in der Hauptstadt Abidjan verbreitet worden, berichtete die Zeitung "Front Page Africa" am Donnerstag.

Das experimentelle Ebola-Medikament "ZMapp" ist mittlerweile in Liberia eingetroffen. Das Mittel sei Mittwochabend aus den USA nach Monrovia geliefert worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Es handle sich aber um wenige Dosen. Zuvor waren bereits zwei Amerikaner und ein Spanier mit "ZMapp" behandelt worden. Der Spanier starb allerdings dennoch an den Folgen der Virusinfektion. Er hatte auch noch andere Erkrankungen. Liberia hatte am Montag die Zusage aus den USA erhalten, mit "ZMapp" zwei infizierte Ärzte behandeln zu können. Danach hatte der US-Hersteller Mapp Biopharmaceutical mitgeteilt, seine Vorräte seien vorerst erschöpft. Es wird Monate dauern, die Produktion hochzufahren. Das Mittel ist bisher nur an rund einem Dutzend Makaken und Rhesus-Affen erprobt worden. Ein solches Tiermodell ist für den Menschen nur wenig aussagekräftig.

(Bild: Fiebermessen am Airport. Bild: SN/APA/EPA/LEGNAN KOULA)

Kategorien: News

Prozess gegen Blachfellner: Diversion für Ex-Landesrat

Do, 14/08/2014 - 12:34

(Von Apa.) Die Staatsanwaltschaft wirft Blachfellner "Vorteilsannahme" vor. Er habe Baufirmen ersucht, ihm Bauzäune für seine Plakate zur Verfügung zu stellen. Blachfellner beteuerte seine Unschuld. Zweitangeklagter ist der Leiter eines Bauträgers (46).

Richterin Ilona Schalwich-Mozes bot am Donnerstagnachmittag den beiden Angeklagten eine Diversion an. Wenn Ex-Landesrat Walter Blachfellner eine Geldbuße von 5000 Euro bezahlt, der zweite Beschuldigte 7000 Euro, dann wird das Verfahren eingestellt, informierte Gerichtssprecherin Christina Rott. Formal wurde das Verfahren vertagt.

Oberstaatsanwalt Thomas Haslwanter stimmte im Falle des Zweitangeklagten zu, bei Blachfellner sprach er sich dagegen aus. Sobald beide Angeklagten die Buße bezahlt haben, kann die Richterin das Verfahren mit Beschluss einstellen. Und dann hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft die Möglichkeit, dagegen Rechtsmittel zu ergreifen, erklärte Rott.Oberstaatsanwalt: Reine Personenwerbung Laut Oberstaatsanwalt Thomas Haslwanter von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) soll der 62-jährige Ex-Landesrat im Vorjahr als Amtsträger in Zusammenhang mit der Gewährung von Wohnbauförderungen für vier Bauprojekte auf Plakaten an Bauzäunen Eigenwerbung betrieben haben. Es handle sich um eine reine Personenwerbung, die Plakate würden darüber hinaus keine Information enthalten, sagte Haslwanter. Für die Wohnbauprojekte habe Blachfellner die Wohnbauförderung freigegeben.

Auf den Sujets war der Politiker mit einem roten Helm abgebildet, die Aufschrift lautete: "Mein Herz schlägt für leistbares Wohnen. Ihr Wohnbaulandesrat Walter Blachfellner". Gegen ihn war im Vorjahr eine anonyme Anzeige eingebracht worden. Neben dem Ex-Landesrat hat die Staatsanwaltschaft auch einen Leiter eines Bauträgers angeklagt. Er hat die Plakate laut Strafantrag an Bauzäunen von Bauprojekten in der Stadt Salzburg sowie in Wals-Siezenheim und Elixhausen (beide Flachgau) angebracht.Plakate mitten im Wahlkampf Als die Plakate zu sehen waren, befand sich Salzburg mitten im Wahlkampf für die wegen des Finanzskandals vorgezogene Landtagswahl am 5. Mai 2013. Die ÖVP kritisierte den Landesrat heftig und bezeichnete die Plakate als "Privatkampagne" Blachfellners. Ein SPÖ-Logo war auf den Plakaten allerdings nicht zu sehen.

Blachfellner rechtfertigte sich damit, dass er die rund 800 Euro für die Plakate selbst bezahlt habe und es sich auch nicht um eine SPÖ-Werbung handle. Die Baufirmen hätten die Plakate als Wertschätzung ihm gegenüber aufgehängt. Seine Motivation sei gewesen, den Menschen bekannt zu machen, dass er der Wohnbaulandesrat Walter Blachfellner sei, der in Salzburg den Wohnbauförderungsfonds erfunden habe, sagte der mittlerweile pensionierte Ex-Landesrat zu Einzelrichterin Ilona Schalwich-Mozes. "Ich war sicher, hier rechtskonform zu handeln", betonte der Angeklagte."Habe nicht verlangt, dass Plakate angebracht werden" Regierungskollegen hätten versucht, aus dem Fonds Geld abzuziehen. Deshalb "kam ich auf die Idee, das zu personifizieren", argumentierte Blachfellner. Die Richterin hakte nach: Wie könnten diese Plakate sicherstellen, dass der Wohnbaufonds auch in weiterer Folge sakrosankt sei? Dazu Blachfellner: Er habe keine politische Unterstützung gefunden, "ich konnte nur mit Medien und der Öffentlichkeit arbeiten." Er habe aber nicht verlangt, dass die Plakate angebracht werden, betonte der Beschuldigte.

Die Richterin gab zu Bedenken, dass es sich bei dieser Plakataktion um einen immateriellen Vorteil, "um eine Wahlwerbung oder Werbung ihrer Person" handeln könne. Blachfellner sei Mitglied der SPÖ gewesen, "da ist der Konnex zur Partei hergestellt" - egal ob ein Logo der Partei auf dem Plakat abgebildet sei oder nicht. In den Schaukästen der SPÖ sei er sehr wohl mit dem Partei-Logo abgebildet gewesen, sagte die Richterin. Auf den Plakaten an den Bauzäunen hätte auch das Logo des Landes ohne Blachfellners Konterfei stehen können. "Man wird sehen, ob Sie bei dieser Verschmelzung zu weit gegangen sind", so Schalwich-Mozes.Blachfellner: Neuwahlen waren nicht absehbar Eine Verbindung mit Wahlwerbung wies Blachfellner zurück. Dass es tatsächlich Neuwahlen gab, sei damals für ihn nicht absehbar gewesen, sagte der Ex-Landesrat. "Es war keine parteipolitische Werbung, weil es um Wohnbau geht, nicht um die Partei. Ab dem Zeitpunkt, ab dem man das Amt antritt, hat man politisch unabhängig zu wirken." Auf Nachfrage der Richterin, warum er die Plakate erst bezahlt habe, nachdem es öffentliche Kritik gegeben habe, antwortete Blachfellner: Es sei im Büro mit seinen Mitarbeitern besprochen worden, auf die Gesamtrechnung zu warten.

Der Verteidiger Blachfellners, Rechtsanwalt Leopold Hirsch, betonte, dass sich sein Mandant bei der Vergabe der Wohnbauförderung nicht pflichtwidrig verhalten habe. Dieser Vorwurf sei von der Staatsanwaltschaft auch nicht erhoben worden. Zudem seien Bauzäune auch keine Werbeflächen, sagte Hirsch. "Manche Baufirmen habe die Plakate auch nicht aufgehängt. Es wurde auch nicht nachgefragt, wo Plakate hängen." Die Wohnbauförderung würden auch nicht die Baufirmen, sondern die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften erhalten. "Blachfellners Motivation war, der Wohnbauförderung ein Gesicht zu geben." Einen politischen Vorteil daraus hätte er nicht gehabt. "Er war nicht die Zukunftshoffnung seiner Partei aufgrund des Alters", erklärte der Verteidiger. "Der objektive Tatbestand ist nicht hergestellt. Möglicherweise war es eine Übermotivation." Es fehle ein strafrelevanter Vorsatz, etwas unrechtes zu tun, sagte Hirsch.Zweitangeklagter "hat mit Wohnbauförderung nichts zu tun" Der Verteidiger des zweitangeklagten Leiters eines Bauträgers (46) sagte, sein Mandant habe nicht die Plakate aufhängen lassen, um Wohnbauförderung zu lukrieren. "Er hat mit der Wohnbauförderung nichts zu tun. Er kriegt den Auftrag und baut, egal ob das etwas mit Wohnbauförderung zu tun hat oder nicht." Der Beschuldigte "hatte schlichtweg kein Unrechtsgefühl." Seine Motivation sei gewesen, Blachfellner als Vertreter des Landes zu kennzeichnen. "Eine Strafbarkeit liegt nicht vor."

Die "Vorteilsannahme" nach Paragraf 305, Absatz 1, des Strafgesetzbuches ist wie folgt definiert: "Ein Amtsträger oder Schiedsrichter, der für die pflichtgemäße Vornahme oder Unterlassung eines Amtsgeschäfts für sich oder einen Dritten einen Vorteil fordert oder einen ungebührlichen Vorteil (Abs. 4) annimmt oder sich versprechen lässt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen."

#page, #main { padding: 0 0 0 0;}#content_liveticker { border:0px solid #999; background-color: #F5F5EE;}#content_liveticker #main { background-color: transparent;}#content { overflow:visible; height:auto; padding: 15px 10px; font-size: 13px;}#content p { font-size: 13px;}.entry-date { color: #00509F;}.entry-meta span { font-weight: bold; color: #00509F;}.entry-content {}.entry-content p { display: inline;}.tickerbild { margin-bottom: 15px; margin-top: 15px;}.tickerbild img { margin:0;}#aktuell { text-align: center; color: #d5d5d5;}#reloadbutton { margin-bottom: 15px;}  Liveticker Keine neueren Meldungen verfügbarurl_liveticker = 'http://www.salzburg.com/nachrichten/fileadmin/static/liveticker_neu.html';checksum_liveticker = 'http://www.salzburg.com/nachrichten/fileadmin/php/snLiveTicker/checksum.txt';$.get(checksum_liveticker, function( data ) { setCookie('snLiveticker', data);});$.get(url_liveticker, function( data ) { $('#content_liveticker').html(data);});$(document).ready(function () { $('#reloadbutton').click(function(){ if (window.OEWA) { var OEWA_Bildleiste = OEWA.replace(/\/scom/,'/liveticker/scom'); (new Image()).src = OEWA_Bildleiste + '?d=' + (new Date()).getTime(); } ga('send', 'event', 'Button', 'click', 'LiveReload', {'nonInteraction': 1}); var gaLocationLive = window.location.pathname+'/liveticker/'; ga('send', 'pageview', {'page': gaLocationLive}); $.get(checksum_liveticker + '?c=' + (new Date().getTime()), function( data1 ) { deleteCookie('snLiveticker'); setCookie('snLiveticker', data1); }); $.get(url_liveticker, function( data ) { $('#content_liveticker').html(data); $('#content_liveticker').fadeIn('slow'); }); $('#aktuell').html('Keine neueren Meldungen verf\u00fcgbar'); $('#aktuell').css('color','#d5d5d5') ; $('#aktuell').css('fontWeight','normal') ; $('#aktuell').css('textDecoration','none') ; }); $('html,body').animate({scrollTop: $('#livetop').offset().top}, 2000 , function (){}); sek2load = 30; setInterval(function() { $.get(checksum_liveticker + '?c=' + (new Date().getTime()), function( data ) { if (parseInt(data) != parseInt(getCookie('snLiveticker'))) { $('#aktuell').html('Neue Meldung: jetzt aktualisieren'); $('#aktuell').css('color','#00509F') ; $('#aktuell').css('fontWeight','bold') ; $('#aktuell').css('textDecoration','underline') ; } else { $('#aktuell').html('Keine neueren Meldungen verf\u00fcgbar'); $('#aktuell').css('color','#d5d5d5') ; $('#aktuell').css('fontWeight','normal') ; $('#aktuell').css('textDecoration','none') ; } }); }, (sek2load*1000));});

(Bild: Ex-Landesrat Walter Blachfellner musste sich am Donnerstag vor Gericht verantworten. Bild: SN/neumayr)

Kategorien: News

Dutroux-Komplizin Martin darf Kloster verlassen

Do, 14/08/2014 - 11:06

(Von Apa/dpa.) Ein Gericht in Mons habe dem Gesuch von Michelle Martin stattgegeben, ihren Wohnort zu ändern, zitierte Kathpress die belgische Tageszeitung "Sudpresse". Der neue Aufenthaltsort der 54-Jährigen, die 2004 als Mittäterin zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde, bleibt geheim.

Der neue Wohnort befindet sich nach Angaben des Gerichts jedoch weiter in Belgien, da Martin das Land nicht verlassen darf. Es wird spekuliert, Martin könne zu ihrem Sohn in die Ardennen ziehen oder bei einem Bekannten in der Region Namur unterkommen.

Im August 1996 war Martin gemeinsam mit dem Kinderschänder Dutroux verhaftet worden. Sie war im August 2012 entlassen worden und in einem Kloster in der Nähe von Namur untergekommen. Der Klarissinnen-Orden plant jedoch einen Umzug nach Brüssel und wollte die Ex-Frau jenes Mannes, der als meistgehasster belgischer Verbrecher gilt, nicht mitnehmen. Dutroux hatte in den 1990er-Jahren sechs Mädchen und junge Frauen entführt und vergewaltigt. Vier starben. Seine damalige Frau ließ zwei Mädchen in einem Kellerverlies jämmerlich verhungern.

(Bild: Martin verlässt Kloster. Bild: SN/APA (epa)/JULIEN WARNAND)

Kategorien: News

Liveticker: Ex-Landesrat Blachfellner vor Gericht

Do, 14/08/2014 - 11:00

(Von Apa.) Die Staatsanwaltschaft wirft ihm "Vorteilsannahme" vor. Er habe Baufirmen ersucht, ihm Bauzäune für seine Plakate zur Verfügung zu stellen. Blachfellner beteuerte heute seine Unschuld. Ein Urteil wird am Nachmittag erwartet.

#page, #main { padding: 0 0 0 0;}#content_liveticker { border:0px solid #999; background-color: #F5F5EE;}#content_liveticker #main { background-color: transparent;}#content { overflow:visible; height:auto; padding: 15px 10px; font-size: 13px;}#content p { font-size: 13px;}.entry-date { color: #00509F;}.entry-meta span { font-weight: bold; color: #00509F;}.entry-content {}.entry-content p { display: inline;}.tickerbild { margin-bottom: 15px; margin-top: 15px;}.tickerbild img { margin:0;}#aktuell { text-align: center; color: #d5d5d5;}#reloadbutton { margin-bottom: 15px;}  Liveticker Keine neueren Meldungen verfügbarurl_liveticker = 'http://www.salzburg.com/nachrichten/fileadmin/static/liveticker_neu.html';checksum_liveticker = 'http://www.salzburg.com/nachrichten/fileadmin/php/snLiveTicker/checksum.txt';$.get(checksum_liveticker, function( data ) { setCookie('snLiveticker', data);});$.get(url_liveticker, function( data ) { $('#content_liveticker').html(data);});$(document).ready(function () { $('#reloadbutton').click(function(){ if (window.OEWA) { var OEWA_Bildleiste = OEWA.replace(/\/scom/,'/liveticker/scom'); (new Image()).src = OEWA_Bildleiste + '?d=' + (new Date()).getTime(); } ga('send', 'event', 'Button', 'click', 'LiveReload', {'nonInteraction': 1}); var gaLocationLive = window.location.pathname+'/liveticker/'; ga('send', 'pageview', {'page': gaLocationLive}); $.get(checksum_liveticker + '?c=' + (new Date().getTime()), function( data1 ) { deleteCookie('snLiveticker'); setCookie('snLiveticker', data1); }); $.get(url_liveticker, function( data ) { $('#content_liveticker').html(data); $('#content_liveticker').fadeIn('slow'); }); $('#aktuell').html('Keine neueren Meldungen verf\u00fcgbar'); $('#aktuell').css('color','#d5d5d5') ; $('#aktuell').css('fontWeight','normal') ; $('#aktuell').css('textDecoration','none') ; }); $('html,body').animate({scrollTop: $('#livetop').offset().top}, 2000 , function (){}); sek2load = 30; setInterval(function() { $.get(checksum_liveticker + '?c=' + (new Date().getTime()), function( data ) { if (parseInt(data) != parseInt(getCookie('snLiveticker'))) { $('#aktuell').html('Neue Meldung: jetzt aktualisieren'); $('#aktuell').css('color','#00509F') ; $('#aktuell').css('fontWeight','bold') ; $('#aktuell').css('textDecoration','underline') ; } else { $('#aktuell').html('Keine neueren Meldungen verf\u00fcgbar'); $('#aktuell').css('color','#d5d5d5') ; $('#aktuell').css('fontWeight','normal') ; $('#aktuell').css('textDecoration','none') ; } }); }, (sek2load*1000));});

Laut Oberstaatsanwalt Thomas Haslwanter von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) soll der 62-jährige Ex-Landesrat im Vorjahr als Amtsträger in Zusammenhang mit der Gewährung von Wohnbauförderungen für vier Bauprojekte auf Plakaten an Bauzäunen Eigenwerbung betrieben haben. Es handle sich um eine reine Personenwerbung, die Plakate würden darüber hinaus keine Information enthalten, sagte Haslwanter. Für die Wohnbauprojekte habe Blachfellner die Wohnbauförderung freigegeben.

Auf den Sujets war der Politiker mit einem roten Helm abgebildet, die Aufschrift lautete: "Mein Herz schlägt für leistbares Wohnen. Ihr Wohnbaulandesrat Walter Blachfellner". Gegen ihn war im Vorjahr eine anonyme Anzeige eingebracht worden. Neben dem Ex-Landesrat hat die Staatsanwaltschaft auch einen Leiter eines Bauträgers angeklagt. Er hat die Plakate laut Strafantrag an Bauzäunen von Bauprojekten in der Stadt Salzburg sowie in Wals-Siezenheim und Elixhausen (beide Flachgau) angebracht.

Plakate mitten im Wahlkampf Als die Plakate zu sehen waren, befand sich Salzburg mitten im Wahlkampf für die wegen des Finanzskandals vorgezogene Landtagswahl am 5. Mai 2013. Die ÖVP kritisierte den Landesrat heftig und bezeichnete die Plakate als "Privatkampagne" Blachfellners. Ein SPÖ-Logo war auf den Plakaten allerdings nicht zu sehen.

Blachfellner rechtfertigte sich heute damit, dass er die rund 800 Euro für die Plakate selbst bezahlt habe und es sich auch nicht um eine SPÖ-Werbung handle. Die Baufirmen hätten die Plakate als Wertschätzung ihm gegenüber aufgehängt. Seine Motivation sei gewesen, den Menschen bekannt zu machen, dass er der Wohnbaulandesrat Walter Blachfellner sei, der in Salzburg den Wohnbauförderungsfonds erfunden habe, sagte der mittlerweile pensionierte Ex-Landesrat zu Einzelrichterin Ilona Schalwich-Mozes. "Ich war sicher, hier rechtskonform zu handeln", betonte der Angeklagte.

Regierungskollegen hätten versucht, aus dem Fonds Geld abzuziehen. Deshalb "kam ich auf die Idee, das zu personifizieren", argumentierte Blachfellner. Die Richterin hakte nach: Wie könnten diese Plakate sicherstellen, dass der Wohnbaufonds auch in weiterer Folge sakrosankt sei? Dazu Blachfellner: Er habe keine politische Unterstützung gefunden, "ich konnte nur mit Medien und der Öffentlichkeit arbeiten." Er habe aber nicht verlangt, dass die Plakate angebracht werden, betonte der Beschuldigte.

Die Richterin gab zu Bedenken, dass es sich bei dieser Plakataktion um einen immateriellen Vorteil, "um eine Wahlwerbung oder Werbung ihrer Person" handeln könne. Blachfellner sei Mitglied der SPÖ gewesen, "da ist der Konnex zur Partei hergestellt" - egal ob ein Logo der Partei auf dem Plakat abgebildet sei oder nicht. In den Schaukästen der SPÖ sei er sehr wohl mit dem Partei-Logo abgebildet gewesen, sagte die Richterin. Auf den Plakaten an den Bauzäunen hätte auch das Logo des Landes ohne Blachfellners Konterfei stehen können. "Man wird sehen, ob Sie bei dieser Verschmelzung zu weit gegangen sind", so Schalwich-Mozes.Neuwahlen waren nicht absehbar Eine Verbindung mit Wahlwerbung wies Blachfellner zurück. Dass es tatsächlich Neuwahlen gab, sei damals für ihn nicht absehbar gewesen, sagte der Ex-Landesrat. "Es war keine parteipolitische Werbung, weil es um Wohnbau geht, nicht um die Partei. Ab dem Zeitpunkt, ab dem man das Amt antritt, hat man politisch unabhängig zu wirken." Auf Nachfrage der Richterin, warum er die Plakate erst bezahlt habe, nachdem es öffentliche Kritik gegeben habe, antwortete Blachfellner: Es sei im Büro mit seinen Mitarbeitern besprochen worden, auf die Gesamtrechnung zu warten.

Der Verteidiger Blachfellners, Rechtsanwalt Leopold Hirsch, betonte, dass sich sein Mandant bei der Vergabe der Wohnbauförderung nicht pflichtwidrig verhalten habe. Dieser Vorwurf sei von der Staatsanwaltschaft auch nicht erhoben worden. Zudem seien Bauzäune auch keine Werbeflächen, sagte Hirsch. "Manche Baufirmen habe die Plakate auch nicht aufgehängt. Es wurde auch nicht nachgefragt, wo Plakate hängen." Die Wohnbauförderung würden auch nicht die Baufirmen, sondern die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften erhalten. "Blachfellners Motivation war, der Wohnbauförderung ein Gesicht zu geben." Einen politischen Vorteil daraus hätte er nicht gehabt. "Er war nicht die Zukunftshoffnung seiner Partei aufgrund des Alters", erklärte der Verteidiger. "Der objektive Tatbestand ist nicht hergestellt. Möglicherweise war es eine Übermotivation." Es fehle ein strafrelevanter Vorsatz, etwas unrechtes zu tun, sagte Hirsch.

Der Verteidiger des zweitangeklagten Leiters eines Bauträgers (46) sagte, sein Mandant habe nicht die Plakate aufhängen lassen, um Wohnbauförderung zu lukrieren. "Er hat mit der Wohnbauförderung nichts zu tun. Er kriegt den Auftrag und baut, egal ob das etwas mit Wohnbauförderung zu tun hat oder nicht." Der Beschuldigte "hatte schlichtweg kein Unrechtsgefühl." Seine Motivation sei gewesen, Blachfellner als Vertreter des Landes zu kennzeichnen. "Eine Strafbarkeit liegt nicht vor."

Die "Vorteilsannahme" nach Paragraf 305, Absatz 1, des Strafgesetzbuches ist wie folgt definiert: "Ein Amtsträger oder Schiedsrichter, der für die pflichtgemäße Vornahme oder Unterlassung eines Amtsgeschäfts für sich oder einen Dritten einen Vorteil fordert oder einen ungebührlichen Vorteil (Abs. 4) annimmt oder sich versprechen lässt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen."

(Bild: Blachfellner steht vor Gericht. Bild: SN/neumayr)

Kategorien: News

Inflation sank im Juli leicht auf 1,8 Prozent

Do, 14/08/2014 - 08:49

(Von Apa.) Im Vormonat Juni waren es 1,9 Prozent gewesen. Zu verdanken war der leichte Teuerungsrückgang Sprit-Verbilligungen von 2,8 Prozent im Jahresabstand, wie die Statistik Austria am Donnerstag erklärte. Hauptpreistreiber blieb nach wie vor die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie", die sich im Schnitt um 1,6 Prozent verteuerte und damit auch den stärksten Einfluss (+0,3 Prozentpunkte) auf die Inflation ausübte. Ursache dafür waren primär um 4,0 Prozent höhere Wohnungsmieten. Österreich weist seit längerem eine der höchsten Inflationsraten in der EU auf.

Der für die Eurozone errechnete heimische HVPI lag - wie schon im Juni - auch im Juli um 1,7 Prozent höher als ein Jahr davor. Der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) legte binnen Jahresfrist um 1,9 (1,8) Prozent zu. Gegenüber dem Vormonat Juni sank das heimische Preisniveau laut VPI um 0,5 Prozent, gemäß dem HVPI sogar um 0,7 Prozent. Der PIPH gab im Monatsabstand um 0,4 Prozent nach.

Der typische tägliche Einkauf, der überwiegend Nahrungsmittel enthält, verteuerte sich in Österreich im Juli im Jahresabstand um 3,3 (3,2) Prozent. Der typische wöchentliche Einkauf, der außerdem Dienstleistungen und Treibstoffe enthält, verteuerte sich im Zwölfmonatsvergleich um 1,2 (1,6) Prozent.

Dass sich der tägliche Einkauf mit 3,3 Prozent stärker verteuerte als alle Nahrungsmittel zusammen (+2,0 Prozent) lag laut Statistik Austria daran, dass der sogenannte Mikrowarenkorb nicht alle Lebensmittel enthält, aber auch Ausgaben für Nicht-Nahrungsmittel: So verteuerten sich zum Beispiel Tageszeitungen um 5,5 Prozent und "belegtes Gebäck im Außerhauskonsum" um 3,1 Prozent.

Bei den um 2,0 Prozent teureren Nahrungsmitteln springen Milch, Käse und Eier mit insgesamt 6,2 Prozent Preisanstieg ins Auge, während sich Brot und Getreideerzeugnisse binnen Jahresfrist um 2,4 Prozent verteuerten. Fleisch kostete lediglich 0,9 Prozent mehr, Obst verbilligte sich um 1,0 Prozent und Gemüse sogar um 1,5 Prozent. Die Preise für alkoholfreie Getränke stiegen im Schnitt um 0,9 Prozent. Die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" insgesamt verteuerte sich um 1,9 Prozent.

Im Bereich "Verkehr" (+0,6 Prozent) wirkte sich weiterhin die seit März geltende Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer (+12,9 Prozent) preistreibend aus. Die Instandhaltung und Reparatur privater Verkehrsmittel wurde um 3,1 Prozent kostspieliger, Sprit verbilligte sich dagegen um 2,8 Prozent.

Beim Wohnen, wo die Mieten um 4,0 Prozent zulegten, verteuerte sich die Instandhaltung von Wohnungen im Schnitt um 2,1 Prozent. Haushaltsenergie wurde dagegen um 0,2 Prozent günstiger; dies war vor allem Heizöl (-3,8 Prozent) und Gas (-0,5 Prozent) zu verdanken; teurer kamen dagegen Strom (+0,2 Prozent), Fernwärme (+1,3 Prozent) und feste Brennstoffe (+3,9 Prozent).

Bei "Restaurants und Hotels" (+3,2 Prozent) verteuerten sich Bewertungsdienstleistungen um 3,1 Prozent und Beherbergungsdienstleistungen um 3,9 Prozent. Für das 2,2-prozentige Plus bei Ausgaben für "Freizeit und Kultur" waren überwiegend Preisanstiege bei Freizeit- und Kulturdienstleistungen (+2,4 Prozent) verantwortlich. Pauschalreisen kosteten um 3,1 Prozent mehr, elektronische Geräte verbilligten sich jedoch um 1,4 Prozent.

Im Monatsabstand war der Bereich "Bekleidung und Schuhe" der Hauptpreisdämpfer: Hier wurden wegen des Sommerschlussverkaufs Verbilligungen von 12,5 Prozent gegenüber Juni registriert; dabei wurden Bekleidungsartikel um 15,0 Prozent günstiger, Schuhe kosteten 8,4 Prozent weniger. Hauptpreistreiber von Juni auf Juli war der Bereich "Freizeit und Kultur" mit im Schnitt 1,3 Prozent Plus; Grund dafür waren die saisonbedingt um 7,2 Prozent teureren Pauschalreisen.

(Bild: Geldentwertung lässt kaum nach. Bild: SN/APA (Hochmuth)/GEORG HOCHMUTH)

Kategorien: News

Österreich verbessert sich in Fußball-Weltrangliste

Do, 14/08/2014 - 08:45

(Von Apa.) Das neue Ranking ist am Donnerstag erschienen. Weltmeister Deutschland führt die Wertung weiterhin vor Argentinien an. In den Top Ten gab es nur eine Änderung, Spanien schloss nach Punkten zu Brasilien auf und ist nun ex aequo Siebenter. Schweden, am 8. September in Wien Österreichs erster Gegner in der EM-Qualifikation, belegt unverändert Platz 29. Die nächste Weltrangliste erscheint am 18. September.

(Bild: ÖFB-Team auf Rang 40. Bild: SN/APA (Archiv/Jäger)/ROBERT JAEGER)

Kategorien: News

Totes Brüderpaar: Mord und Selbstmord bestätigt

Do, 14/08/2014 - 07:58

(Von Apa.) Der ältere, 63-Jährige habe den um drei Jahre jüngeren Mann erschossen und sich selbst getötet, sagte Michaela Obenaus, Sprecherin der Behörde, am Donnerstag auf Anfrage. Der 60-Jährige kam der Obduktion zufolge durch mehrere Schüsse ums Leben. Der ältere Bruder habe in der Folge eine zweite Waffe gegen sich gerichtet. Ein Motiv war laut Obenaus vorerst unklar. Weitere Erhebungen seien im Gang. Die beiden sichergestellten Schusswaffen seien ordnungsgemäß auf den 63-Jährigen registriert gewesen. Der Polizei zufolge handelte es sich um einen Revolver und eine Pistole.

Der 60-Jährige war auf dem Anwesen seines älteren Bruders vor der Garage tot aufgefunden worden. Der 63-Jährige habe sich in seinem Fahrzeug in der Garage mit einer CZ-Pistole selbst getötet, bestätigte ein Ermittler. Die Ehefrau des jüngeren Bruders habe die beiden Leichen gefunden.

(Bild: Der Tatort im Bezirk Melk. Bild: SN/APA (Lechner)/EINSATZDOKU.AT/LEC)

Kategorien: News

Separatisten melden schweren Beschuss in Donezk

Do, 14/08/2014 - 07:54

(Von Apa/ag..) Medien in Moskau berichteten, dass der etwa drei Kilometer lange Zug im Süden Russlands im Raum Rostow unterwegs sei. Das Gebiet Rostow grenzt an die Ostukraine. Nach fast zwei Wochen ohne Wasser und Strom hoffen vor allem die Einwohner im Konfliktgebiet Lugansk (Luhansk) dringend auf Hilfe. Insgesamt 2.000 Tonnen Hilfsgüter seien unterwegs, darunter neben Trinkwasser und Proviant auch Schlafsäcke und Stromgeneratoren, teilten russische Behörden mit. Die ukrainische Regierung will die Hilfe nur als Teil eines Einsatzes des Roten Kreuzes ins Land lassen.

Der Hilfstransport ist umstritten, weil die proeuropäische Regierung in Kiew Russland im Ostukraine-Konflikt als "Aggressor" ansieht. Moskau wies Vorwürfe zurück, der Konvoi könne Waffen für die prorussischen Separatisten enthalten. Die Ukraine hat ebenfalls einen Hilfstransport mit Lebensmitteln für die Menschen in Lugansk zusammengestellt, der noch am Donnerstag dort ankommen sollte.

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) sagte am Donnerstag im Ö1-Morgenjournal, dass er Russland "keine bösen Absichten" unterstellen wolle. Wichtig sei, dass die Hilfslieferungen für die Menschen im Osten der Ukraine ankämen. Der Wunsch der Ukraine, diese über internationale Organisationen wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz abzuwickeln (IKRK), sei "legitim". Zur Zukunft der Ukraine meinte Kurz, das Land brauche langfristig sowohl die EU als auch Russland als Partner.

(Bild: Die Lage in Donezk ist prekär. Bild: SN/APA (epa)/SERGEI ILNITSKY)

Kategorien: News

"Der Abschied": Georg Trakls letzte Tage

Do, 14/08/2014 - 06:00

(Von BERNHARD FLIEHER.)

Walter Kappacher kommt mit 75 Jahren doch noch auf die Bühne. Nicht - wie oft - zur Verleihung eines Literaturpreises. Und auch nicht als Schauspieler, der er als Junger einmal werden wollte.

Er kommt als Theaterautor auf die Bühne. Und damit erscheint dort auch Georg Trakl.

So treffen zwei zusammen, deren Literatur mit der Theaterbühne nichts zu tun hat. Der eine, Trakl, schrieb radikale Lyrik. Der andere, Kappacher, besticht durch leise, jedes Wort sorgsam wägende Prosa. Dass die beiden nun zusammenkommen - 100 Jahre nach Trakls Tod - liegt an Zufällen, daran, dass beide Salzburger sind, und es liegt an den Salzburger Festspielen.

Zunächst sollte Kappacher einen Text über den Ersten Weltkrieg schreiben für eine Inszenierung beim heurigen, letzten Young Directors Project. Nun seien Texte für das Theater aber nie seine Sache gewesen, sagt er. Warum sich das mit dem Theater bisher nie ergeben hat? Er hatte während der Zeit an der Schauspielschule in Gauting bei München vor 54 Jahren Dramolette entworfen. Die Dialoge gefielen seine Kommilitonen damals so gut, dass sie sich gern von ihm Rollen schreiben lassen wollten. Da begann Kappachers Schreiben. Aber ein Theaterstück kam nie heraus. Absage an Sven-Eric Bechtolf "Es kam halt keiner, der eines haben wollte", sagt Walter Kappacher. Und ein Problem sei das ja auch gar nicht. "Da hab ich dann ja Zeit für meine eigenen Sachen gehabt." Dann kam Sven-Eric Bechtolf, Schauspielchef der Salzburger Festspiele. Aber dem sagte Kappacher dann ab. Um drei Uhr früh. Per Mail. Kappacher, Büchner-Preisträger und auch sonst in der Literaturszene oft ausgezeichnet, kam mit der vagen Aufgabenstellung, "etwas über den Ersten Weltkrieg" schreiben zu sollen, nicht zusammen. 30 Seiten hatte er. Unergiebige Seiten. "Das war nicht ich. Das habe ich nicht erlebt, und bloß etwas abschreiben wollte ich nicht", sagt er - und schickte Bechtolf ein Mail. Der aber ließ nicht locker.

Wie er dann für das Auftragswerk auf das Thema Trakl kam, weiß Kappacher nicht mehr. Allerdings lässt sich sagen: Keinem steht ein Platz im heurigen, an den Krieg erinnernden Festspielprogramm mehr zu als Georg Trakl.

Es war ein verdammtes und verdammt kurzes Leben, das - kaum hatte der Donner des Ersten Weltkriegs eingesetzt - zu Ende kam. Trakl starb im November 1914. Vorangegangen waren Depression, Drogen und Selbstmordversuch. Und schließlich, vielleicht als Todesstoß in eine geschundene Seele: das Grauen des Kriegs. Hilflos als Sanitäter im Einsatz Im heute ukrainischen Grodek, wie er auch sein letztes, niederschmetterndes Gedicht nannte, war er Anfang September 1914 hilflos als Sanitäter im Einsatz. Von da an waren es nur wenige Woche, ehe er - nach einem Selbstmordversuch zur Beobachtung seines Geisteszustandes in ein Krakauer Militärhospital eingeliefert - an einer Überdosis Kokain starb. Selbstmord? Unfall? Keiner weiß es.

Um die letzten Tage in diesem Leben geht es in Kappachers Text "Der Abschied". Fakten und Fiktion verschmelzen. Zum Beispiel genehmigt Autor Kappacher dem Patienten Trakl Ausgang. Und der kauft sich in Krakau einen Reclam-Klassiker, denn zu lesen hatte der Schreiber im Krankenbett nichts.

Trakls Gedichte, wilde Ritte durch die Seele, hätten ihn "früh schon" beeindruckt, sagt Kappacher. Den Text "Helian", eine Wucht aus 93 Versen, habe er lange Zeit auswendig aufsagen können. Aber sonst? Für eigenes Schreiben? Da konnte er mit Trakls Form nicht viel anfangen. "Der schrieb Gedichte. Ich bin aber kein Lyriker", sagt Kappacher. Während der Arbeit an "Der Abschied" erinnerte ihn Trakl-Forscher und Biograf Hans Weichselbaum an einen frühen Text, der Mitte der 1970er-Jahre in der zweiten Ausgabe der Literaturzeitschrift "Salz" erschienen war. "Das hatte ich ganz vergessen", sagt Kappacher. Zu viele Personen tauchten auf In der ersten Textfassung für das Young Directors Project war Trakl nicht allein. Da tauchten noch zwei Personen auf: Trakls treuer Diener Mathias Roth und ein Dragoner-Offizier. Bechtolf waren das zwei zu viel. "Schreib ich's halt um", dachte er. Aber er saß wieder ein paar Wochen. "Das habe ich mir einfacher vorgestellt. Aber ich musste alles völlig neu schreiben", sagt er. So entstand der Monolog eines Mannes in Aussichtslosigkeit. Er sieht das Grauen um sich. Er erinnert sich an frühere Begegnungen, an die geliebte Schwester Grete, an Rimbaud und auch an Ludwig Ficker, den Förderer, er ihn auch in Krakau besuchte. Es taucht die Schwere seiner Seele auf.

Drückt ein solches Leben, auch wenn es nur beschrieben wird, auch auf das eigene Gemüt? Walter Kappacher erinnert sich, dass während des Schreibens seine Frau öfters gesagt habe, es werde Zeit für eine Pause. Georg Trakls Leben und Sterben nehmen einen mit. Und nur so habe die Arbeit auch Sinn: "Ich muss mich hineinversetzen in die Person, um die es geht, über die ich schreibe. Sonst ist es sinnlos."

(Bild: Georg Trakl, wilder Dichter, starb vor 100 Jahren.  Bild: SN/sw/salzburger landesarchiv)

Kategorien: News

Post im ersten Halbjahr mit weniger Gewinn

Do, 14/08/2014 - 05:23

(Von Apa.) Das Periodenergebnis reduzierte sich im 1. Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,8 Prozent auf 73,6 (76,6) Mio. Euro. Der Umsatz ging um 0,1 Prozent auf 1,172 Mrd. Euro zurück, teilte das börsennotierte Unternehmen am Donnerstag ad hoc mit. Im Briefgeschäft gingen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent auf 741,2 Mio. Euro zurück, im Paketgeschäft gab es ein Umsatzplus von 3 Prozent auf 431,5 Mio. Euro. Sonstige betriebliche Erträge schrumpften um 4,5 Prozent auf 32,5 Mio. Euro.

Etwas besser lief das zweite Quartal für die Post: Das Periodenergebnis (Nettogewinn) stieg leicht um 0,34 Prozent auf 29,9 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal, der Umsatz erhöhte sich 0,58 Prozent auf 573,5 Mio. Euro.

"Mit Blick auf das Gesamtjahr gehen wir weiterhin von einer stabilen Umsatzentwicklung aus, gleichzeitig peilen wir eine weitere Ergebnisverbesserung (EBIT) an", so Post-Generaldirektor Georg Pölzl. Weiter auf dem Programm stünden "Kostenoptimierungen in allen Prozessen" und der Ausbau der Selbstbedienungslösungen und Online-Services. Auch Wachstumsmärkte wie das Zukunftsfeld Lebensmittellogistik würden getestet.

Mit den vorgelegten Zahlen hat die Post die Analystenerwartungen erreicht: Von der APA-befragte Analysten hatten im Schnitt einen Netto-Gewinnrückgang von 4 Prozent auf 73,1 Mio. Euro und ein stabiles Umsatzniveau erwartet.

(Bild: Post-Chef Pölzl geht von stabiler Entwicklung aus. Bild: SN/APA (Hochmuth)/GEORG HOCHMUTH)

Kategorien: News

Plakataktion: Ex-Landesrat Blachfellner vor Gericht

Do, 14/08/2014 - 03:42

(Von Apa.) Die Staatsanwaltschaft wirft ihm "Vorteilsannahme" vor. Der Prozess beginnt am Donnerstag, ein Urteil wird es voraussichtlich am gleichen Tag geben. Blachfellner habe von Baufirmen gefordert, ihm die Bauzäune für seine Plakate zur Verfügung zu stellen. Dieser beteuerte, die Plakate selbst bezahlt zu haben.

Konkret wird ihm im Strafantrag vorgehalten, er habe im Vorjahr als Amtsträger in Zusammenhang mit der Gewährung von Wohnbauförderungen für mehrere Bauprojekte Werbeflächen auf Baustellen gefordert, auf denen er Eigenwerbung betrieben habe. Auf den Plakaten war der Politiker mit einem roten Helm abgebildet, die Aufschrift lautete: "Mein Herz schlägt für leistbares Wohnen. Ihr Wohnbaulandesrat Walter Blachfellner". Plakate mitten im Wahlkampf Als die Plakate aufgestellt waren, befand sich Salzburg gerade mitten im Wahlkampf für die wegen des Finanzskandals vorgezogene Landtagswahl am 5. Mai 2013. Die ÖVP kritisierte den Landesrat heftig und bezeichnete die Plakate als "Privatkampagne" Blachfellners. Ein SPÖ-Logo war auf den Plakaten allerdings nicht zu sehen. Der Politiker selbst rechtfertigte sich damit, dass er die Plakate aus der Privatschatulle finanziert habe und es sich nicht um eine SPÖ-Werbung handle. Etwa 40 Baufirmen, die nicht seine Vertragspartner seien, hätten die Plakate als Wertschätzung aufgehängt.

Die "Vorteilsannahme" nach Paragraf 305, Absatz 1, des Strafgesetzbuches ist wie folgt definiert: "Ein Amtsträger oder Schiedsrichter, der für die pflichtgemäße Vornahme oder Unterlassung eines Amtsgeschäfts für sich oder einen Dritten einen Vorteil fordert oder einen ungebührlichen Vorteil (Abs. 4) annimmt oder sich versprechen lässt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen."

(Bild: Das Plakat des Anstoßes. Bild: SN/sn)

Kategorien: News

Dortmund nach 2:0 gegen Bayern Supercup-Sieger

Do, 14/08/2014 - 03:41

(Von Apa.) Der Vize-Meister behielt im Supercup vor eigenem Publikum gegen Double-Gewinner Bayern München verdient mit 2:0 die Oberhand. Für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber vor etwas mehr als 80.000 Zuschauern sorgten Henrich Mchitarjan (23.) und Pierre-Emerick Aubameyang (62.). Der BVB verteidigte damit seinen Titel erfolgreich, 2013 hatte er im Supercup ebenfalls im Signal-Iduna-Park mit 4:2 gegen die Münchner gewonnen. Für die Bayern gab es aber noch viel schlechtere Nachrichten: Der spanische Defensivspieler Javi Martinez schied schon in Hälfte eins mit einer Knieverletzung aus.

"Die Verletzung ist zu 99 Prozent ein Kreuzbandriss", erklärte der Spanier in einer Video-Botschaft auf seiner Facebook-Seite. "Das ist ein großes Problem. Er war in überragender Form", sagte Bayern-Trainer Josep Guardiola über den 25-Jährigen.

Im prestigeträchtigen Aufeinandertreffen vor Saisonbeginn fehlten auf beiden Seiten zahlreiche Stammkräfte. Von den Weltmeistern standen mit Bayern-Goalie Manuel Neuer und seinen Teamkollegen Jerome Boateng und Thomas Müller sowie Dortmunds Matthias Ginter nur vier auf dem Feld. Vor allem den Bayern war deutlich anzumerken, dass sie in dieser Formation nicht eingespielt sind.

Die Dreierkette mit Jerome Boateng, Martinez und David Alaba wirkte nicht wirklich sattelfest, zudem haperte auch das Spiel nach vorne. Bei den Dortmundern lief deutlich mehr zusammen, sie waren vor der Pause nach der ersten und einzigen Bayern-Chance durch Xherdan Shaqiri (3.) immer wieder gefährlich.

Nach einem Alaba-Fehlpass ging ein Immobile-Schuss daneben (10.), bei einer gefährlichen Martinez-Rückgabe musste Neuer auf der Linie retten (17.). Sechs Minuten später war die Dortmunder Führung perfekt. Alaba konnte im Duell mit Aubameyang den Ball nicht klären und der dahinter postierte und frei stehende Mchitarjan schoss Volley zum 1:0 ein (23.). Kapitän Sebastian Kehl hätte zweimal (41., 43.) nachlegen können, fand aber in Neuer seinen Meister.

Gleich nach Wiederbeginn hatte der Ex-Dortmunder Robert Lewandowski seine erste Topchance, scheiterte aber an Dortmunds Goalie Mitchell Langerak (46.). Sonst war vom Polen in seiner ehemaligen Wirkungsstätte jedoch wenig zu sehen. Die Dortmunder hatten weiterhin mehr Zug zum Tor und machten auch den Sack zu. Nach Piszczek-Idealflanke köpfelte Aubameyang zum 2:0 ein (62.), beim Jubel zog er sich eine Spiderman-Maske über den Kopf.

Die Münchner versuchten in der Folge, mehr für die Offensive zu machen, blieben aber vieles schuldig. Am nächsten kam Alaba einem Torerfolg, seinen gut angetragenen Freistoß über die Mauer fischte aber Langerak aus dem Eck (81.). Die Dortmunder sind nun gut beraten, sich nicht zu viel auf den ersten Titelgewinn einzubilden. In der vergangenen Saison waren sie am Ende 19 Zähler hinter den Bayern gelandet.

(Bild: Bayern verlor wie schon im Vorjahr gegen den BVB. Bild: SN/APA/EPA/JONAS GUETTLER)

Kategorien: News
hellokitty