Salzburger Nachrichten

Inhalt abgleichen Salzburger Nachrichten RSS Feed
Die aktuellsten Nachrichten von salzburg.com
Aktualisiert: vor 47 Minuten 22 Sekunden

Nach Soldaten-Entführung: Keine diplomatische Lösung in Nahost?

Sa, 02/08/2014 - 14:05

(Von Sn, Dpa.) Nach der Entführung eines israelischen Soldaten im Gazastreifen wird eine diplomatische Lösung für den Gaza-Konflikt immer schwieriger. "Mit der Hamas über einen Waffenstillstand zu reden, hat keinen Sinn", sagte ein hoher israelischer Regierungsbeamter am Samstag der Zeitung "Haaretz". Vorerst werde auch keine israelische Delegation nach Kairo reisen, um an Gesprächen über eine Feuerpause teilzunehmen. Möglicherweise beendet Israel nach den Worten des Regierungsmitarbeiters den Militäreinsatz sogar, ohne überhaupt eine Waffenruhe zu vereinbaren.Ist der Leutnant noch am Leben?Ob der entführte 23 Jahre alte Leutnant Hadar Goldin überhaupt noch am Leben ist, blieb unklar. Die israelische Armee suchte am Samstag mit einem massiven Militäreinsatz weiter nach dem Vermissten. Militante Mitglieder der im Gazastreifen herrschenden Palästinenserorganisation Hamas hatten den Leutnant am Freitag nahe der im Süden gelegenen Stadt Rafah verschleppt.

Seine Einheit hatte an der Zerstörung eines nach Israel reichenden Angriffstunnels gearbeitet, als sie von dem Hamas-Kommando überrascht wurde. Ganze Truppenformationen durchkämmten am Samstag Häuser und verdächtige Orte, berichtete "Haaretz". Massives Artilleriefeuer unterstützte die Suche.

Das Schicksal des Israelis bleibt weiter ungewiss. Der bewaffnete Arm der Hamas, die Al-Kassam-Brigaden, bestritt am Samstagmorgen, den Soldaten in seine Gewalt gebracht zu haben. "Wir haben den Kontakt zu den an dem Überfall beteiligten Kämpfern verloren, und wir vermuten, dass sie alle bei dem (nachfolgenden israelischen) Bombardement getötet wurden", hieß es in einer Mitteilung. Dabei sei wohl auch der Soldat ums Leben gekommen.

Der israelischen Armee zufolge ereignete sich der Angriff anderthalb Stunden nach Beginn einer dreitägigen humanitären Waffenruhe, die die Vereinten Nationen (UN) und die USA zwischen Israel und militanten Palästinensern vermittelt hatten. Israel erklärte daraufhin die Waffenruhe für gescheitert und verstärkte seine Angriffe. Ein ranghohes Hamas-Mitglied widersprach dieser Darstellung. Die Entführung sei vor Beginn der Waffenruhe passiert, sagte Mussa Abu Marsuk, der Vize-Auslandschef der Organisation, der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.Letzte Entführung vor rund acht JahrenZuletzt war 2006 der Soldat Gilad Schalit von einem Kommando unter Leitung der Hamas von israelischem Boden aus durch einen Tunnel in den Gazastreifen verschleppt worden. Er kam erst mehr als fünf Jahre später frei - im Tausch gegen mehr als 1000 palästinensische Häftlinge. Israel hat inzwischen eine Reihe dieser Freigelassenen wieder festgenommen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Freitag eine harte Reaktion angekündigt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich nach dem Scheitern der Waffenruhe "schockiert und zutiefst enttäuscht über die Entwicklung". Er befürchtete "ernste Folgen für die Menschen in Gaza, in Israel und darüber hinaus".USA will die Freilassung des SoldatenDie USA forderten die bedingungslose Freilassung des Soldaten. Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi rief die Konfliktparteien dazu auf, sich so schnell wie möglich einer früheren ägyptischen Waffenstillstandsinitiative anzuschließen. "Wenn wir Zeit verlieren, wird die Situation komplizierter", erklärte er vor der Presse in Kairo.

Möglicherweise beendet Israel den Militäreinsatz im Gazastreifen sogar, ohne zuvor mit der Hamas eine Waffenruhe zu vereinbaren. "Wir werden die Zerstörung der Tunnel beenden und unsere Politik gegenüber Gaza auf Abschreckung gründen und nicht auf Abmachungen mit der Hamas", zitierten die "Haaretz" und das israelische online-Portal "ynet.news" einen hohen Regierungsbeamten.

Unterdessen dürfen die Bewohner von Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen in ihre Häuser zurückkehren, wie die israelische Armee mitteilte. In den vergangenen 24 Stunden hat Israel nach eigenen Angaben mehr als 200 Ziele in dem Palästinensergebiet am Mittelmeer angegriffen. Demnach wurden unter anderem fünf Moscheen getroffen. Sie seien von der Hamas als Übungsgelände und Kommandozentralen genutzt worden.

Das israelische Militär flog auch einen Luftangriff auf die Islamische Universität in Gaza. In einem Gebäude der Einrichtung wurden nach israelischen Angaben Waffen hergestellt.1650 Palästinenster ums Leben gekommen?Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden in Gaza seit dem 8. Juli mindestens 1650 Palästinenser getötet. Rund 8900 Menschen wurden demnach verletzt. Nach Angaben der UN-Nothilfeorganisation Ocha hat die Gewalt fast jeden vierten Einwohner im Gazastreifen in die Flucht getrieben. Mehr als 254 000 der 1,8 Millionen Palästinenser hätten Zuflucht in eine der 90 UN-Unterkünfte gesucht.

Auf israelischer Seite wurden im Gaza-Krieg mindestens 63 Soldaten und drei Zivilisten getötet. Militante aus dem Gazastreifen feuerten am Samstag erneut Raketen auf Israel ab. Zwei Geschosse wurden am Samstagmorgen über Tel Aviv, eines über der südlichen Stadt Beerscheva abgefangen. Militante Palästinenser feuerten nach Angaben der israelischen Armee seit Beginn der Militäroffensive mehr als 3000 Raketen auf Israel ab.

(Bild: Die Suche nach dem vermissten Soldaten geht weiter. Bild: SN/APA/EPA/ATEF SAFADI)

Kategorien: News

17-Jähriger auf Verfolgungsjagd mit Polizei

Sa, 02/08/2014 - 13:23

(Von Apa.) Der Jugendliche war einer Streife wegen seiner "unsicheren Fahrweise" aufgefallen. Beim Versuch, den jungen Lenker anzuhalten, habe dieser Gas gegeben, berichtete die Stadtpolizei. Mit weit überhöhter Geschwindigkeit - teilweise sogar mit 100 km/h in einer Zone mit Tempolimit 30 - flüchtete der Bad Vöslauer durch das Zentrum. Dabei wurde auch ein abgestelltes Auto beschädigt. Endstation war dann an der Kreuzung des Kaiser Franz Ringes mit dem Erzherzog Wilhelm Ring. Der 17-Jährige verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und krachte gegen die Einfahrt der Evangelischen Kirche. Dort versuchte er gemeinsam mit seinem Beifahrer zu Fuß zu flüchten, wurde aber wenig später von Beamten angehalten.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich nach Angaben der Feuerwehr das schwer beschädigte Fahrzeug schräg verkeilt zwischen dem Gartenzaun und der Einfahrt der Pfarrkanzlei. Teile des Einfahrtstores waren bei dem Zusammenstoß herausgerissen, einige Müllbehälter umgefahren worden.

Bei den Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass das Fahrzeug nicht zum Verkehr zugelassen war und zudem Kennzeichen eines anderen Pkw montiert hatte. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der Jugendliche wird bei der Staatsanwaltschaft und der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.

(Bild: Action-Szenen in Baden (Symbolbild). Bild: SN/APA (Gindl)/BARBARA GINDL)

Kategorien: News

Rund 200 Kilometer Stau auf den Transitrouten

Sa, 02/08/2014 - 13:04

(Von Apa.) Verkehrsexperten von ARBÖ und ÖAMTC berichteten von 200 Kilometer Stau und zähem Verkehr auf den Transitrouten in Süd- und Westösterreich sowie im benachbarten Ausland. Besonders betroffen waren Süd- und Westösterreich sowie Bayern und Südtirol. Im Osten sorgten Baustellen für Staus.

Die längsten Staus wurden von der Tauernautobahn (A10) und der Karawankenautobahn (A11) gemeldet. Gegen Mittag gab es Richtung Villach auf der A10 im Bereich zwischen Walserberg und Golling auf rund 30 Kilometer nur mehr ein Weiterkommen im Schneckentempo. Im weiteren Verlauf hieß es auf rund 15 Kilometern zwischen dem Reittunnel bei Sankt Johann/Pongau und Eben Stau.

Auch vor der Mautstelle St. Michael wurden rund fünf Kilometer Stau gemessen. Auf der Kärntner Seite kamen die Autofahrer in Richtung Slowenien ab dem Knoten Spittal/Drau nur sehr langsam Richtung Slowenien beziehungsweise Italien voran. Nach Informationen des ARBÖ kam es zwischen dem Karawankentunnel auf der A1 und dem Oswaldibergtunnel bei Villach auf der A10 zu rund 30 Kilometer Stau . Der Verkehr wurde vor dem Karawankentunnel ebenso wie vor dem Oswaldibergtunnel nur mehr blockweise abgefertigt, was mehr als zwei Stunden Wartezeit zur Folge hatte.

In Oberösterreich und der Steiermark war vor allem die Pyhrnautobahn (A9) die Staustrecke schlechthin. Im Bereich zwischen Inzersdorf und Klaus wurde der Verkehr in Richtung Süden vor der Unterflurtrasse Ottsdorf ab den Vormittagsstunden nur mehr blockweise abgefertigt. Dies führte binnen weniger Minuten zu rund sieben Kilometer Stau. Auch auf der Ausweichstrecke, der Pyhrnpass Bundesstraße (B138), gab es zwischen Inzersdorf und Klaus nur ein sehr langsames Vorankommen. Im weiteren Verlauf sorgte eine Baustelle bei Schachenwald in den Vormittagsstunden für rund 20 Kilometer Stau im Großraum Graz.

Neben der A9 war auch die Südautobahn (A2) zwischen der Laßnitzhöhe und dem Knoten Graz/West betroffen. "Der Besucheransturm zum See-Rock hatte sich um die Mittagszeit gelegt und die Staus hatten sich gegen 12.00 Uhr mittlerweile aufgelöst", wusste ARBÖ-Verkehrsexperte Thomas Haider.

In Tirol bildeten sich auf der Brennerautobahn (A13) und die Fernpaßbundesstraße (B179) wie erwartet die längsten Kolonnen. Auf der B179 wurde der Verkehr vor dem Grenztunnel Vils/Füssen und dem Lermoosertunnel in Richtung Nassereith beziehungsweise Vils nur mehr blockweise abgefertigt. Zwischen Vils und Heiterwang kamen die Autofahrer auf rund 20 Kilometer nur mehr im Schritttempo voran.

Auf der B161 brauchten die Tennisfans, die mit dem eigenen Fahrzeug zum Kitzbühel-Finale anreisten, ab Oberndorf rund 45 Minuten länger. Eine weitere Staustrecke bildete die Loferer Bundesstraße (B178) in Richtung Lofer zwischen Söll und Scheffau auf rund zehn Kilometern.

Im benachbarten Ausland standen vor allem die Verbindungen München-Salzburg (A8) in Bayern und die Brennerautobahn (A22) in Südtirol im Mittelpunkt der Stau-Berichterstattung. Auf der A8 kam es zwischen Bernau am Chiemsee und Salzburg auf rund 30 Kilometern zu Kolonnenverkehr, der nur sehr langsam vorankam. In Südtirol war der Stau zwischen der Mautstelle Sterzing/Vipiteno und dem Brenner zu rund 10 Kilometer Stau lang.

Im Osten von Österreich sorgten Baustellen für erhebliche Verzögerungen. Auf der Westautobahn (A1) kam es gegen 12.00 Uhr im Baustellenbereich zwischen Amstetten-Ost und Ybbs zu zehn Kilometer zähem Verkehr. Auf der Ostautobahn (A4) sorgte der Gegenverkehrsbereich in Richtung Nickelsdorf zwischen Fischamend und dem Knoten Schwechat ebenfalls für Stau.

"Mit einer langsamen Besserung der Situation rechnen wir in den Nachmittagsstunden. Bis auf den Transitstrecken wieder alles auf Null ist, wird es bis in den Abend dauern", so ARBÖ-Verkehrsexperte Thomas Haider abschließend.

(Bild: Längste Staus am Brenner. Bild: SN/APA (D. LIEBL/ZEITUNGSFOTO.AT)/D)

Kategorien: News

Weitere Unwetter in Salzburg: Straßen wieder befahrbar

Sa, 02/08/2014 - 12:56

(Von Sn.) @import "http://cdn.salzburg.com/wp-content/plugins/prettyphoto-media/css/prettyPhoto.css?ver=3.1.4"; Schwere Unwetter entluden sich in der Nacht auf Samstag über Hüttau, St. Johann, Goldegg, Großarl, Dorfgastein und Bad Hofgastein und führten zu Überflutungen und Muren. Die Feuerwehren mussten mit 687 Helfern zu 96 Einsätzen ausrücken, sagte ein Sprecher das Landesfeuerwehrkommandos im SN-Gespräch.

In Goldegg verschüttete Geröll einen Fahrstreifen der Pinzgauer Bundesstraße. Der Verkehr musste während der Räumung wechselseitig angehalten werden. In St. Veit im Pongau wurde die Gemeindestraße Niederuntersberg durch eine Mure verschüttet. Die Straße musste gesperrt werden, ist inzwischen aber wieder befahrbar.Mehrere Murenabgänge in HüttauIn Hüttau gab es indes gleich mehrere Murenabgänge. Bei einem wurden die Bewohner eines Hauses von Wasser und Schlamm eingeschlossen. Helfer der Feuerwehr und der Wasserrettung bargen die beiden Kinder, deren Mutter und die Großmutter aus teilweise reißendem Wasser, sagte Markus Gewolf von der Wasserrettung. Die Familie - der Vater befand sich gerade selbst im Feuerwehreinsatz - wurde unverletzt dem Roten Kreuz übergeben, das sich um ein Ersatzquartier bemühte.

Tauernautobahn musste gesperrt werdenAuf der Katschberg Bundesstraße in Eben im Pongau erfasste eine Fichte einen Pkw. Die Lenkerin und die Beifahrerin blieben unverletzt. Zwischen Ober- und Untertauern wurde die Katschberg Bundesstraße vermurt - der Abschnitt ist aber inzwischen wieder befahrbar.

Bis kurz vor Mitternacht musste in Eben im Pongau die Tauernautobahn wegen einer Mure gesperrt werden. Ein Reisebus hielt deshalb an, was zu einem Unglück führte: Ein Urlauber wollte sich erleichtern, stürzte aber von der Brücke.

Ferner stand die Ennstaler Straße unter Wasser: Zwischen Radstadt und Mandling war die Straße überflutet. Auch die Wagrainer Bundesstraße wurde im Bereich des Straßenkilometers 21 unterspült - sie ist jedoch ebenso wie die Ennstaler Straße wieder befahrbar.

Blitz trifft FerienhausAuch der Pinzgau wurde neuerlich von den Unwettern nicht verschont. In Taxenbach, genauer im Ortsteil Eschenbach, setzte ein Blitz ein Ferienhaus in Brand, zwei Menschen wurden verletzt. Der Rettungshubschrauber brachte sie ins Krankenhaus. Die Feuerwehrleute konnten den Brand löschen.

In Leogang wurde indes die Hochkönig Bundesstraße im Bereich des Straßenkilometer 50 an mehreren Stellen überflutet.

Im Oberpinzgau gingen parallel die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser am Donnerstag weiter. Sie werden bis weit in den Herbst dauern. Groß sind sie Schäden vor allem bei der Lokalbahn.

Diashow ansehen | 14 BilderAufräumarbeiten im Pinzgau

(Bild: Im Pinzgau und im Pongau gingen erneut Gewitter nieder. Bild: SN/kaindl)

Kategorien: News

Weitere Unwetter in Salzburg: Mehrere Straßen vermurt

Sa, 02/08/2014 - 12:37

(Von Sn.) @import "http://cdn.salzburg.com/wp-content/plugins/prettyphoto-media/css/prettyPhoto.css?ver=3.1.4"; Schwere Unwetter entluden sich über Hüttau, St. Johann, Goldegg, Großarl, Dorfgastein und Bad Hofgastein und führten zu Überflutungen und Muren. Die Feuerwehren mussten mit 687 Helfern zu 96 Einsätzen ausrücken, sagte ein Sprecher das Landesfeuerwehrkommandos

In Goldegg verschüttete Geröll einen Fahrstreifen der Pinzgauer Bundesstraße. Der Verkehr musste während der Räumung wechselseitig angehalten werden.

In St. Veit im Pongau wurde die Gemeindestraße Niederuntersberg durch eine Mure verschüttet. Die Straße ist gesperrt.

In Hüttau gab es gleich mehrere Murenabgänge. Bei einem wurden die Bewohner eines Hauses von Wasser und Schlamm eingeschlossen. Helfer der Feuerwehr und der Wasserrettung bargen die beiden Kinder, deren Mutter und die Großmutter durch das knapp einen Meter hohe und teilweise reißende Wasser, sagte Markus Gewolf von der Wasserrettung. Die Familie - der Vater befand sich gerade selbst im Feuerwehr-Einsatz - wurde unverletzt dem Roten Kreuz übergeben, das sich um ein Ersatzquartier bemühte.

Tauernautobahn wegen Mure gesperrtAuf der Katschberg Bundesstraße in Eben im Pongau erfasste eine Fichte einen Pkw. Die Lenkerin und die Beifahrerin blieben unverletzt. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Zwischen Ober- und Untertauern wurde die Katschberg Bundesstraße vermurt. Bis kurz vor Mitternacht musste in Eben im Pongau die Tauernautobahn wegen einer Mure gesperrt werden. Ein Reisebus hielt deshalb an, was zu einem Unglück führte: Ein Urlauber wollte sich erleichtern, stürzte aber von der Brücke.

In Großarl wurde die Großarler Straße gesperrt.

Die Ennstaler Straße steht zudem unter Wasser: Zwischen Radstadt und Mandling ist die Straße überflutet. Auch die Wagrainer Bundesstraße ist im Bereich des Straßenkilometers 21 unterspült. Sie ist jedoch einspurig befahrbar.

Blitz trifft FerienhausAuch der Pinzgau wurde nicht verschont. In Taxenbach, im Ortsteil Eschenbach, setzte ein Blitz ein Ferienhaus in Brand, zwei Menschen wurden verletzt. Der Rettungshubschrauber brachte sie ins Krankenhaus. Die Feuerwehrleute konnten den Brand löschen.

In Leogang wurde die Hochkönig Bundesstraße im Bereich des Straßenkilometer 50 an mehreren Stellen überflutet.

Im Oberpinzgau hatten tagsüber die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser begonnen. Sie werden bis weit in den Herbst dauern. 28 von Muren eingeschlossene Urlauber mussten ausgeflogen werden. Groß sind sie Schäden vor allem bei der Lokalbahn.

Diashow ansehen | 14 BilderAufräumarbeiten im Pinzgau

(Bild: Im Pinzgau und im Pongau gingen erneut Gewitter nieder. Bild: SN/anton kaindl)

Kategorien: News

Suche nach weiteren Leichen am MH17-Absturzort

Sa, 02/08/2014 - 11:40

(Von Apa/dpa.) Die anhaltenden Gefechte zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten hatten zuletzt den Zugang zum Ort des Absturzes behindert. Bei dem mutmaßlichen Abschuss des Flugzeugs mit einer Boden-Luft-Rakete waren am 17. Juli alle 298 Passagiere ums Leben gekommen. Die Ukraine und die Separatisten werfen sich gegenseitig vor, die Boeing 777-200 mit der Flugnummer MH17 abgeschossen zu haben.

An der Absturzstelle waren vor allem Experten aus den Niederlanden und aus Australien im Einsatz. Beide Nationen hatten besonders viele Todesopfer zu beklagen. Die Niederlande leiten die Untersuchungen zu der Tragödie. Dabei soll auch die Schuldfrage geklärt werden.

In den umkämpften Gebieten Donezk und Lugansk spitzte sich die Lage weiter zu. In der Großstadt Lugansk berichteten die Behörden von einem völligen Stromausfall. Es gebe kein Licht, kein Wasser und keinen Mobilfunk. "Lugansk liegt unter totaler Blockade und Isolation", sagte Bürgermeister Sergej Krawtschenko einer Mitteilung zufolge. Es gebe viel zerstörte Infrastruktur durch den tagelangen Beschuss, darunter das städtische Klinikum und zahlreiche Wohnhäuser.

"Am Rande einer humanitären Katastrophe"Die Lage sei kritisch und am "Rande einer humanitären Katastrophe", hieß es. "Was heute in Lugansk geschieht, lässt sich nur schwer eine Anti-Terror-Operation nennen. Das ist ein ganz und gar echter Krieg", teilte die Stadtverwaltung mit. Auch in Donezk waren erneut Explosionen und Gefechtsfeuer zu hören, wie die von den prorussischen Separatisten geführte Agentur Novorossia meldete. Unabhängige Berichte gab es nicht.

Die von den USA und der EU unterstützte Regierung in Kiew will den Kampf in der Region fortsetzen, bis die Region um Donezk und Lugansk "befreit" ist. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko setzte dazu ein neues Militärbudget in Kraft. Demnach werden nun elf Milliarden Griwna (664,94 Mio. Euro) zusätzlich bereitgestellt, um die "Anti-Terror-Operation" fortzusetzen. Ein Teil des Geldes sei auch für den Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur sowie für die Umsiedlung von Bürgern bestimmt.

Zur Finanzierung der zusätzlichen Ausgaben setzte Poroschenko einen Parlamentsbeschluss offiziell in Kraft, nach dem von nun an bis zum 1. Jänner 2015 eine Kriegssteuer erhoben wird. Sie beträgt 1,5 Prozent des monatlichen Einkommens. Die Oberste Rada hatte am Donnerstag auch andere Steuererhöhungen beschlossen. Zudem wurden die Ausgaben für Kommunen und die Abgeordnetendiäten vorübergehend massiv gekürzt.

(Bild: Suche wird durch anhaltende Kämpfe erschwert. Bild: SN/APA (epa)/IGOR KOVALENKO)

Kategorien: News

Rekord-Deal als Ausweg: Ecclestone-Prozess vor Ende

Sa, 02/08/2014 - 11:39

(Von Sn, Dpa.) Geld hat im Leben des Bernard Charles Ecclestone schon immer eine Hauptrolle gespielt. Bereits auf dem Schulhof machte der Arbeitersohn gewinnbringende Geschäfte mit Radiergummis und Süßigkeiten. Nun könnte der 83-Jährige seine Zukunft als Geschäftsführer der Formel 1 durch einen angeblichen 100-Millionen-Dollar-Deal mit der Münchner Justiz sichern. Stimmt Richter Peter Noll der laut "Süddeutscher Zeitung" zwischen Staatsanwaltschaft und Ecclestone getroffenen Vereinbarung zu, wäre der Bestechungsprozess wohl am Dienstag abrupt beendet.

Der sich anbahnende Rekord-Deal würde beiden Parteien einen gangbaren Ausweg aus dem zähen Verfahren bieten. Ecclestone käme damit um eine Verurteilung herum und könnte im Amt des Formel-1-Geschäftsführers bleiben. Die Staatsanwaltschaft könnte ihrerseits auf die Höhe von Ecclestones Zahlung verweisen, die alle bisherigen Deals in vergleichbaren Verfahren in Deutschland bei weitem übersteigen würde.

Gespräche über eine schnelle EinigungSchon zu Beginn des Prozesses hatten Beobachter eine schnelle Einigung erwartet, Gespräche darüber gab es hinter den Kulissen immer wieder. Nach Paragraf 153a der Strafprozessordnung ist eine Einstellung unter Auflagen möglich, das gehört durchaus zum Alltag vor Gericht. Doch offenbar kamen sich beide Seiten zunächst nicht entscheidend näher.

Die Vorwürfe der Staatsanwälte gegen Ecclestone wiegen schwer. Der Brite soll Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky beim Verkauf der Formel-1-Mehrheit aus dem Besitz der Landesbank vor acht Jahren 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt haben. Ecclestone weist dies zurück und will auch nicht gewusst haben, dass Gribkowsky als Amtsträger gilt - was den möglichen Strafrahmen deutlich erhöht. Mühsam versuchten die Staatsanwälte in den vergangenen Wochen, ihre Sichtweise zu belegen. Ecclestone aber gab sich zuletzt zunehmend siegessicherer.

100 Millionen Dollar wären zu verschmerzenFür den Milliardär, der seit vier Jahrzehnten die Geschicke der Formel 1 lenkt, wäre wohl selbst die Zahlung von 100 Millionen Dollar, also knapp 75 Millionen Euro, zu verschmerzen. Hinzu käme voraussichtlich noch eine Ausgleichszahlung an die BayernLB. 25 Millionen Euro haben Ecclestones Anwälte geboten. Im Gegenzug bliebe der Vollgas-Zampano ein freier Mann - und der Herrscher der Grand-Prix-Serie. Rechte-Inhaber CVC hatte für den Fall einer Verurteilung von "Mr. E" eine Entlassung des Geschäftsführers angekündigt.

Auch bei Konzernen wie Daimler, die sich in Ecclestones Renn-Zirkus engagieren, wäre der Formel-1-Boss nicht mehr zu halten gewesen. Das verbieten den Konzernen ihre internen Compliance-Richtlinien zur sauberen Unternehmensführung. Rücktrittsforderungen von Teams und Sponsoren aber hatte es vor und während des Prozesses nicht gegeben. Eine Einstellung des Verfahrens in München würde Ecclestone endgültig die Bahn frei machen für eine weiterhin unangefochtene Regentschaft.

(Bild: Kann und will sich Bernie Ecclestone freikaufen? Bild: SN/AP)

Kategorien: News

Überfall: Wiener Juwelier greift selbst zur Waffe

Sa, 02/08/2014 - 11:19

(Von Apa.) Wie Polizeisprecherin Michaela Rossmann der APA berichtete, stürmten drei maskierte Männer um 12.55 Uhr in das Geschäft in der Favoriten Straße. Einer zückte ein Schießeisen und rief "Überfall!". Seine Komplizen leerten die Vitrinen und stopften Schmuck und Uhren in mitgebrachte Taschen.

In dieser brenzligen Situation griff der Inhaber des Geschäfts - neben ihm befanden sich auch noch ein Angestellter und zwei Kunden in dem Laden - zu einer Schreckschusspistole. Er gab einen Schuss in den Boden ab. Die Täter ergriffen daraufhin die Flucht. Den Großteil ihrer Beute sollen sie zurückgelassen bzw. im Davonlaufen verloren haben. Eine Großfahndung war im Gange. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

(Bild: Diebe wollten Schmuck erbeuten. Bild: SN/comstock images)

Kategorien: News

Ungeschlagen bleiben ist das Ziel von Grödig

Sa, 02/08/2014 - 11:06

(Von Apa.) Einen Start nach Maß haben Grödig und der WAC in der Fußball-Bundesliga hingelegt. Im Duell am Sonntag (16.30 Uhr) zum Abschluss der dritten Runde geht es für beide Teams darum, weiter ungeschlagen zu bleiben. Die Salzburger wollen mit einem Sieg vor eigenem Publikum den schwachen Europacup-Aufritt gegen Zimbru Chisinau vergessen machen und sich Selbstvertrauen fürs Rückspiel am Donnerstag holen.

Die erste Partie gegen Moldawiens Cupsieger verlief alles andere als glücklich für die Grödiger, die beidne Gegentreffer beim 1:2 in der Red Bull Arena resultierten aus einem Eigenfehler sowie einem Eigentor von Simon Handle. Im eigenen Das.Goldberg Stadion soll es für seine saisonübergreifend sieben Partien unbesiegte Truppe jetzt in der Liga wieder besser laufen. "Nachdem wir am Donnerstag doch einiges an Pech zu verkraften hatten, hoffen wir, dass das Glück wieder zu uns zurückkommt, jedenfalls werden wir versuchen, es zu erzwingen", sagte Grödig-Trainer Michael Baur.

"Sie haben eine richtig gute Mannschaft"Das Spiel gegen die noch makellosen Kärntner werde eine Riesenaufgabe. "Sie haben durch starke Transfers eine richtig gute Mannschaft, sind gut in Schuss. Es wird eine harte, interessante Partie", rechnete der Tiroler mit einem starken Gegner. Von der Tabellen-Konstellation ist es ein absolutes Topspiel, empfängt doch der Dritte den Zweiten. "Die Tabelle ist noch nicht so aussagekräftig, aber sicher wollen wir den positiven Trend in der Meisterschaft fortsetzen", meinte der deutsche Mittelfeldspieler Timo Brauer.

Die Grödig-Startformation könnte im Vergleich zu den jüngsten Auftritten stark verändert sein, Baur könnte auch im Hinblick auf die Partie in Chisinau nächste Woche im siebenten Pflichtspiel frische Kräfte bringen. Nicht zur Verfügung stehen weiterhin Lukas Schubert, Ione Cabrera und Bernd Gschweidl, die wiedergenesenen Florian Hart und Marvin Potzmann könnten eventuell schon am Sonntag ein Thema sein. Der WAC kann bis auf die Ausfälle von Peter Tschernegg und Manuel Seidl aus dem Vollen schöpfen.

Die Wolfsberger feierten mit dem 4:1 bei Admira Wacker Mödling und dem Heim-4:0 gegen die Wiener Austria bisher zwei klare Siege. Die Brust der "Wölfe" ist dementsprechend groß. "Wir haben in dieser Woche sehr gut trainiert und sind total auf dieses Spiel fokussiert. Wir wollen den Schwung mitnehmen und gegen Grödig endlich den Dreier holen", gab Kapitän Michael Sollbauer die Marschroute vor.

In den bisherigen vier direkten Begegnungen im Oberhaus setzte es für seine Mannschaft bei einem Unentschieden gleich drei Niederlagen, die Spiele in Grödig gingen mit 3:4 und 0:3 verloren. "Wir werden versuchen gegen die Kärntner in der Bundesliga ungeschlagen zu bleiben", gab Grödigs Baur als Devise aus. Eine besondere Partie ist es für WAC-Stürmer Tadej Trdina. Der 26-Jährige trifft auf seinen Ex-Club, für den er in 38 Ligapartien 15 Tore erzielt hat.

(Bild: Michael Baur will ungeschlagen bleiben. Bild: SN/GEPA pictures)

Kategorien: News

Israel sucht nach vermisstem Soldaten

Sa, 02/08/2014 - 09:55

(Von Sn, Dpa.) Nach der Entführung eines israelischen Soldaten setzt Israel die Suche nach dem Verschleppten fort. Eine Militärsprecherin sagte, Israel habe in der Nacht zum Samstag rund 50 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Die meisten Angriffe seien um die Stadt Rafah erfolgt. Dort hatten militante Islamisten den israelischen Soldaten am Freitagmorgen entführt. Bei den Angriffen wurden in der Nacht 50 Palästinenser getötet, teilte Aschraf al-Kidra, der Sprecher des örtlichen Gesundheitsministeriums, mit.

Unklar bleibt das Schicksal des vermissten 23 Jahre alten Leutnants. Politiker und Kommandeure der im Gazastreifen herrschen Hamas machten dazu unterschiedliche Angaben. Die bewaffneten Milizen der Hamas, die Al-Kassam-Brigaden, teilten am Samstagmorgen mit, sie hätten den Kontakt zu ihren Kämpfern verloren und der Soldat sei vermutlich während eines israelischen Bombardements getötet worden.

Nach Angaben des israelischen Militärs arbeitete die Einheit des vermissten Hadar Goldin an der Zerstörung eines sogenannten "Terror-Tunnels", als militante Palästinenser sie angriffen. Zwei Soldaten seien getötet worden.

Israel erklärte Waffenruhe für gescheitertDer israelischen Armee zufolge ereignete sich der Angriff anderthalb Stunden nach Beginn einer dreitägigen humanitären Waffenruhe, die die Vereinten Nationen (UN) und die USA zwischen Israel und militanten Palästinensern vermittelt hatten. Israel erklärte daraufhin die Waffenruhe für gescheitert und verstärkte seine Angriffe.

Ein ranghohes Hamas-Mitglied widersprach dieser Darstellung. Die Entführung sei vor Beginn der Waffenruhe passiert, sagte Mussa Abu Marsuk, der Vize-Auslandschef der radikal-islamischen Hamas, der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Wer für die Entführung verantwortlich ist, ist unklarWelche der bewaffneten islamistischen Gruppen für die Entführung verantwortlich ist, ist ebenfalls ungeklärt. Der bewaffnete Arm der Hamas, die Al-Kassam-Brigaden, bestritt in der Nacht auf Samstag, den Soldaten entführt zu haben. "Wir wissen nichts über einen vermissten Soldaten, seinen Verbleib oder die Umstände seines Verschwindens", hieß es in einer Mitteilung, die an Journalisten versandt wurde.

Nach einer Meldung der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan hatten die Al-Kassam-Brigaden zuvor noch bestätigt, Goldin gefangen genommen zu haben.

"Wir haben den Kontakt zu den an dem Überfall beteiligten Kämpfern verloren, und wir vermuten, dass sie alle bei dem Bombardement getötet wurden", hieß es in der späteren Mitteilung der Islamisten-Miliz. Dabei sei wohl auch der Soldat ums Leben gekommen.

Zuletzt war 2006 der Soldat Gilad Schalit von einem Kommando unter Leitung der Hamas von israelischem Boden aus durch einen Tunnel in den Gazastreifen verschleppt worden. Er kam erst mehr als fünf Jahre später frei - im Tausch gegen mehr als 1000 palästinensische Häftlinge. Israel hat inzwischen eine Reihe dieser Freigelassenen wieder festgenommen.

Ban von Scheitern der Waffenruhe schockiertIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Freitag eine harte Reaktion angekündigt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich nach dem Scheitern der Waffenruhe "schockiert und zutiefst enttäuscht über die Entwicklung". Er befürchtete "ernste Folgen für die Menschen in Gaza, in Israel und darüber hinaus". Die USA forderten die bedingungslose Freilassung des Soldaten.

Die Palästinensische Autonomiebehörde gibt ihr Ringen um eine Feuerpause nicht auf. Trotz der neuen Auseinandersetzungen kündigte ihr Chefunterhändler Saeb Erekat an, am Samstag eine Delegation zu Verhandlungen über die Beruhigung der Lage in die ägyptische Hauptstadt Kairo zu entsenden. Im US-Sender CNN rief Erekat US-Außenminister John Kerry auf, die Israelis zu überzeugen, auch eine Delegation zu entsenden. In Kairo solle auch der Fall des verschwundenen Soldaten zur Sprache kommen.

Die Zahl der seit dem 8. Juli getöteten Menschen im Gazastreifen ist nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums bis zum Samstagmorgen auf 1650 gestiegen. Rund 8900 Menschen wurden demnach verletzt.

Auf israelischer Seite wurden im Gaza-Krieg mindestens 63 Soldaten und drei Zivilisten getötet. Militante aus dem Gazastreifen feuerten am Samstag erneut Raketen auf Israel ab. Zwei Geschosse wurden am Samstagmorgen über Tel Aviv, eines über der südlichen Stadt Beerscheva abgefangen. Militante Palästinenser feuerten nach Angaben der israelischen Armee seit Beginn der Militäroffensive mehr als 3000 Raketen auf Israel ab.

(Bild: Wieder Schüsse auf Gaza. Bild: SN/APA/EPA/OLIVER WEIKEN)

Kategorien: News

Apple schließt Übernahme von Musikfirma Beats ab

Sa, 02/08/2014 - 09:47

(Von Apa/dpa.) Apple hat die Übernahme des Kopfhörer-Anbieter Beats gut zwei Monate nach der Ankündigung abgeschlossen. Der iPhone-Konzern gab den Vollzug des drei Milliarden Dollar (2,24 Mrd. Euro) schweren Deals am späten Freitag bekannt. Zu Beats gehört auch ein Musik-Streamingdienst, für den sich Apple besonders interessiert haben soll.

Nach Informationen des "Wall Street Journal" soll der bisherige Chef des Abo-Dienstes von Beats, Ian Rogers, auch die Führung bei Apples hauseigenem Service iTunes Radio übernehmen. Der Konzern hatte das werbefinanzierte Internet-Radio im vergangenen Jahr in den USA gestartet. Nach Informationen der Zeitung sollen bei Beats 200 der bisher 700 Arbeitsplätze wegfallen, hauptsächlich in der Verwaltung. Apple wolle den betroffenen Mitarbeitern andere Stellen im Konzern anbieten.

Der Abschluss der Übernahme zeigt, dass sich Apple weitgehend unbeeindruckt von einer Klage des HiFi-Spezialisten Bose gibt. Bose hatte Beats vor wenigen Tagen mit dem Vorwurf von Patentverletzungen verklagt. Dabei geht es um Technologie zur aktiven Geräuschunterdrückung in den Beats-Kopfhörern, bei der zum Beispiel der Umgebungslärm im Flugzeug neutralisiert wird.

(Bild: Apple hat wieder zugeschlagen. Bild: SN/APA (epa)/ADE JOHNSON)

Kategorien: News

"Hier bist du immer in der Auslage"

Sa, 02/08/2014 - 09:16

(Von Sylvia Wörgetter.) SN: Sie sind als Bauernkind im Industrieort Lend aufgewachsen. Wie hat Sie das geprägt?
Mayr: Obwohl wir Bauern waren, hatten wir guten Kontakt zu den Arbeitern. Wir haben sie mit Lebensmitteln versorgt, sie haben uns bei der Heuernte geholfen. Zwischen meinem Vater, der schwarz bis in die Seele war, und den tiefroten Arbeitern hat es aber natürlich immer wieder politische Diskussionen gegeben.

SN: Und das hat Sie politisiert?
Ich habe mich erst relativ spät für Politik interessiert. Das kam mit 17, 18 Jahren, als ich schon in Goldegg gelebt habe. Damals habe ich mit Christian Stöckl (LH-Stv., Anm.) die Junge ÖVP Goldegg gegründet. Christian war Stellvertreter, ich Obmann. Wir haben alte Bräuche wiederbelebt, zum Beispiel, dass Nikolaus und Krampus unterwegs sind.

SN: Und wer war Krampus?
Ich war der Nikolaus, beim Christian weiß ich es nicht mehr. Christian war auf jeden Fall der große Entertainer und Organisator von Ausflügen und Reisen. Ich habe die Arbeit in der Jungen ÖVP fünf Jahre gemacht. Danach bin ich komplett von der Politik abgekommen. Erst 2003 bin ich wieder eingestiegen, als Gemeindevertreter in Goldegg. 2008 bin ich Bürgermeister geworden.

SN: Und zwar für die ÖVP. Warum haben Sie die Partei dann 2013 verlassen und sich dem Team Stronach angeschlossen?
Mich haben der Kurs der Partei, die Bündestruktur, die Kammerwirtschaft immer mehr gestört. Es waren keine Reformen möglich. Es hat auch viele Gespräche mit Wilfried Haslauer gegeben, aber er konnte sich gegen die bündischen Strukturen nicht durchsetzen. Damals war er noch LH-Stellvertreter und noch nicht so stark wie heute.

SN: Es gibt das Gerücht, Sie hätten die Partei verlassen, weil Parteichef Wilfried Haslauer persönlich verhindert hat, dass Sie Bezirksparteiobmann werden.
Ich wurde damals von einer Gruppe gebeten, beim Bezirksvorstand als Obmann zu kandidieren. Die Wahl wäre für mich ausgegangen, wenn nicht Haslauer und Landesgeschäftsführer Wolfgang Mayer aufgetaucht wären und das Stimmrecht für sich reklamiert hätten. Ihr Favorit Günther Mitterer ist dann Bezirksobmann geworden. Aber das war nicht der Grund für meinen Austritt, der Grund war die Reformunfähigkeit der Partei. Ich bin erst ein Dreivierteljahr später ausgetreten. Und ich wollte ursprünglich 2013 als parteifreier Kandidat wieder zur Bürgermeisterwahl antreten. Dann hat das Team Stronach angeklopft.

SN: Das Team Stronach ist auf dem absteigenden Ast. Werden Sie sich selbstständig machen in Salzburg?
Wir müssen mit diesem Gedanken spielen, weil wir nicht wissen, was in der Bundespolitik passiert. Es ist denkbar, dass wir 2018 mit einer Salzburger Liste zur Wahl antreten. Aber derzeit ist das kein Thema. Wir machen Sachpolitik, so gut es geht.

SN: Sie sind zuständig für die Wohnbauförderung. Sie wollen mit weniger Geld mehr Wohnungen bauen als Ihr SPÖ-Vorgänger. Das glauben viele nicht.
Das geht, weil wir das System umstellen von Darlehen auf Annuitätenzuschüsse. Wir wollen 1000 Mietwohnungen im Jahr bauen und 600 Eigentumswohnungen. Früher waren es 800 in Miete und 500 im Eigentum.

SN: So einfach geht es aber offenbar nicht. Sie haben den Start der Reform schon um ein Vierteljahr auf den 1. April verschieben müssen.
Mir geht Konsens und Qualität vor Zeit, ich will die Dinge ausdiskutieren. Eine Frage war zum Beispiel: Dürfen Private und Gewerbliche geförderte Wohnungen bauen? Die Antwort: Sie dürfen das erstmals. Davon erwarte ich mir mehr gesunde Konkurrenz. Jetzt geht es noch um ein paar Feinabstimmungen mit den Banken. Und nur deshalb geht es sich vom Fristenlauf her nicht mit 1. Jänner aus.

SN: Sie sind auch für den Verkehr zuständig. Finden Sie es aus der Perspektive des "Kindes vom Land" gerecht, dass die Landbevölkerung ein schlechteres Bus- und Bahnangebot hat als die Stadtbewohner, dafür aber ein Vielfaches zahlt?
Es ist mir gelungen, ab 1. Juli ein Jahresticket in der Stadt von 366 Euro anzubieten. Das war möglich, weil dazu die vergleichsweise kleine Zuzahlung von 200.000 Euro nötig war. Das ist das einzige, pragmatische Argument. Würde ich das 366-Euro-Ticket landesweit anbieten, kostet das 17 Millionen Euro zusätzlich im Jahr. Die haben wir leider nicht.

Mir ist klar, dass das, wie vieles im Verkehr, nicht gerecht ist. Wir brauchen eine große Systemänderung, die mehr Geld bringt und Gerechtigkeit schafft. Deswegen bin ich für eine flächendeckende Lkw-Maut, um die Maßnahmen für den ländlichen Raum zu finanzieren.

SN: In der Stadt ist auch nicht alles gut. Im Sommer fahren die Obusse bestenfalls jede Viertelstunde. Haben Sie dafür Verständnis?
Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits ist es nicht gescheit, wenn man die Busse in der Urlaubszeit halb voll fahren lässt. Andererseits ist es auch nicht gescheit, wenn das Angebot so ausgedünnt ist, dass die Leute aufs Auto umsteigen. Unterm Strich wäre das Viertelstunden-Intervall im Sommer vertretbar, wenn die Busse pünktlich wären. Das sind sie aber wegen der Baustellen nicht. Daher überwiegt der Ärger.

SN: Goldegg hat vier Politiker aufzuweisen: Neben Ihnen sind derzeit LH-Stv. Christian Stöckl (ÖVP), Klubobmann Cyriak Schwaighofer (Grüne) und der NR-Abgeordnete Sepp Schellhorn (Neos) aktiv. Hat die Goldegger Luft etwas Besonderes?
Das nicht. Aber es liegt vielleicht daran, dass in Goldegg die Themen besonders kontroversiell diskutiert werden. Hier bist du immer in der Auslage. Schon die Gemeindepolitik ist sehr anspruchsvoll. Und dann haben wir natürlich das Kulturzentrum im Schloss Goldegg. Da sind tolle Leute zu Gast, die uns zum Nachdenken bringen.

(Bild: Hans Mayr wirft einen Blick zurück auf Schule und Schulzeit in Lend. Bild: SN/taferner)

Kategorien: News

"Rosenkavalier": Die Welt von gestern

Sa, 02/08/2014 - 08:39

(Von Ernst P. Strobl.) @import "http://cdn.salzburg.com/wp-content/plugins/prettyphoto-media/css/prettyPhoto.css?ver=3.1.4";Richard Strauss wollte seine Oper "Ochs auf Lerchenau" nennen. Sein Textdichter Hugo von Hofmannsthal und vor allem seine Gattin Pauline überzeugten ihn, und "Der Rosenkavalier" war geboren. Nach der glamourösen Festspielpremiere am Freitag tendiert man wieder zu Strauss. Denn eine kleine Änderung, die strichlose Fassung, und vor allem ein völlig anderer Darstellertyp bieten ein ungewohntes Bild vom lustgetriebenen überheblichen Landadeligen, der eine superreiche Erbin zur Beute erkor und sich der Hilfe seiner gesellschaftlich an der Spitze stehenden Verwandten, der Marschallin, bedienen will. Spätestens seit 1960, da Herbert von Karajan mit dem "Rosenkavalier" in der Regie von Rudolf Hartmann das neue Große Festspielhaus eröffnete, gibt es Legenden. Abweichungen bei späteren Produktionen wurden weniger goutiert. An der Wiener Staatsoper wird Otto Schenks Regie aus dem 1968er Jahr wie ein Heiligtum abgespielt.

Diashow ansehen | 36 BilderDer Rosenkavalier

Der Salzburger Festspielintendant Alexander Pereira setzt vielfach auf die Erfahrung von Senioren, nun inszenierte Harry Kupfer, Jahrgang 1935, nach rund 200 Regiearbeiten einen neuen "Rosenkavalier". Im Orchestergraben sitzen die Wiener Philharmoniker, wer sonst, und der Dirigent Franz Welser-Möst zog das Ass im Spiel. Den Da-Ponte-Zyklus der Mozartopern, die Sven-Eric Bechtolf inszeniert, hat er wegen widriger Umstände abgesagt, nun ersetzte er den vorgesehenen Zubin Mehta ausgerechnet in seiner Lebensoper, mit der er auch schon in Zürich debütierte. Die Wiener und der wienerische Strauss, was soll da schief gehen? Nach vierdreiviertel Stunden herrschte Eintracht im Festspielhaus: das war wieder einmal ein "Rosenkavalier", der als festspielwürdig gilt. Auf der Bühne rollten zuletzt im dicken Auto die Marschallin und der Emporkömmling Faninal davon, in der Hofstallgasse warteten modernere Limousinen ähnlicher Dimension auf geladene Gäste. Frohe Begeisterung allerseits.

Es gibt in der Oper ein paar SchlüsselsstellenGlanz und Glamour in Salzburg, und wer wollte, konnte auch nachsinnen. Denn so ohne weiteres wurde der Publikumserfolg nicht erzielt. Es gibt in der Oper ein paar Schlüsselstellen, die über das Schicksal entscheiden können. Franz Welser-Möst hatte den Orchestergraben in Karajanhöhe geschraubt, also ziemlich hoch, und ab dem ersten Moment stand zu befürchten, er habe sich verspekuliert. Zu laut. Die Balance besserte sich zunehmend. In der Bettszene zu Beginn, da die wohlbestallte Marschallin sich mit ihrem Lustknaben Octavian vergnügt, gerieten die Frauenstimmen von Krassimira Stoyanova und Sophie Koch akustisch unter die Räder im orchestralen Überschwang. Auch der Cousin vom Land, Ochs auf Lerchenau, der unverfroren in die heimliche Zweisamkeit platzt, steigerte höchstens die Turbulenzen. In jeder Beziehung. Octavian verkleidet sich als Dienstmädchen und zieht die Aufmerksamkeit des selbsternannten Womanizers auf sich. Günther Groissböck als Ochs war einer der Trümpfe des Abends, bis zuletzt bestens bei Stimme. Wie selbstverständlich nahm er die sängerische Herausforderung der sonst gestrichenen pikanten Prahlerei mit seinen - billigen - Weibereroberungen hin, er ist überhaupt ein "neuer" Ochs. Quasi idealtypisch im Sinne der Erfinder, kein derber fetter Trottel, sondern im Dunstkreis des Kaiserhofs tätig, aber "verbauert". Und verschlagen, wie sich später herausstellt. Könnte sein, dass dies ein Klischee außer Kraft setzt, das seit Richard Mayr, dem beleibten Salzburger, der zur Legende wurde, jahrzehntelang von rundlichen Komikern gepflegt wurde.

Philosophische Betrachtungen über das Verrinnen der ZeitDrunter und drüber geht es ohnehin, wenn Lakaien, Selbstdarsteller und Schnorrer die Marschallin umschwärmen und Menschenmassen in die Intimität der Hausherrin eindringen. Sie werden abgefertigt. Dann verstummt kurz das Orchester. Die Reflexion der alternden Frau, die sich schon in den ersten Takten im Spiegel gemustert hatte, geriet im Angesicht des Toyboys zu einer Sternstunde an sängerischer Intensität und damit - in der Retrospektive - zum frühen Höhepunkt des Abends. Weltklasse, wie Krassimira Stoyanova mit diesen philosophischen Betrachtungen über das Verrinnen der Zeit das Publikum schlicht am Herz packte. Und im Hintergrund verstärkte eine kahle Baumallee die Melancholie ins Monumentale.

Hans Schavernoch hat die bestaunte Bühne entworfen. Wien vor dem Ersten Weltkrieg, imperiale Prachtbauten der Ringstraßenzeit, imposant und auch schräg projiziert, fantastische Räume, die durch Überblendung wechselten. Faninals Palais stammte wohl von Theophil Hansen. Bei der Rosenüberreichung finden sich Mojca Erdmann als mädchenhafte Sophie und Sophie Koch als Octavian sofort als bildhübsches Paar im ätherischen Klangbild des Orchesters. Ochs stört als Macho und Psychotrampel samt seinem tölpelhaften Personal Faninals - und seine eigenen - Pläne, er wird im "Kampf" verwundet, kurz darauf läuft er in die Falle. Für die "Verführungsszene" steht ein Pratergasthaus zur Verfügung, wo eine inszenierte Gespensterstunde das ultimative Schäferstündchen zwischen Ochs und dem "Dienstmädchen" der Marschallin alias Octavian in Frauenkleidern zur endgültigen Demütigung des Schürzenjägers führt. Sehr einfallsreich hält Harry Kupfer diese Szenerie in Dauerbewegung, bis der Bruch folgt. Die eingeschrittene Marschallin, Octavian und Sophie finden sich nach dem Tobuwabohu zum Erkennen der neuen Zeit, und wieder vereinen sich die Stimmen, zum ätherischen Trio, von dem ein junges Duo übrigbleibt. Die Marschallin zieht sich zurück, lässt die Liebenden allein. "Sind halt aso, die jungen Leut!", erkennt auch Faninal (Adrian Eröd).

Die Breitwandbühne füllte sich zum Verneigungsritual zur Gänze. Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, Kinderchor, eine Unzahl von Mitwirkenden, Statisten, die Haupt- und Nebendarsteller, auch das Leading Team konnte sich im einhelligen Beifall sonnen. Sonderjubel ernteten Günther Groissböck, Krassimira Stoyanova, Sophie Koch und Mojca Erdmann. Sind halt aso, die "Rosenkavaliere", wenn sie so gelingen, wie dieser gelungen ist.



(Bild: Der Rosenkavalier in Salzburg. Bild: SN/neumayr)

Kategorien: News

Weitere Unwetter in Salzburg: Straßen vermurt

Sa, 02/08/2014 - 08:38

(Von Sn.) @import "http://cdn.salzburg.com/wp-content/plugins/prettyphoto-media/css/prettyPhoto.css?ver=3.1.4"; Schwere Unwetter entluden sich über Hüttau, St. Johann, Goldegg, Großarl, Dorfgastein und Bad Hofgastein und führten zu Überflutungen und Muren. Die Feuerwehren mussten mit 687 Helfern zu 96 Einsätzen ausrücken, sagte ein Sprecher das Landesfeuerwehrkommandos

In Goldegg verschüttete Geröll einen Fahrstreifen der Pinzgauer Bundesstraße. Der Verkehr musste während der Räumung wechselseitig angehalten werden.

In St. Veit im Pongau wurde die Gemeindestraße Niederuntersberg durch eine Mure verschüttet. Die Straße ist gesperrt.

In Hüttau gab es gleich mehrere Murenabgänge. Bei einem wurden die Bewohner eines Hauses von Wasser und Schlamm eingeschlossen. Helfer der Feuerwehr und der Wasserrettung bargen die beiden Kinder, deren Mutter und die Großmutter durch das knapp einen Meter hohe und teilweise reißende Wasser, sagte Markus Gewolf von der Wasserrettung. Die Familie - der Vater befand sich gerade selbst im Feuerwehr-Einsatz - wurde unverletzt dem Roten Kreuz übergeben, das sich um ein Ersatzquartier bemühte.

Tauernautobahn wegen Mure gesperrtAuf der Katschberg Bundesstraße in Eben im Pongau erfasste eine Fichte einen Pkw. Die Lenkerin und die Beifahrerin blieben unverletzt. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Zwischen Ober- und Untertauern wurde die Katschberg Bundesstraße vermurt. Bis kurz vor Mitternacht musste in Eben im Pongau die Tauernautobahn wegen einer Mure gesperrt werden. Ein Reisebus hielt deshalb an, was zu einem Unglück führte: Ein Urlauber wollte sich erleichtern, stürzte aber von der Brücke.

In Großarl wurde die Großarler Straße gesperrt.

Die Ennstaler Straße steht zudem unter Wasser: Zwischen Radstadt und Mandling ist die Straße überflutet. Auch die Wagrainer Bundesstraße ist im Bereich des Straßenkilometers 21 unterspült. Sie ist jedoch einspurig befahrbar.

Blitz trifft FerienhausAuch der Pinzgau wurde nicht verschont. In Taxenbach, im Ortsteil Eschenbach, setzte ein Blitz ein Ferienhaus in Brand, zwei Menschen wurden verletzt. Der Rettungshubschrauber brachte sie ins Krankenhaus. Die Feuerwehrleute konnten den Brand löschen.

In Leogang wurde die Hochkönig Bundesstraße im Bereich des Straßenkilometer 50 an mehreren Stellen überflutet.

Im Oberpinzgau hatten tagsüber die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser begonnen. Sie werden bis weit in den Herbst dauern. 28 von Muren eingeschlossene Urlauber mussten ausgeflogen werden. Groß sind sie Schäden vor allem bei der Lokalbahn.

Diashow ansehen | 14 BilderAufräumarbeiten im Pinzgau

(Bild: Im Pinzgau und im Pongau gingen erneut Gewitter nieder. Bild: SN/anton kaindl)

Kategorien: News

Ermittlungen nach Zug-Unglück in Mannheim

Sa, 02/08/2014 - 08:31

(Von Apa/ag..) Die Bundespolizei machte am Samstag von einem Helikopter aus Aufnahmen von den zerstörten Waggons. Auch die Experten der Unfalluntersuchungsstelle des Bundes trafen in Mannheim ein. Nach Angaben der Beamten wurden 35 Menschen verletzt, vier von ihnen schwer.

Ein Güterzug, der auch Chemikalien geladen hatte, und ein Eurocity waren am Freitagabend in der Nähe des Hauptbahnhofs zusammengeprallt. Zwei Waggons mit 110 Passagieren kippten um. Der Unfall lief noch recht glimpflich ab, da das Tempo bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof gedrosselt war. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann wurde am Samstag am Hauptbahnhof erwartet - er wollte sich ein Bild vom Unfallort machen.

Experten müssen nun klären, warum der Güterzug den Eurocity rammte. Wie eine Sprecherin der Untersuchungsstelle des Bundes berichtete, überprüften die Bahn-Spezialisten unter anderem den Betriebsablauf. Außerdem müsse untersucht werden, ob die Signale und die Fahrzeuge richtig funktionierten. "Wir ermitteln in alle Richtungen", hieß es.

Der Güterzug auf dem Weg von Duisburg nach Ungarn hatte laut Bundespolizei zwei Gefahrgut-Container geladen. Die Behälter mit der Chemikalie seien aber nicht beschädigt worden, es seien keine gefährlichen Stoffe ausgetreten, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Der Unfallort wurde gesperrt.

Die Passagiere waren in der Nacht aus den Waggons befreit worden. Nach Angaben der Bundespolizei kamen insgesamt 14 Verletzte in Spitäler. Die vier Schwerverletzten befanden sich nicht in Lebensgefahr.

Das Zug-Unglück löste am Samstag Störungen im Bahnverkehr aus. Drei von insgesamt zehn Gleisen am Hauptbahnhof - eine zentrale Achse im Fernverkehr - waren am Samstag noch gesperrt. Es kam zu Ausfällen und Umleitungen.

(Bild: Vier Menschen wurden schwer verletzt. Bild: SN/APA (epa))

Kategorien: News

Ungeschlagen bleiben ist das Ziel von Grödig und WAC

Sa, 02/08/2014 - 07:10

(Von Apa.) Einen Start nach Maß haben Grödig und der WAC in der Fußball-Bundesliga hingelegt. Im Duell am Sonntag (16.30 Uhr) zum Abschluss der dritten Runde geht es für beide Teams darum, weiter ungeschlagen zu bleiben. Die Salzburger wollen mit einem Sieg vor eigenem Publikum den schwachen Europacup-Aufritt gegen Zimbru Chisinau vergessen machen und sich Selbstvertrauen fürs Rückspiel am Donnerstag holen.

Die erste Partie gegen Moldawiens Cupsieger verlief alles andere als glücklich für die Grödiger, die beidne Gegentreffer beim 1:2 in der Red Bull Arena resultierten aus einem Eigenfehler sowie einem Eigentor von Simon Handle. Im eigenen Das.Goldberg Stadion soll es für seine saisonübergreifend sieben Partien unbesiegte Truppe jetzt in der Liga wieder besser laufen. "Nachdem wir am Donnerstag doch einiges an Pech zu verkraften hatten, hoffen wir, dass das Glück wieder zu uns zurückkommt, jedenfalls werden wir versuchen, es zu erzwingen", sagte Grödig-Trainer Michael Baur.

"Sie haben eine richtig gute Mannschaft"Das Spiel gegen die noch makellosen Kärntner werde eine Riesenaufgabe. "Sie haben durch starke Transfers eine richtig gute Mannschaft, sind gut in Schuss. Es wird eine harte, interessante Partie", rechnete der Tiroler mit einem starken Gegner. Von der Tabellen-Konstellation ist es ein absolutes Topspiel, empfängt doch der Dritte den Zweiten. "Die Tabelle ist noch nicht so aussagekräftig, aber sicher wollen wir den positiven Trend in der Meisterschaft fortsetzen", meinte der deutsche Mittelfeldspieler Timo Brauer.

Die Grödig-Startformation könnte im Vergleich zu den jüngsten Auftritten stark verändert sein, Baur könnte auch im Hinblick auf die Partie in Chisinau nächste Woche im siebenten Pflichtspiel frische Kräfte bringen. Nicht zur Verfügung stehen weiterhin Lukas Schubert, Ione Cabrera und Bernd Gschweidl, die wiedergenesenen Florian Hart und Marvin Potzmann könnten eventuell schon am Sonntag ein Thema sein. Der WAC kann bis auf die Ausfälle von Peter Tschernegg und Manuel Seidl aus dem Vollen schöpfen.

Die Wolfsberger feierten mit dem 4:1 bei Admira Wacker Mödling und dem Heim-4:0 gegen die Wiener Austria bisher zwei klare Siege. Die Brust der "Wölfe" ist dementsprechend groß. "Wir haben in dieser Woche sehr gut trainiert und sind total auf dieses Spiel fokussiert. Wir wollen den Schwung mitnehmen und gegen Grödig endlich den Dreier holen", gab Kapitän Michael Sollbauer die Marschroute vor.

In den bisherigen vier direkten Begegnungen im Oberhaus setzte es für seine Mannschaft bei einem Unentschieden gleich drei Niederlagen, die Spiele in Grödig gingen mit 3:4 und 0:3 verloren. "Wir werden versuchen gegen die Kärntner in der Bundesliga ungeschlagen zu bleiben", gab Grödigs Baur als Devise aus. Eine besondere Partie ist es für WAC-Stürmer Tadej Trdina. Der 26-Jährige trifft auf seinen Ex-Club, für den er in 38 Ligapartien 15 Tore erzielt hat.

(Bild: Michael Baur will ungeschlagen bleiben. Bild: SN/GEPA pictures)

Kategorien: News

Ungeschlagen bleiben ist das Ziel von Grödig und WAC

Sa, 02/08/2014 - 07:10

(Von Apa.) Einen Start nach Maß haben Grödig und der WAC in der Fußball-Bundesliga hingelegt. Im Duell am Sonntag (16.30 Uhr) zum Abschluss der dritten Runde geht es für beide Teams darum, weiter ungeschlagen zu bleiben. Die Salzburger wollen mit einem Sieg vor eigenem Publikum den schwachen Europacup-Aufritt gegen Zimbru Chisinau vergessen machen und sich Selbstvertrauen fürs Rückspiel am Donnerstag holen.

Die erste Partie gegen Moldawiens Cupsieger verlief alles andere als glücklich für die Grödiger, die beidne Gegentreffer beim 1:2 in der Red Bull Arena resultierten aus einem Eigenfehler sowie einem Eigentor von Simon Handle. Im eigenen Das.Goldberg Stadion soll es für seine saisonübergreifend sieben Partien unbesiegte Truppe jetzt in der Liga wieder besser laufen. "Nachdem wir am Donnerstag doch einiges an Pech zu verkraften hatten, hoffen wir, dass das Glück wieder zu uns zurückkommt, jedenfalls werden wir versuchen, es zu erzwingen", sagte Grödig-Trainer Michael Baur.

"Sie haben eine richtig gute Mannschaft"Das Spiel gegen die noch makellosen Kärntner werde eine Riesenaufgabe. "Sie haben durch starke Transfers eine richtig gute Mannschaft, sind gut in Schuss. Es wird eine harte, interessante Partie", rechnete der Tiroler mit einem starken Gegner. Von der Tabellen-Konstellation ist es ein absolutes Topspiel, empfängt doch der Dritte den Zweiten. "Die Tabelle ist noch nicht so aussagekräftig, aber sicher wollen wir den positiven Trend in der Meisterschaft fortsetzen", meinte der deutsche Mittelfeldspieler Timo Brauer.

Die Grödig-Startformation könnte im Vergleich zu den jüngsten Auftritten stark verändert sein, Baur könnte auch im Hinblick auf die Partie in Chisinau nächste Woche im siebenten Pflichtspiel frische Kräfte bringen. Nicht zur Verfügung stehen weiterhin Lukas Schubert, Ione Cabrera und Bernd Gschweidl, die wiedergenesenen Florian Hart und Marvin Potzmann könnten eventuell schon am Sonntag ein Thema sein. Der WAC kann bis auf die Ausfälle von Peter Tschernegg und Manuel Seidl aus dem Vollen schöpfen.

Die Wolfsberger feierten mit dem 4:1 bei Admira Wacker Mödling und dem Heim-4:0 gegen die Wiener Austria bisher zwei klare Siege. Die Brust der "Wölfe" ist dementsprechend groß. "Wir haben in dieser Woche sehr gut trainiert und sind total auf dieses Spiel fokussiert. Wir wollen den Schwung mitnehmen und gegen Grödig endlich den Dreier holen", gab Kapitän Michael Sollbauer die Marschroute vor.

In den bisherigen vier direkten Begegnungen im Oberhaus setzte es für seine Mannschaft bei einem Unentschieden gleich drei Niederlagen, die Spiele in Grödig gingen mit 3:4 und 0:3 verloren. "Wir werden versuchen gegen die Kärntner in der Bundesliga ungeschlagen zu bleiben", gab Grödigs Baur als Devise aus. Eine besondere Partie ist es für WAC-Stürmer Tadej Trdina. Der 26-Jährige trifft auf seinen Ex-Club, für den er in 38 Ligapartien 15 Tore erzielt hat.

(Bild: Michael Baur will ungeschlagen bleiben. Bild: SN/GEPA pictures)

Kategorien: News

Austria siegt in Schwaz und jubelt mit Pinzgau

Sa, 02/08/2014 - 05:31

(Von Christian Mortsch.) Einen Zittersieg für die Austria und eine große Überraschung für den FC Pinzgau brachten die Freitagspiele in der Westliga. Die Violetten entführten mit einem 1:0 drei Punkte aus Schwaz, der Aufsteiger durch zwei späte Tore beim 2:2 sensationell einen von Austrias Titelkonkurrenten in Wattens.

Die Violetten gingen schon in der 10. Minute in Führung. Andreas Bammer nützte einen Tormannfehler und verwertete einen Abpraller zu seinem ersten Westliga-Tor für die Austria. Auch danach hatten die Salzburger das Spiel im Griff, so scheiterte Lukas Katnik bei der besten Chance vor der Pause knapp. Doch die Austria tat sich zusehends schwer, Goalie Stefan Ebner rettete in Minute 62 die Führung. Danach hatte Bammer nach Vorarbeit von Simon Sommer das 2:0 auf dem Fuß, doch ein Schwazer rettete auf der Linie. Die Tiroler drückten, aber die Austria rettete die drei Punkte über die Zeit.

Die Pinzgauer standen vom Anpfiff weg in Wattens unter Druck, retteten sich mit Glück und Kampfgeist mit 0:0 in die Pause. Nur eine Minute nach Wiederanpfiff traf aber Sascha Wörgetter zur verdienten Führung der Tiroler. Nachdem Rene Prantl (62.) für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte und die Gastgeber einen Elfmeter vergaben, nützte der couragierte Aufsteiger die Gunst der Stunde. Stefan Fürstauer (77.) traf zum 1:2, Ermin Hasic in der Nachspielzeit sogar zum glücklichen, aber verdienten Ausgleich.

(Bild: Symbolbild: Die Austria traf. Bild: SN/AP)

Kategorien: News

Moody's blickt positiver auf Griechenland

Sa, 02/08/2014 - 05:10

(Von Apa/dpa.) Das Institut erhöhte die Einstufung für die Kreditwürdigkeit des Eurolandes am späten Freitagabend um zwei Stufen auf "Caa1". Der Ausblick ist "stabil", damit ist vorerst nicht mit Änderungen der Einstufung zu rechnen.

Die finanzielle Situation des Landes habe sich seit dem vergangenen Jahr spürbar verbessert, hieß es zur Begründung. Da die griechische Regierung sich weiterhin der Haushaltskonsolidierung verpflichtet fühle, dürfte sich das Verhältnis von Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt schrittweise verringern. Der Hochpunkt sei in diesem Jahr zu erwarten, ab 2015 dürfte das Verhältnis dann sinken.

Auch die Aussichten für die griechische Wirtschaft haben sich Moody's zufolge verbessert. Hintergrund seien eine zyklische Erholung und die Fortschritte bei den angegangenen Strukturreformen. Zudem habe die Regierung die Zinslast verringert und bei den Schulden in längere Laufzeiten umgeschichtet. Dies trage zur finanziellen Flexibilität bei und verringere die Refinanzierungsrisiken.

(Bild: Die Bonität Griechenlands steigt. Bild: SN/APA (dpa)/Orestis Panagiotou)

Kategorien: News

Israel intensiviert Angriffe nach Entführung

Sa, 02/08/2014 - 05:07

(Von Apa/ag..) Trotz der neuen Auseinandersetzungen kündigte die Palästinensische Autonomiebehörde an, am Samstag eine Delegation zu Verhandlungen über eine Beruhigung der Lage in die ägyptische Hauptstadt Kairo zu entsenden. Der 23-jährige Leutnant Hadar Goldin fiel nach Angaben des israelischen Militärs einem Hamas-Kommando in die Hände, als seine Einheit an der Zerstörung eines Tunnels in den Gazastreifen arbeitete. Der Armee zufolge ereignete sich die Entführung Freitagfrüh eineinhalb Stunden nach Beginn einer dreitägigen humanitären Waffenruhe, die die Vereinten Nationen und die USA zuvor zwischen Israel und radikalen Palästinensern vermittelt hatten. Als Reaktion darauf erklärte Israel die Feuerpause für gescheitert.

"Wir wissen nichts über den vermissten Soldaten"Der bewaffnete Arm der Hamas, die Al-Kassam-Brigaden, bestritt in der Nacht auf Samstag, den Soldaten entführt zu haben. "Wir wissen nichts über einen vermissten Soldaten, seinen Verbleib oder die Umstände seines Verschwindens", hieß es in einer Mitteilung, die an Journalisten versandt wurde. Nach einer Meldung der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma'an hatten die Al-Kassam-Brigaden zuvor noch bestätigt, Goldin gefangen genommen zu haben.

Die jüngsten Angaben widersprachen auch Medienberichten, in denen es unter Berufung auf eine Mitteilung der Al-Kassam-Brigaden hieß, die Gruppe vermute, der seit einem Überfall vermisste Soldat und seine mutmaßlichen Entführer seien bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen. "Wir haben den Kontakt zu den an dem Überfall beteiligten Kämpfern verloren, und wir vermuten, dass sie alle bei dem Bombardement getötet wurden", zitierte etwa die israelische Zeitung "Haaretz" aus der Mitteilung. Dabei sei wohl auch der Soldat ums Leben gekommen.

Osama Hamdan, ein Hamas-Sprecher in Katar, sagte dem US-Sender CNN, der Überfall habe sich vor Beginn der Waffenruhe ereignet. Ihm lagen nach eigenen Angaben bisher keine Informationen über den verschwundenen Soldaten vor. Er wies darauf hin, dass Goldin möglicherweise von "irgendeiner anderen Organisation" gefangen genommen worden sei.

Ein Soldat gegen 1000 HäftlingeZuletzt war 2006 der Soldat Gilad Shalit von einem Kommando unter Leitung der Hamas durch einen Tunnel in den Gazastreifen verschleppt worden. Er kam erst mehr als fünf Jahre später frei - im Tausch gegen mehr als 1.000 palästinensische Häftlinge.

Der neue Vorfall droht den aktuellen Konflikt weiter anzuheizen. Bis Mitternacht starben nach Angaben des Sprechers des palästinensischen Gesundheitsministeriums, Ashraf al-Kidra, mindestens 104 Palästinenser. Allein in der Nacht auf Samstag seien bei mehreren israelischen Luftangriffen in Rafah 29 Menschen gestorben, darunter 15 Mitglieder einer Familie. Zwei israelische Soldaten starben bei Gefechten mit Hamas-Kämpfern.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte am Freitag eine harte Reaktion angekündigt. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zeigte sich nach dem Scheitern der Waffenruhe "schockiert und zutiefst enttäuscht über die Entwicklung". Er befürchtete "ernste Folgen für die Menschen in Gaza, in Israel und darüber hinaus". Die USA forderten die bedingungslose Freilassung des Soldaten.

Weiter Ringen um FeuerpauseDie Palästinensische Autonomiebehörde gibt ihr Ringen um eine Feuerpause indes nicht auf. Chefunterhändler Saeb Erekat sagte CNN am späten Freitagabend, Vertreter würden am Samstag zu Verhandlungen nach Kairo reisen. Er rief US-Außenminister John Kerry auf, die Israelis zu überzeugen, auch eine Delegation zu entsenden. Eine Deeskalation in dem Konflikt sei zwingend nötig. In Kairo solle auch der Fall des verschwundenen Soldaten zur Sprache kommen.

Die Lage der Zivilbevölkerung im dicht besiedelten Gazastreifen ist laut UN-Palästinenserhilfswerk (UNRWA) katastrophal. Die Zahl der seit dem 8. Juli getöteten Menschen im Gazastreifen ist nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums bis Samstagfrüh auf 1.610 gestiegen. Auf israelischer Seite wurden im Gaza-Krieg mindestens 63 Soldaten und drei Zivilisten getötet. Militante aus dem Gazastreifen feuerten am Freitag mindestens acht Geschoße auf Israel ab. Drei wurden von der Raketenabwehr abgefangen, die anderen landeten auf freiem Feld.

(Bild: Israel schießt wieder. Bild: SN/APA/EPA/ATEF SAFADI)

Kategorien: News
hellokitty