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Aktualisiert: vor 24 Minuten 35 Sekunden

Kämpfe in Jerusalem: Fatah-Partei ruft zum "Tag des Zorns" auf

Fr, 31/10/2014 - 13:27

(Von Apa/dpa/ag..) t. Für Freitag hat die palästinensische Fatah-Partei zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen. Man betrachte Angriffe auf den Tempelberg als "Erklärung eines religiösen Krieges gegen das palästinensische Volk" Die Fatah rief die Palästinenser dazu auf, sich auf dem Tempelberg zu versammeln und dortzubleiben. Deshalb sei der Templeberg am Freitag zwar für muslimische Gläubiger geöffnet - Männer unter 50 Jahren seien aus Sicherheitsgründen jedoch nicht zugelassen, erklärte Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem gehört zu den heiligsten Stätten von Muslimen wie Juden.

Grenzpolizisten kontrollierten die Papiere von Gläubigen an den Eingängen zum Gelände und ließen über 50-jährige Männer passieren. Die Gebete vor dem Morgengrauen seien ohne Zwischenfälle verlaufen, teilte die Polizei mit. Im Laufe des Freitags haben jedoch junge Palästinenser versucht, sich Zugang zum Tempelberg zu verschaffen, berichtete die Nachrichtenseite "ynet". Weitere Palästinenser hätten Feuerwerkskörper von angrenzenden Hausdächern gefeuert. Polizisten versuchten, das Vordringen der Palästinenser zu verhindern.

Auch im Westjordanland kam es zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Unter anderem in Kalandia nahe Ramallah und im Gebiet Hebron warfen Palästinenser Steine auf Polizisten. Diese gingen mit Tränengas gegen die Demonstranten vor.

Auslöser der neuen Unruhen war ein Anschlag auf einen jüdisch-rechten Tempelberg-Aktivisten am Mittwochabend. Am Donnerstagmorgen erschoss die israelische Polizei einen Verdächtigen.

US-Außenminister John Kerry hat sich inzwischen besorgt über die wachsenden Spannungen in Jerusalem geäußert und Israel sowie Palästinenser zur Zurückhaltung aufgerufen. Er forderte am Donnerstag, dass der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem, der Juden und Muslimen gleichermaßen heilig ist, wieder für muslimische Gläubige geöffnet wird.

(Bild: Polizisten riegen den Tempelberg ab. Bild: SN/EPA/ABIR SULTAN)

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Weltspartag: Sparen nicht um jeden Preis

Fr, 31/10/2014 - 13:22

(Von Angelika Wienerroither.) Auf dem Weg zur Bank klimpert das Kleingeld im Sparschwein. Die Bankangestellte befreit die Münzen und streckt einem den Luftballon entgegen. Der Weltspartag ist tief in den Köpfen der Österreicher verankert. Doch ist es in Zeiten wie diesen - niedrige Zinsen bei relativ hoher Inflation - überhaupt noch sinnvoll, das Sparschwein zur Bank zu tragen?

Ja, sagt freilich Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Sparte Banken und Versicherung der WKÖ. Er lässt sich in seiner Aussage auch nicht von den Zahlen der Statistik Austria verunsichern. Seit 2009 legen die Österreicher jedes Jahr weniger von ihrem Nettoeinkommen beiseite. Gleichzeitig steigt der Anteil, der einfach konsumiert wird: 2009 haben die österreichischen Haushalte 153 Milliarden Euro für Konsum ausgegeben und 19 Milliarden gespart. 2013 konsumierten die Österreicher Produkte um 173 Milliarden - während sie nur 13 Milliarden sparten.

Rudorfer von der Wirtschaftskammer argumentiert, dass der Abwärtstrend beim Sparen 2014 gestoppt worden sei. Warum sollen die Österreicher ihr Sparschwein aber zur Bank tragen? "Wir haben ein Bedürfnis nach Sicherheit, wir wollen für Notfälle vorsorgen", sagt Rudorfer. Es lohne sich trotz niedriger Zinsen zur Beraterin zu gehen, es gebe ein breites Bouquet an Angeboten - Investmentfonds, Bausparverträge oder Lebensversicherungen etwa.

Wenn die Basisbedürfnisse erfüllt sind, macht Geld nicht mehr glücklichAls Kind hätte man sich mit dem Ersparten im Sparschwein ein Eis kaufen können. Als Erwachsener wäre vielleicht schon ein Wochenende in Rom möglich. Macht das nicht viel glücklicher, als eine bloße schwarze Zahl in einem Sparbuch? Jein, sagt Bernhard Riederer, Soziologe an der Universität Wien. Es gibt zwar einen Zusammenhang zwischen Geld und Zufriedenheit, aber nur bis zu einer gewissen Schwelle. "Sobald die Basisbedürfnisse abgedeckt sind, kann man noch so viel Geld haben - das Glück steigt dadurch nicht mehr an." Ab wann die Basisbedürfnisse erfüllt sind, hänge vom Land ab. "Wir vergleichen uns mit dem Umfeld", sagt Riederer.

Sparen um jeden Preis macht also nicht glücklich. Aber beruhigt es nicht? "Man braucht einen gewissen Puffer für Notfälle", sagt Hans W. Grohs. Der Geschäftsführer der Schuldnerberatung Österreich spricht sich jedoch auch nicht uneingeschränkt für das Sparen aus: "Alles in den Sparstrumpf zu stecken, ist nicht mehr gescheit." Es hänge von den persönlichen Prioritäten und Zielen ab, ob die Österreicher ihr Sparschwein zur Bank tragen sollten. "Wenn Reisen Priorität eins ist, ist es besser, dafür Geld auszugeben." Gänzlich sinnlos sei es zudem, das Konto für das Sparen zu überziehen. Man zahle dann zehn Prozent Sollzinsen, während man am Sparbuch nur ein Prozent zurückbekäme. "Ich zahle dann das Zehnfache zurück." Ein Budgetplan helfe, einen Überblick über Ausgaben und Einnahmen zu schaffen. Wenn am Monatsende etwas übrig bleibt, solle man überlegen, wo das Geld am besten investiert sei. "Sparen als Selbstzweck macht keinen Sinn. Wer nach dem warum fragt, lebt besser."

(Bild: Sparen nur um Geld anzuhäufen macht keinen Sinn, sagt die Schuldnerberatung. Bild: SN/apa)

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Einigung im Gasstreit der Ukraine mit Russland

Fr, 31/10/2014 - 13:20

(Von Apa/dpa/ag..) Europas Regierungen reagierten erleichtert auf die Einigung. Die EU-Kommission äußerste sich vorsichtig optimistisch zu den Russland-Beziehungen: "Das Abkommen trägt dazu bei, einen positiven politischen Schwung zu schaffen. Es ist zu früh zu sagen, was das auf lange Sicht bewirkt, aber es ist sicherlich ein positiver Impuls in unseren Beziehungen", so eine Sprecherin.

Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande begrüßten die Vereinbarung in einer gemeinsamen Erklärung. Sie wollten zusammen mit der EU, den USA, den G-7-Staaten sowie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) die Umsetzung unterstützen.

Zugleich bemühte sich die Sprecherin von EU-Energiekommissar Günther Oettinger, Bedenken zu zerstreuen, die EU könne bei einem Ausfall ukrainischer Zahlungen in Haftung genommen werden: "Es gibt kein Risiko für die EU. Die EU hat Russland keinerlei Garantien gegeben, wenn die Ukraine nicht zahlen kann." Allerdings kann die Ukraine laut Oettinger auf Hilfsprogramme zählen, die die EU und der IWF in diesem Jahr bereits beschlossen haben. Der ukrainische Präsident Arseni Jazenjuk hatte am Donnerstag von EU-Garantien gegenüber Russland gesprochen.

Der russisches Energiekonzern Gazprom erklärte am Freitag, binnen einer Woche mit ersten Zahlungen aus der Ukraine zu rechnen. Eine Schuldentilgung sei die Bedingung für die Wiederaufnahme der im Juni gestoppten Gaslieferungen, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller am Freitag dem TV-Sender Rossija-24.

Zur Begleichung von Altschulden soll die vor dem Staatsbankrott stehende Ukraine 3,1 Milliarden US-Dollar (2,46 Mrd. Euro) bis Jahresende an Russland zahlen. Bereits in den nächsten Tagen ist demnach eine erste Tranche von 1,45 Milliarden US-Dollar fällig. Zudem plant das Land laut EU-Kommission bis Ende des Jahres Gaskäufe von ungefähr vier Milliarden Kubikmetern im Wert von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar (1,19 Mrd. Euro).

Bis März soll die Ukraine einen Preis von weniger als 385 US-Dollar (305,60 Euro) je tausend Kubikmeter russisches Gas zahlen. Sowohl der russische Energieminister Alexander Nowak als auch sein ukrainisches Gegenüber Juri Prodan nannten einen Preis von 378 US-Dollar. Nowak erklärte, damit gewähre die russische Seite "eine Minderung um 100 Dollar". Die Einigung umfasst die Winterperiode bis März nächsten Jahres. Danach muss über die Lieferungen für den nächsten Winter neu verhandelt werden.

(Bild: EU-Energiekommissar Oettinger verkündete Einigung. Bild: SN/APA (epa)/OLIVIER HOSLET)

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Hirscher: "Alaba ist ein verdienter Sieger"

Fr, 31/10/2014 - 13:18

(Von Michael Smejkal.)

"David Alaba ist ein Weltklassespieler und ein toller Typ und damit auch ein verdienter Sieger der Wahl zum Sportler des Jahres", meinte Marcel Hirscher am Tag nach der - zumindest überraschenden Entscheidung der Jury - im SN-Interview. "Ob ich enttäuscht bin? Nein, enttäuscht war ich im Vorjahr, weil ich dachte, dass ein WM-Titel in Schladming den Sportjournalisten doch mehr im Gedächtnis bleibt. Aber heuer habe ich schon mit so etwas gerechnet."

In der knappsten Entscheidung in der 66-jährigen Geschichte der Wahl verlor Hirscher um genau einen Platzierungspunkt. Gewählt haben die in der Vereinigung "Sports Media Austria" zusammen geschlossenen hauptberuflichen Sportjournalisten, 460 der rund 600 Mitglieder davon haben ihre Wertung abgegeben.

Auch nach der Gala wurde noch heftig über den Ausgang diskutiert, Hirscher selbst hat sich da schon in die Party geworfen. "Es war ein toller Abend mit vielen Freunden und Kollegen aus der Szene. Ich habe das wirklich genossen." Ob ein Vergleich zwischen Mannschaftssportler und Einzelsportler zulässig ist? "Das will ich nicht beurteilen. Es waren fünf Topsportler nominiert und fünf Pokal wären eine gute Idee gewesen."

Das ganze Interview mit dem dreifachen Weltcupsieger lesen Sie am Montag in den Salzburger Nachrichten.

(Bild: Marcel Hirscher und Freundin Laura Moisl Bild: SN/APA/HERBERT NEUBAUER)

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Halloween: Schön gruselig oder einfach nur schauderhaft?

Fr, 31/10/2014 - 13:10

(Von Nikolaus Klinger, Angelika Wienerroither.)

Kommt mit auf die dunkle Seite der MachtAngelika Wienerroither

Jeder hat sie in sich. Diese dunkle Seite, die ausgeflippte. Die verrückte Dinge tun und nicht an das Morgen denken will. Wir sitzen in unseren Büros, essen hin und wieder bio und machen jeden Tag unser Bett - warum nicht an einem Tag das Bettlaken runterreißen und ein Gespenst-Kostüm daraus basteln?

Ja, okay. Es gibt Fasching. Aber ehrlich, reicht uns ein Faschingsdienstag im Jahr? Halloween ist keine österreichische Tradition, schon klar. Jedoch egal ob irisch, US-amerikanisch oder sonst wo her: Halloween nimmt uns nichts weg. Im Gegenteil, es bereichert uns. Es lässt uns gruseln, tanzen und einfach einmal vergessen, dass am Montag der volle Wäschekorb wartet. Kommt mit auf die dunkle Seite der Macht - brav sind wir eh an 363 Tagen im Jahr.

Die grausame Fratze von Kommerz und SchundNikolaus Klinger

Wir Österreicher geben uns gerne USA-kritisch und empören uns 364 Tage im Jahr über McDonalds, zu lockere Waffengesetze und die Lauschangriffe der NSA. An einem Tag aber wird der Großteil des Landes zu waschechten Amerikanern: zu Halloween. Schon die kleinsten der Kleinen ziehen schreiend von Haus zu Haus und betteln schaurig verkleidet um Süßigkeiten. Erwachsene fallen zeitgleich in ihre Pubertät zurück und trinken sich auf Gruselparties das Hirn aus der Birne - kostümiert als Zombie, Werwolf oder Graf Dracula.

Doch selbst das noch so aufwändig gestaltete Kostüm täuscht nicht über die eigene Fantasielosigkeit hinweg. Man trottet mit der Masse mit und unterwirft sich den Zwängen der Industrie, die zu Halloween reichlich Ramsch und Schund an den Mann bringt. Allein der Wiener Handel verdient heuer rund um den 31. Oktober elf Millionen Euro - mit einem künstlich aufgebauschten "Feiertag" ohne Tradition und voller Kommerz.

Sind Sie ein Halloween-Gegner oder feiern Sie selbst: Stimmen Sie hier ab.

Ich mag Halloween

(Bild: Schminken und gruseln – ist Halloween was für Sie? Bild: SN/dpa/Stephanie Pilick)

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Ungarns Orban zieht umstrittene Internetsteuer zurück

Fr, 31/10/2014 - 12:08

(Von Apa/dpa.) In Zukunft müsse aber weiter darüber nachgedacht werden, wie mit den "ernsthaften Profiten" der Internet-Dienstleister umzugehen sei. Zuletzt hatten in Budapest zehntausende empörte Internet-Nutzer gegen die vorgesehene Steuer demonstriert. Sie sollte den ursprünglichen Plänen zufolge ab 2015 eingeführt werden und den Datenverkehr mit umgerechnet rund 50 Cent pro Gigabyte belasten, mit einer Obergrenze von 2,30 Euro im Monat für Privatpersonen.

Die Facebook-Gruppe "Hunderttausende gegen die Internet-Steuer", die die Proteste organisiert hatte, rief für Freitagabend zu einer Freudenkundgebung in Budapest auf. Mit seinem Rückzieher habe Orban zugegeben, dass "wir den Willen des Volkes verkörpern", erklärte eine Sprecherin der Organisatoren am Freitag.

Die Regierung habe lediglich die Telekom-Steuer ausweiten wollen, die Menschen erblickten darin aber eine Internet-Steuer, sagte Orban. "Sie stellen die Sinnhaftigkeit des Ganzen infrage, und so kann man nichts einführen", fügte er hinzu. "Wir sind keine Kommunisten, wir regieren nicht gegen das Volk, sondern mit dem Volk."

Allerdings werde man im kommenden Jänner eine "nationale Konsultation" abhalten, um darüber zu beratschlagen, was mit den Gewinnen der Internet-Dienstleister geschehen solle, die zum Teil außer Landes geschafft würden. Beobachter erblickten darin eine mögliche Hintertür, um den Datenverkehr im Netz zu einem späteren Zeitpunkt zu besteuern.

Kritiker warfen dem seit 2010 regierenden Orban autoritäre Tendenzen vor. Tatsächlich war es das erste Mal, dass der Regierungschef nach Massenprotesten eine Entscheidung zurücknahm. Medienberichten zufolge soll er sogar persönlich veranlasst haben, dass die neue Abgabe in den Entwurf des Steuergesetzpakets für 2015 aufgenommen wurde. Dieses soll am 17. November - nun wohl ohne die Internet-Steuer - vom Parlament gebilligt werden.

Die EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes  äußerte sich positiv über Orbans Rückzieher. "Ich freue mich wirklich für das ungarische Volk", erklärte sie in Brüssel. "Seine Stimme wurde vernommen." Kroes hatte die Internet-Steuerpläne nach ihrem Bekanntwerden vor einer Woche gleichfalls scharf kritisiert. Der Rückzug Orbans zeige deutlich, dass man das Internet als Medium einer sich schnell wandelnden Welt anders betrachten müsse als etwa lokale Telekomnetze, unterstrich dabei Kroes' Sprecher in Brüssel.

(Bild: Schlappe für Ministerpräsident Viktor Orban. Bild: SN/APA (epa)/JULIEN WARNAND)

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Versorgung fix: Russland und Ukraine beenden Gasstreit

Fr, 31/10/2014 - 12:03

(Von Apa/dpa/ag..) Nach monatelangen Verhandlungen haben die Ukraine und Russland in ihrem Gasstreit am Donnerstagabend eine Einigung erzielt. Die Energieminister beider Länder sowie die Chefs der Versorger Gazprom und Naftogaz unterzeichneten gemeinsam mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Brüssel zwei entsprechende Abkommen.

"Wir können den Bürgern Europas heute sagen: Die Versorgungssicherheit ist gewahrt", sagte Oettinger, der die Verhandlungen im Auftrag der EU geleitet hatte. Die Verhandlungen seien hart, aber sachorientiert gewesen. "Wir haben in kriegsähnlichen Zuständen klug gehandelt", erklärte Oettinger mit Blick auf die Kämpfe zwischen ukrainischer Armee und pro-russischen Separatisten in der Ostukraine in den vergangenen Monaten.

Der scheidende EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso äußerte die Hoffnung, dass die Vereinbarung dazu beitrage, das Vertrauen zwischen der Ukraine und Russland zu stärken. Der russische Energieminister Alexander Nowak sagte, dass sein Land immer ein verlässlicher Gasversorger gewesen sei und dies auch bleiben werde.

Im Falle eines Scheiterns der Gespräche hätten in einem harten Winter nicht nur der Ukraine, sondern womöglich auch EU-Ländern Engpässe bei der Gasversorgung gedroht. Die EU bezieht rund ein Drittel ihres Gasbedarfs aus Russland. Etwa die Hälfte davon fließt durch die Ukraine. Die EU hatte befürchtet, dass die Ukraine in Notlagen Gas aus den Pipelines abzweigen könnte.

"Dies ist ein wichtiger Schritt für unsere gemeinsame Energiesicherheit auf dem europäischen Kontinent", sagte Barroso. "Es gibt jetzt keinen Grund dafür, dass die Menschen in Europa es in diesem Winter kalt haben."

Oettinger unterstrich, dass die EU weder für die Altschulden noch für künftige Gasbestellungen der Ukraine Garantien übernehme. Nach seinen Angaben zahlt Naftogaz in den kommenden Tagen 1,45 Milliarden Dollar (1,15 Mrd. Euro), um die offenen Rechnungen bei Gazprom zu begleichen. Bis Jahresende tilge die Ukraine Altschulden von insgesamt rund 3,1 Mrd. Dollar (2,46 Mrd. Euro). "Dieses Geld liegt auf einem Sonderkonto bei der ukrainischen Staatsbank und ist damit eine sichere Erwartung für Gazprom", sagte Oettinger. Die endgültige Gesamtsumme werde vor dem internationalen Schiedsgericht in Stockholm geklärt. Im Gegenzug soll Russland die Zölle auf Gasimporte in die Ukraine um 100 Dollar je 1.000 Kubikmeter senken.

Gazprom hat die Beilegung des Gasstreits zwischen Moskau und Kiew begrüßt. Von dem "Kompromiss" gehe die "klare Botschaft" aus, dass Verträge eingehalten und Schulden beglichen werden müssen, erklärte der Konzern am Freitag. Mit der Einigung für die Wintermonate werde "mit etwas Glück ein neues, konstruktiveres Kapitel in den Gasbeziehungen zwischen der EU, Russland und der Ukraine" aufgeschlagen.

Nach Angaben des ukrainischen Energieministers Juri Prodan zahlt sein Land bis Jahresende 378 Dollar pro 1000 Kubikmeter, im ersten Quartal 2015 dann 365 Dollar. Oettinger erklärte weiter, dass die Ukraine die Option habe, Gasmengen nach ihrem Bedarf zu bestellen. Diese müsse sie per Vorkasse zahlen. Es war bis zuletzt offen gewesen, wie das quasi insolvente Land seine Rechnungen begleichen kann. Dazu sagte Oettinger, die Ukraine habe "im Haushalt Mittel für den Gaseinkauf bereitgestellt." Zudem verwies Oettinger auf Hilfsprogramme, die die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) heuer bereits beschlossen haben. Weitere Programme könnten vielleicht im nächsten Jahr beschlossen werden. Nach Angaben der EU-Kommission rechnet die Ukraine damit, bis Jahresende vier Milliarden Kubikmeter Gas zu benötigen, was in etwa 1,5 Milliarden Dollar entspräche.

Der Streit hatte im Frühjahr begonnen, nachdem Russland die Gaspreise nach dem Machtwechsel in Kiew und der Hinwendung der ukrainischen Regierung zum Westen deutlich angehoben hatte. EU-Kreisen zufolge hatten sowohl die Ukraine als auch Russland hart verhandelt, um auch die EU zu Zusagen zu bewegen. Für die Regierung in Moskau sei demnach wichtig gewesen, dass die EU ihren Beitrag dazu leiste, der Ukraine die Begleichung ihrer Rechnungen bei Gazprom zu ermöglichen. Die ukrainische Seite wiederum habe gegenüber ihrer Bevölkerung nicht den Anschein erwecken wollen, zu viel Geld für russisches Gas auszugeben.

An der Unterzeichnung nahmen neben den Energieministern Russlands und der Ukraine auch die Chefs der Versorger Gazprom und Naftogaz, Alexej Miller und Andrij Kobolew teil. Dieser machte unmissverständlich klar, dass Russland eine baldige erste Milliardenzahlung aus Kiew erwarte. Eine Schuldentilgung sei die Bedingung für die Wiederaufnahme der im Juni gestoppten Gaslieferungen, sagte Miller dem TV-Sender Rossija-24. Er gehe davon aus, dass das Geld spätestens bis Ende der nächsten Woche in Moskau ankomme. Das Verhandlungsergebnis bezeichnete Miller als "Kompromiss".

Sowohl für Barroso als auch für Oettinger war es die letzte Chance auf eine Einigung, da am Samstag die neue EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker die Amtsgeschäfte übernimmt. Danach sind der Slowake Maros Sefcovic, der an der Zeremonie im Kommissionsgebäude ebenfalls teilnahm, sowie der Spanier Miguel Arias Canete für Energiethemen zuständig.

Russland und die Ukraine hatten bereits 2006 und 2009 über Gaslieferungen gestritten, wodurch auch in Westeuropa im Winter weniger Gas angekommen war. Seit Juni hat die finanziell schwer angeschlagene Ukraine kein russisches Gas mehr erhalten, auf das sie aber dringend angewiesen ist. Das nun beschlossene "Winterpaket" soll die Gasversorgung der Ukraine - und damit letztlich auch Europas - bis zum März 2015 sichern.

(Bild: EU-Energiekommissar Oettinger verkündete Einigung. Bild: SN/APA (Archiv/epa)/Maxim Shipenkov)

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Allerheiligen, Rausch und Simpsons: Halloween-ABC

Fr, 31/10/2014 - 12:01

(Von Dpa.) An Halloween ziehen auch in Österreich jedes Jahr Kinder von Tür zu Tür, auf der Jagd nach Süßigkeiten. Partygänger und Verkleidungsfanatiker freuen sich darüber, der Handel und die Kürbisbauern auch. Doch die Kirchen halten wenig von dem Spuk, und wenn Streiche zu weit gehen, rückt auch die Polizei immer wieder an.

(Bild: Kommerz oder Kultur? Halloween wird auch in Österreich immer beliebter. Der Halloween-Brauch von A bis Z. Bild: SN/APA (dpa/Archiv)/Michael Reichel)

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Allerheiligen, Rausch und Simpsons: Ein Halloween-ABC

Fr, 31/10/2014 - 12:01

(Von Dpa.) An Halloween ziehen auch in Österreich jedes Jahr Kinder von Tür zu Tür, auf der Jagd nach Süßigkeiten. Partygänger und Verkleidungsfanatiker freuen sich darüber, der Handel und die Kürbisbauern auch. Doch die Kirchen halten wenig von dem Spuk, und wenn Streiche zu weit gehen, rückt auch die Polizei immer wieder an.

(Bild: Kommerz oder Kultur? Halloween wird auch in Österreich immer beliebter. Der Halloween-Brauch von A bis Z. Bild: SN/APA (dpa/Archiv)/Michael Reichel)

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Red Bull im Duell mit Admira stark ersatzgeschwächt

Fr, 31/10/2014 - 12:00

(Von Sn, Apa.) Red Bull Salzburg hat in den jüngsten acht Pflichtspielen sieben Siege und ein Remis eingefahren, steht in der Bundesliga und in der Europa League auf Platz eins und schaffte zuletzt den Sprung ins Cup-Viertelfinale. Dennoch ist die Stimmung bei Österreichs Fußball-Meister getrübt: Die lange Verletztenliste drückt vor dem Heimspiel am Samstag gegen die Admira aufs Gemüt.

Trainer Adi Hütter muss voraussichtlich neun Profis - darunter Schlüsselspieler wie Alan oder Christoph Leitgeb - vorgeben. "Das ist nicht angenehm. Der Konkurrenzkampf ist nicht so, wie er sein sollte, die Spieler haben dadurch auch weniger Regenerationsphasen", meinte der Vorarlberger.Ausfälle: Hütter kann nicht rotieren lassen Angesichts des Europacup-Auswärtsspiels gegen Dinamo Zagreb am Donnerstag hatte der 44-Jährige geplant, im Admira-Match einige Stammakteure zu schonen. Daraus wird nun aber nichts. "Ich habe nicht die Möglichkeit, so zu rotieren, wie ich es gerne machen würde", gab Hütter zu.

Zu allem Überfluss wartet auf seine Mannschaft ein unangenehmer Gegner. "Die Admira hat ein gutes Umschaltspiel. Aber wir wollen von der ersten Minute an zeigen, dass wir unbedingt gewinnen wollen. Wir brauchen in dieser Phase unbedingt einen Sieg", forderte der Ex-Teamspieler, der vor seinem 50. Oberhaus-Spiel als Trainer steht. "Doch das interessiert mich nicht, sondern nur ein Sieg." In diesem Fall hätte der Ex-Grödig-Betreuer genau die Hälfte seiner Bundesliga-Matches gewonnen.

Um dies zu schaffen, sei eine klare Steigerung im Vergleich zum mühevollen Cup-Aufstieg nach Verlängerung gegen Wacker Innsbruck nötig. "In dieser Partie haben wir das Tempo zu wenig hochgehalten, deshalb haben wir Probleme gekriegt. Wir müssen den Ball schneller zirkulieren lassen und ihn nach einem Verlust schnell zurückgewinnen", so die Vorgabe von Hütter.Admira-Trainer Knaller wittert Chance Die Admiraner haben die jüngsten sechs Auswärtspartien gegen die "Bullen" allesamt verloren. Dennoch wittert Trainer Walter Knaller eine Chance. "Die Belastung für die Salzburger war zuletzt riesengroß, das sind auch nur Menschen, die das erst verkraften müssen. Wir sehen sicher mehr Möglichkeiten, dass der Gegner Schwächen zeigt", meinte der Kärntner, betonte aber auch: "Sie sind verwundbar, doch trotzdem immer noch eine Top-Mannschaft, die einen unheimlichen Druck aufbauen kann."

Ein Rezept gegen den Salzburger Angriffswirbel könnte eine Dreierkette sein, obwohl diese Variante vor zwei Wochen in der ersten Hälfte beim 0:0 gegen Rapid nicht wirklich funktionierte. "Aber es ist eine Möglichkeit. Wir sind noch am Tüfteln. Auf jeden Fall dürfen wir das Kombinationsspiel der Salzburger nicht zur Geltung kommen lassen und müssen die Räume nützen, die sich für uns sicher bieten werden", sagte Knaller.

Der Schlüssel zu einer Überraschung in Wals-Siezenheim liegt laut Knaller darin, Schlüsselspieler wie Kevin Kampl in den Griff zu bekommen. "Wenn die Salzburger Individualisten einen nicht so guten Tag haben, beginnt ihr Spiel zu stocken. Ihre Gefahr geht nicht unbedingt vom Kollektiv aus, sondern von herausragenden Einzelspielern."

Die achtplatzierten Admiraner reisen mit einem Polster von sechs Zählern auf den Tabellenletzten SC Wiener Neustadt an - daher können die Südstädter relativ gelassen an die Aufgabe herangehen. "Wir haben jetzt die Gelegenheit, Bonuspunkte zu holen, mit denen der Fachmann nicht unbedingt rechnet. Aber wir dürfen nicht den Fehler machen, auch nicht damit zu rechnen", warnte Knaller.

(Bild: Salzburg-Trainer Adi Hütter muss auf viele seiner Stammspieler verzichten. Bild: SN/APA/KRUGFOTO)

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Hypo nun Heta - Abbau fauler Assets dauert lange

Fr, 31/10/2014 - 11:26

(Von Apa.) Zuvor wurde der Hypo-Balkan-Teil zum geplanten Verkauf abgespalten. Wie viel der Abbau die Steuerzahler am Ende kosten wird, wird erst nach Jahren klar sein. Fakt ist, dass die Wirtschaft am Balkan, wo die meisten notleidenden Kredite vergeben wurden, lahmt. Schwer einbringliche Forderungen der ehemaligen Kärntner Landesbank, die nunmehr in der Heta sind, stammen auch aus Italien. "In beiden Regionen ist das Wirtschaftswachstum nicht rosig", sagte Thomas Url, Experte des Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), am Freitag im APA-Gespräch. Das Wirtschaftswachstum spiele neben den Kreditlaufzeiten und -bedingungen bei der Einschätzung der Fähigkeit von Schuldnern eine Rolle, ihre Verbindlichkeiten zurückzuzahlen.

Url rechnet mit einer "zweigipfeligen Verteilung von Rückzahlungen". Normale Unternehmenskredite hätten im Schnitt fünf Jahre Laufzeit, besonders "gebäudeintensive Anlagen wie Hotels in Kroatien" zehn bis 15 Jahre. Daher könnte es bei den eher kurzfristigen Anlageinvestitionen mit weniger Restlaufzeiten "vielleicht in zwei Jahren" und dann bei faulen Krediten mit länger Laufzeit - "nach einer langen Durststrecke" - womöglich erst in "15 bis 20 Jahren" so weit sein.

Wie viel am Ende uneinbringlich bleiben werde, wollte Url nicht einschätzen. "Dafür müsste man unter anderem Laufzeiten und bisherige Rückzahlungsmuster kennen", so der Wifo-Experte. Die Schätzungen gingen sehr weit auseinander. Zahlen in der Gegend von vier Milliarden Euro geisterten herum.

"Vermutlich", so Url, "wird mit Kreditnehmern vor einer vollkommenen Abschreibung versucht, einen neuen Rückzahlungsplan zu vereinbaren". Sonst müsse es zu einem "Pfandrückgriff" kommen - "beispielsweise sollte es bei Hotels Pfandrechte auf Grundstück und Gebäude geben". Als Erleichterungen könne es geringere Zinssätze und längere Kreditlaufzeiten geben, auch Nicht-Zahlungsperioden könnten ausgehandelt werden, so Url.

Die Daten des WIIW lassen jedenfalls nicht auf eine plötzlich wieder anspringende Wirtschaft in den Ex-Jugoslawischen Staaten hoffen, aus denen die Heta die faulen Hypo-Kredite hat. So soll die Wirtschaft in Kroatien heuer um 0,5 Prozent schrumpfen, im kommenden Jahr nur um 0,7 Prozent wachsen. In Serbien beispielsweise schrumpft die Wirtschaft laut Prognose heuer um ein Prozent, stagniert kommendes Jahr. Für Slowenien werden kleine Wachstumswerte von heuer plus 0,5 Prozent und 2015 plus 1,4 Prozent vorhergesehen. In Bosnien soll die Wirtschaft heuer stagnieren und kommendes Jahr nur um ein Prozent wachsen. Nur für das kleine Montenegro wird immerhin heuer ein Plus von 2,1 Prozent und 2015 von 2,9 Prozent gesehen.

(Bild: Die Hypo Alpe Adria Bank ist Geschichte. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL)

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Kampf um den Tempelberg in Jerusalem erneut entbrannt

Fr, 31/10/2014 - 10:06

(Von Apa/dpa/ag..) Die Fatah rief die Palästinenser dazu auf, sich auf dem Tempelberg zu versammeln und dortzubleiben. Deshalb sei der Templeberg am Freitag zwar für muslimische Gläubiger geöffnet - Männer unter 50 Jahren seien aus Sicherheitsgründen jedoch nicht zugelassen, erklärte Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem gehört zu den heiligsten Stätten von Muslimen wie Juden.

Grenzpolizisten kontrollierten die Papiere von Gläubigen an den Eingängen zum Gelände und ließen über 50-jährige Männer passieren. Die Gebete vor dem Morgengrauen seien ohne Zwischenfälle verlaufen, teilte die Polizei mit. Im Laufe des Freitags haben jedoch junge Palästinenser versucht, sich Zugang zum Tempelberg zu verschaffen, berichtete die Nachrichtenseite "ynet". Weitere Palästinenser hätten Feuerwerkskörper von angrenzenden Hausdächern gefeuert. Polizisten versuchten, das Vordringen der Palästinenser zu verhindern.

Auch im Westjordanland kam es zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Unter anderem in Kalandia nahe Ramallah und im Gebiet Hebron warfen Palästinenser Steine auf Polizisten. Diese gingen mit Tränengas gegen die Demonstranten vor.

Auslöser der neuen Unruhen war ein Anschlag auf einen jüdisch-rechten Tempelberg-Aktivisten am Mittwochabend. Am Donnerstagmorgen erschoss die israelische Polizei einen Verdächtigen.

US-Außenminister John Kerry hat sich inzwischen besorgt über die wachsenden Spannungen in Jerusalem geäußert und Israel sowie Palästinenser zur Zurückhaltung aufgerufen. Er forderte am Donnerstag, dass der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem, der Juden und Muslimen gleichermaßen heilig ist, wieder für muslimische Gläubige geöffnet wird.

(Bild: Polizisten riegen den Tempelberg ab. Bild: SN/EPA/ABIR SULTAN)

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Erneut Kämpfe zwischen Palästinensern und Israels Polizei

Fr, 31/10/2014 - 10:06

(Von Apa/dpa/ag..) Für Freitag hat die palästinensische Fatah-Partei zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen. Man betrachte Angriffe auf den Tempelberg als "Erklärung eines religiösen Krieges gegen das palästinensische Volk"

Die Fatah rief die Palästinenser dazu auf, sich auf dem Tempelberg zu versammeln und dortzubleiben. Deshalb sei der Templeberg am Freitag zwar für muslimische Gläubiger geöffnet - Männer unter 50 Jahren seien aus Sicherheitsgründen jedoch nicht zugelassen, erklärte Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem gehört zu den heiligsten Stätten von Muslimen wie Juden.

Grenzpolizisten kontrollierten die Papiere von Gläubigen an den Eingängen zum Gelände und ließen über 50-jährige Männer passieren. Die Gebete vor dem Morgengrauen seien ohne Zwischenfälle verlaufen, teilte die Polizei mit. Wann die Stätte wieder für alle Muslime geöffnet werden würde, war zunächst unklar.

Auslöser der neuen Unruhen war ein Anschlag auf einen jüdisch-rechten Tempelberg-Aktivisten am Mittwochabend. Am Donnerstagmorgen erschoss die israelische Polizei einen Verdächtigen.

US-Außenminister John Kerry hat sich inzwischen besorgt über die wachsenden Spannungen in Jerusalem geäußert und Israel sowie Palästinenser zur Zurückhaltung aufgerufen. Er forderte am Donnerstag, dass der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem, der Juden und Muslimen gleichermaßen heilig ist, wieder für muslimische Gläubige geöffnet wird.

(Bild: Konflikt um den Tempelberg ist wieder entbrannt. Bild: SN/APA (epa)/ABIR SULTAN)

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100. Todestag von Georg Trakl: Lesungen und Gedenken

Fr, 31/10/2014 - 09:56

(Von Apa.) So wird am Vorabend in seiner Geburtsstadt Salzburg der Monolog "mutter.TRAKL" uraufgeführt und am Montag ein Denkmal im Unipark enthüllt. In Wien wird im Haus Wittgenstein ein Gedenkabend abgehalten, im Burg-Kasino liest Markus Meyer am 8.11. aus Trakls Werk.

Georg Trakl gilt als einer der wichtigsten Lyriker des 20. Jahrhunderts und einer der zentralen Vertreter des österreichischen Expressionismus. Er wurde am 3. Februar 1887 als fünftes von sieben Kindern eines Salzburger Eisenwarenhändlers geboren. Nach der Schulzeit begann er eine Ausbildung zum Apotheker sowie ein Pharmaziestudium in Wien.

Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldete er sich freiwillig und musste als Militärapotheker in einer Sanitätskolonne an der galizischen Ostfront entsetzliches Leid infolge von mangelndem Personal und fehlenden Medikamenten weitgehend tatenlos mitansehen. Nach diesen traumatischen Eindrücken erlitt er einen Nervenzusammenbruch, trug sich mit Selbstmordgedanken und wurde zur Beobachtung in das Krakauer Militärlazarett eingeliefert. Hier entstand sein eindrucksvolles Gedicht "Grodek", hier starb er am 3. November 1914 infolge einer Überdosis Kokain.

Seine bereits frühe Drogenabhängigkeit sowie seine enge, möglicherweise auch inzestuöse Beziehung zu seiner viereinhalb Jahre jüngeren Schwester Margarethe zeichneten auch das Bild eines melancholischen, introvertierten, tief unglücklichen Menschen, das sich die Nachwelt von dem Dichter machte. Nach erfolglosen Theaterstücken und ersten Gedicht-Veröffentlichungen 1908/09 führte die Unterstützung durch den einflussreichen Mäzen Ludwig von Ficker, der Trakl auch noch kurz vor dessen Tod in Krakau besuchte, zur regelmäßigen Publikation von Gedichten in der Zeitschrift "Der Brenner" und zu dem ersten Gedichtband "Der jüngste Tag" (1913). Sein zweiter Lyrikband "Sebastian im Traum" erschien bereits posthum. Sein Grab befindet sich auf einem Friedhof in Innsbruck.

Trakl prägte mit seinen düsteren und symbolistischen Gedichten wie "Verfall", "In den Nachmittag geflüstert", "Gesang des Abgeschiedenen" oder "Grodek" Generationen von Schriftstellern, sei es durch Vorbildwirkung, sei es durch Abgrenzung. "Wenige Autoren, die nicht von den Gedichten und dem Leben dieses vor hundert Jahren verstorbenen Dichters fasziniert gewesen wären", schreiben die Herausgeber einer "Umfrage über Georg Trakl", die von der Literaturzeitschrift "Literatur und Kritik" veranstaltet wurde, "wenige, die auf ihrem Weg zur künstlerischen Eigenständigkeit nicht irgendwann der ersten Faszination durch Trakl auch wieder entsagt hätten."

In den vergangenen Monaten sind auch zahlreiche neue Publikationen zu Leben und Werk erschienen, darunter Rüdiger Görners Buch "Georg Trakl. Dichter im Jahrzehnt der Extreme" (Zsolnay Verlag) oder eine Neuauflage der Trakl-Biografie von Hans Weichselbaum, Leiter der Georg-Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte, im Otto Müller Verlag.

(Bild: Georg Trakl im Alter von 27 Jahren. Bild: SN/sw)

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Lesungen und Gedenken zum 100. Todestag von Georg Trakl

Fr, 31/10/2014 - 09:56

(Von Apa.) So wird am Vorabend in seiner Geburtsstadt Salzburg der Monolog "mutter.TRAKL" uraufgeführt und am Montag ein Denkmal im Unipark enthüllt. In Wien wird im Haus Wittgenstein ein Gedenkabend abgehalten, im Burg-Kasino liest Markus Meyer am 8.11. aus Trakls Werk.

Georg Trakl gilt als einer der wichtigsten Lyriker des 20. Jahrhunderts und einer der zentralen Vertreter des österreichischen Expressionismus. Er wurde am 3. Februar 1887 als fünftes von sieben Kindern eines Salzburger Eisenwarenhändlers geboren. Nach der Schulzeit begann er eine Ausbildung zum Apotheker sowie ein Pharmaziestudium in Wien.

Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldete er sich freiwillig und musste als Militärapotheker in einer Sanitätskolonne an der galizischen Ostfront entsetzliches Leid infolge von mangelndem Personal und fehlenden Medikamenten weitgehend tatenlos mitansehen. Nach diesen traumatischen Eindrücken erlitt er einen Nervenzusammenbruch, trug sich mit Selbstmordgedanken und wurde zur Beobachtung in das Krakauer Militärlazarett eingeliefert. Hier entstand sein eindrucksvolles Gedicht "Grodek", hier starb er am 3. November 1914 infolge einer Überdosis Kokain.

Seine bereits frühe Drogenabhängigkeit sowie seine enge, möglicherweise auch inzestuöse Beziehung zu seiner viereinhalb Jahre jüngeren Schwester Margarethe zeichneten auch das Bild eines melancholischen, introvertierten, tief unglücklichen Menschen, das sich die Nachwelt von dem Dichter machte. Nach erfolglosen Theaterstücken und ersten Gedicht-Veröffentlichungen 1908/09 führte die Unterstützung durch den einflussreichen Mäzen Ludwig von Ficker, der Trakl auch noch kurz vor dessen Tod in Krakau besuchte, zur regelmäßigen Publikation von Gedichten in der Zeitschrift "Der Brenner" und zu dem ersten Gedichtband "Der jüngste Tag" (1913). Sein zweiter Lyrikband "Sebastian im Traum" erschien bereits posthum. Sein Grab befindet sich auf einem Friedhof in Innsbruck.

Trakl prägte mit seinen düsteren und symbolistischen Gedichten wie "Verfall", "In den Nachmittag geflüstert", "Gesang des Abgeschiedenen" oder "Grodek" Generationen von Schriftstellern, sei es durch Vorbildwirkung, sei es durch Abgrenzung. "Wenige Autoren, die nicht von den Gedichten und dem Leben dieses vor hundert Jahren verstorbenen Dichters fasziniert gewesen wären", schreiben die Herausgeber einer "Umfrage über Georg Trakl", die von der Literaturzeitschrift "Literatur und Kritik" veranstaltet wurde, "wenige, die auf ihrem Weg zur künstlerischen Eigenständigkeit nicht irgendwann der ersten Faszination durch Trakl auch wieder entsagt hätten."

In den vergangenen Monaten sind auch zahlreiche neue Publikationen zu Leben und Werk erschienen, darunter Rüdiger Görners Buch "Georg Trakl. Dichter im Jahrzehnt der Extreme" (Zsolnay Verlag) oder eine Neuauflage der Trakl-Biografie von Hans Weichselbaum, Leiter der Georg-Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte, im Otto Müller Verlag.

(Bild: Georg Trakl im Alter von 27 Jahren. Bild: SN/sw)

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Zwei Drittel der Österreicher schauen auf Marke

Fr, 31/10/2014 - 09:31

(Von Apa.) Am wichtigsten erscheint demnach eine Marke bei großen elektrischen Geräten, Autos und Handys. Im oberen Mittelfeld der Aufmerksamkeit landen noch Markenartikel aus den Bereichen Schönheitsprodukte, Tablets bzw. PCs und Schuhe. Weniger wichtig erscheint dieses Zeichen bei Handtaschen, Schmuck und Energy Drinks. Das ist das am Freitag veröffentlichte Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS unter mehr als 1000 Personen.

Für jüngere Personen und Menschen aus höheren sozialen Schichten hat die Marke mehr Bedeutung als für ihre sozialen Gegengruppen. Frauen orientieren sich bei Handtaschen und Schönheitsprodukten mehr an Markenzeichen als Männer, umgekehrt schauen diese eher bei Autos und technischem Equipment darauf.

Befragte mit Markenbewusstsein argumentierten, dass diese vor allem für "Qualität" und schon etwas abgeschwächt für eine "längere Lebensdauer" stehe. Danach folgen die "positive Erfahrung" und das "Image". Bei jüngeren Personen sprechen für die Marke vor allem das Prestige und das Design. Bei Männern geht es um längere Haltbarkeit, bei Frauen sind es überdurchschnittlich häufig gesundheitliche Verträglichkeitsaspekte. Kaum ein Thema - ein Prozent Nennungen - ist "Umweltfreundlichkeit".

(Bild: Österreicher kaufen markenbewusst ein. Bild: SN/APA (Archiv/Gindl)/BARBARA GINDL)

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Die Salzburger wollen über das Bad abstimmen

Fr, 31/10/2014 - 08:22

(Von Heidi Huber.) Was wollen die Salzburger in der Debatte um ein neues Hallenbad? Während die Politik im Schloss Mirabell zankt, wünschen sich die Stadt-Salzburger ein Mitspracherecht.

Eine aktuelle SN-Umfrage vom Marktforschungsinstitut IGF zeigt: Knapp zwei Drittel der Befragten wollen eine Bürgerabstimmung zur Frage, ob ein neues Hallenbad errichtet werden soll oder nicht. IGF-Chefin Ernestine Depner-Berger ist darüber nicht verwundert. "Mehr Mitbestimmung, mehr direkte Demokratie - das ist der aktuelle Trend." Abgefragt wurde dabei auch, ob die Befragten an der Bürgerabstimmung dann auch wirklich teilnehmen, und wie sie stimmen würden. "82 Prozent würden ganz sicher oder eher schon zur Abstimmung gehen." Von denen wiederum sind 60 Prozent für und 25 Prozent gegen die Errichtung eines Hallenbades.

Aber braucht es denn noch ein Bad? Der Bedarf sei auf jeden Fall gegeben, sagt Depner-Berger. 71 Prozent der Befragten sagen, dass die Stadt Salzburg auf alle Fälle oder eher schon ein neues Hallenbad braucht. "Das ist insofern überraschend, weil wir auch im Jänner in einer Studie schon die Frage nach einem Spaßbad gestellt haben. Damals haben 65 Prozent das bejaht. Trotz der langwierigen Entwicklungsgeschichte, dem Hin und Her und dem aktuellen Streit hat sich daran nichts geändert", sagt Depner-Berger. Die deutliche Mehrheit bleibe dabei: Es brauche ein adäquates Hallenbad.

64 Prozent finden Angebot nicht ausreichendUnd das wohl auch, weil das Angebot in der Umgebung nicht ausreicht. 64 Prozent finden das Angebot im Umkreis - beispielsweise die Watzmanntherme, Rupertustherme oder Aqua Salza Golling - eher nicht oder gar nicht ausreichend. "Die Nutzung in der Umgebung zeigt, um wie viel mehr auf attraktive Angebote ausgewichen wird. Hätten wir in der Stadt ein attraktives Angebot, würden die Leute das auch nutzen", sagt Depner-Berger.

In der Standortfrage sind die Befragten uneins. 37 Prozent sprechen sich für den aktuellen Standort als den sinnvollsten aus, aber auch 33 Prozent für Leopoldskron, 17 Prozent für Liefering. "Die, die das Hallenbad wirklich nutzen, sprechen sich für den aktuellen Standort aus. Aus Sicht der gesamten Befragten wäre ein Hallenbad mit einem Freibad in Leopoldskron eine gute Kombination - ohne jetzt die Machbarkeit zu diskutieren."

Sanieren oder neu bauen - auch hier sind die Befragten uneins. "Es hält sich die Waage. Wobei hier vom Gefühl her auch die Kostenfrage mitschwingt. Die, die das Hallenbad stärker nutzen, tendieren aber in Richtung modern und neu."

Bleibt noch die Frage, ob die Stadt Salzburg mit Freilassing kooperieren und ein gemeinsames Bad umsetzen soll. Hier präferieren nur 31 Prozent für eine Kooperation, während 59 Prozent den Neubau durch die Stadt wollen.

Lesen Sie am Montag: Wer hat vom Bäderstreit politisch profitiert? Wem vertrauen die Stadt-Salzburger in dieser Sache noch?

(Bild: Große Sprünge ... Bild: SN/wizany)

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Versorgung fix: Russland und Ukraine beenden Gasstreit

Fr, 31/10/2014 - 07:51

(Von Apa/dpa/ag..) "Wir können den Bürgern Europas heute sagen: Die Versorgungssicherheit ist gewahrt", sagte Oettinger, der die Verhandlungen im Auftrag der EU geleitet hatte. Die Verhandlungen seien hart, aber sachorientiert gewesen. "Wir haben in kriegsähnlichen Zuständen klug gehandelt", erklärte Oettinger mit Blick auf die Kämpfe zwischen ukrainischer Armee und pro-russischen Separatisten in der Ostukraine in den vergangenen Monaten.

Der scheidende EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso äußerte die Hoffnung, dass die Vereinbarung dazu beitrage, das Vertrauen zwischen der Ukraine und Russland zu stärken. Der russische Energieminister Alexander Nowak sagte, dass sein Land immer ein verlässlicher Gasversorger gewesen sei und dies auch bleiben werde.

Im Falle eines Scheiterns der Gespräche hätten in einem harten Winter nicht nur der Ukraine, sondern womöglich auch EU-Ländern Engpässe bei der Gasversorgung gedroht. Die EU bezieht rund ein Drittel ihres Gasbedarfs aus Russland. Etwa die Hälfte davon fließt durch die Ukraine. Die EU hatte befürchtet, dass die Ukraine in Notlagen Gas aus den Pipelines abzweigen könnte.

"Dies ist ein wichtiger Schritt für unsere gemeinsame Energiesicherheit auf dem europäischen Kontinent", sagte Barroso. "Es gibt jetzt keinen Grund dafür, dass die Menschen in Europa es in diesem Winter kalt haben."

Oettinger unterstrich, dass die EU weder für die Altschulden noch für künftige Gasbestellungen der Ukraine Garantien übernehme. Nach seinen Angaben zahlt Naftogaz in den kommenden Tagen 1,45 Milliarden Dollar (1,15 Mrd. Euro), um die offenen Rechnungen bei Gazprom zu begleichen. Bis Jahresende tilge die Ukraine Altschulden von insgesamt rund 3,1 Mrd. Dollar (2,46 Mrd. Euro). "Dieses Geld liegt auf einem Sonderkonto bei der ukrainischen Staatsbank und ist damit eine sichere Erwartung für Gazprom", sagte Oettinger. Die endgültige Gesamtsumme werde vor dem internationalen Schiedsgericht in Stockholm geklärt. Im Gegenzug soll Russland die Zölle auf Gasimporte in die Ukraine um 100 Dollar je 1.000 Kubikmeter senken.

Gazprom hat die Beilegung des Gasstreits zwischen Moskau und Kiew begrüßt. Von dem "Kompromiss" gehe die "klare Botschaft" aus, dass Verträge eingehalten und Schulden beglichen werden müssen, erklärte der Konzern am Freitag. Mit der Einigung für die Wintermonate werde "mit etwas Glück ein neues, konstruktiveres Kapitel in den Gasbeziehungen zwischen der EU, Russland und der Ukraine" aufgeschlagen.

Nach Angaben des ukrainischen Energieministers Juri Prodan zahlt sein Land bis Jahresende 378 Dollar pro 1000 Kubikmeter, im ersten Quartal 2015 dann 365 Dollar. Oettinger erklärte weiter, dass die Ukraine die Option habe, Gasmengen nach ihrem Bedarf zu bestellen. Diese müsse sie per Vorkasse zahlen. Es war bis zuletzt offen gewesen, wie das quasi insolvente Land seine Rechnungen begleichen kann. Dazu sagte Oettinger, die Ukraine habe "im Haushalt Mittel für den Gaseinkauf bereitgestellt." Zudem verwies Oettinger auf Hilfsprogramme, die die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) heuer bereits beschlossen haben. Weitere Programme könnten vielleicht im nächsten Jahr beschlossen werden. Nach Angaben der EU-Kommission rechnet die Ukraine damit, bis Jahresende vier Milliarden Kubikmeter Gas zu benötigen, was in etwa 1,5 Milliarden Dollar entspräche.

Der Streit hatte im Frühjahr begonnen, nachdem Russland die Gaspreise nach dem Machtwechsel in Kiew und der Hinwendung der ukrainischen Regierung zum Westen deutlich angehoben hatte. EU-Kreisen zufolge hatten sowohl die Ukraine als auch Russland hart verhandelt, um auch die EU zu Zusagen zu bewegen. Für die Regierung in Moskau sei demnach wichtig gewesen, dass die EU ihren Beitrag dazu leiste, der Ukraine die Begleichung ihrer Rechnungen bei Gazprom zu ermöglichen. Die ukrainische Seite wiederum habe gegenüber ihrer Bevölkerung nicht den Anschein erwecken wollen, zu viel Geld für russisches Gas auszugeben.

An der Unterzeichnung nahmen neben den Energieministern Russlands und der Ukraine auch die Chefs der Versorger Gazprom und Naftogaz, Alexej Miller und Andrij Kobolew teil.

Sowohl für Barroso als auch für Oettinger war es die letzte Chance auf eine Einigung, da am Samstag die neue EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker die Amtsgeschäfte übernimmt. Danach sind der Slowake Maros Sefcovic, der an der Zeremonie im Kommissionsgebäude ebenfalls teilnahm, sowie der Spanier Miguel Arias Canete für Energiethemen zuständig.

Russland und die Ukraine hatten bereits 2006 und 2009 über Gaslieferungen gestritten, wodurch auch in Westeuropa im Winter weniger Gas angekommen war. Seit Juni hat die finanziell schwer angeschlagene Ukraine kein russisches Gas mehr erhalten, auf das sie aber dringend angewiesen ist. Das nun beschlossene "Winterpaket" soll die Gasversorgung der Ukraine - und damit letztlich auch Europas - bis zum März 2015 sichern.

(Bild: EU-Energiekommissar Oettinger verkündete die Einigung. Bild: SN/APA (Archiv/epa)/Maxim Shipenkov)

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Kämpfe zwischen Palästinensern und Israels Polizei

Fr, 31/10/2014 - 06:56

(Von Apa/dpa.) Für Freitag hat die palästinensische Fatah-Partei zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen. Man betrachte Angriffe auf den Tempelberg als "Erklärung eines religiösen Krieges gegen das palästinensische Volk"

Die Fatah rief die Palästinenser dazu auf, sich auf dem Tempelberg zu versammeln und dortzubleiben. Deshalb sei der Templeberg am Freitag zwar für muslimische Gläubiger geöffnet - Männer unter 50 Jahren seien aus Sicherheitsgründen jedoch nicht zugelassen, erklärte Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem gehört zu den heiligsten Stätten von Muslimen wie Juden.

Auslöser der neuen Unruhen war ein Anschlag auf einen jüdisch-rechten Tempelberg-Aktivisten am Mittwochabend. Am Donnerstagmorgen erschoss die israelische Polizei einen Verdächtigen.

(Bild: Konflikt um den Tempelberg ist wieder entbrannt. Bild: SN/APA (epa)/ABIR SULTAN)

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Dobrindt weist bei Maut Datenschutzbedenken zurück

Fr, 31/10/2014 - 06:05

(Von Apa/dpa/ag..) Kein Bürger müsse sich Sorgen machen, dass nun "Profile gespeichert werden könnten", sagte der Minister der "Bild"-Zeitung vom Freitag.

Kontrollen fänden stichprobenartig statt und die Daten würden sofort nach der automatischen Abfrage, ob ein Kfz-Halter Maut gezahlt habe, wieder gelöscht. Eine Weitergabe an andere Behörden finde "nicht statt", sagte Dobrindt. "Wir haben die härtest möglichen Datenschutzregeln in unser Gesetz aufgenommen, die wir in Deutschland kennen."

Der Datenschutzbeauftragte des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner, sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa):"Besser wäre es, auf Techniken zu verzichten, die solche Gefahren für den Datenschutz hervorrufen." Zwar verstoße die Erfassung von Nummernschildern aus Sicht von Bundesverfassungs- und Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich nicht gegen den Datenschutz. Allerdings ermögliche das Pkw-Mautsystem eine lückenlose Erfassung aller Verkehrsteilnehmer - und eine Löschung der Daten könnte technisch auch einfach unterbleiben, warnte Wagner.

Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff kündigte in der "Rheinischen Post" (Freitag) an, sie werde "mindestens die hohen datenschutzrechtlichen Standards der Lkw-Maut einfordern". Das betreffe insbesondere die "strenge Zweckbindung und die Pflicht zur unverzüglichen Löschung". Grünen-Parteichef Cem Özdemir warnte den Minister: "Einen gläsernen Pkw-Fahrer darf es nicht geben."

Dobrindt plant laut seinem am Donnerstag vorgelegten Gesetzentwurf statt Papiermarken für die Windschutzscheibe eine "elektronische Vignette". Dafür werden die Kennzeichen aller Mautzahler registriert und zur Kontrolle an den Autobahnen elektronisch gelesen. Ähnlich funktioniert schon die Lkw-Maut in Deutschland: Das Kennzeichen wird aufgenommen, gecheckt und - wenn alles in Ordnung ist - sofort wieder gelöscht.

Das am Donnerstag vorgelegte, neue Konzept Dobrindts sieht vor, die Maut nur auf Autobahnen zu erheben und nicht wie bisher geplant auf allen Straßen. Die Pkw-Maut war auf Drängen der CSU in den Koalitionsvertrag der deutschen Bundesregierung geschrieben worden. Voraussetzung war, dass kein deutscher Fahrzeughalter mehr belastet wird und die EU dies nicht als Diskriminierung von Ausländern rügt. Deutsche Fahrzeughalter sollen nämlich über die Kfz-Steuer in gleicher Höhe wie die Maut entlastet werden, so dass de facto nur Ausländer zahlen.

Der scheidende EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hatte erklärt, der jüngste Vorschlag Dobrindts gehe in die richtige Richtung. Von seiner Nachfolgerin Violeta Bulc gibt es noch keine Einschätzung. Österreich widersetzt sich aber weiterhin den Plänen: "Es bleibt dabei: Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union dürfen auf deutschen Straßen nicht diskriminiert werden", sagte Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ).

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im EU-Parlament, Michael Cramer, erwartet, dass Dobrindts Pläne von Brüssel gestoppt werden. "Das EU-Recht wird dem diskriminierenden Plan einer "Pkw-Maut für Ausländer" einen Riegel vorschieben", sagte der Grünen-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). Dobrindt selbst zeigte sich dagegen am Donnerstagabend in den ARD-"Tagesthemen" überzeugt: "Ich bin mir sicher: Auch die europäische Hürde haben wir genommen."

(Bild: Deutscher Verkehrsminister beharrt auf seinem Plan. Bild: SN/APA (Archiv/epa)/Daniel Naupold)

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