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Aktualisiert: vor 1 Stunde 23 Minuten

Staatsanwalt ermittelt gegen Zeller Bezirkshauptfrau

Fr, 12/09/2014 - 17:28

(Von Apa.) Ermittelt werde wegen des Verdachtes des Amtsmissbrauchs und der Vorteilsannahme, sagte WKStA-Sprecherin Carmen Prior am Freitag.

Das Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) sei mit den Erhebungen beauftragt worden, erklärte die Oberstaatsanwältin. Das Land Salzburg hatte im August eine Sachverhaltsdarstellung der Staatsanwaltschaft übermittelt, nachdem Drexler wegen des Erwerbs und der Nutzung ihres Dienstfahrzeuges in Kritik geraten war.

Zudem wurde Anfang Juli bekannt, dass in der Bezirkshauptmannschaft Zell am See offenbar zahlreiche Strafverfahren unerledigt liegen geblieben seien und dadurch offenbar mehrere 100.000 Euro an Forderungen offen stünden. Auch der Strafamtsleiter wurde im August suspendiert. Gegen ihn und Drexler wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet, das im Falle Drexlers bis zur Klärung des strafrechtlichen Verdachtes unterbrochen wurde. Kämpfen um die Posten Die beiden Betroffenen bestritten alle gegen sie erhobenen Vorwürfe und kündigten Rechtsmittel gegen die Suspendierung an. In der Beschwerde an den Landesverwaltungsgerichtshof erklärte der Rechtsanwalt der Bezirkshauptfrau, Ulrich Sinnißbichler, dass in dem Suspendierungsbescheid die 25-seitige Stellungnahme seiner Mandantin "völlig unberücksichtigt" geblieben sei. Darin sei mit Urkunden belegt worden, dass bezüglich des Dienstautos "die Fahrtenbücher wiederholt geprüft wurden, u.a. von der damaligen Landeshauptfrau, vom Landesamtsdirektor und vom Rechnungshof. Die Führung des Fahrtenbuches blieb ebenso unbeanstandet wie die bis zuletzt gleichgeartete Nutzung des Dienstfahrzeuges. Eine widmungswidrige Nutzung ist ausgeschlossen".

Ebenso sei in der Stellungnahme Drexlers der urkundliche Nachweis erbracht worden, dass Vorführwagen zu fahren kein Privileg einer Bezirkshauptfrau sei, sondern eine allgemein übliche Praxis im Autohandel darstelle, die jedermann zugänglich sei, erläuterte der Rechtsanwalt. Frage zum Gebrauch des Dienstwagens Das Land Salzburg hatte den Dienstwagen Drexlers mit einem Kilometerstand von rund 10.200 gekauft. Zu diesem Zeitpunkt habe die Bezirkshauptfrau den Audi schon drei Monate als Vorführwagen gefahren, wurde ihr angelastet. Dadurch sei der Richtpreis von 35.000 Euro, der für Dienstwagen bei Bezirkshauptleuten gelte, unterschritten worden. Zuvor sei ein Autohaus Eigentümer des Vorführwagens gewesen, die Tankkosten aber habe das Land bezahlt. Die Landesamtsdirektion ortete in der Sachverhaltsdarstellung an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft den Verdacht einer strafbaren Handlung.

Die Aussage im Suspendierungsbescheid, dass die Suspendierung auch im finanziellen Interesse des Landes sei, empfinde seine Mandantin als Kränkung, erklärte Rechtsanwalt Sinnißbichler in der Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht. Drexler habe dem Land "über ca. 15 Jahre zum Beispiel einen Chauffeur erspart", so der Anwalt. Dem weiteren Vorwurf der Vernachlässigung der Aufsichtspflicht werde ebenfalls massiv widersprochen, betonte Sinnißbichler. "Die ergänzend mit der Beschwerde vorgelegten Unterlagen und Protokolle belegen, dass in der Gruppe 'Verkehr und Strafen' seitens der Bezirkshauptfrau sehr wohl pflichtgemäß gehandelt wurde."

(Bild: Die suspendierte Bezirkshauptfrau Rosmarie Drexler. Bild: SN/sw)

Kategorien: News

Imperium schlägt zurück: Russland will Sanktionen nicht hinnehmen

Fr, 12/09/2014 - 16:54

(Von Dpa.) Trotz Moskaus Warnungen vor einem "Bumerang-Effekt" bestrafen die EU und die USA russische Energiefirmen und Politiker. Kremlchef Wladimir Putin beteuert wiederholt, er tue alles Mögliche für Frieden in der Ostukraine. Doch dem Westen ist das zu wenig. Nun drohen russische Gegenmaßnahmen. Einige Fragen im Überblick:

Wie wird Russland auf die neuen Sanktionen von EU und USA reagieren?

Die Russen lassen unter Druck nicht gern mit sich reden. Sie halten die Strafmaßnahmen für unrechtmäßig und haben den Westen immer wieder vor einem "Bumerang-Effekt" gewarnt. Aus russischer Sicht schaden die EU und die USA auch ihrer eigenen Wirtschaft. Details dazu, mit welchen Sanktionen Russland genau antwortet, waren zunächst nicht bekannt. Die Rede ist in Moskau von einem Importstopp für westliche Autos und einem möglichen Überflugverbot. Westliche Fluggesellschaften müssten dann auf dem Weg nach Süd- und Ostasien das größte Land der Erde umfliegen. Längere Wege verursachen höhere Kosten - wohl auch eine Verteuerung der Flugtickets.

Dreht Russland aus Ärger über die Eskalation Europa den Gashahn zu?

Vor allem die Ukraine schürt solche Ängste vor einem russischen Gaslieferstopp, um Moskau international als unzuverlässig hinzustellen. Russland hat aber immer wieder betont, ein zuverlässiger Energielieferant für die EU zu sein. Auch als es zu Sowjetzeiten im Kalten Krieg schwere Spannungen mit dem Westen gab, lieferte Moskau stets sein Gas. Die Russen haben zudem großes Interesse an stabilen Lieferbeziehungen. Deshalb haben sie auch angesichts früherer Konflikte mit der Ukraine die Ostseepipeline Nord Stream gebaut, um die Versorgung der EU zu sichern. Die Russen hängen von den Milliardeneinkünften aus dem Gasverkauf ab.

Wie hart treffen die neuen Sanktionen Moskau?

Auch im Kreml schätzen leitende Funktionäre die Sanktionen als zerstörerisch ein. Kremlchef Putin selbst spricht nur von Schäden für seine Wirtschaft. Der Rubel schwächelt. Vor allem ist aber das Investitionsklima getrübt. Es herrscht aber die Meinung vor: "Was uns nicht umbringt, macht uns stärker." So versucht Russland etwa, seit dem Importstopp für westliche Lebensmittel seine eigene Landwirtschaft zu stärken. Auch ein Einfuhrverbot für Autos dürfte im Sinne Putins sein. Er sieht es ohnehin lieber, wenn die Russen sich in einen Lada setzen - statt im importierten Westauto herumzufahren.

Was sagen die betroffenen russischen Firmen zu den neuen Sanktionen?

Sie geben sich betont gelassen. "Das stört unser laufendes Geschäft nicht", meint etwa der Rüstungskonzern Oboronprom. Schäden richten die Strafmaßnahmen aber doch an. So musste Russlands größter Ölkonzern Rosneft die Regierung um Milliardenhilfen bitten. Der Westen hofft, dass sich die Stimmung in der russischen Wirtschaft so weit eintrübt, dass die Konzernbosse den Kreml politisch unter Druck setzen. Zuletzt beschloss die Führung in Moskau Subventionen für die Landwirtschaft, um Teuerungen zu verhindern. Die Vereinigung Europäischer Unternehmen (AEB) in Moskau befürchtet bleibende Schäden und fordert alle Seiten auf, eine politische Lösung zu finden.

Können die Sanktionen den Ukraine-Konflikt lösen?

Aus russischer Sicht können die Strafmaßnahmen die Krise nicht beilegen. Im Gegenteil. Die Russen warnen davor, dass die Sanktionen in der ohnehin explosiven Stimmung um den Ukraine-Konflikt nur neue Zündelei seien. Trotz aller Härten für die eigene Wirtschaft will Russland zeigen, dass es sich vom Westen nicht steuern lässt. Frieden in der Ukraine, so betont Kremlchef Putin, ist nur über Verhandlungen der prowestlichen Führung in Kiew mit den prorussischen Separatisten zu erwarten. Der Präsident unternimmt aber inzwischen einige Anstrengungen, sich als Friedensstifter zu inszenieren. Er will am Ende als Sieger dastehen - und das kann er nicht, indem er sich von den Sanktionen des Westens geschlagen gibt.

Welche Unternehmen sanktioniert werden Im Folgenden ein Überblick, welche Unternehmen und Personen von der Europäischen Union sanktioniert werden. Die großen Energie- und Rüstungsunternehmen dürfen sich ab sofort nicht mehr an den Finanzmärkten der EU Kapital besorgen. Ihre Wertpapiere mit einer Laufzeit von mehr als 30 Tagen dürfen nicht mehr gehandelt werden. Bei den Energieunternehmen trifft dies die Ölkonzerne Rosneft und Transneft sowie Gazprom Neft, die Ölsparte des staatlich kontrollierten Energieriesen Gazprom. Bei den Rüstungsunternehmen stehen der Hubschrauberproduzent OPK Oboronprom, der Kampfflugzeughersteller United Aircraft Corporation und der Panzerhersteller Uralvagonzavod im Visier.

Zu den Maßnahmen gehören auch Einreiseverbote für 24 prominente Separatistenführer in der Ostukraine und russische Politiker. Zu ihnen gehören die Chef-Separatisten Alexander Sachartschenko, Wladimir Kononow und Miroslaw Rudenko. Der ultranationalistische russische Duma-Abgeordnete Wladimir Schirinowski ist einer von mehreren prominenten Moskauer Politikern, der nicht mehr in die EU einreisen darf und dessen Konten in der EU gesperrt werden.

Bei den Rüstungsunternehmen sind folgende Firmen betroffen, an sie dürfen keine zivil-militärische Produkte aus der EU mehr geliefert werden:- JSC Sirius (Optoelektronik für zivile und militärische Zwecke)
- OJSC Stankoinstrument (Maschinenbau für zivile und militärische Zwecke)
- OAO JSC Chemcomposite (Materialien für zivile und militärische Zwecke)
- JSC Kalashnikov (Kleinwaffen)
- JSC Tula Arms Plant (Waffensysteme)
- NPK Technologii Maschinostrojenija (Munition)
- OAO Wysokototschnye Kompleksi (Flugabwehr- und Panzerabwehrsysteme)
- OAO Almaz Antey (staatseigenes Unternehmen; Waffen, Munition, Forschung)
- OAO NPO Bazalt (staatseigenes Unternehmen, Herstellung von Maschinen zur Herstellung von Waffen und Munition)Folgende 24 russische Personen bzw. pro-russische Separatisten in der Ukraine werden mit einem Einreisebann in die EU belegt, ihr Vermögen in der Europäischen Union wird eingefroren:- Alexander ZAKHARCHENKO: Seit dem 7. August Nachfolger von Alexander Borodai als "Premierminister" der "Volksrepublik Donezk"
- Vladimir KONONOV/ alias "Tsar": Seit dem 14. August Nachfolger von Igor Strelkov/Girkin als "Verteidigungsminister" der "Volksrepublik Donezk"
- Miroslav Vladimirovich RUDENKO: Befehlshaber der Volksmiliz des Donezkbeckens
- Gennadiy Nikolaiovych TSYPKALOV: Nachfolger von Marat Bashirov als "Premierminister" der "Volksrepublik Lugansk"
- Andrey Yurevich PINCHUK: "Minister für Staatssicherheit" der "Volksrepublik Donezk"
- Oleg BEREZA: "Innenminister" der "Volksrepublik Donezk"
- Andrei Nikolaevich RODKIN: Vertreter in Moskau der "Volksrepublik Donezk"
- Aleksandr KARAMAN: "Stellvertretender Premierminister für Soziales" der "Volksrepublik Donezk"
- Georgiy L'vovich MURADOV: "Stellvertrender Premierminister" der Krim und generalbevollmächtigter Vertreter der Krim bei Präsident Putin
- Mikhail Sergeyevich SHEREMET: "Erster stellvertretender Premierminister" der Krim
- Yuri Leonidovich VOROBIOV: Stellvertretender Vorsitzender des Föderationsrates der Russischen Föderation
- Vladimir Volfovich SCHIRINOWSKI: Mitglied des Rates der Staatsduma; Vorsitzender der LDPR-Partei
- Vladimir Abdualiyevich VASILYEV: Stellvertretender Vorsitzender der Staatsduma
- Viktor Petrovich VODOLATSKY: Vorsitzender ("Ataman") der Vereinigung der russischen und ausländischen kosakischen Streitkräfte und Abgeordneter der Staatsduma
- Leonid Ivanovich KALASHNIKOV: Erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses der Staatsduma für auswärtige Angelegenheiten
- Vladimir Stepanovich NIKITIN: Erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses der Staatsduma für die Beziehungen zu den GUS-Staaten, Eurasische Integration und Verbindungen zu Landsleuten
- Oleg Vladimirovich LEBEDEV: Erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses der Staatsduma für die Beziehungen zu den GUS-Staaten, Eurasische Integration und Verbindungen zu Landsleuten
- Ivan Ivanovich MELNIKOV: Erster stellvertretender Vorsitzender der Staatsduma
- Igor Vladimirovich LEBEDEV: Stellvertretender Vorsitzender der Staatsduma
- Nikolai Vladimirovich LEVICHEV: Stellvertretender Vorsitzender der Staatsduma
- Svetlana Sergeevna ZHUROVA: Erste stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses der Staatsduma für auswärtige Angelegenheiten
- Aleksey Vasilevich NAUMETS: Generalmajor der Russischen Armee
- Sergey Viktorovich CHEMEZOV: einer der engen Vertrauten Präsident Putins
- Alexander Mikhailovich BABAKOV: Abgeordneter der Staatsduma, Vorsitzender der Kommission der Staatsduma für Rechtsvorschriften für die Entwicklung des militärisch- industriellen Komplexes der Russischen Föderation

(Bild: Russland droht mit Gegenreaktionen. Bild: SN/AP)

Kategorien: News

U2: Aufregung um Apple-Geschenk übertönt die Musik

Fr, 12/09/2014 - 16:11

(Von Apa/dpa.) Denn der Konzern schenkte "Songs of Innocence" nicht einfach nur einer halben Milliarde seiner Kunden, sondern platzierte es auch noch ungefragt in ihren Mediatheken, egal ob sie U2 überhaupt mögen oder nicht.

Bei vielen Kunden hinterließ die Zwangsbeglückung einen fahlen Beigeschmack. "Ein Geschenk, das an der Haustür liegt, ist eine Sache. Ein Geschenk, das man im Haus hinterlässt, nachdem man sich selbst Zutritt verschafft hat, etwas ganz anderes", fasste das amerikanische Technologieblog "Recode" die Stimmung zusammen. Das Internet wolle deshalb gern wissen, wo es das Apple-Präsent zurückgeben kann.

Ein solcher Direktvertrieb wirkt auf den ersten Blick wie ein Traum für jeden Musiker. Man muss nicht mehr um die Hörer werben, sie wachen einfach mit dem Album auf ihren Geräten auf. Doch die Rock-Veteranen von U2 müssen jetzt auch feststellen, dass sie ihr jüngstes Werk untrennbar mit der Aktion und Apple verknüpft haben. Abgesehen davon, dass die Musik in den Hintergrund gerückt ist, färben die negativen Reaktionen vielleicht auch auf die Wahrnehmung der Songs ab?

"Songs of Innocence" klingt ein wenig so, als habe die Band sich nach über 30 Jahren im Geschäft viel Mühe gegeben, allen 500 Millionen Apple-Kunden zu gefallen. Für alte Fans gibt es die typischen Gitarren-Riffs, für jüngere Hörer wurden von angesagten Produzenten elektronische Klänge eingeflochten - und das alles in einem satten Hochglanz-Sound.

"Geschenkt ist noch zu teuer. Wer das neue Album der Pop-Superstars U2 in seiner iTunes-Mediathek findet, kann es ungehört löschen", urteilte der "Musikexpress". In der Online-Rezension des deutschen Pop-Musikfachblattes hieß es weiter: "Dass U2 ein weiteres belangloses Album aufgenommen haben, wäre nicht so schlimm. Der wahre Affront besteht darin, dass wir ihre 'Songs Of Innocence' in den nächsten Monaten nicht nur übers Radio um die Ohren gehauen bekommen werden, sondern dass sie sich auf perfide Art und Weise auf unsere Festplatten geschlichen haben."

Trotz der gewaltigen Zahl von 500 Millionen potenzieller Hörer wird "Songs of Innocence" zunächst kein Chartstürmer sein. Bis Mitte Oktober wird das Album nur an Apple-Kunden verschenkt und soll deshalb nicht berücksichtigt werden. Damit andere Anbieter danach auch noch das neue U2-Werk verkaufen können, bekommen sie vom Musikkonzern Universal eine ausgebaute Version mit mehreren Live-Songs. Zugleich machten sich einige in der Musikbranche Sorgen, dass der Präzedenzfall den Wert von Musik in den Augen der Käufer schmälern könnte. "Ich bin mir nicht sicher, dass diese Gratis-Aktion gut für das Geschäft ist", sagte ein ranghoher Manager dem Fachblatt "Billboard".

(Bild: Nicht jeder freute sich über "Songs of Innocence". Bild: SN/APA (Archiv/epa)/MONICA DAVEY)

Kategorien: News

OMV bekommt mehr als genug Gas aus Russland

Fr, 12/09/2014 - 16:10

(Von Apa.) Im Ö1-"Morgenjournal" sprach OMV-Sprecher Lechner am Freitag von einer "für die Saison üblichen Schwankungsbreite". Es brauche sich niemand Sorgen machen, dass der Gasherd kalt bleibe. "Wir haben in Österreich ein Speicherniveau von über 90 Prozent der Kapazität von 8 Mrd. Kubikmetern. Das heißt, die Speicher der OMV sind zu fast 100 Prozent gefüllt", erklärt Lechner. Damit komme man eine ganze Weile aus, Österreichs Jahresbedarf an Gas betrage ebenfalls rund 8 Mrd. Kubikmeter.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sprach im Ö1-"Mittagsjournal" von saisonal erklärbaren Schwankungen bei den Gaslieferungen - an einen Zufall glaubt er aber auch nicht. Die Versorgungslage in Österreich sieht er nicht gefährdet: "Wir gehen davon aus, dass wir über die drei Monate hinaus, die wir im Gesetz stehen haben, unsere Versorgung sicherstellen können."

Auch nach Ansicht des Leiters der Gasabteilung beim Energieregulator E-Control, Bernhard Painz, sind die geringeren Gaslieferungen "Null Thema für die Versorgungslage". Nach Auskunft der E-Control ist es heute neuerlich zu einer Liefereinschränkung um 15 Prozent gekommen. Die Gasspeicher in Österreich seien jedoch nahezu voll, betonte E-Control-Vorstand Walter Boltz in einer Aussendung. "Das ist eine sehr gute Ausgangslage für den kommenden Winter."

Um wie viel Gazprom seine Gaslieferungen in den Westen tatsächlich reduziert hat, ist nicht ganz klar - dazu machten weder die OMV noch die Energieregulierungsbehörde E-Control genauere Angaben. Auch die Aussagen des polnischen Gaskonzern PGNiG, wonach die Lieferkürzung am Mittwoch 45 Prozent betragen habe, bezieht sich nur auf die gegenüber den Vortagen erhöhte Bestellmenge, sagt aber nur bedingt etwas über die tatsächliche Liefermenge aus.

Gazprom-Sprecher Sergej Kuprianow hatte verminderten Lieferungen an mehrere europäische Länder - darunter auch Deutschland, die Slowakei und Österreich - damit begründet, dass Gazprom seine unterirdischen Gasspeicher in Russland aufgefüllt habe. Beobachter halten es aber für plausibel, dass Russland verhindern will, dass die Ukraine auf dem Umweg über Polen oder andere Länder mit russischem Gas versorgt wird.

(Bild: OMV beruhigt die Bevölkerung. Bild: SN/APA (Archiv/Jäger)/ROBERT JAEGER)

Kategorien: News

Flug MH17 vermutlich von Abwehrrakete abgeschossen

Fr, 12/09/2014 - 16:09

(Von Apa/dpa.) Von den 500 Spuren, die die Sonderkommission sichergestellt habe, konzentrierten sich die Ermittlungen auf 25 Metallteile, die an Opfern und Gepäckstücken gefunden worden seien. Zurzeit werde überprüft, ob diese von dem Flugzeug stammten oder von einer Rakete, sagte Polizeichefin Patricia Zorko.

Die Maschine der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur am 17. Juli über der Ostukraine abgestürzt. 298 Menschen wurden getötet, die meisten davon waren Niederländer.

Der niederländische Sicherheitsrat, der die Ursachenuntersuchung leitet, hat technisches oder menschliches Versagen ausgeschlossen. Die Boeing war nach einem ersten Bericht der Experten durch zahlreiche Objekte von außen durchlöchert worden und noch in der Luft auseinandergebrochen. Westliche Staaten gehen davon aus, dass prorussische Rebellen die Maschine mit einer mobilen Boden-Luft-Rakete abgeschossen haben.

Die Sonderkommission untersucht nach eigenen Angaben auch abgehörte Telefongespräche, die prorussische Rebellen am Tag des Unglücks geführt haben sollen. Dabei sollen sie den Abschuss der Maschine zugegeben haben. Außerdem würden rund 20.000 Fotos, 750 Videos sowie etwa 350 Millionen Internetseiten nach möglichem Beweismaterial durchforstet.

"Es ist klar, dass es nicht einfach wird," sagte Westerbeke, der die internationalen Ermittlungen leitet, "aber ich erwarte, dass wir sehr weit kommen." Sobald die Sicherheitslage es zulasse, sollen Ermittler auch die Absturzstelle untersuchen.

(Bild: Die Vermutungung verdichten sich. Bild: SN/APA (Archiv/epa)/Anastasia Vlaso)

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WAC greift gegen Red Bull Salzburg nach Tabellenführung

Fr, 12/09/2014 - 16:07

(Von Apa.) Mit einem Sieg am Sonntag (16.30 Uhr/live ORF eins und Sky) im Klagenfurter Wörthersee-Stadion wären die Wolfsberger Tabellenführer der Fußball-Bundesliga - und das als erste Kärntner Mannschaft überhaupt.

20.000 Zuseher erwartetBis Freitagmittag waren für die Partie in der EM-Arena rund 14.000 Karten abgesetzt, die Veranstalter hoffen auf bis zu 20.000 Besucher. Ihnen soll laut WAC-Trainer Dietmar Kühbauer eine tolle Show geboten werden. "Es geht um die Tabellenführung, und wir werden alles daran setzen, um das zu schaffen", erklärte der Burgenländer, betonte aber im selben Atemzug: "Die Verhältnisse sind geklärt: Wir sind krasser Außenseiter."

Seine Mannschaft hielt bisher als einziges Team mit dem Double-Gewinner Schritt. Beide Clubs schafften aus den ersten sechs Runden sechs Siege, vor der Länderspielpause setzte es allerdings überraschende Heimniederlagen. Salzburg verlor gegen Sturm Graz 2:3, der WAC musste sich Wiener Neustadt 0:1 geschlagen geben.

Die Niederlage gegen die Niederösterreicher ist für Kühbauer jedoch abgehakt, viel lieber beschäftigt sich der Burgenländer damit, wie man dem Bundesliga-Krösus ein Bein stellen könnte. "Wenn nur ein Spieler psychisch und physisch nicht auf der Höhe ist, wird es schwierig", prognostizierte der Ex-Teamspieler.

Sollten tatsächlich drei Punkte gegen die "Bullen" eingefahren werden, wird man wohl keinen völlig enthusiasmierten Kühbauer zu Gesicht bekommen. "Ein Sieg wäre schön für den Club, ganz Kärnten, die Spieler und auch für mich, aber nur eine Momentaufnahme. Das Leben würde sich nicht großartig verändern. Wir müssten auch danach so hart arbeiten wie jetzt", sagte der 43-Jährige.

Kein besonderer Heimvorteil für WACVon einem möglichen Vorteil durch die Länderspielpause - beim WAC waren in der Vorwoche praktisch alle Spieler an Bord, bei Salzburg nur vier Stammspieler (Jonatan Soriano, Alan, Andre Ramalho, Christian Schwegler) - wollte Kühbauer nichts wissen. "Wir gehen davon aus, auf die spielerisch und körperlich stärkste Salzburg-Mannschaft zu treffen." Und die jüngsten beiden Niederlagen gegen Malmö und Sturm Graz dürften bei den Salzburgern einen Jetzt-erst-recht-Effekt zur Folge haben, vermutete der WAC-Coach: "Die werden nicht an die Vergangenheit denken, sondern zeigen wollen, dass sie die beste Mannschaft sind."

Den temporären Umzug ins Wörthersee-Stadion sieht Kühbauer grundsätzlich positiv. "Vom Wirtschaftlichen her ist es sicher ein Vorteil, außerdem können dadurch mehr Fans dieses Spitzenspiel sehen." Ein echter Heimvorteil wie in der rund 8.100 Besucher fassenden Lavanttal-Arena von Wolfsberg sei allerdings nicht gegeben. "Wir kennen unser Heimstadion genau, aber in Klagenfurt haben wir gerade einmal am Samstag ein Training."

An der Vorfreude auf den Liga-Hit ändert dieser Umstand jedoch nichts. "Wir brennen darauf, in diesem Stadion vor so einer Kulisse zu spielen", meinte Kühbauer.

Salzburg will letzte Pleiten vergessen machenAuch die Salzburger sind glücklich über das Wiedersehen mit dem Wörthersee-Stadion - in der EURO-2008-Arena machten sie am 18. Mai mit dem 4:2 im Cupfinale gegen den SKN St. Pölten das Double perfekt. Allein schon deshalb freue man sich auf das Kräftemessen mit dem WAC, verriet Stefan Ilsanker und beteuerte, man habe aus den Fehlern der jüngsten beiden Niederlagen gelernt.

Laut Trainer Adi Hütter sind die Schlappen gegen Malmö und Sturm zur Gänze aufgearbeitet. "Jetzt möchten wir so schnell wie möglich wieder in die Erfolgsspur zurück." Der Vorarlberger zeigte sich überrascht davon, dass der WAC im Moment der härteste Bundesliga-Widersacher seines Teams ist. "Ich hätte eher Austria oder Rapid vorne erwartet, aber es gibt in jeder Saison ein Überraschungsteam, und diesmal dürften es die Wolfsberger sein."

Vor den Kärntnern zeigte Hütter großen Respekt. "Sie haben nach sieben Runden 18 Punkte, das zeigt, dass sie eine hohe Qualität und einen guten Lauf haben. Sie haben eine gute Moral und eine gute Mischung zwischen kompakter Defensive und Umschalten in die Offensive. Aber wenn wir unsere Top-Leistung bringen, werden wir als Sieger vom Platz gehen", vermutete der Salzburg-Trainer.

(Bild: Der Schlager der Runde steigt am Sonntag in Klagenfurt. Bild: SN/GEPA pictures)

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Fahrlässige Tötung: Schock nach mildem Pistorius-Urteil

Fr, 12/09/2014 - 16:06

(Von Apa/dpa.) Die Spannung war mit Händen zu greifen, als Richterin Thokozile Masipa ihr Urteil gegen Oscar Pistorius sprach. "Schuldig der fahrlässigen Tötung", entschied die 66-Jährige am Freitag. Für den 27-jährigen Paralympics-Star hätte der Prozess weit dramatischer ausgehen können, dennoch droht ihm im schlimmsten Fall eine langjährige Gefängnisstrafe. Der eigentliche Verlierer des Prozesses ist aber Chefankläger Gerrie Nel. Die Ausführungen der Richterin kamen einer Demontage der Staatsanwaltschaft gleich.

Richterin zweifelt Zeugen anMehrmals bezweifelte Masipa mit scharfen Worten die Glaubwürdigkeit von Zeugen der Anklage. Nel sei es zudem nicht gelungen, zweifelsfrei zu beweisen, dass Pistorius in der Nacht zum Valentinstag 2013 kaltblütig seine Freundin Reeva Steenkamp töten wollte. Nachlässig, fahrlässig habe er gehandelt - das ja. Aber ein Mörder sei er nicht. Im zum Bersten gefüllten Gerichtssaal schüttelten viele mit dem Kopf.

Die Staatsanwaltschaft sei enttäuscht, sagte der Sprecher der Behörde Nathi Mncube. "Aber erst, nachdem das Strafmaß feststeht, können wir unsere Möglichkeiten abwägen und schauen, ob es weitere Schritte geben kann." Berufung legt in Südafrika normalerweise nur die Verteidigung ein, jedoch hat auch die Anklage dazu die Möglichkeit, wenn sie einen Verfahrensfehler vermutet.

Ein Raunen geht durch den SaalBei der Bekanntgabe des Urteils ging ein Raunen durch den Saal. Pistorius wirkte gefasst und schien sich vor der Richterin zu verbeugen. Schock auf der einen Seite und Erleichterung auf der anderen, die Emotionen waren fast greifbar. Steenkamps Eltern Barry and June trugen die Entscheidung aber sehr gefasst. Der Vater verließ das Gericht schon nach wenigen Minuten mit hängenden Schultern, nachdem Nel kurz Blickkontakt mit ihm gesucht hatte - fast, als wolle er sich bei ihm für seine offensichtlich wenig brillante Leistung vor Gericht entschuldigen. Die Mutter nahm eine schluchzende Angehörige tröstend in den Arm und flüsterte ihr zu "Du musst nicht weinen! Du musst nicht weinen!"

Auch zahlreiche Südafrikaner sind wütend über die Milde der Richterin. "Das Urteil zeigt eins ganz deutlich: Wenn jemand in diesem Land Geld hat, dann steht er über dem Gesetz", ärgerte sich Jason Fernandes (33) aus Johannesburg. "Wenn Oscar so arm wäre wie alle anderen, dann wäre er des Mordes für schuldig befunden worden."

Ein schlechter Präzedenzfall?Tandi Botha (27), die vor dem Gericht in Pretoria auf das Urteil wartete, ist überzeugt, dass die Entscheidung anderen Männern eine Rechtfertigung für Gewalt an Frauen geben könnte. "Missbrauch an Frauen ist ein großes Problem in Südafrika", sagte sie verstimmt. "Jetzt können Männer ihre Freundinnen erschießen und erklären, sie hätten gedacht, es sei ein Einbrecher im Haus - und schon werden sie vom Vorwurf des Mordes freigesprochen." Das sei ein schlechter Präzedenzfall.

Pistorius hatte die Tat damit begründet, dass er im Bad einen Verbrecher vermutete und um sein Leben fürchtete. Die Richterin glaubte dieser Version, auch weil der beinamputierte Sportler selbst die Hilfskräfte alarmiert und sie angefleht hatte, Steenkamps Leben zu retten. Jedoch warf sie ihm vor, übereilt gehandelt zu haben. Statt per Handy die Sicherheitskräfte zu informieren oder vom Balkon um Hilfe zu schreien, habe er gleich zur Waffe gegriffen, monierte sie.

"Wie kann man annehmen, dass einem Schützen im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, der seine Waffe viermal hintereinander abfeuert, nicht klar gewesen sei, dass er damit einen Menschen töten kann?", schrieben die deutschen Anwälte Thomas Schulte und Erik Olaf Kraatz in einer Mitteilung. Nach deutschem Recht wäre Pistorius wegen vorsätzlicher Tötung verurteilt worden, meinen sie. Für den südafrikanischen Anwalt Keith Gess ist der Ausgang des Verfahrens "das Beste, auf das Pistorius hoffen konnte".

Bewährungsstrafe für Pistorius?Wenn er Glück hat, dann könnte der Sportler sogar nach wenigen Jahren wieder in Freiheit sein - oder gar zu einer Bewährungsstrafe verurteilt werden, meinen Experten. Seine Karriere als Sprinter ist aber wohl dennoch am Ende und sein Status als beliebtes Sportidol zerstört.

(Bild: Oscar Pistorius wurde verurteilt. Bild: SN/AP)

Kategorien: News

Die Welt verändert sich - Wie Staaten kommen und gehen

Fr, 12/09/2014 - 16:05

(Von Dpa.) Am 15. März 1939 hielt sich der britische Reiseschriftsteller Michael Winch tief im Osten Europas auf. In Uschhorod, einem Städtchen in den Karpaten, mit schönster k.u.k.-Architektur und einer ewig langen Linden-Allee. Winch war an jenem Tag viel unterwegs. Aber eigentlich hätte er nicht einmal den Fuß vor die Tür seines Hotels setzen müssen, um innerhalb von 24 Stunden in drei Ländern zu sein.

Binnen eines einzigen Tages gehörte Uschhorod zu drei verschiedenen Staaten. Zunächst zur Tschechoslowakei; dann, nach einer überhasteten Unabhängigkeitserklärung zu einem Gebilde namens Ruthenien, womit es vorübergehend sogar Hauptstadt war; und schließlich, nach dem Einmarsch von Truppen aus dem Nachbarland, zu Ungarn.

Ruthenien - obschon sofort mit Präsident, Regierung, Flagge und Hymne ausgestattet - ging als "Ein-Tages-Republik" in die Geschichte ein. Heute ist es längst vergessen vom Rest der Welt. Dabei ist seine Geschichte eigentlich ein wunderbares Beispiel dafür, wie Staaten kommen und gehen.

Der britische Historiker Norman Davies, der dazu ein Standardwerk namens "Verschwundene Reiche" zu Papier gebracht hat, meint sogar: "Alle Staaten sterben - genauso wie alle Menschen." Wer Zweifel an dieser Behauptung hat, findet gerade in Europa Beispiele genug, auch in jüngerer Zeit. Auch dafür, dass es manchmal viel, viel schneller geht als man denkt.

Noch im Sommer 1989 glaubte selbst unter den Experten kaum jemand an ein Ende der DDR. Heute wissen schon mehr als 18,5 Millionen Bundesbürger - alle, die nach der Wiedervereinigung geboren wurden - nicht mehr aus eigener Anschauung, wie das mit den beiden Deutschlands eigentlich war. Die Sowjetunion existiert seit 1991 nicht mehr. Mit der Tschechoslowakei war es 1992 vorbei, mit Jugoslawien 2006.

Von Armenien bis KosovoUnterm Strich sorgte der Zerfall des Kommunismus dafür, dass mehr als zwei Dutzend Staaten neu oder wieder entstanden, von Armenien bis Kosovo. Aber auch anderswo wurden immer noch weitere Länder in die Unabhängigkeit entlassen, wie Eritrea oder die Pazifik-Inselgruppe Palau. Jüngster selbstständiger Staat der Welt ist gegenwärtig der Südsudan, seit Juli 2011. Schottland könnte der nächste sein - wenn die Volksabstimmung am Donnerstag entsprechend ausgeht.

Schwerer hingegen tun sich Historiker und Völkerrechtler mit der Antwort auf die Frage, welches eigentlich das älteste Land auf Erden ist. Ägypten ist einer der Kandidaten - am Nil gab es schon vor fünf Jahrtausenden zumindest Formen von Staat. Ansprüche auf den Titel erheben aber auch Länder wie China, Indien oder Griechenland. Geschichte macht sich gut.

Wo und wann die drei Bedingungen zum ersten Mal erfüllt wurden, die laut Definition einen Staat ausmachen, darüber lässt sich unter Fachleuten wunderbar streiten. Was feststeht: Ein Staat ist dann ein Staat, wenn er erstens ein Gebiet hat, wenn zweitens Menschen darin leben und wenn es drittens dort auch eine Staatsgewalt gibt. Im Völkerrecht nennt man das "Drei-Elemente-Lehre". So etwas muss man nicht wissen.

Zum Allgemeingut aber gehört, dass es aktuell etwa zweihundert Länder gibt. Wie viele genau, darüber ist man sich rund um den Globus nicht so recht einig. Es hängt davon ab, wo man selbst gerade lebt. Denn zwischen Staaten gibt es die verschiedensten Gründe, jemand anders nicht anzuerkennen.

Kosovo von Serbien missachtetBekanntester Fall in Europa derzeit: die ehemalige serbische Provinz Kosovo. Der Kleinstaat wird nicht nur von Serbien missachtet, sondern auch von wichtigen EU-Ländern wie Spanien. Dort hat man Sorge, dass sich eigene Minderheiten an den Kosovaren ein Beispiel nehmen könnten. Deutschland hingegen gehörte zu den Ersten, die die Unabhängigkeit akzeptierten.

Weitere Streitfälle, nur die wichtigsten: Israel, das von vielen arabischen Ländern immer noch nicht anerkannt wird. Palästina, das bei den Vereinten Nationen zwar immer wieder von einer Mehrheit laut beklatscht wird, aber keinen Status als Vollmitglied hat. Marokko mit seinem Streit um die Sahara. Georgien mit Abchasien und Südossetien. Moldau mit Transnistrien. Aserbaidschan mit Bergkarabach. Einer der jüngsten Konfliktherde, erst seit diesem Jahr: die Ukraine mit der Krim und dem Ostteil des Landes.

Der Ukraine-Konflikt wird eines der wichtigsten Themen sein, wenn sich übernächste Woche in New York die Vereinten Nationen zu ihrer Vollversammlung treffen, eine Art Weltparlament. Genau 193 UN-Mitgliedsländer gibt es derzeit. Zum Vergleich: Der Weltfußballverband Fifa zählt bereits 209 Nationalverbände - übrigens auch Schottland.

Aber auch das sind keine zuverlässigen Zahlen dafür, wie viele Staaten genau es eigentlich gibt. Bei den UN sind als vollwertige Mitglieder zum Beispiel nicht dabei: Palästina, Nordzypern, Taiwan und der Heilige Stuhl. Manche warten auf die Anerkennung schon seit Jahrzehnten.

Nicht alles ist ein StaatAus aktuellem Anlass muss auch darauf verwiesen werden, dass natürlich nicht alles, was sich Staat nennt, auch ein Staat ist: die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), gegen die US-Präsident Barack Obama gerade eine internationale Allianz zusammenschmiedet, zum Beispiel mit Sicherheit nicht.

Und wie geht es weiter? Kann sein, dass es noch mehr Staaten werden. Kann aber auch gut sein, dass es künftig weniger sind. Die Fachzeitschrift "Foreign Policy" listet regelmäßig einen Index von "fragilen Staaten" auf - Problemstaaten, die fast schon zusammengebrochen sind. Auf der neuesten Liste stehen Südsudan, Somalia und die Zentralafrikanische Republik ganz oben.

Aber auch die großen Länder der Welt können sich nicht sicher sein, dass es sie auf ewig gibt - siehe Sowjetunion. Fachmann Norman Davies warnt: "Jeder, der glaubt, dass das Gesetz der Vergänglichkeit nicht für ihn gilt, lebt in einem Wolkenkuckucksheim." Wer also traut sich zu sagen, dass die Bundesrepublik Deutschland, so wie sie ist, für immer existieren wird?

Hier schließt sich dann der Kreis zu Uschhorod in den Karpaten. Nach jenem 15. März 1939 überstand die zwischenzeitliche Hauptstadt von Ruthenien den größten Teil des Zweiten Weltkriegs in relativer Ruhe unter Herrschaft der Ungarn. 1944 kamen die Deutschen, ein Jahr später für bald ein halbes Jahrhundert die Sowjets. Seit 1991 gehört man zur unabhängigen Ukraine. Es gibt heute vermutlich Staaten, innerhalb derer man sich über seine Zukunft sicherer sein kann.

(Bild: Wenn es bei der Volksabstimmung nächste Woche eine Mehrheit gibt, wird Schottland neuester Staat der Welt. Bild: SN/APA/EPA/ANDY RAIN)

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Österreichische Drohnen im Ukraine-Konflikt im Einsatz

Fr, 12/09/2014 - 14:51

(Von Apa.) Dazu wurde ein Vertrag mit der österreichischen Firma Schiebel geschlossen, wie die OSZE am Freitag der APA auf Nachfrage mitteilte.

"Der Camcopter ist nicht bewaffnet und wird nie bewaffnet werden. Er wurde allein entworfen und gebaut als Plattform für Aufklärung und Überwachung", so die OSZE. "Es ist das erste Mal, dass wir Technologie und Ausrüstung dieser Art in unserer Arbeit im Einsatz haben." Schiebel selbst war am Freitag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Schiebel wird ein Minimum von zwei unbewaffneten und unbemannten Fluggeräten (UAV) zusammen mit einer Steuerstation plus sechs Bedienern und drei technischen Betreuern zur Verfügung stellen. Die vollen Kosten des Vertrages sowie die Einzeldetails nennt die OSZE derzeit nicht. Die Gelder stammen von den OSZE-Teilnehmerstaaten.

Die Drohen sollen die Beobachter der OSZE-Sonderüberwachungsmission in der Ukraine (SMM) unterstützen, jedoch nicht ersetzen. Diese Technologie soll es der OSZE ermöglichen, größere Flächen zu überwachen und Informationen in "Echtzeit" in einem unsicheren Umfeld zu sammeln. Die OSZE entscheidet, ob diese auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Dazu wurde am 13. August nach einem Ausschreibungsverfahren ein Vertrag mit der österreichischen Firma Schiebel, mit Standort in Wiener Neustadt, unterzeichnet. Der Einsatz der Drohnen in der Ukraine wird voraussichtlich etwa Ende September/Anfang Oktober nach Abschluss aller technischen und operationellen Vorbereitungen beginnen.

Das Fluggerät ist ein Drehflügler vom Typ S-100, der senkrecht startet und landet. Die Nutzlast des UAV inkludiert eine Videokamera und ein Radar.

Zuletzt wurden der "Camcopter S-100" vom italienischen Millionärsehepaar Catrambrone herangezogen, um im Mittelmeer nach verunglückten Flüchtlingen zu suchen.

In der Vergangenheit war der Export von Drohnen der österreichischen Firma Schiebel in Konfliktregionen kritisiert worden und Zweifel an deren rein ziviler Nutzung geäußert worden. Im Zuge des libyschen Bürgerkrieges tauchten etwa Fotos von mit Raketen bestückten "Camcopter S-100" auf, der Schiebel-Konzernchef bestritt damals jedoch, dass dies möglich sei.

Nach Angaben des schwedischen SIPRI-Instituts (Stockholm International Peace Research Institut) exportierte das Unternehmen zuletzt nach Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, die USA und Italien, auch in China und Südkorea wurden die Fluggeräte gesichtet. Die Exportgenehmigung stammte stets vom Wirtschaftsministerium. Das Außenministerium sprach sich mehrmals gegen Auslieferungen in bestimmte Länder aus, da eine Raketenbestückung nicht ausgeschlossen werden könne.

Es gibt aber auch Experten, die sagen, dass es "technisch nicht möglich" sei den Camcopter anstatt mit Kameratechnik mit Raketen oder Waffen zu bestücken. An die Camcopter könnten maximal 50 Kilo angehängt werden, der Camcopter als "Kampfdrohne" wäre "zu schwer und zu teuer". Selbst wenn der Camcopter in fremde Hände gerate, etwa durch einen Absturz, müsste für eine zweckentfremdete Nutzung auch das Bedienungsgerät und geschultes Personal vorhanden sein.

(Bild: Österreichische Drohnen in der Ukraine im Einsatz. Bild: SN/schiebel)

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Österreich im Daviscup gegen Lettland 1:0 vorne

Fr, 12/09/2014 - 13:19

(Von Apa.) Der 28-jährige Vorarlberger und aktuell 210. im Ranking fertigte zum Auftakt des Länderkampfs in Lettland den in der Weltrangliste exakt 500 Plätze hinter ihm liegenden Gegner Andis Juska in rund 95 Minuten mit 6:3,6:3,6:2 ab.

Im Anschluss hatte die ÖTV-Nummer eins in Lettland, Jürgen Melzer, die Chance, als klarer Favorit gegen Janis Podzus auf den erhofften 2:0-Zwischenstand nach dem ersten Tag zu erhöhen. Gewinnt Österreich den Länderkampf, ist der Klassenerhalt und somit die Möglichkeit zum Aufstieg in die Weltgruppe 2016 im kommenden Jahr gesichert.

(Bild: Klarer Sieg des 28-jährigen Vorarlbergers. Bild: SN/APA (Schlager)/ROLAND SCHLAGER)

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Neue EU-Sanktionen gegen Russland: Wer betroffen ist

Fr, 12/09/2014 - 13:09

(Von Apa/dpa.) Die neuen EU-Sanktionen gegen Russland sind offiziell in Kraft getreten. Die Strafmaßnahmen wurden am Freitag im EU-Amtsblatt veröffentlicht, womit sie wirksam wurden. Sie sollen den Finanz- Energie- und Rüstungssektor treffen. Die EU-Sanktionen sollen vor allem den Zugang russischer Banken zum EU-Kapitalmarkt erschweren. Kreml droht mit Gegensanktionen Brüssel stellt zugleich eine Abkehr von den Strafmaßnahmen für den Fall in Aussicht, dass Russland sich doch noch am Friedensprozess für die Ostukraine beteiligt. Der Kreml drohte seinerseits mit Sanktionen - möglich sind Importbegrenzungen für ausländische Autos sowie eine Einschränkung der Überflugrechte für westliche Airlines. Kremlsprecher Dmitri Peskow kritisierte die Entscheidung Brüssels als unverständlich. Russland habe sich um eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts bemüht. Die Rechnung für die Sanktionen müssten aber auch die europäischen Unternehmen und Steuerzahler tragen, warnte er. Verbotsliste erweitert Die EU-Sanktionen sollen vor allem den Zugang russischer Banken zum EU-Kapitalmarkt erschweren, Hochtechnologieexporte für die Ölförderung in der Arktis verbieten und die russische Rüstungsindustrie treffen. Auch die Verbotsliste der EU wurde um 24 Namen auf 119 erweitert. Innerhalb der EU waren die Wirtschaftssanktionen gegen den wichtigen Handelspartner im Osten bis zuletzt umstritten, weil mehrere EU-Regierungen eine erneute Verschärfung der Krise befürchteten.

Welche Unternehmen sanktioniert werden Im Folgenden ein Überblick, welche Unternehmen und Personen von der Europäischen Union sanktioniert werden. Die großen Energie- und Rüstungsunternehmen dürfen sich ab sofort nicht mehr an den Finanzmärkten der EU Kapital besorgen. Ihre Wertpapiere mit einer Laufzeit von mehr als 30 Tagen dürfen nicht mehr gehandelt werden. Bei den Energieunternehmen trifft dies die Ölkonzerne Rosneft und Transneft sowie Gazprom Neft, die Ölsparte des staatlich kontrollierten Energieriesen Gazprom. Bei den Rüstungsunternehmen stehen der Hubschrauberproduzent OPK Oboronprom, der Kampfflugzeughersteller United Aircraft Corporation und der Panzerhersteller Uralvagonzavod im Visier.

Zu den Maßnahmen gehören auch Einreiseverbote für 24 prominente Separatistenführer in der Ostukraine und russische Politiker. Zu ihnen gehören die Chef-Separatisten Alexander Sachartschenko, Wladimir Kononow und Miroslaw Rudenko. Der ultranationalistische russische Duma-Abgeordnete Wladimir Schirinowski ist einer von mehreren prominenten Moskauer Politikern, der nicht mehr in die EU einreisen darf und dessen Konten in der EU gesperrt werden.

Bei den Rüstungsunternehmen sind folgende Firmen betroffen, an sie dürfen keine zivil-militärische Produkte aus der EU mehr geliefert werden:- JSC Sirius (Optoelektronik für zivile und militärische Zwecke)
- OJSC Stankoinstrument (Maschinenbau für zivile und militärische Zwecke)
- OAO JSC Chemcomposite (Materialien für zivile und militärische Zwecke)
- JSC Kalashnikov (Kleinwaffen)
- JSC Tula Arms Plant (Waffensysteme)
- NPK Technologii Maschinostrojenija (Munition)
- OAO Wysokototschnye Kompleksi (Flugabwehr- und Panzerabwehrsysteme)
- OAO Almaz Antey (staatseigenes Unternehmen; Waffen, Munition, Forschung)
- OAO NPO Bazalt (staatseigenes Unternehmen, Herstellung von Maschinen zur Herstellung von Waffen und Munition)Folgende 24 russische Personen bzw. pro-russische Separatisten in der Ukraine werden mit einem Einreisebann in die EU belegt, ihr Vermögen in der Europäischen Union wird eingefroren:- Alexander ZAKHARCHENKO: Seit dem 7. August Nachfolger von Alexander Borodai als "Premierminister" der "Volksrepublik Donezk"
- Vladimir KONONOV/ alias "Tsar": Seit dem 14. August Nachfolger von Igor Strelkov/Girkin als "Verteidigungsminister" der "Volksrepublik Donezk"
- Miroslav Vladimirovich RUDENKO: Befehlshaber der Volksmiliz des Donezkbeckens
- Gennadiy Nikolaiovych TSYPKALOV: Nachfolger von Marat Bashirov als "Premierminister" der "Volksrepublik Lugansk"
- Andrey Yurevich PINCHUK: "Minister für Staatssicherheit" der "Volksrepublik Donezk"
- Oleg BEREZA: "Innenminister" der "Volksrepublik Donezk"
- Andrei Nikolaevich RODKIN: Vertreter in Moskau der "Volksrepublik Donezk"
- Aleksandr KARAMAN: "Stellvertretender Premierminister für Soziales" der "Volksrepublik Donezk"
- Georgiy L'vovich MURADOV: "Stellvertrender Premierminister" der Krim und generalbevollmächtigter Vertreter der Krim bei Präsident Putin
- Mikhail Sergeyevich SHEREMET: "Erster stellvertretender Premierminister" der Krim
- Yuri Leonidovich VOROBIOV: Stellvertretender Vorsitzender des Föderationsrates der Russischen Föderation
- Vladimir Volfovich SCHIRINOWSKI: Mitglied des Rates der Staatsduma; Vorsitzender der LDPR-Partei
- Vladimir Abdualiyevich VASILYEV: Stellvertretender Vorsitzender der Staatsduma
- Viktor Petrovich VODOLATSKY: Vorsitzender ("Ataman") der Vereinigung der russischen und ausländischen kosakischen Streitkräfte und Abgeordneter der Staatsduma
- Leonid Ivanovich KALASHNIKOV: Erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses der Staatsduma für auswärtige Angelegenheiten
- Vladimir Stepanovich NIKITIN: Erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses der Staatsduma für die Beziehungen zu den GUS-Staaten, Eurasische Integration und Verbindungen zu Landsleuten
- Oleg Vladimirovich LEBEDEV: Erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses der Staatsduma für die Beziehungen zu den GUS-Staaten, Eurasische Integration und Verbindungen zu Landsleuten
- Ivan Ivanovich MELNIKOV: Erster stellvertretender Vorsitzender der Staatsduma
- Igor Vladimirovich LEBEDEV: Stellvertretender Vorsitzender der Staatsduma
- Nikolai Vladimirovich LEVICHEV: Stellvertretender Vorsitzender der Staatsduma
- Svetlana Sergeevna ZHUROVA: Erste stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses der Staatsduma für auswärtige Angelegenheiten
- Aleksey Vasilevich NAUMETS: Generalmajor der Russischen Armee
- Sergey Viktorovich CHEMEZOV: einer der engen Vertrauten Präsident Putins
- Alexander Mikhailovich BABAKOV: Abgeordneter der Staatsduma, Vorsitzender der Kommission der Staatsduma für Rechtsvorschriften für die Entwicklung des militärisch- industriellen Komplexes der Russischen FöderationAuswirkungen auf Österreich Der neue Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) sieht die Auswirkungen der Russland-Sanktionen auf Österreich "noch nicht so dramatisch". Vor Beginn der Sitzung der Eurogruppe am Freitag in Mailand sagte Schelling, derzeit "haben wir etwa Auswirkungen auf das gesamte Wachstum von 0,1 Prozent. Aber das könnte sich natürlich schon dramatisch ausweiten".

Die Sanktionsfrage sei einstimmig beschlossen. "Natürlich stehen wir dazu, dass die Sanktionen noch nicht im vollen Umfang ausgelöst" seien. "Es ist sicher eine schwierige Situation, weil natürlich jede weitere Sanktionen zu Gegenreaktionen führen könnte, die wir heute noch nicht kennen".

(Bild: Russland droht mit Gegenreaktionen. Bild: SN/APA (epa)/ALEXEY DRUZHININ/RIA N)

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Uni-Zugang: Fast alle dürfen Lehrer werden

Fr, 12/09/2014 - 11:47

(Von Apa.) Eigentlich müssen erst mit der neuen Lehrerausbildung ab 2016/17 auch die Universitäten verpflichtendend Aufnahmetests durchführen, mehrere Unis haben damit allerdings schon in diesem Studienjahr begonnen. Im Vergleich zu den Studienanfängerzahlen früherer Jahre gab es vorerst keine gröberen Veränderungen. Allerdings muss nicht jeder, der den Test bestanden hat, auch tatsächlich ein Lehramtsstudium beginnen. Dafür ist noch die Inskription nötig.

Die Ergebnisse im Detail: An der Uni Graz haben von den 926 Angetretenen 842 die Aufnahmeprüfung bestanden. Zum Vergleich: Zuletzt gab es an der Uni Graz 786 (2012/13) bzw. 915 (2011/12) Erstsemestrige für Lehramtsstudien. An der Technischen Uni (TU) Graz erhalten alle der 18 angetretenen Prüflinge das Recht auf einen Studienplatz. Zuletzt gab es dort 13 bzw. 15 Anfänger.

An der Uni Klagenfurt waren 194 Personen zum Test angetreten, 164 haben ihn positiv absolviert. Im Studienjahr 2012/13 gab es in Klagenfurt 137 Studienanfänger beim Lehramt, im Jahr davor waren es 134. In Innsbruck haben laut Uni rund 490 Personen und damit"so gut wie alle" Angetretenen bestanden. In Innsbruck hatten in den Vorjahren 522 bzw. 493 Studentinnen und Studenten neu ein Lehramtsstudium begonnen.

In Wien waren von den 2.400 Angemeldeten 2.000 Personen zur Prüfung erschienen. Erst nächste Woche soll feststehen, wie viele von ihnen das erforderliche Minimum von 30 Prozent der Punkte erreicht haben und sich gleich einschreiben dürfen. Doch auch wer schlechter abgeschnitten hat, kann nach Absolvierung eines zusätzlichen Informations- und Beratungsgesprächs mit dem Studium beginnen. Zuletzt gab es in Wien in den vergangenen Jahren 1.748 bzw. 1.708 Lehramtsstudienanfänger.

(Bild: Nur wenige Bewerber sind an den Tests gescheitert. Bild: SN/APA (Archiv/Schlager)/ROLAND SCH)

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F1-Rennkalender: Grand Prix von Österreich am 21. Juni

Fr, 12/09/2014 - 11:39

(Von Apa/dpa/ag..) Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobilverbandes verabschiedete am Freitag in Peking den Rennkalender für die Königsklasse im nächsten Jahr. Im Unterschied zum in der vergangenen Woche präsentierten provisorischen Kalender rückte der Japan-GP um eine Woche auf 27. September vor.

Zudem kehrt die Formel 1 nach 23 Jahren nach Mexiko zurück. Das dortige Rennen ist für den 1. November geplant. Der Grand Prix von Österreich in Spielberg wird am 21. Juni stattfinden. Auftakt ist auch 2015 in Melbourne, und zwar am 15. März. Das Final-Rennen steigt ebenfalls wie in dieser Saison in Abu Dhabi (29. November). Es stehen insgesamt acht Rennen in Europa auf dem Programm.

(Bild: Hei§e Duelle auch 2015 garantiert. Bild: SN/APA (Archiv/epa)/Valdrin Xhemaj)

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Deutsche Pkw-Maut: Ausnahme an der Grenze zu Salzburg?

Fr, 12/09/2014 - 10:46

(Von Apa/reuters.) "Der Minister wird in seinem Gesetzesentwurf Maut-Ausnahmen in Grenzregionen schaffen", sagte ein Koalitionsvertreter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Denn nicht nur in Salzburg sondern auch innerhalb Deutschlands hat der Vorstoß von Verkehrsminister Alexander Dobrindt für Kritik gesorgt. Er werde damit auf die Kritik an seinen Eckpunkten eingehen, wurde auch in der Regierung bestätigt.

Salzburger, die übers Deutsche Eck fahren, um beispielsweise nach Innsbruck zu gelangen oder in den Pinzgau - oder jene Salzburger, die täglich zu ihrem Arbeitsplatz ins benachbarte Bayern pendeln, hoffen nun, schlussendlich nicht von der Maut betroffen sein. Fix ist das aber längst nicht. Ein Ministeriumssprecher wollte sich nicht zu den Angaben äußern. Dobrindt werde ein Konzept auf Grundlage seiner Eckpunkte vorstellen, hieß es. Innenpolitischer Zündstoff Dobrindt hatte im Deutschen Bundestag angekündigt, sein Gesetzesentwurf werde im Oktober vorgestellt. Dem Konzept zufolge sollen Autofahrer über eine Vignette ab 2016 im Schnitt 88 Euro jährlich für die Nutzung aller Straßen und nicht nur der Autobahnen zahlen, wie in Nachbarländern meist üblich. Deutsche Fahrzeughalter würden über die Kfz-Steuer dann so entlastet, dass unter dem Strich niemand von ihnen mehr zahlt. Die zusätzlichen Einnahmen durch ausländische Fahrer werden auf rund 600 Millionen Euro jährlich geschätzt. Großer Widerstand in drei deutschen Bundesländern Der Widerstand gegen Dobrindts Pläne in der CDU ist vor allem in Nordrhein-Westfalen, Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz groß. Dort wird befürchtet, dass die Maut auch auf Nebenstraßen den Grenzverkehr und damit etwa Einzelhändler belastet. Skeptische Äußerungen kommen auch aus dem deutschen Finanzministerium und Innenministerium. Die EU prüft das Vorhaben zudem, da eine Diskriminierung von Ausländern ausgeschlossen sein muss.

(Bild: Deutsche Maut sorgt für Zündstoff. Bild: SN/APA (dpa)/Jens BŸttner)

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Vorerst kein "Goldener Herbst": Das Wochenende wird trüb

Fr, 12/09/2014 - 10:43

(Von Hess.) Mäßig, aber stetig regnet es am Freitag und auch am Samstag. "Das ist jedoch bei Weitem nicht so dramatisch wie das schnelle und heftige Unwetter, das es in der Nacht auf Mittwoch gegeben hat", sagt Josef Haslhofer, Meteorologe bei der ZAMG in Salzburg. Lokal seien Überschwemmungen möglich, eine großflächige Katastrophe sei allerdings nicht zu erwarten.

Erst am Sonntagnachmittag soll es trockener werden und die Wolken sollen im ganzen Land auflockern. "Die Temperaturen sind gedämpft, am Samstag hat es in der Früh nicht mehr als sechs bis neun Grad", erklärt Haslhofer. Sonnenschein ab Sonntag, danach wieder RegenDafür beginnt die nächste Woche besser: Laut Prognose gibt es mehr Sonnenschein und Tageshöchstwerte bis 22, ab Dienstag sogar bis 24 Grad. Allein in den Gebirgsgauen könne es regnen, da durch die Sonne Feuchtigkeit vom Boden verdunste und zu erneuter Wolkenbildung führe, so der Experte.

Doch schon in der zweiten Wochenhälfte regnet es sich voraussichtlich wieder ein. "Eine neue Störungszone kommt von Westen her, ab Freitag wird es wohl wieder schlecht. Die Tage davor werden allerdings spätsommerlich und zum Genießen."

(Bild: Am Wochenende regnet es in Salzburg meist. Bild: SN/Andreas Kolarik)

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Britin im Iran wegen Volleyballspiel inhaftiert

Fr, 12/09/2014 - 10:12

(Von Apa/dpa.) Das berichtete die britische Zeitung "The Times" am Freitag. Die Eltern der jungen Frau seien erst jetzt damit an die Presse gegangen, weil sie die iranischen Behörden nicht gegen sich hätten aufbringen wollen.

Die Britin war im Juni festgenommen worden, als sie mit anderen Frauen in das Teheraner Stadion gehen wollte. Weibliche Zuschauer sind im Iran zu Sportveranstaltungen mit Männern nicht zugelassen. Die Frauen wurden festgenommen, kurz darauf aber wieder freigelassen. Als die 25-Jährige weniger Tage später zur Polizeiwache ging, um ihre persönlichen Dinge abzuholen, wurde sie erneut inhaftiert.   

(Bild: Seit drei Monaten sitzt die Britin in Teheran fest. Bild: SN/APA (Archiv/epa)/Abedin Taherken)

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Umfrage: 52 Prozent der Schotten für Verbleib

Fr, 12/09/2014 - 10:11

(Von Apa/ag.) In einer am Donnerstagabend veröffentlichten Umfrage des Instituts YouGov sprachen sich 52 Prozent der Befragten für den Verbleib im Vereinigten Königreich aus, 48 Prozent waren dagegen. Angesichts des Umfragepatts zwischen Befürwortern und Gegnern einer Abspaltung Schottlands von Großbritannien werden die Fragen nach den Folgen einer Unabhängigkeit im Rest des Königreichs immer ernsthafter debattiert.

Auch wenn viele Überlegungen noch in ihren Anfängen stecken, scheint bereits festzustehen, dass die Abspaltung nach drei Jahrhunderten gemeinsamer Geschichte schrittweise von statten gehen dürfte. In groben Zügen lassen sich aber die absehbar größten Probleme für London nach dem angepeilten Unabhängigkeitstag am 24. März 2016 umreißen. Ein Überblick:

Parlament und WahlenDie schottische Regierung will nach einem erfolgreichen Referendum möglichst rasch die parlamentarischen Befugnisse von London nach Edinburgh verlegen. In Großbritannien soll jedoch im Mai 2015, also noch vor der offiziellen Unabhängigkeit, ein neues Parlament gewählt werden. Eine Verschiebung der Wahl gilt als nahezu ausgeschlossen. Vielmehr wird erwartet, dass die schottischen Abgeordneten in London über Fragen, die sie kurzfristig nicht mehr betreffen, dann nicht abstimmen dürfen.

Verfassung und KönigshausEin Konvent soll nach der Volksabstimmung eine Verfassung erarbeiten. Für Großbritannien ist vor allem relevant, dass ein Verbot von Atomwaffen geplant ist und Sprengköpfe sowie Unterseeboote aus Schottland abgezogen werden müssten. Queen Elizabeth II. kann sich, auch mit Blick auf ihre private Sommerresidenz in Balmoral im Nordosten Schottlands, hingegen zurücklehnen: Das Land soll konstitutionelle Monarchie mit der Queen als Staatsoberhaupt werden und auch im Commonwealth of Nations bleiben.

Öl und GasEs ist zu erwarten, dass die Seegrenzen zwischen Schottland und dem Rest des Vereinigten Königreichs nach geografischen Gesichtspunkten gezogen werden. Die Bohrinseln in der Nordsee würden so je nach Lage zu einem der Staaten gehören, wobei Edinburgh versuchen dürfte, sich schnell die Kontrolle über die Plattformen in seinem Hoheitsgebiet zu sichern. Etwa 85 Prozent der bekannten Vorkommen in der betroffenen Region dürften an Schottland gehen - und 15 Prozent seiner Volkswirtschaft ausmachen.

Währung, Banken und SchuldenDas britische Pfund als Währung würden viele Schotten gern behalten. Eine tatsächliche Währungsunion mit Schottland als gleichberechtigtem Partner schließt Großbritannien aber zumindest auf lange Sicht aus. Schottland könnte trotzdem das Pfund als gesetzliches Zahlungsmittel nutzen - einen direkten Einfluss auf die Geldpolitik hätte das Land dann aber nicht.

Wegen dieser Unsicherheit und der noch unklaren Bankenregulierung in einem unabhängigen Schottland drohen große Finanzinstitute wie die Royal Bank of Scotland (RBS), die Großbank Lloyds und das Geldhaus Clydesdale mit einer Abwanderung nach England. In der Frage, wie die britischen Staatsschulden von umgerechnet rund 1,8 Billionen Euro aufzuteilen sind, schlägt Schottland einen Schlüssel nach Einwohnern vor.

EU und GrenzenOb Schottland als eigenständiger Staat ohneweiteres in der EU bleiben könnte oder sich womöglich neu um eine Mitgliedschaft bewerben müsste, ist umstritten. Für Großbritannien, das innerhalb des Schengenraums nach wie vor intensive Grenzkontrollen betreibt, stellen sich damit vor allem Fragen nach der künftigen Reisefreiheit im bisher geeinten Land. Ein Zankapfel ist bereits der schottische Plan, die Einreisebestimmungen zu lockern, weshalb London entlang der Grenze Kontrollen errichten könnte.

(Bild: Spannung vor dem Referendum. Bild: SN/APA (epa)/FACUNDO ARRIZABALAGA)

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Miró in der Albertina: Ein Kosmos voller Zeichen

Fr, 12/09/2014 - 09:28

(Von .) Die Albertina zeigt den Weg des Malers "Von der Erde zum Himmel". Wo hört die Erde auf und wo fängt der Himmel an? Den Übergang gestaltete Joan Miró im Gemälde "Malerei (Frauen und Vogel im Mondschein)" fließend. Auch die Figuren scheinen der Schwerkraft zu entschweben. Die Grenzen zwischen den Sphären sind aufgehoben. 1949, im Entstehungsjahr des nebenan abgebildeten Gemäldes, hatte der katalanische Maler längst zu einer Bildsprache gefunden, in der Symbole mit universellem Charakter vorherrschen. Frauengestalten und Vögel, Sonne, Mond und Sterne tauchen in der Bildsprache Mirós immer wieder auf. Ganz eindeutig zuordnen lassen sich die abstrakten Zeichen nie. "Wenn Miró ein Auge malt, könnte es auch ein Stern sein", sagt Gisela Fischer. Die Verbindung zwischen dem Menschlichen und dem Kosmischen im Werk des Malers (1893- 1983) hat die Kuratorin (gemeinsam mit Co-Kurator Jean-Louis Prat) zum Leitmotiv einer großen Schau in der Albertina gemacht: "Miró. Von der Erde zum Himmel". Rund die Hälfte der 100 gezeigten Werke stammt von privaten Leihgebern, die andere Hälfte aus Museen. Aus der Sammlung Batliner in der Albertina stammen vier Mirós.Die Frau als zentrales MotivWährend der Vogel oft als Symbol des Begehrens bezeichnet wird, taucht die Frau als zentrales Motiv in Mirós Lebenswerk in den unterschiedlichsten Kontexten auf. "Frauen, Mond, Sterne" heißt ein anderes Ölgemälde von 1949. Ein Bild aus dem Jahr 1942 trägt den Titel "Von Flucht träumende Frauen". Es fällt - ebenso wie das Frauenbild "Aufbegehrende" - in eine Periode, in der Miró die Traumen des spanischen Bürgerkriegs in seinen "wilden Bildern" verarbeitete.

Eine mit markant rotem Pinselstrich porträtierte "Spanierin" aus dem Jahr 1972 zählt zu den spätesten Werken der Schau. Doch die Ausstellung ist nicht rein chronologisch aufgebaut, sondern kreist vor allem um Mirós Lebensmotive. Oft steht die Leuchtkraft der magisch aufgeladenen Bildwelt im Kontrast zu schlichten Bildtiteln ("Malerei", "Frau (Stehende)", "Figur"). Bei einer Skulptur ist das Verhältnis umgekehrt: "Der rötlich gefiederte Vogel verkündet die Erscheinung der Frau von blendender Schönheit" heißt die schlichte, schlanke Bronze, die in einem der Ausstellungsräume steht.Erste Werke aus dem Jahr 1917Die frühesten Werke der Ausstellung datieren aus dem Jahr 1917: Miró orientierte sich zu dieser Zeit noch an der katalanischen (Volk-)Kunst aber auch an Impressionisten. Wenig später in Paris sollten Dada, Fauvismus und Surrealismus zu prägenden Einflüssen werden. "Wie die Surrealisten", sagt Kuratorin Gisela Fischer, "ging Miró von der Wirklichkeit aus. Aber er hat sie in seine ganz eigene, poetisch-universelle Welt transformiert".

Salvador Dalí bewunderte Mirós Kunst als "grenzenlos geheimnisvoll", Kritiker legten dem katalanischen Maler sein Suchen nach einem unverstellten künstlerischen Ausdruck und das Schöpfen von Symbolen aus dem Unbewussten zunächst als kindliche Naivität aus. Dass Miró hingegen mit seiner Vision auch antrat, um die von Konventionen überfrachtete Malerei "zu ermorden", wie er in Interviews deklarierte, ist in der Albertina in jenem Raum zu sehen, der Mirós Schaffensperiode der 1940er-Jahre umfasst. "Hier ist zu sehen, wie seine Bildsprache aggressiver wird." Der Künstler, den seine Zeitgenossen meist als introvertierte Erscheinung beschrieben, fand zu einer radikalen Expressivität.Die Rückkehr zur RadikalitätViel später, in den 1970er-Jahren, sollte Miró noch einmal zur Radikalität zurückkehren: Die Bilder der Serie "Verbrannte Leinwände" traktierte er mit einer Lötlampe, um gegen die Kommerzialisierung der Kunst anzugehen. Diese machte freilich auch vor Miró selbst nicht halt. Seine magisch aufgeladenen Symbole wurden unzählige Male kopiert.

SN-Info: Miró. Von der Erde zum Himmel. Wien, Albertina, bis 11. Jänner 2015. www.albertina.at

(Bild: Das Miró-Werk „Die kleine Blonde im Vergnügungspark“. Bild: SN/albertina/miró)

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Mit Klappstuhl und Geschäftsidee: Warten auf Apples iPhone

Fr, 12/09/2014 - 09:14

(Von Sn, Dpa.) Männer in Anzügen, Schaufenster-Bummler, Frauen in Designerkleidern mit Chihuahuas an der Leine - die New Yorker Fifth Avenue ist um die Mittagszeit sehr belebt. Jeder ist in Bewegung. Bis auf Jonah Wong und seine Nachbarn. Der 29-Jährige sitzt auf einem Campingstuhl vor einer kleinen Mauer, unweit des Eingangs zum Apple-Store. Rund 30 solcher Klappstühle stehen in einer Reihe. Die meisten sind leer. Wong sitzt hier schon seit Anfang September. "Ich wollte als erster das neue iPhone 6 in den Händen halten", sagt er. Dafür ist er mit Kumpel Eduardo aus Hong Kong angereist. Am 3. September schlugen sie in New York ihr Lager auf, vor dem Laden am Central Park. Da waren sie bereits Nummer fünf und sechs in der Warteschlange.

Flug und Verpflegung bekommt Wong bezahlt - vom Akku-Spezialisten Ravpower. Dafür muss er einen grünen Pullover mit dem Firmenlogo tragen. Die Werbeidee geht auf: Alle fünf Minuten halten Passanten an und machen Fotos mit Wong. Das neue iPhone - flacher und größer als das Vorgänger-Modell - kommt erst am 19. September in die Läden. So lange wird Wong noch ausharren müssen.Ein Leben auf der StraßeBisher sei das Leben auf der Straße angenehm verlaufen, sagt er. Um kostenlos duschen zu können, hat er sich für einen Monat eine Mitgliedschaft im Verein YMCA besorgt. Der Apple-Store stellt seine Toiletten kostenlos zur Verfügung. Und wenn der Hunger groß wird, geht einer der Wartenden zum nächsten Fast-Food-Laden. Deshalb ist Eduardos Klappstuhl gerade leer.

Eine Touristin setzt sich auf den freien Platz. Sie holt ihr Smartphone heraus. "Darf ich ein Foto machen", fragt sie und drückt ohne abzuwarten auf den Auslöser. Wong grinst in die Kamera. "Tagsüber reden wir mit vielen Leuten, da wird einem nicht langweilig", sagt er. "Nur in der Nacht fällt es manchmal schwer, einzuschlafen." Dann sitzt er eingehüllt in seinem Schlafsack auf dem Stuhl, mit Kopfhörern am Ohr.

Die Touristin läuft weiter. Einen Platz rechts vom leeren Stuhl sitzt Hunter Kemp. Der 25-jährige Musikproduzent aus New York ist gar kein Apple-Fan. "Ich will meine guten Plätze später verkaufen", sagt er. Vor einem Jahr, als das iPhone 5s brandneu war, hatte sich eine extrem lange Schlange vor dem Laden gebildet. Sie verlief einmal um den gesamten Block herum. "Menschen sind bereit, viel Geld auszugeben, um nicht hinten anzustehen", sagt Kemp. "Für 2000 Dollar gebe ich einen meiner Plätze frei." Er zeigt auf drei Stühle, die er aufgestellt hat.Sechs Sitze und eine IdeeDas ist auch die Geschäftsidee von Jean Anacreon. Der Kleiderverkäufer aus Brooklyn brachte sechs Sitze mit. "Eines der iPhones werde ich für mich behalten, die anderen verticke ich", sagt er. "In den Vorjahren durfte jeder Kunde zwei Handys kaufen. Sobald ich im Laden war, werde ich mich wieder anstellen." Auf diese Weise will er bis zu 15 000 Dollar verdienen.

Ein älterer Herr im Anzug bleibt vor Anacreon stehen. Als er erfährt, wie lange der 23-Jährige noch warten wird, macht er große Augen. "Das ist meschugge", sagt er und geht kopfschüttelnd weiter. Anacreon lacht: "Er nennt es meschugge, ich sehe ein gutes Geschäftsmodell."

(Bild: Auch in Tokio wird bereits vor dem Apple-Store kampiert. Bild: SN/APA/EPA/FRANCK ROBICHON)

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Vorarlberg-Wahl: Verfahren wegen Zwergen-Klau eingestellt

Fr, 12/09/2014 - 09:10

(Von Apa.) Die Wahlkampf-Zwerge der SPÖ haben in den vergangenen Wochen bis nach Übersee Berühmtheit erlangt. Nach dem Verschwinden von über 400 der "Coolmen" getauften Werbefiguren hatten die Vorarlberger Sozialdemokraten eine konzertierte Aktion eines politischen Gegners vermutet und Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch zog nun einen Schlussstrich unter die Causa. Täter ausgeforscht Sowohl das Verfahren wegen des Diebstahls von 400 Gnomen als auch das gegen vier mutmaßliche "Coolmen"-Diebe sei beendet, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch Heinz Rusch in der Freitagsausgabe der "Vorarlberger Nachrichten". In letzterem Fall seien die zwar Täter ausgeforscht worden, "der Vorsatz des Diebstahls war aber aus tatsächlichen Gründen nicht nachweisbar". Immerhin hatte SPÖ-Chef Michael Ritsch von Anfang an betont, dass jeder, der einen der Gartenzwerge haben wollte, ein Exemplar mit nach Hause nehmen könne. SPÖ-Anhänger auf der Lauer Pikantes Detail am Rande: Anhänger der SPÖ hatten sich Ende August in Langen bei Bregenz selbst auf die Lauer gelegt und die vier "Freunde" der Wahlkampfmaskottchen dabei ertappt, als sie 15 Zwerge von Laternenmasten abschnitten und mitnahmen. Einer der Männer soll ein Gemeindevertreter einer ÖVP-nahen Bürgerliste gewesen sein, hatte die SPÖ damals in einer Aussendung kundgetan. Die ÖVP bestritt jeden Zusammenhang mit der Partei.

(Bild: Zwerge verschwanden. Bild: SN/APA (Archiv/Stiplovsek)/DIETMAR)

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