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Aktualisiert: vor 50 Minuten 6 Sekunden

Krawalle in Jerusalem: Ägypten soll vermitteln

Sa, 05/07/2014 - 12:19

(Von Apa/ag.) Nach der Beerdigung eines arabischen mutmaßlichen Rachemordopfers sind die Unruhen in Ostjerusalem weitergegangen. Laut Medienberichten kam es zu Krawallen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei. Ersten Untersuchungen zufolge soll das palästinensische Opfer lebendig verbrannt worden sein. Hoffnungen richteten sich auf eine mögliche Vermittlung durch Ägypten.Steine und MolotowcocktailsMaskierte Palästinenser warfen in Ostjerusalem Steine und Molotowcocktails. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Die Krawalle griffen in der Nacht auf andere Orte über. Es habe Festnahmen und Leichtverletzte gegeben, berichtete die Zeitung "Haaretz" online am Samstag. Der junge Araber war nach dem Bekanntwerden der Ermordung dreier jüdischer Jugendlicher tot aufgefunden worden.

Das palästinensische Opfer soll bei lebendigem Leibe verbrannt sein. In Luftröhre und Lunge des 16-jährigen Mohammed Abu Khedair seien Spuren von Rauch gefunden worden, teilte der palästinensische Generalstaatsanwalt am Samstag nach einem vorläufigen Autopsiebericht mit. Das zeige, dass er Rauch eingeatmet habe, als er noch am Leben war.Raketen auf IsraelAm Freitag hatten militante Palästinenser nach Militärangaben mindestens 18 Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Am Samstag schlug erneut eine Rakete in Israel ein. Sie habe keinen Schaden angerichtete, berichtete "Haaretz". Die Luftwaffe habe einen Angriff auf Khan Yunis im Gazastreifen geflogen.

In den Medien kursierten Berichte über eine bevorstehende Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas. Die palästinensische Zeitung "Al-Quds" berichtete, Hamas und Israel hätten sich unter ägyptischer Vermittlung auf einen Stopp der Angriffe binnen 72 Stunden geeinigt. Hamas bestehe darauf, dass beide Seiten die Angriffe gleichzeitig einstellten.24 Stunden Zeit für eine Waffenruhe?Der israelische Fernsehsender Channel 10 meldete noch am Freitag, die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu gebe Ägypten zusätzlich 24 Stunden Zeit zum Aushandeln der Waffenruhe. Außenminister Avigdor Lieberman nannte eine Waffenruhe jedoch "einen schweren Fehler". In der Grenzstadt Sderot sagte er: "Wir müssen diejenigen fassen, die den Terror unterstützen." Die Hamas-Führer Khaled Mashaal und Ismail Haniya nannte er "legitime Zielscheiben".

(Bild: Die Lage ist mehr als angespannt. Bild: SN/APA/EPA/MOHAMMED SABER)

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Verdacht auf Betriebsspionage um Eurofighter

Sa, 05/07/2014 - 12:19

(Von Apa.) Diesen Verdacht der Betriebsspionage nährt ein interner Bericht der Anwaltskanzlei Clifford Chance, den der Eurofighter-Konzern EADS, heute Airbus, in Auftrag gegeben hat. Demnach soll Franz S., ein inzwischen pensionierter Mitarbeiter der Innenrevision von EADS, in zwei Gesprächen (im Februar 2013) angeben haben, dass er 2007 eine Prüfung der Beraterkosten im Zusammenhang mit der österreichischen Eurofighter-Kampagne in den Räumen von EADS Deutschland durchgeführt habe. Dabei sei er auf 10 bis 15 Aktenordner gestoßen, die offenbar Angebotsunterlagen von Mitbieter Saab/Gripen enthielten. Auch sagte S., dass "die Unterlagen nach dem Wochenende nicht mehr da gewesen seien", heißt es weiter.

Die Clifford-Chance-Anwälte konfrontierten zwei involvierte EADS-Manager mit diesen Aussagen. Einer habe bestätigt, dass es sich "dabei um Angebotsunterlagen von Saab/Gripen betreffend Gegengeschäfte gehandelt" habe. Aber es seien nur "20 Blatterl" gewesen, die ein Manager mit nach Hause genommen habe. Wo diese Unterlagen sind, ist aber unklar.

Der Grüne Abgeordnete Peter Pilz äußerte den Verdacht, dass Beamte des Wiener Verteidigungsministeriums das SAAB-Angebot illegalerweise an EADS weitergegeben hätten. Es deute vieles auf diejenigen Mitglieder der Bewertungskommission hin, "die schon 2002 die Bewertung zugunsten Eurofighter manipuliert haben", meinte Pilz auf Facebook.

(Bild: Vorwürfe rund um den Eurofighter-Ankauf. Bild: SN/APA (Archiv/Neubauer)/HERBERT NE)

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Prorussische Milizen aus Slawjansk vertrieben

Sa, 05/07/2014 - 11:02

(Von Apa/dpa.) Die Armee verzeichnete damit den wichtigsten Erfolg seit dem Beginn ihrer Offensive. Innenminister Arsen Awakow berichtete auf seiner Facebook-Seite, dass die Separatisten in großer Zahl aus Slawjansk geflohen seien. "Sie haben Verluste erlitten und geben auf", schrieb er. Awakow zufolge zerstörte die Armee am Samstag auch das in der Stadt Artemiwsk gelegene Hauptquartier der Rebellen in der Region Donezk.

Die Regierungstruppen hätten die Rebellen mit einer großangelegten Offensive gezwungen, Stellungen entlang ihrer nördlichen Front zu räumen, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax am Samstag den Separatisten-Anführer Alexander Borodai. Die Aufständischen würden sich nun auf vorbereitete Positionen zurückziehen.

Eine Reporterin sah in der 15 Kilometer entfernten Stadt Kramatorsk einen Konvoi von 20 Militärtransportern und Bussen mit bewaffneten Rebellen, die anscheinend aus Slawjansk gekommen waren und später auch aus Kramatorsk wegfuhren. Aus dem Umfeld der Rebellen verlautete, es habe eine Übermacht der ukrainischen Truppen von fünfzig zu eins bestanden. Auch Rebellenchef Borodai sprach von einer "zahlenmäßigen Überlegenheit der feindlichen Truppen".

Auf der Internetseite des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko hieß es, die ukrainische Flagge wehe wieder über Slawjansk. Die Separatisten hatten dort im April die Fahne Russlands gehisst. Die Eroberung von Slawjansk wäre ein ganz entscheidender Sieg der Regierungstruppen, denn die Stadt war ein Zentrum des Aufstandes der pro-russischen Separatisten.

Bei den Gefechten in der Ostukraine wurden der Armee zufolge sieben Soldaten getötet und sechs verwundet. Auch die Separatisten sprachen von Verlusten in ihren Reihen. Russland forderte erneut eine sofortige Feuerpause im Nachbarland. In den seit drei Monaten anhaltenden und nur von kurzen Feuerpausen unterbrochenen Kämpfen kamen mehr als 200 ukrainische Soldaten sowie Hunderte Rebellen und Zivilisten ums Leben. Seit dem Beginn der Kämpfe im Februar wurden insgesamt mehr als 470 Tote gezählt.

Für die Anrainer von Slawjansk kam der Abzug der Separatisten überraschend. "Niemand hatte damit gerechnet" sagte Kolja Scherep. Am Samstagmorgen habe er plötzlich keine Rebellenkämpfer mehr vor dem Rathaus und auf den Barrikaden gesehen.

Die Aufständischen wollten nicht von einer Niederlage reden. Die Kämpfer seien nicht vor der Armee aus Slawjansk geflohen, sondern sie hätten lediglich zum Schutz der Zivilbevölkerung die Stellung gewechselt, sagte der Separatistenanführer Andrej Purgin. "Unser Widerstand ist nicht gebrochen", versicherte er. Die Aufständischen hatten zuletzt erneut an Russlands Präsident Wladimir Putin appelliert, russische Truppen zur Verstärkung zu entsenden.

Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow sagte, die Kämpfer seien unterwegs nach Donezk. "Volksgouverneur" Pawel Gubarew bestätigte dies. Die militanten Gruppen wollten sich nun auf die Verteidigung von Donezk konzentrieren, sagte der Vertreter der "Volkswehr".

Der Ukraine-Sonderbeauftragte des russischen Außenministeriums, Konstantin Dolgow, sagte, er rechne mit einem zeitnahen Ende der Kämpfe. Die "heiße Phase" könne in einigen Wochen vorbei sein. "Die Überwindung dieser Krise wird aber Jahre dauern", sagte der Moskauer Diplomat. "Das Land ist zweifellos sehr tief gespalten."

Die Separatisten wollten eine Loslösung der östlichen Landesteile von der Ukraine und bekamen Aufwind nach dem Anschluss der Halbinsel Krim an Russland. Sie erklärten Teile der Ostukraine zu "unabhängigen Volksrepubliken". Der Westen warf dem russischen Präsidenten Putin vor, die Separatisten zu unterstützen und sogar einen militärischen Einmarsch zu planen. Er droht Russland deswegen mit Wirtschaftssanktionen. Vor allem Deutschland und Frankreich bemühten sich in den vergangenen Tagen, eine politische Lösung zu finden und dafür eine Gesprächsebene zu schaffen.

Die ukrainische Regierung schlug für Samstag Gespräche über eine neue Feuerpause und einen Friedensplan vor. Über diese unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) herrschte am Samstag Unklarheit. Sowohl die Führung in Kiew als auch Vertreter der Separatisten bekräftigten erneut ihre Bereitschaft. Allerdings gab es bis zum Nachmittag keinen Hinweis auf mögliche Verhandlungen.

Die NATO und Russland hielten indes parallel im Schwarzen Meer Manöver ab. An der NATO-Übung beteiligten sich Schiffe aus den USA und sechs weiteren Mitgliedsländern. Die Ukraine gehört nicht zum Bündnis.

(Bild: Kein Ende der Gewalt in der Ukraine. Bild: SN/APA (EPA)/STRINGER)

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Das Rennen um den Bachmann-Preis bleibt offen

Sa, 05/07/2014 - 10:32

(Von Apa.) Zum Kreis der Preisanwärter gehört diesmal auch ein Schweizer, nämlich Michael Fehr. Aus Deutschland dürfen Katharina Gericke und Senthuran Varatharajah mit einer Auszeichnung spekulieren. Auf die Shortlist dürften auch Anne-Kathrin Heier und Tex Rubinowitz kommen. Die restlichen österreichischen Teilnehmer, Olga Flor, Birgit Pölzl und Georg Petz werden wohl eher leer ausgehen.

Roman Marchel machte das Handikap, als Allererster lesen zu müssen, mit seinem stillen Text über Pflegebedürftigkeit und das Sterben wett. Bis auf Hubert Winkels, der sich zu sehr an Michael Hanekes "Amour" erinnert fühlte, waren die Juroren durchwegs sehr angetan bis begeistert. Gertraud Klemm mit ihrer Geschichte über eine junge Mutter, der das Mutterdasein zu viel wird, löste da deutlich kontroversere Debatten aus, wobei sich vor allem die Jurorinnen für die Autorin begeistern konnten.

Düster und fragmentarisch kommt Michael Fehrs "Simeliberg" daher. Fehr zeichnet in stark schweizerisch gefärbtem Deutsch ein beklemmendes Bild eines Schweizer Dorfes, das Juryvorsitzendem Burkhard Spinnen nicht gefallen mochte, ansonsten aber viel Lob einheimste. Fast einhellig positiv bewertet wurde auch Katharina Gerickes "Down, down, down", einer Liebesgeschichte mit Opern-Bezügen, die von der gelernten Schauspielerin auch entsprechend theatralisch vorgelesen wurde.

Am Vortrag haperte es wiederum bei Tex Rubinowitz, seine Rückschau auf eine studentische Liebesgeschichte "Wir waren niemals hier" hatte dafür viele Pointen, die das Publikum erheiterten und auch von den Juroren wohlwollend aufgenommen wurden. Heftig debattiert wurde dagegen Anne-Kathrin Heiers "Ichthys", ein atemloser Text über Süchte und Zwänge. Ein mutiger Text, mit dem die Autorin auch viel Risiko genommen hat, ob es für einen Preis reicht, wird man sehen.

Durchaus chancenreich ist auch Senthuran Varatharajah. Sein Romanauszug "Vor der Zunahme der Zeichen" ist als Facebook-Dialog zwischen zwei ehemaligen Flüchtlingen gestaltet, die über ihre Kindheit, Herkunft, Familie ebenso diskutieren wie über Religion und Sexualität. Dem Text merkt man an, dass der aus Sri Lanka stammende Autor Philosophie studiert hat, ob die Integration der Internet-Dialogform in die Literatur so gelungen ist, dass es sich auch in einem Preis niederschlägt, ist spätestens Sonntagmittag klar. Die Vergabe der Preise beginnt um 11.00 Uhr, 3sat überträgt live.

(Bild: Der Österreicher Roman Marchel gehört zu den großen Favoriten. Bild: SN/APA/GERT EGGENBERGER)

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Weitere Krawalle in Ostjerusalem: Ägypten soll nun vermitteln

Sa, 05/07/2014 - 10:25

(Von Apa/ag.) Nach der Beerdigung eines mutmaßlichen arabischen Rachemordopfers sind die Unruhen in Ostjerusalem weitergegangen. Laut Medienberichten kam es zu Krawallen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei. Ersten Untersuchungen zufolge soll das palästinensische Opfer lebendig verbrannt worden sein. Hoffnungen richteten sich auf eine mögliche Vermittlung durch Ägypten.Steine und MolotowcocktailsMaskierte Palästinenser warfen in Ostjerusalem Steine und Molotowcocktails. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Die Krawalle griffen in der Nacht auf andere Orte über. Es habe Festnahmen und Leichtverletzte gegeben, berichtete die Zeitung "Haaretz" online am Samstag. Der junge Araber war nach dem Bekanntwerden der Ermordung dreier jüdischer Jugendlicher tot aufgefunden worden.

Das palästinensische Opfer soll lebendig verbrannt worden sein. Die Autopsie habe ergeben, dass der 16-Jährige aus dem Ostteil der Stadt an schweren Verbrennungen gestorben sei, sagte der palästinensische Generalstaatsanwalt Mohammed Al-A'wewi am späten Freitagabend der Nachrichtenagentur Wafa.18 Raketen auf Israel abgefeuertAm Freitag hatten militante Palästinenser nach Militärangaben mindestens 18 Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Am Samstag schlug erneut eine Rakete in Israel ein. Sie habe keinen Schaden angerichtete, berichtete "Haaretz". Die Luftwaffe habe einen Angriff auf Khan Yunis im Gazastreifen geflogen.

In den Medien kursierten Berichte über eine bevorstehende Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas. Die palästinensische Zeitung "Al-Quds" berichtete, Hamas und Israel hätten sich unter ägyptischer Vermittlung auf einen Stopp der Angriffe binnen 72 Stunden geeinigt. Hamas bestehe darauf, dass beide Seiten die Angriffe gleichzeitig einstellten.24 Stunden Zeit für Waffenruhe?Der israelische Fernsehsender Channel 10 meldete noch am Freitag, die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu gebe Ägypten zusätzlich 24 Stunden Zeit zum Aushandeln der Waffenruhe. Außenminister Avigdor Lieberman nannte eine Waffenruhe jedoch "einen schweren Fehler". In der Grenzstadt Sderot sagte er: "Wir müssen diejenigen fassen, die den Terror unterstützen." Die Hamas-Führer Khaled Mashaal und Ismail Haniya nannte er "legitime Zielscheiben".

(Bild: Die Lage ist mehr als angespannt. Bild: SN/APA/EPA/MOHAMMED SABER)

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Oberösterreicher ertrinkt im Zeller See

Sa, 05/07/2014 - 10:15

(Von Sn, Apa.) Der 24-Jährige sprang gegen 3.00 Uhr von einem Steg aus in den dort nur 50 Zentimeter tiefen Zeller See. Er wurde von Freunden aus dem Wasser gezogen. Doch alle Wiederbelebungsversuche verliefen vergeblich. "Als Todesursache wird Ertrinken angenommen. Es ist aber noch eine gerichtsmedizinische Obduktion erforderlich", sagte Polizei-Sprecher Ortwin Lamprecht am Samstagvormittag auf Anfrage. "Die Polizei geht von einem Unfall aus", erklärte Lamprecht.14-tägige Tour war geplantDer 24-Jährige war mit seinen vier Freunden aus dem Bezirk Braunau mit dem Campingbus zu einer 14-tägigen Reise durch Österreich gestartet, wie der Bezirkspolizeikommandant von Zell am See, Kurt Möschl, schilderte. Erste Etappe war Zell am See. Gegen 3.00 Uhr wollten drei Mitglieder der Gruppe schwimmen gehen. Sie gelangten über ein Privatgrundstück, dessen Türe offen war, zum Nordufer des Sees. Ein fataler Irrtum hat dann vermutlich zu dem tragischen Unfall in finsterer Nacht geführt.

Ersten Ermittlungen zufolge sprangen zwei Oberösterreicher vom Steg aus in den See. Dort war das Wasser aber nicht tiefer als rund 50 Zentimeter. Offenbar waren die beiden bei dem Sprung gegen den Seegrund geprallt. Die anderen bemerkten, dass sich einer der beiden verletzt hatte. Sie halfen ihm aus dem Wasser, brachten ihn zurück zum Campingbus und verständigten die Rettung. Der junge Mann wurde mit einer Wirbelverletzung ins Krankenhaus Zell am See gebracht.Bewusstlos im Wasser gefunden"Dann bemerkten sie, dass noch einer fehlt", sagte Möschl. "Sie fanden ihn bewusstlos im Wasser treibend. Der See war dort nicht tiefer als 50 Zentimeter." Die Oberösterreicher, alle zwischen 24 und 27 Jahre alt, zogen ihren Freund sogleich aus dem See. Die Reanimationsversuche, auch jene des herbeigerufenen Notarztes, blieben ohne Erfolg. Die geschockten Oberösterreicher werden noch zum genauen Unfallhergang befragt. In der Nacht sollen sie etwas alkoholisiert gewesen sein.

(Bild: Die Unfallstelle am Zeller See. Bild: SN/neumayr)

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5. Juli: Der Tag in Bildern

Sa, 05/07/2014 - 10:08

(Von Sn.) @import "http://cdn.salzburg.com/wp-content/plugins/prettyphoto-media/css/prettyPhoto.css?ver=3.1.4";Diashow ansehen | 42 BilderDie Bilder des Tages

(Bild: Die Taliban haben nahe der afghanischen Hauptstadt Kabul laut offiziellen Angaben mindestens 200 Tanklastzüge in Brand gesetzt. Der Anschlag hat sich im Vorort Tshauk-e Arghandi ereignet. Bild: SN/APA/EPA/JAWAD JALALI)

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Volksanwaltschaft will sich Schulen widmen

Sa, 05/07/2014 - 10:01

(Von Apa.) Schon bisher würden sich Schüler an die Volksanwaltschaft wenden, wenn sie etwa Probleme mit Noten haben oder gemobbt werden. Und das will die derzeitige Vorsitzende der Volksanwaltschaft nun forcieren, wie sie am Samstag im Ö1-"Morgenjournal" erklärte.

Volksanwälte agierten komplett unabhängig von der Politik - dass es ähnlich unabhängige Schulombudsleute geben könnte, hält Brinek für nicht sehr realistisch. Zur Vorgangsweise hält die Volksanwältin fest: Die Betroffenen könnten ein Mail schreiben, das gleich ein Beschwerdeformular ist. In zehn Tagen komme eventuell noch die Anforderung genauer Schriftstücke der Verwaltung. Dann habe die Behörde acht Wochen Zeit zu reagieren. Danach ziehe die Volksanwaltschaft ihre Schlüsse. Im Notfall könne es natürlich auch schneller gehen, wenn ein Kind in einer Notsituation ist.

Mit dem Besucherzentrum, das die Volksanwaltschaft in Wien im September eröffnet, will man auch viele Schulklassen anlocken, um Barrieren abzubauen.

(Bild: Schul-Ombudsstellen für Brinek nicht nötig. Bild: SN/APA (Archiv/Pfarrhofer)/HERBERT)

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Google zeigt seine bunte Welt

Sa, 05/07/2014 - 09:09

(Von Thomas Hofbauer.)

"Okay, Google" - so will der Sprachassistent am Handy aktiviert werden. Für das Smartphone hat man schließlich nicht immer die Hände frei. So lautet die erste Lektion bei der Roadshow "Google House", die vergangene Woche im Museumsquartier in Wien gastierte. Dabei werden die Teilnehmer mit dem Handy immer in Reichweite durch drei Themenwelten geführt.

Ob unterwegs, zu Hause oder im Urlaub, Google sei viel mehr als eine Suchmaschine, erklärt Guide Sophie das Programm des Vormittags. Die Tools von Google sollen das Leben erleichtern und daher: "Okay, Google, wie ist das Wetter in Wien?" Diese Frage könne man doch auch mit einem Blick aus dem Fenster beantworten, merkt ein Teilnehmer an, doch der Bildschirm zeigt auch, ob es am Nachmittag schön bleibt und ob am nächsten Tag Regen angesagt ist.

Weiter in den nächsten Raum. Dort ist das Innere einer Straßenbahn nachgebaut. Google Maps wird den Teilnehmern als optimaler Navigator durch den täglichen Verkehrsdschungel ans Herz gelegt. Mit Informationen zur Straßensituation in Echtzeit, Offline-Karten zum Download, Navigation für Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger. Nur bei den Öffis ist Nachbessern angesagt. Einzig der ÖBB-Fahrplan ist derzeit für Wien verfügbar.

In der Straßenbahn hätte man Zeit, den eigenen Terminkalender zu checken, meint Guide Sophie. Auch Restaurants und Cafés in der Nähe werden angezeigt, immer mit Google-Bewertungen. Habe man am Morgen eine Einkaufsliste erstellt, erinnere das Gerät sogar daran, an einem Supermarkt vorbeizufahren. Ziel sei es, einen intelligenten, persönlichen Assistenten zur Verfügung zu stellen. Der heißt Google Now und ist als App für Android und iOS verfügbar.

Im nächsten Raum, dem Wohnzimmer, zeigt Google den Chromecast Stick. Mit ihm lassen sich etwa Filme von Googles Videoportal YouTube auf dem Fernseher ansehen. Immer mehr Apps aus der Google-Welt unterstützen das Gerät. Google will aber auch auf die Reise mitgenommen werden. Darum landet man in der dritten Themenwelt, passend zur Fußballweltmeisterschaft, in Brasilien. Dort wird gezeigt, wie man mithilfe von Google Translate Sprachbarrieren überwinden kann. Die App übersetzt sogar eine fotografierte Speisekarte. Mehr als 70 Sprachen beherrscht das System. Übersetzt wird neben Bildern und Texten auch gesprochene Sprache. Um Roaminggebühren zu vermeiden, können Wörterbücher und Stadtpläne zu Hause heruntergeladen werden.

Auch Google Now hat auf Reisen einiges zu bieten: So werden nützliche Informationen wie Abflugzeiten oder Übersetzungen der wichtigsten Floskeln passend zur Tageszeit oder die Uhrzeit von zu Hause angezeigt.

Am Ende der Roadshow ist den Teilnehmern eines klar: Google versucht, die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt zu liefern - im Idealfall schon, bevor dem Nutzer die Frage in den Sinn kommt.

(Bild: Google House zeigt digitale Hilfestellungen für unterwegs, zu Hause und für den Urlaub. Bild: SN/google austria/apa/schedl)

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Spionage bei BND: Mitarbeiter doch unschuldig?

Sa, 05/07/2014 - 08:58

(Von Apa/ag.) "Ich habe derzeit keine Erkenntnisse, dass Dokumente des Untersuchungsausschusses selber ausgespäht worden sind", sagte der Ausschussvorsitzende Patrick Sensburg am Samstag dem Deutschlandfunk. Ziel der Spionage seien vielmehr Dokumente gewesen, "die dem Untersuchungsausschuss zugeleitet werden sollten - von Regierungsinstitutionen und Behörden". Die Papiere des Ausschusses würden nicht an den BND weitergeleitet. Der CDU-Politiker warnte gleichzeitig vor übereilten Forderungen nach Konsequenzen aus der Affäre. Stattdessen sollten die Ergebnisse des Generalbundesanwalts abgewartet werden.Weitergabe an US-Nachrichtendienst?Der BND-Mitarbeiter soll unter anderem Informationen über den NSA-Ausschuss an einen amerikanischen Nachrichtendienst weitergegeben haben. Dies habe der vor wenigen Tagen festgenommene 31-Jährige bei seiner Vernehmung gesagt, verlautete am Freitag aus Parlamentskreisen in Berlin. Die Bundesregierung sprach von einem sehr ernsten Vorgang. Von SPD, Grünen und Linken wurde der Ruf nach diplomatischen Konsequenzen laut, sollte sich der Spionage-Verdacht bestätigen."Ein Angriff auf das deutsche Parlament""Es ist ein Angriff auf das deutsche Parlament", sagte der SPD-Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss, Christian Flisek, dem NDR. "Und es unterminiert all unsere Bemühungen seit vergangenem Sommer, das damals bereits verloren gegangene Vertrauen wieder aufzubauen".

Auch in der Union sorgt der Fall für Empörung. "Wenn es sich bewahrheiten sollte, dass der BND-Mitarbeiter jahrelang als Doppelagent von der amerikanischen Botschaft aus gesteuert wurde, ist das ein riesiger Vertrauensbruch im transatlantischen Verhältnis", sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer, der "Bild". In einer ohnehin fragilen Situation wäre der Spionagefall eine weitere Belastungsprobe für das deutsch-amerikanische Verhältnis, fügte der CSU-Politiker hinzu.

Der NSA-Ausschuss war nach Enthüllungen des früheren Mitarbeiters des US-Geheimdienstes NSA, Edward Snowden, eingesetzt worden.

(Bild: Die deutsche Regierung sprach von „sehr ernsthaftem Vorgang“. Bild: SN/APA (Archiv/epa)/SOEREN STACHE)

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Brasilien nach Neymar-Ausfall unter Schock

Sa, 05/07/2014 - 08:58

(Von Apa/dpa/ag..) Die Freude über den Halbfinal-Einzug war deshalb bei den Brasilianern im Nu verflogen. Torschütze und Innenverteidiger David Luiz brach in den Katakomben des Stadions in Tränen aus, als er von Neymars schwerer Verletzung erfuhr. "Wir werden einen Pakt abschließen, um ihn zu unterstützen, um an seiner Seite zu sein. Und auch, um die Stärke dieser Mannschaft auf dem Platz zu zeigen", versprach der 27-Jährige. "Wir werden für ihn beten, denn der Platz von 'Ney' ist auf dem Rasen."

Mit dem Profi vom FC Barcelona verliert der Rekord-Weltmeister seinen vierfachen Torschützen und bisher herausragenden WM-Akteur. Argentiniens Ausnahmespieler Lionel Messi tröstete seinen Clubkollegen via Facebook: "Neymar, ich hoffe, Du erholst dich sehr schnell, mein Freund", schrieb der 27-Jährige und stellte dazu ein gemeinsames Jubel-Bild im Trikot der Katalanen auf seine Facebook-Seite.

In heller Aufregung verbreiteten die brasilianischen Medienvertreter die Hiobsbotschaft im ganzen Land: "Neymar ist raus aus der WM!" Unmittelbar zuvor hatte Rodrigo Lasmar, einer der Mannschaftsärzte der "Selecao", die Diagnose mitgeteilt: "Neymar hat einen Bruch des dritten Lendenwirbels." Es sei keine ernsthafte Fraktur, aber es werde einige Wochen dauern, bis Neymar seine volle Bewegungsfähigkeit wiedererlangt habe. "Er wird nicht binnen einer Woche genesen", stellte Lasmar klar, dass die WM für den Superstar vorbei ist.

Die Diagnose wurde nach Untersuchungen in einer Privatklinik gestellt, in die Neymar auf schnellstem Wege gebracht worden war. In der 86. Minute war Kolumbiens Juan Zuniga dem Brasilianer mit dem Knie in den Rücken gesprungen, der spanische Schiedsrichter Carlos Velasco hatte die Attacke nicht geahndet und Vorteil gelten lassen. Neymar krümmte sich vor Schmerzen und blieb lange liegen, ehe der Stürmer mit Tränen in den Augen und schmerzverzerrtem Gesicht hinausgetragen wurde.

Brasiliens bekanntester TV-Kommentator Galvao Bueno sprach von einer "Aggression" Zunigas und einem "kriminellen Vergehen". Der Kolumbianer versicherte aber: "Als ich da reingegangen bin, habe ich an nichts Böses gedacht. Ich wollte ihn nicht verletzen, aber unglücklicherweise ist es passiert. Ich hoffe, dass er sich mit Gottes Hilfe wieder erholt."

Zuniga sei kein schlechter Mensch, meinte Brasiliens Kapitän Thiago Silva. "Ich kenne ihn aus der italienischen Meisterschaft. Was ich aber glaube, ist, dass es leichtfertig war", sagte Silva und räumte ein: "Wir sind sehr von Neymar abhängig, Neymar macht den Unterschied bei uns aus."

Teamchef Luiz Felipe Scolari hatte sich schon bei der Pressekonferenz nach dem Spiel skeptisch gezeigt, dass Neymar für das Halbfinale am Dienstag in Belo Horizonte gegen Deutschland wieder einsatzbereit sein werde. "So wie ich es sehe, kann er nicht spielen", erklärte der 65-Jährige. "Er weinte vor Schmerzen." Scolaris schlimmste Befürchtungen wurden wenig später bestätigt.

Die Sportzeitung "Lance!" schrieb über Neymars WM-Aus: "Eine traurige Nachricht für die gesamte brasilianische Nation. ... Wir werden für ihn den Hexa holen!" Auf dem Weg zum erhofften sechsten WM-Titel ist das Ausfall von Neymar aber ein ganz bitterer Rückschlag für Brasilien, zumal auch Thiago Silva wegen seiner zweiten Gelben Karte im Halbfinale gegen Deutschland fehlt.

(Bild: Neymars Ausfall trübt Freude über Aufstieg. Bild: SN/APA (epa)/Marius Becker)

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Salzburger Ermittler forschen drei Dealer aus

Sa, 05/07/2014 - 07:59

(Von Apa.) Die zwei Oberösterreicher, 34 und 24 Jahre alt, und ein 36-jähriger Deutscher übergaben einem verdeckten Ermittler in einer Wohnung in Braunau 525 Gramm Kokain. Weitere 121 Gramm wurden sichergestellt. Das Kokain hatte einen Straßenverkaufswert von rund 65.000 Euro.

Wie die Landespolizeidirektion Salzburg heute, Samstag, bekannt gab, hatten Hinweise aus der Drogenszene die Beamten der Suchtmittelgruppe des Landeskriminalamtes Salzburg auf die Spur der Verdächtigen geführt. Das Trio soll in Salzburg und Braunau Drogenhandel betrieben haben. Die Festnahme führten Polizisten des Einsatzkommandos Cobra durch. Die Beamten entdeckten in den Wohnungen der Oberösterreicher die 121 g Kokain und noch 40 g Marihuana. Ein Teil der Drogen war im Zimmer der Kinder des 34-Jährigen versteckt.

Die Beschuldigten waren laut Exekutive nicht geständig. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ordnete die Untersuchungshaft gegen die drei Festgenommenen an. Die Polizei hat ihre Ermittlungen zu dem Fall noch nicht abgeschlossen.

(Bild: Bild: SN/polizei)

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Erste-Aktie stürzt ab: Andreas Treichl will bleiben

Sa, 05/07/2014 - 07:59

(Von Apa.) Die Erste-Aktie hatte nach der Ankündigung, heuer bis zu 1,6 Mrd. Euro Verlust zu schreiben, am Freitag bis kurz vor 14 Uhr rund 15,7 Prozent verloren. Das Index-Schwergewicht hat den ATX mit nach unten gezogen. Der Leitindex lag am Nachmittag um 3,35 Prozent unter dem Vortagesschluss.

Ungeachtet der teuren Belastung durch neue Kreditwertberichtigungen (Ungarn, Rumänien) und Firmenwertabschreibungen (Rumänien) hält der Chef der Erste Group, Andreas Treichl, an den dortigen Banktöchtern fest. "Es wird eine Zeit geben, wo sich die Aktionäre freuen, dass wir in Rumänien und Ungarn sind."Treichl: Bilanzen waren nicht zu positiv Im ORF-"Mittagsjournal" stellte Treichl heute in Abrede, dass die Bilanzen in den vergangenen Jahren zu positiv gewesen wären oder dass man sich in der Ersten das eine oder andere schöngeredet habe. "Wir haben Probleme in einigen Ländern", sagte der Banker, das werde immer wieder kommen. Es gebe eine sehr große Finanzwirtschaftskrise und es gebe auch politisch extrem schwierige Umstände, "mit denen wir nicht gerechnet haben."

Mit dem jetzigen drastischen Kehraus hat die Erste nach eigenen Angaben so viel vorgesorgt, "dass wir alle Ausfälle abdecken können" und womit man sicher stelle, "dass wir auch bei schwacher wirtschaftlicher Entwicklung Gewinne erwirtschaften". "Was wir jetzt machen, muss man sich auch leisten können." Treichl sieht sein Haus auch "völlig ausreichend kapitalisiert." Ab 2015 werde es "gute Jahre" geben. Für einen Rückzug von der Bankspitze sieht er keinen Anlass, wie er auf Nachfrage unterstrich.Wiener Börse weiter tief im Minus Die Wiener Börse ist am Freitagnachmittag weiter tief im Minus gesteckt. Der ATX notierte um 14.15 Uhr mit 2.451,85 Punkten und einem Abschlag von 84,97 Punkten bzw. 3,35 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,05 Prozent, FTSE/London =0,00 Prozent und CAC-40/Paris -0,08 Prozent.

Nach unten gezogen wurde die Börse von den massiven Kurseinbrüchen der Erste Group-Aktie. Gegen 14.15 Uhr hielt die Erste mit einem Minus von 15,70 Prozent bei 19,65 Euro. Gut 70 Prozent des Umsatzvolumens an der Börse entfiel bis dato auf den Handel mit Erste-Aktien.

Die Erste Group hatte am Vorabend nach Börsenschluss für heuer einen drastischen Verlust von bis zu 1,6 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Eine Dividende wird es für das laufende Jahr nicht geben, sagte Erste-Chef Andreas Treichl. Frisches Kapital muss aber auch nicht aufgestellt werden.

(Bild: Erste-Group-Chef Andreas Treichl. Bild: SN/APA (Techt)/HANS KLAUS TECHT)

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Krisentreffen über Waffenruhe in der Ostukraine

Sa, 05/07/2014 - 07:55

(Von Apa/dpa.) Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko schloss eine erneute einseitige Waffenruhe im Kampf gegen prorussische Separatisten aus. Einen Dialog könne es nur geben, wenn alle Konfliktparteien gleichermaßen die Bedingungen dafür einhalten würden, sagte Poroschenko nach Beratungen mit den Fraktionsvorsitzenden des ukrainischen Parlaments in Kiew.

Die prorussischen Separatisten zogen sich indes nach Angaben der ukrainischen Regierung weitgehend aus ihrer Hochburg Slawjansk zurück. Rebellen-Kommandant Igor Strelkow und ein "Großteil" der aufständischen Kämpfer seien nach Geheimdienstinformationen von Samstag aus der Stadt im Osten des Landes geflohen, erklärte Innenminister Arsen Awakow auf Facebook.

Strelkow hatte sich am Freitag an die Regierung in Moskau gewandt und gewarnt, seine Milizen könnten die Anfang April eroberte Stadt ohne russische Hilfe nicht mehr lange halten. Die Regierungstruppen hatten ihre Offensive in der Ostukraine nach dem Ablauf einer einseitigen Waffenruhe am Dienstag wieder aufgenommen.

Russland begann ungeachtet internationaler Friedensbemühungen mit einem Großmanöver in unmittelbarer Nähe der Krisenregion. Im Schwarzen Meer seien etwa 20 Kriegsschiffe sowie Jagdbomber vom Typ Suchoi Su-24 und Kampfhubschrauber im Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag mit. Auch Tests von Marschflugkörpern seien geplant.

Nach dem umstrittenen Anschluss der Schwarzmeerhalbinsel Krim an Russland dürfte die Übung für neue Spannungen sorgen. In der Nähe des Manövers liegen etwa die ukrainischen Hafenstädte Odessa und Mariupol, in denen es in dem Konflikt blutige Zusammenstöße gegeben hatte. Auch die NATO hält Seemanöver im Schwarzen Meer ab.

Parallel zum Ringen um eine Waffenruhe kamen bei Gefechten erneut zahlreiche Menschen ums Leben. Durch Luftschläge und Artilleriefeuer seien sechs Stellungen prorussischer Separatisten zerstört worden, teilte ein Sprecher des "Anti-Terror-Einsatzes" in Kiew mit. Der Ort Nikolajewka sei von den Truppen eingeschlossen. Mindestens 150 Aufständische seien getötet worden. Auch zwei Soldaten seien ums Leben gekommen, vier weitere seien verletzt worden, hieß es.

(Bild: Kein Ende der Gewalt in der Ukraine. Bild: SN/APA (EPA)/STRINGER)

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Stromausfall beim Konzert der Pet Shop Boys in Wien

Sa, 05/07/2014 - 07:09

(Von Apa.) Die Routiniers ließen sich von der mehrminütigen Zwangspause jedoch nicht dauerhaft irritieren, hatten sie zu diesem Zeitpunkt doch ihr Publikum bereits gänzlich in der Hand. Am Anfang war das Licht gestanden - die Show der Pet Shop Boys ist angesichts des flackernden Spotgewitters nichts für Epileptiker. Aber wer zu einem der Konzerte des britischen Duos kommt, weiß, worauf er sich einzustellen hat, sind die Pet Shop Boys mit über 100 Millionen verkaufter Tonträger doch alte Hasen im Geschäft.

Während Neil Tennant, der am Donnerstag 60. Geburtstag feiert, mit seiner charakteristisch nasalen Stimme singt, spielt sein 54-jähriger Partner Chris Lowe kommentarlos Keyboard. Doch die beiden haben um sich herum eine durchchoreografierte Show konzipiert, die bewusst die Künstlichkeit in den Vordergrund stellt - hier geht es nicht um den "authentischen" Künstler, der ausgiebig mit dem Publikum quatscht und unplugged seine Nummern zum Besten gibt. Während zwei Tänzer im fliegenden Wechsel der Outfits die Bühne dynamisieren, erscheinen auch die beiden Hauptprotagonisten mal als Flaschenbürste, mit einer Discokugel am Kopf oder mit Stierhörnern.

War ihr voriges Album "Elysium" noch lyrisch-melodischer, setzen die Pet Shop Boys mit ihrer aktuellen Platte "Electric" auf tiefere Bässe und schnellere Beats - der Dancefloor hat sie wieder. Und so standen am Anfang auch in der Staatsoper Nummern aus "Electric", mit denen die Briten phasenweise frappant an Kraftwerk erinnern. Das mit einem Motiv des Komponisten Michael Nyman konzipierte "Love is a bourgeoise construct" sorgte dann als erster Höhepunkt für Bewegung im Publikum. Überhaupt betätigen sich die selbst oft gecoverten Pet Shop Boys diesesmal als Remixer, kommen doch auch Strawinskis "Sacre du printemps" oder Bernsteins "Somewhere" aus der "West Side Story" zu Ehren, während für die Nummer "Thursday" der Rapper Example via Videozuspielung als Duettpartner für Tennant fungiert.

Die Zuschauer in der Staatsoper endgültig von den Sitzen riss dann aber selbstredend mit "Suburbia" der erste Oldie des Abends. Und die Menge konnte gleich stehen bleiben, ließen die Pet Shopler doch von "West End Girls" über "Always on my Mind" bis zu "Go West" keinen der alten Hits aus - inklusive "It's a Sin", für das sie sich auch vom Stromausfall nicht dauerhaft bremsen ließen.

Am Ende dieses alle Sinne ansprechenden Gesamtkunstwerks geht dann ein Konfettiregen auf die Menge nieder und die Disco ist vorüber. Und die beiden Veteranen des Pop haben die Gewissheit, den breiten Orchestergraben als Barriere zwischen sich und den Zuschauer mühelos überwunden zu haben.

(Bild: Multimediale Show in der Staatsoper. Bild: SN/APA/HERBERT PFARRHOFER)

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Weiter Krawalle in Ostjerusalem - Angriffe auf Gazastreifen

Sa, 05/07/2014 - 06:23

(Von Dpa.) Nach der Beerdigung eines arabischen mutmaßlichen Rachemordopfers sind die Unruhen in Ostjerusalem in der Nacht zum Samstag weitergegangen. Hoffnungen richteten sich auf eine mögliche Vermittlung zwischen Israel und der palästinensischen Hamas durch Ägypten.

Laut israelischen Medienberichten kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei. Maskierte Palästinenser warfen Steine und Molotowcocktails. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.Unruhige NachtDie Krawalle griffen in der Nacht auf andere Orte über. Es habe Festnahmen und Leichtverletzte gegeben, berichtete die Zeitung "Haaretz" online am Samstagmorgen. Der junge Araber war nach dem Bekanntwerden der Ermordung dreier jüdischer Jugendlicher tot aufgefunden worden.

Am Freitag hatten militante Palästinenser nach Militärangaben mindestens 18 Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Am frühen Samstagmorgen schlug erneut eine Rakete in Israel ein. Sie habe keinen Schaden angerichtete, berichtete "Haaretz". Die Luftwaffe habe einen Angriff auf Chan Junis im Gazastreifen geflogen.

In den Medien kursierten Berichte über eine bevorstehende Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas. Die palästinensische Zeitung "Al-Quds" berichtete, Hamas und Israel hätten sich unter ägyptischer Vermittlung auf einen Stopp der Angriffe binnen 72 Stunden geeinigt. Hamas bestehe darauf, dass beide Seiten die Angriffe gleichzeitig einstellten. Mehr Zeit zum VerhandelnDer israelische Fernsehsender Channel 10 meldete noch am Freitag, die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gebe Ägypten zusätzlich 24 Stunden Zeit zum Aushandeln der Waffenruhe. Außenminister Avigdor Lieberman nannte eine Waffenruhe jedoch "einen schweren Fehler". In der Grenzstadt Sderot sagte er: "Wir müssen diejenigen fassen, die den Terror unterstützen." Die Hamas-Führer Chaled Maschaal und Ismail Hanija nannte er "legitime Zielscheiben".

Am Freitag war im arabischen Osten Jerusalems der junge Araber beigesetzt worden, der einem Rachemord zum Opfer gefallen sein soll. Die Familie des 16-Jährigen beschuldigt israelische Siedler des Mordes. Hunderte wütende Palästinenser lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. Es gab Dutzende Verletzte. Anlass des Rachemords soll die Tötung dreier israelischer Jugendlicher gewesen sein, hinter der nach israelischen Angaben Hamas-Mitglieder stehen sollen.

(Bild: Die Lage ist angespannt Bild: SN/APA/EPA/MOHAMMED SABER)

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Polizei schnappt Fahrraddieb in Wals

Sa, 05/07/2014 - 05:37

(Von .) Vor Ort kontrollierte eine Streife der Polizei drei Männer. Es stellte sich heraus, dass ein 29-jähriger Bulgare Fahrräder zum Verkauf angeboten hatte. Im Kastenwagen fanden die Polizisten ein Mountainbike, ein Jugendrad, ein Citybike, Fahrradzubehör und Fahrradhelme. Eines der Fahrräder schien im Fahndungscomputer als gestohlen auf. Die Ermittlungen ergaben, dass der 29-jährige die Räder in Bergheim gestohlen hatte. Die Beschuldigten werden der Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt. Die Fahrräder wurden sichergestellt. Zum Fall werden noch weitere Erhebungen geführt.

(Bild: Symbolbild Bild: SN/robert ratzer)

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WM-Aus für Neymar wegen Wirbelbruchs

Sa, 05/07/2014 - 04:09

(Von Apa/ag..) Der Wirbel müsse aber fixiert werden, damit er wieder zusammenwachsen könne. "Leider wird er nicht spielen können", sagte der Artz, der von einer mehrwöchigen Erholungsphase sprach.

Der 22-Jährige Nemar war wenige Minuten vor Spielende bei einer harten Knie-Attacke des Kolumbianers Juan Zuniga am Rücken verletzt worden. Der Schiedsrichter hatte die Attacke in der 86. Minute nicht gesehen. Der vierfache Torschütze der WM wurde auf einer Trage vom Platz gebracht und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Brasiliens Teamchef Luiz Felipe Scolari hatte sich bereits unmittelbar nach dem Spiel skeptisch gezeigt, dass Neymar beim Semifinale am Dienstag dabei sein werde können. "So wie ich es sehe, kann er nicht spielen", sagte der Coach. "Er weinte vor Schmerzen." Vor dem Spital versammelten sich zahlreiche Fans, die ihm mit "Forca Neymar"-Rufen Mut zusprachen. Auch die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff meldete sich über Twitter zu Wort und sagte, dass sie auf eine Genesung Neymars hoffe.

Scolari warf nach dem beinharten Duell mit Kolumbien dem spanischen Schiedsrichter Carlos Velasco vor, bei Fouls nicht energisch genug durchgegriffen zu haben. Auch die Selecao sei nämlich "engagierter" in die Zweikämpfe gegangen als üblich, räumte der brasilianische Trainer ein. "Er hätte in bestimmten Situationen unser gewaltsames Spiel unterbinden müssen und ihr gewaltsames Spiel und vielleicht wäre es dann nicht so weit gekommen", sagte Scolari mit Blick auf das brutale Foul an Neymar.

Er glaube aber nicht, dass Zuniga in böser Absicht gehandelt habe, fügte Scolari gegenüber Medienvertretern hinzu. Der Kolumbianer habe den Spielzug unterbinden wollen, als Neymar nach einem Eckball den Ball bekommen hatte. "Ich glaube nicht, dass es absichtlich war." Zugleich beklagte er, dass der Stürmerstar schon seit drei Spielen von den jeweiligen Gegnern "gejagt" worden sei.

(Bild: Die Wirbel müssen fixiert werden, eine Operation ist aber nicht notwendig. Bild: SN/APA/EPA/KAI FOERSTERLING)

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Brasilien mit 2:1 gegen Kolumbien im WM-Halbfinale

Sa, 05/07/2014 - 04:00

(Von Apa.) Da könnte der Brasilianer Neymar fehlen, er schied in der Schlussphase nach einem Zuniga-Foul mit einer Rückenverletzung aus. Fix nicht dabei im Semifinale ist der gesperrte Thiago Silva, der nach einem Neymar-Corner den Führungstreffer erzielte (7.). Das zweite Tor steuerte mit David Luiz (69./Freistoß) ebenfalls ein Innenverteidiger bei. Neymar konnte nicht richtig glänzen, das galt aber genauso für Kolumbiens Jungstar James Rodriguez. Der 22-Jährige erzielte in der Schlussphase via Elfmeter immerhin den Anschlusstreffer der "Cafeteros" (80.) und baute damit seine Führung in der WM-Schützenliste mit Tor Nummer sechs aus.

Bei den Brasilianern rückte im Gegensatz zum Elfmeter-Achtelfinal-Krimi gegen Chile wie erwartet Paulinho für den gesperrten Luiz Gustavo ins defensive Mittelfeld. Zudem ersetzte Coach Luiz Felipe Scolari rechts in der Viererkette Dani Alves durch Maicon. Zwei Änderungen gab es auch bei den Kolumbianern. Victor Ibarbo kam im Vergleich zum 2:0 gegen Uruguay für Stürmer Jackson Martinez in die Mannschaft und Mittelfeld-Mann Fredy Guarin bekam vor Abel Aguilar den Vorzug.

Die Brasilianer hatten in einer temporeichen, rassigen ersten Hälfte deutlich mehr vom Spiel, waren auch viel gefährlicher. Der Grundstein für den Sieg wurde schnell gelegt. Nach einem Neymar-Eckball kamen mehrere Spieler beider Seiten nicht zum Kopfball, dafür drückte der am langen Eck postierte Thiago Silva den Ball etwas glücklich mit dem Knie über die Linie (7.). Der klassische Fehlstart war wahrscheinlich mit ein Grund, dass die Kolumbianer vieles schuldig blieben, nicht an ihre zuvor starken Auftritte anschließen konnten. Nur einmal kamen sie in Hälfte eins mit einem Cuadrado-Linksschuss, der knapp danebenging, einem Torerfolg nahe (11.).

Aufseiten der Brasilianer war vor allem Hulk ein Unruheherd. Der Russland-Legionär fand aber gleich zweimal seinen Meister in Kolumbien-Goalie David Ospina (20., 28.). Von Superstar Neymar war wenig zu sehen, in Minute 44 fehlte immerhin bei einem Freistoß nicht viel auf das 2:0. Nach der Pause änderte sich am Spielgeschehen vorerst nicht viel, spielerischer Glanz kam nur selten zum Vorschein. Die Kolumbianer waren gezwungen mehr für die Partie zu machen, waren mit dieser Aufgabe an diesem Abend aber größtenteils überfordert.

Ein Tor von Mario Yepes nach einem Getümmel im Strafraum wurde zudem wegen Abseits aberkannt (66.). Die Offensivabteilung des Rekord-Weltmeisters erwischte auch keinen guten Tag, deshalb mussten es die Abwehrspieler richten. David Luiz hämmerte einen Freistoß aus rund 30 Metern wuchtig genau ins Eck (69.). Die Brasilianer igelten sich daraufhin hinten ein, spannend wurde es am Ende aber trotzdem noch. Carlos Bacca wurde nach Rodriguez-Zuspiel im Strafraum von Julio Cesar gelegt. Der Brasilien-Goalie hatte Glück, sah nur Gelb und durfte damit am Platz bleiben, war gegen den Elfmeter von Rodriguez aber machtlos (80.). Der Monaco-Offensivgeist verlud den Tormann geschickt.

Die Schlussoffensive der Pekerman-Truppe blieb aber unbelohnt, das Viertelfinale bleibt damit der größte Erfolg in der Verbands-Geschichte. Die Brasilianer zogen hingegen nach zwei Viertelfinal-Pleiten in Folge endlich wieder einmal in die Runde der letzten vier ein.

(Bild: David Luiz krönte tolles Spiel mit 2:0. Bild: SN/APA (epa)/MAURICIO DUENAS)

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Dämmstoff Altpapier: Die Zeitung wärmt

Sa, 05/07/2014 - 03:02

(Von Anton Prlic, ROBERT MAYER.) Das Haus in Bayerisch Gmain ist schon in die Jahre gekommen. Sebastian und Barbara Loder haben das kleine Gebäude mit Blick auf das Lattengebirge heuer gekauft. Bis sie es schließlich beziehen können, liegt noch viel Arbeit vor den beiden. "Wir haben schon überlegt, ob wir das Haus nicht abreißen sollen und ein neues hinstellen", sagt Barabara Loder. Stil und Aufteilung des alten Häuschens habe den beiden aber gefallen - jetzt wird renoviert. An diesem Tag steht ein großer Lkw in der Einfahrt. Er bringt das in handlichen Paketen verpackte Dämmmaterial für das Haus. Das Besondere an dem Inhalt: Die graue Masse waren einmal Zeitungen. Zwei Tonnen "Salzburger Nachrichten" wurden verarbeitet, um in dem Haus als Wärmedämmung eingesetzt zu werden.

In Empfang nimmt die Pakete Martin Trummer. Er ist einer von vielen jungen Helfern, die für einige Tage bei der Renovierung helfen. Trummer ist Schüler der HLFS Ursprung. Die Arbeit hier auf der Baustelle ist Teil des praktischen Unterrichts, den die Schüler in ihrer Ausbildung absolvieren müssen. Die Idee dazu, dieses Haus mit den "Salzburger Nachrichten" zu dämmen, hatte Trummers Lehrer Konrad Steiner. "Wir versuchen in unserer Schule, Kreisläufe zu schließen", sagt Steiner. Die Firma Isocell aus Neumarkt am Wallersee erzeugt seit Jahren aus Altpapier Dämmstoff. Konrad Steiners Plan war es nicht nur, alte Zeitungen in Form von Dämmmaterial einer neuen Verwendung zuzuführen. Wenn in 20 bis 30 Jahren eine neue Dämmung benötigt wird, kann der Zellstoff weiter als Dünger verwendet werden. "Und darauf wachsen wieder neue Bäume und neues Papier kann hergestellt werden", sagt Steiner.

Die alten Zeitungen werden bei einer Tochterfirma von Isocell im steirischen Hartberg gesammelt. Hierher müssen die ausrangierten "Salzburger Nachrichten" gebracht werden, um zur Dämmwolle verarbeitet zu werden. Meterhoch stapeln sich im Lager die Zeitungen. Ein Bagger schaufelt das Papier in einen Schredder. Dann kommt es in eine Mühle. Dort wird das Papier aufgefasert, damit es eine wollige Struktur bekommt. "Gute Wärmedämmung muss weich sein und viel Luft einschließen", sagt Konrad Steiner. Die Dämmwerte der aus Zeitungen gewonnenen Zellulose seien perfekt. In Hartberg kommt schließlich noch Borsalz in den Zellstoff. Das Salz dient als Brandhemmstoff. Der Zellstoff brennt nach der Bearbeitung nicht mehr, sondern verkohlt nur noch.

"Borsalz ist ein natürlicher Stoff, der auch später bei der Verrottung kein Problem darstellt", sagt Steiner. In Pakete verpackt kommt das Dämmmaterial dann zu den Baustellen. Diese Pakete öffnet nun Martin Trummer. Den Inhalt kippt er in einen Zerkleinerer, der im Laderaum des Lkw steht. Angeschlossen an das Gerät ist ein Schlauchsystem, über das der Dämmstoff direkt unter das Dach geblasen wird. Zuvor haben Steiners Schüler gemeinsam mit Professionisten die Dachkonstruktion vorbereitet. Unter den Dachbalken befestigten sie Holzplatten, um einen Hohlraum entstehen zu lassen. Ganz besonders wichtig sei es, danach alle Fugen abzudichten, erklärt Konrad Steiner. "Wir müssen verhindern, dass im Winter Dampf an den Stellen eintritt, die Zellulose feucht wird und Schimmel entsteht." Die groben Fugen werden dabei mit Klebeband abgedichtet, am Rand zur Mauer verwenden die Arbeiter eine Spezialdichtmasse, um alle Öffnungen zu verschließen. Jetzt wird das Gebläse eingeschaltet, das Dach wird gedämmt.

(Bild: Eine steirische Firma fasert die Zeitungen auf, in Pakete verpackt kommt dieser Dämmstoff an die Baustellen. Bild: SN/riebler)

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