Salzburger Nachrichten

Inhalt abgleichen Salzburger Nachrichten RSS Feed
Die aktuellsten Nachrichten von salzburg.com
Aktualisiert: vor 49 Minuten 1 Sekunde

Lufthansa-Piloten beginnen mit neuen Streiks

Mo, 01/12/2014 - 09:44

(Von Apa/dpa.) Insgesamt seien etwa 150.000 Fluggäste betroffen. Auch 36 Flüge von und nach Österreich fallen aus. Von dem Streik sind am Montag je drei Verbindungen mit Graz und Wien (jeweils Hin- und Rückflug) betroffen, am Dienstag fallen laut Lufthansa-Homepage vier Verbindungen mit Graz sowie acht mit Wien aus. In Summe sind dies 36 Flüge. Der Arbeitskampf der Pilotengewerkschaft Cockpit sollte am Montag zu Mittag (12.00 Uhr) auf Flügen der Kurz- und Mittelstrecke beginnen und bis Dienstag um Mitternacht dauern.

Cockpit hatte die neuen Streiks am Sonntag angekündigt. Der Deutschland- und Europaverkehr der Lufthansa von ihren Drehkreuzen Frankfurt und München wird ab Montagmittag eingestellt. Die Langstrecke wird am Montag noch abgefertigt, wird aber Dienstag komplett stillstehen. Flüge der Lufthansa-Töchter Germanwings, AUA und Swiss sind von dem Streik nicht betroffen. Auch am Mittwoch fallen dem Sonderflugplan zufolge noch einzelne Flüge aus.

Die Verhandlungen zwischen der Pilotengewerkschaft und der Fluglinie waren in der Nacht zum Samstag erneut gescheitert. Gestritten wird vor allem um die Übergangsversorgung für die rund 5.400 Piloten im Konzern. Die Fluggesellschaft will, dass ihre Piloten künftig frühestens mit 60 statt wie bisher mit 55 Jahren in den bezahlten Vorruhestand gehen können. Die Piloten wehren sich dagegen.

Strittig sind zudem die Gehälter der Piloten und die künftige Billig-Strategie des neuen Konzernchefs Carsten Spohr. Beim Billigableger Eurowings und einer geplanten Billigtochter für die Langstrecke gilt der Konzerntarifvertrag nicht. Piloten und Flugbegleiter verdienen deutlich weniger als ihre Kollegen in den Maschinen mit dem Kranichlogo. Auch die komfortable Übergangsversorgung vor dem Renteneintritt kommt ihnen nicht zugute.

Zuletzt war im Oktober bei der Lufthansa gestreikt worden. In der Tarifauseinandersetzung mussten Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings seit April knapp 6.000 Flüge wegen Arbeitsniederlegungen der Piloten streichen. Die Kosten für alle Streiks seit Jahresbeginn - darunter auch Ausstände von Beschäftigten an den Flughäfen - bezifferte das Unternehmen auf bisher rund 170 Mio. Euro.

(Bild: Wieder einmal bleiben Lufthansa-Maschinen am Boden. Bild: SN/APA (dpa))

Kategorien: News

Arbeitslosigkeit steigt weiter: Mehr als 400.000 ohne Job

Mo, 01/12/2014 - 09:39

(Von Apa.) Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies ein Plus von 6,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition stieg auf 8,7 Prozent. Aktuell sind mit 331.756 um 29.858 Personen mehr beim Arbeitsmarktservice als arbeitslos gemeldet, ein Anstieg um 9,9 Prozent. Dafür gab es mit 75.450 Schulungsteilnehmern um 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr.Ältere Menschen besonders betroffenVom neuerlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit sind einige Gruppen überproportional betroffen. So wuchs die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen im November um 13,0 Prozent auf 85.758 Personen. Auch waren deutlich mehr Ausländer als im Vorjahr arbeitslos: Ihre Zahl stieg um 19,8 Prozent auf 89.731 Personen, geht aus den Zahlen des AMS hervor.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, also Menschen die länger als zwölf Monate arbeitslos gemeldet sind, hat sich im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt: Diese Gruppe wuchs um 120,1 Prozent auf 16.447 Personen.

In Relation etwas günstiger schaut es am Arbeitsmarkt für die Jungen aus: Die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen von 15 bis 24 Jahren stieg im November unterdurchschnittlich um 4,8 Prozent zum Vorjahr. Bei den jüngsten, den 15 bis 19-Jährigen, ging die Arbeitslosigkeit sogar um 0,9 Prozent zurück.Besonders viele Arbeitslose in SalzburgMehr Lehrstellensuchenden (+4,3 Prozent) Ende November stand ein kleiner Anstieg (+0,8 Prozent) beim Bestand an gemeldeten offenen Lehrstellen gegenüber. Die Lehrstellenlücke ist gegenüber dem Vorjahr um 218 auf 2.656 angestiegen. Hier gibt es ein West-Ost-Gefälle: Während in Oberösterreich, Salzburg und Tirol mehr offene Lehrstellen als Suchende registriert wurden, war dies im Osten umgekehrt: Im Burgenland kommen durchschnittlich drei, in Niederösterreich mehr als 3,5 und in Wien sogar beinahe 5,5 Lehrstellensuchende auf eine gemeldete offene Lehrstelle.

Regional betrachtet ist in allen neun Bundesländern die Arbeitslosigkeit im November gestiegen - am geringsten im Burgenland (+0,9 Prozent) und in Kärnten (+3,0 Prozent). Auch in Tirol und Vorarlberg blieb der Anstieg (jeweils 4,4 Prozent) deutlich unter dem österreichweiten Durchschnitt. Die stärksten Zuwächse wurden in Salzburg (+11,6 Prozent) und in Wien (+15,9 Prozent) verzeichnet. Auch in Niederösterreich (+9,8 Prozent) und Oberösterreich (+9,4 Prozent) wurden deutliche Anstiege gemeldet. In der Steiermark lag das Plus bei 7,6 Prozent.Deutlich mehr Zeitarbeiter und FreiberuflerBranchenweise kam es zu einem deutlichen prozentuellen Anstieg in der Arbeitskräfteüberlassung, also bei Zeitarbeitern (+14,0 Prozent). Überdurchschnittliche Zuwächse gab es bei freiberuflichen Dienstleistungen (+15,4 Prozent), im Unterrichtswesen (+22,6 Prozent) sowie im Freizeit- und Kunstbereich mit 13,2 Prozent. Am Bau werden um 7,5 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet, im Handel 8,9 Prozent und im Tourismus 4,8 Prozent mehr.

Zugenommen hat auch die Zahl der unselbstständig Beschäftigten, und zwar um 13.000 (+0,4 Prozent). Mit 3,484.000 Beschäftigten wurde damit laut Sozialministerium ein neuer Höchststand für November erreicht. Mehr Beschäftigte gab es im Dienstleistungsbereich und hier vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen, im Unterrichtswesen, im Tourismus, im Verkehrs- und Speditionswesen sowie im Handel.

Am Stellenmarkt zeigt sich Ende November 2014 keine Veränderung. Der Bestand an gemeldeten offenen Stellen ist mit 24.731 gegenüber dem Vorjahr praktisch gleich geblieben.Hundstorfer will KonjunkturmaßnahmenAngesichts der weiter steigenden Arbeitslosigkeit drängt Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) erneut auf Maßnahmen um die Konjunktur anzukurbeln: Eine kaufkraftstärkende Steuerreform und neue Finanzierungsmodelle für den öffentlichen Wohnbau würden wichtige Wirtschaftsimpulse setzen, so der Minister in einer Aussendung.

Hundstorfer setzt auch Hoffnung in das jüngst vorgestellte 325 Mrd. Euro-Paket der EU-Kommission zur Belebung der Investitionen. Bei einer raschen Umsetzung aller Vorhaben könnte sich die Situation am Arbeitsmarkt im Laufe des nächsten Jahres wieder drehen und ein Rückgang der Arbeitslosigkeit erreicht werden, meint der Minister.

In eine "Arbeitslosigkeitsfalle" fallen Ältere nach dem Verlust ihres Jobs, die verstärkten Anstrengungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik tragen allerdings laut Hundstorfer Früchte: Insgesamt fanden in den ersten zehn Monaten 14.191 Personen im Rahmen der Beschäftigungsinitiative 50+ wieder einen Arbeitsplatz. Für nächstes Jahr stehen für dieses Programm mit insgesamt 120 Mill. Euro um 20 Mill. mehr Mittel zur Verfügung. Dennoch hätten es gerade ältere Arbeitslose nach wie vor besonders schwer, wieder eine neue Chance zu bekommen. Daher fordere er das im Regierungsprogramm vereinbarte Bonus-Malus-Systems sowie mehr Flexibilität bei der Finanzierung von zusätzlichen Arbeitsmarktchancen für Ältere.Österreich immer noch im EU-SpitzenfeldIm europäischen Vergleich liegt Österreich trotz gestiegener Arbeitslosenzahlen weiter in der Gruppe der Besten: Die österreichische Arbeitslosenquote nach Eurostat-Definition liegt bei 5,1 Prozent. Damit bleibt Österreich hinter Deutschland mit 4,9 Prozent an zweiter Stelle. Griechenland ist Schlusslicht mit 25,9 Prozent.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit liegt Österreich mit 10,0 Prozent im EU-Vergleich am dritten Rang, hinter Deutschland (7,7 Prozent) und den Niederlanden (9,7 Prozent). Hier liegt Spanien mit 53,8 Prozent am letzten Platz in der EU.

(Bild: Mehr als 407.200 sind ohne Job. Bild: SN/APA/HERBERT PFARRHOFER)

Kategorien: News

Steuerreform: Mikl-Leitner gibt sich zuversichtlich

Mo, 01/12/2014 - 09:33

(Von Apa.) Man müsse nun "einen kühlen Kopf bewahren", betonte Mikl-Leitner. Der Zeitplan für die Steuerreform liege am Tisch und sehe vor, dass die Reformkommission bis Ende März ein Ergebnis vorlege.

Es gelte nun, die Zeit bis März "intensivst" zu nutzen, erklärte auch Heinisch-Hosek. "Ich glaube, dass wir ein gutes Paket schnüren wollen und werden." Bei der Präsidiumswahl am SPÖ-Parteitag am Wochenende war Heinisch-Hosek neben Parteichef Werner Faymann die einzige, die die 90-Prozent-Marke verpasst hatte. Es sei legitim, dass "einige ihrer Unzufriedenheit Ausdruck verliehen haben", meinte Heinisch-Hosek dazu. Es handle sich um einen Auftrag, noch enger mit den Funktionären zusammenzuarbeiten.

(Bild: Innenministerin lässt sich nicht auf Debatte ein. Bild: SN/APA/GEORG HOCHMUTH)

Kategorien: News

In Salzburg entstanden 1000 neue Kinderbetreuungsplätze

Mo, 01/12/2014 - 08:33

(Von Sn.) Um elf Millionen Euro mehr will das Land Salzburg 2015 für die Betreuung und Bildung von Kindern ausgeben. Damit steigt das Budget auf insgesamt 57,8 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen mehr Betreuungsplätze für die unter Dreijährigen finanziert werden. "Zusätzlich investieren wir in die Sprach- und Begabungsförderung sowie in die Integration von Kindern mit Behinderungen", sagt die zuständige Landesrätin Martina Berthold am Montag. Die 1000 Plätze schaffen Jobs für 90 Beschäftigte. Zudem werden 120 Mütter und Väter bei der Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf unterstützt.

93 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren besuchen den Kindergarten. In Leogang gibt es seit 2014 eine Krabbelgruppe, in Hollersbach eine alterserweiterte Gruppe für Kinder bis sechs Jahren. In Tamsweg und St. Gilgen wird in der Volksschule und der Neuen Mittelschule Nachmittagsbetreuung angeboten.

119 neue Plätze wurden von der Stadt Salzburg gemeldet, 255 im Flachgau, 280 im Pinzgau, 121 im Pongau, 41 im Lungau und 127 im Tennengau. Dem EU-weiten Barcelona-Ziel, das Betreuungsplätze für 33 Prozent der unter Dreijährigen vorschreibt, kommt Salzburg einen Schritt näher. "Unter Einbeziehung der Tageseltern beträgt die Betreuungsquote der unter Dreijährigen mehr als 22 Prozent", sagt Berthold. Um dem Mehrbedarf gerecht zu werden, müsse vor allem das Angebot in den Regionen ausgebaut und Öffnungszeiten sowie die Tageselternbetreuung ausgeweitet werden.

(Bild: Landesrätin Martina Berthold (Grüne). Bild: SN/neumayr)

Kategorien: News

Tusk übernimmt EU-Ratsvorsitz: Machtwechsel in Brüssel

Mo, 01/12/2014 - 08:29

(Von Apa/dpa.) Beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am 18. und 19. Dezember muss er eine Einigung auf den Wachstumsplan von Kommissionschef Jean-Claude Juncker vermitteln. Die größte Herausforderung für die kommenden Jahre ist aber die Einigkeit der EU. Der konservative britische Premier David Cameron will 2017 ein EU-Referendum abhalten, falls er im kommenden Jahr die Wahlen gewinnt. Probleme gibt es in Brüssel auch mit Ungarns nationalkonservativem Regierungschef Viktor Orban.Ein erfahrener PolitikerTusk gilt als erfahrener Politiker. Zwei Mal hatte er in Warschau seine liberal-konservative polnische Bürgerplattform (PO) in die Regierung geführt. Vor seinem Wechsel nach Brüssel beteuerte der PO-Gründer und einstige Regierungschef, für ihn werde ein Traum wahr: "Ich wollte immer ungeschlagen von der Bühne abtreten."Gutes Verhältnis zu MerkelNun wird der blonde Kaschube, dem ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel nachgesagt wird, als EU-Ratspräsident der erste Vertreter des "neuen Europa" in einem europäischen Spitzenamt - und das, obwohl er bei seiner Wahl nur bescheidene Englischkenntnisse aufzuweisen hatte. Doch er versprach, sein "Englisch zu polieren" und machte einen Intensivkurs.

(Bild: Donald Tusk wird EU-Ratspräsident. Bild: SN/APA/EPA/OLIVIER HOSLET)

Kategorien: News

Wer sein Handy schüttelt, kann die Welt verbessern

Mo, 01/12/2014 - 08:03

(Von Ralf Hillebrand.) Es soll die "größte Spendengemeinschaft Österreichs" werden. Sogar "Licht ins Dunkel" soll übertroffen werden. Und das dank einer App. Erste Bank und Sparkassen haben die kostenlose Handy-Anwendung "Hilfreich" veröffentlicht. Die Apple- und Android-App soll den Erlagschein ersetzen, mit dem nach wie vor Tausende Österreicher für den guten Zweck spenden.Die Schüttelspende als "Zuwendung 2.0" Nachdem der Nutzer ein Spendenziel ausgegeben hat, kann er es auf verschiedenen, meist spielerischen Wegen erreichen. In der Android-Version kann man etwa die Schüttelspende aktivieren: Jedes Mal wenn man am Handy rüttelt, landen 10 Cent in der virtuellen Zuwendungskasse. Pro Tag können auf diese Weise zwei Euro gespendet werden, die über das Bankkonto abgerechnet werden.Viele nützliche Funktionen, eine große SchwächeDer "Handy-Spender" kann frei wählen, wem er seine gute Tat gönnt. Zudem sieht der Nutzer, ob die Spende abschreibbar ist. Und über virtuelle Karten kann nachvollzogen werden, in welchem Teil der Welt die Zuwendung landet. Eine Schwäche hat die App jedoch: "Hilfreich" ist nur für Kunden von Erste Bank und Sparkasse nutzbar.

Haben Sie Vorschläge für die "App der Woche"? Schicken Sie Ihre Ideen an ralf.hillebrand@salzburg.com.

(Bild: So sieht „Hilfreich“ auf einem Android-Smartphone aus. Bild: SN/screenshot/erste bank und sparkassen)

Kategorien: News

Liga-Hit in Salzburg ließ Emotionen hochkochen

Mo, 01/12/2014 - 08:03

(Von Apa.) Fußballerisch war der Schlager der 17. Bundesliga-Runde am Sonntag kein Leckerbissen. Dennoch ließ das 2:2-Remis zwischen Tabellenführer Red Bull Salzburg und dem Sensationsteam Wolfsberger AC die Emotionen hochkochen. Die zwei späten Elfmeter-Pfiffe von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer retteten Salzburg das Remis und sorgten nach Spielende für hitzige Szenen.

Besonders aufgebracht war WAC-Trainer Dietmar Kühbauer. "Der erste Elfmeter war eine Kompensationsentscheidung, den zweiten Elfmeter darf man niemals geben. Dieser Pfiff war unglaublich", ärgerte sich der Burgenländer. Der WAC hatte nach Treffern von Christopher Wernitznig (28.) und Roland Putsche (66.) bis kurz Schluss 2:0 geführt. Es wäre bereits der dritte Sieg in Serie gegen die "Bullen" gewesen.

Im Finish traf dann aber Salzburg-Goalgetter Jonatan Soriano noch zweimal vom Elfmeter-Punkt (87., 91.), baute seine Führung in der Torschützenliste aus und sicherte Salzburg vorzeitig den Herbstmeistertitel. Dass Soriano geschickt den Kontakt mit WAC-Tormann Alexander Kofler suchte und so den zweiten Elfer herausholte, wollte ihm Kühbauer gar nicht übel nehmen.

"Den zweiten Elfer muss man nicht geben"Soriano und der ehemalige San-Sebastian-Legionär Kühbauer unterhielten sich nach der Partie in den Stadionkatakomben angeregt, aber freundschaftlich auf Spanisch über die spielentscheidende Szene. "Den zweiten Elfer muss man nicht geben", sagte danach auch Soriano. Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick war jedoch felsenfest überzeugt, dass die Schiri-Entscheidung korrekt war: "Auch der zweite Elfer war gerechtfertigt."

Wenig freundschaftlich soll es bei einem Wortgefecht zwischen Kühbauer und Salzburgs ÖFB-Teamspieler Stefan Ilsanker zugegangen sein. Kühbauer meinte dazu nach der Partie nur: "Ich lasse mich sicher nicht immer als Bad Boy hinstellen." Bereits nach dem ersten Saisonduell in Klagenfurt, das der WAC 1:0 gewann, war es in der "dritten Halbzeit" heiß hergegangen.

Bei allem Ärger zeigte Kühbauer schlussendlich auch Verständnis für Referee Schörgenhofer. "Für die Schiedsrichter ist es schwierig, gewisse Entscheidungen zu treffen. Ich glaube nicht, dass er absichtlich Fehlentscheidungen trifft." Allerdings bezweifelte Kühbauer, dass Schörgenhofer den Mut gehabt hätte, bei einer ähnlichen Szene im gegenüberliegenden Strafraum auf Elfer zu entscheiden.

Auch Salzburg-Coach Adi Hütter befand angesichts des regelwidrigen Treffers zum 0:2, dass Schörgenhofer "nicht seinen besten Tag hatte". Das traf allerdings auch auf seine Mannschaft zu. "Unsere Leistung war ganz einfach schlecht", sagte Hütter. Seinem Team habe drei Tage nach dem 3:1-Sieg in der Europa League in Glasgow gegen Celtic Spritzigkeit und Konzentration gefehlt. "Wenigstens haben wir bis zum Schluss Moral gezeigt", freute sich Hütter, dass sein Team in der Tabelle weiter sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger WAC hat.

(Bild: Red Bull gegen WAC. Bild: SN/GEPA pictures)

Kategorien: News

Hongkong kommt nicht zur Ruhe: 40 Verletzte bei neuen Protesten

Mo, 01/12/2014 - 05:46

(Von Apa/dpa.) Mehr als 40 Menschen wurden nach Berichten lokaler Medien verletzt. Darunter sind nach amtlichen Angaben auch vier Polizisten. Die Zwischenfälle in der chinesischen Sonderverwaltungsregion dauerten am Montag in der Früh noch an.Fünfte Nacht in Folge mit DemonstrationenEs war die fünfte Nacht in Folge mit Zusammenstößen. Die Polizei setzte Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Nach ersten Angaben in der Nacht von 40 Festnahmen berichtete die Polizei in der Früh der Deutschen Presse-Agentur, dass noch 32 Demonstranten in Haft seien. Nach Angriffen von Demonstranten auf Behördengebäude blieb die Regierung am Vormittag geschlossen, sollte aber am Nachmittag wieder öffnen. Auch das Parlament sagte Anhörungen ab und blieb geschlossen.

Die seit zwei Monaten andauernden Proteste waren eskaliert, nachdem die Studenten zu einer erneuten Blockade der Regierung aufgerufen hatten, um politische Reformen durchzusetzen. Die Aktionen richten sich gegen Pläne der kommunistischen Führung in Peking, zwar 2017 erstmals direkte Wahlen in der früheren britischen Kronkolonie zuzulassen, aber eine freie Nominierung der Kandidaten zu verweigern."Echte Demokratie" gefordertDie Demonstranten fordern echte Demokratie. Allerdings verliert die Bewegung zunehmend an Unterstützung. Seit der Rückgabe 1997 an China wird Hongkong autonom regiert. Die Vorgänge sorgen auch für Verstimmung zwischen China und der früheren Kolonialmacht Großbritannien. So will die chinesische Seite einer Gruppe britischer Parlamentarier die Einreise nach Hongkong verweigern.

Die Abgeordneten des Unterhauses wollten die Beziehung zwischen Großbritannien und der Ex-Kronkolonie untersuchen, aber ihnen sei mit einem Einreiseverbot gedroht worden, teilte Parlamentsmitglied Richard Ottaway am Sonntagabend in London mit. Das britische Außenministerium teilte mit, es sei "bedauerlich", dass China dem Komitee keinen Besuch erlaube, was den chinesischen Behörden auch "auf höchster Ebene" mitgeteilt worden sei.

(Bild: Schwere Zusammenstöße in Hongkong. Bild: SN/AP)

Kategorien: News

Jansrud holt nach Abfahrt auch Super-G, Mayer Zweiter

Mo, 01/12/2014 - 05:39

(Von Apa.) Abfahrtsolympiasieger Matthias Mayer landete 29/100 hinter dem wie am Vortag siegreich gebliebenen Norweger Kjetil Jansrud auf Rang zwei. Otmar Striedinger, Max Franz und Hannes Reichelt wurden Vierter bis Sechster.

Etliche ÖSV-Asse hatten nach den ernüchternden Erfahrungen in der Abfahrt für den stumpfen Schnee ihr Material neu ausgerichtet, und das mit Erfolg. Für Mayer wurde es wie 2013 Rang zwei. Auch da war mit dem derzeit verletzten Aksel-Lund Svindal nur ein Norweger schneller gewesen. "Da bin ich auch bei der letzten Zwischenzeit in Führung gelegen", erinnerte Mayer. 14 Weltcup-Super-Gs in Folge gab es nun schon keinen ÖSV-Sieg.

Der Kärntner musste den in Überform agierenden Jansrud zwar um knapp drei Zehntel ziehen lassen, gewann aber den Hundertstel-Kampf um die Plätze. Mayer: "Ich war voll am Limit. Ich habe mein Set-up geändert und auch die Fahrerei." Striedinger hingegen verlor einmal mehr ein hauchdünnes Duell, nur eine Hundertstel hinter dem Italiener Dominik Paris stand der ebenfalls aus Kärnten stammende Rennläufer neben dem Podest (+0,32).

Doch beim 23-jährigen Striedinger überwog die Zufriedenheit: "Die Hundertstel kommen sicher einmal retour. Ich habe beim Material etwas umstellen müssen, habe mich da gestern leider vergriffen. Aber wie es aussieht, habe ich die richtige Schraube gefunden." Erschwerend kam dazu, dass der mit 45 Toren versehene Kurs von ÖSV-Speed-Coach Florian Winkler nach der Besichtigung im Steilhang noch etwas umgesetzt worden ist.

Der Überraschungseffekt war an dieser Stelle bei so manchem daher groß. "Das war eine komische Situation", gab etwa Reichelt zu bedenken. In seinem zweiten Speed-Rennen nach seinem Bandscheibenvorfall vom vergangenen Winter überzeugte der Kitzbühel-Triumphator erneut, am Samstag war er als Neunter bester Österreicher gewesen. Nur 42 Hundertstel lag er hinter dem Sieger, 7/100 hinter Teamkollege Franz.

Dem wurmte bei seinem Zieleinlauf die "2" auf der Anzeigetafel, 4/100 fehlten ihm da auf Paris und letztlich auf Endrang drei. "Ich ärgere mich über einen Schwung, den ich ein bisschen zu hart gefahren bin", meinte Franz. Paris wiederum war positiv überrascht, dass er seinen ersten Top-10-Super-G auf dem Podest beendete. "Das hätte ich mir nicht gedacht", gab der Südtiroler zu. "Aber ich habe diesen Sommer schon mehr Technik trainiert."

Jansrud feierte seinen fünften Weltcupsieg. Wie Svindal 2012 holte er in Lake Louise das Double. "Das ist schon ein bisschen überraschend", sagte der Olympiasieger in dieser Disziplin. "Aber ich habe gewusst, dass ich in guter Form bin. Mein Name ganz oben auf der Liste, das ist ein gutes Gefühl." Zudem jagte er dem Salzburger Marcel Hirscher die Führung im Gesamt-Weltcup ab. Weiter geht es von Freitag bis Sonntag in Beaver Creek.

(Bild: Jansrud darf jubeln. Bild: SN/AP)

Kategorien: News

Streitende Nachbarn: Die Stadt will schneller für Frieden sorgen

Mo, 01/12/2014 - 05:00

(Von Heidi Huber.) Ob er das absichtlich macht? Dass die Kinder um 6 Uhr am Sonntagmorgen herumtrampeln. Dass das Auto immer zehn Zentimeter zu weit links parkt. Dass er den Schnee vor das Garagentor schaufelt. Wenn sich Nachbarn tyrannisieren, dann ist der Auslöser oft banal. Am häufigsten geht es um Lärmbelästigung. Franz Mittermayr, Sprecher des Bezirksgerichts Salzburg, kennt solche Fälle zur Genüge. Erst kürzlich war eine Verhandlung anberaumt, weil sich Nachbarn durch das Quietschen des Gartentors gestört fühlten. Der Nachbar mache das sicher absichtlich, lautete der Vorwurf. Der Hausbesitzer reichte Unterlassungsklage ein. Die Lösung war dann doch recht einfach: Der Nachbar hat das Gartentor geschmiert - weg war das Quietschen. "Da kommen sehr viele solcher Konflikte ans Gericht. Die ziehen sich über mehrere Jahre. Und wenn dann einer gegen den anderen gewinnt, dann kommt die nächste Klage vom Verlierer. Meistens sind das Streitigkeiten in Serie", schildert Mittermayr. Direkt an der Grundstücksgrenze verlaufe der Konflikt eben emotional. Startschuss im März Die Stadt hat fünf Bewohnerservicestellen. Nun will man neue Wege einschlagen. SPÖ-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer will eigene Mediationsstellen für Nachbarschaftskonflikte einrichten. "Wir geben im März den Startschuss dazu. Denn so ein Nachbarschaftsstreit macht krank. Das kostet Nerven, das verteuert die Betriebskosten, weil man die Wände des anderen anschmiert oder seine Mülltonne umkippt, und zuletzt vergiftet das das Klima."

Der Klassiker in großen Wohnsiedlungen: wenn Schichtarbeiter, die am Tag ihre Ruhe haben wollen, auf junge Familien mit spielenden Kindern treffen. Monatelang frisst man den Ärger darüber in sich hinein, bis der Groll so groß ist und die Situation eskaliert. Wenn Nachbarn streiten, sind oft mehrere Ämter, Behörden und Institutionen nacheinander damit konfrontiert - von der Hausverwaltung bis zum Wohnungsamt, Beratungsstellen oder der Polizei, die wegen Ruhestörung anrückt. Es fehlt also ein zentraler Ansprechpartner in diesen Fragen. Die Stadt lädt daher im März über 100 Personen zu einer Tagung ein, um über das Problem Nachbarschaftsstreitigkeiten zu diskutieren und im Idealfall einen Expertenpool für solche Angelegenheiten zu finden. Mehrere Stellen involviert Christian Reisinger vom Bewohnerservice Maxglan & Taxham sagt: "Die Konflikte werden oft erst sehr spät an uns herangetragen. Da ist schon viel passiert und viele Stellen sind damit betraut. Und alle Institutionen tun sich damit schwer." Daher müsse man Konflikte so früh wie möglich erkennen. In jedem Fall werde man einen Konfliktratgeber erstellen, also eine Broschüre, an wen man sich wenden solle. Graz habe bereits einen solchen Ratgeber. Linz wiederum setze auf einen Pool an Mediatoren. "Es gibt unterschiedliche Modelle. Es ist jedenfalls an der Zeit, dass man das Thema in Salzburg angeht", sagt Reisinger.

Bei der Wohnbaugenossenschaft gswb heißt es, mit Mediationsverfahren habe man gute Erfahrungen gemacht. "Wir haben rund drei Mediationen pro Jahr, Streite gibt es natürlich viel mehr. Wir wollen uns als Vermieter und Verwalter aus solchen Streitigkeiten heraushalten und parteifrei bleiben. Meist hilft es aber schon, wenn die Nachbarn Gehör finden", schildert Johann Sterz, Leiter der gswb-Hausverwaltung. Mediationen basieren auf Freiwilligkeit. Am Ende wird der Kompromiss in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten. Konfliktherde vermeiden Wobei die gemeinnützigen Wohnbauträger bei der Vergabe ihrer Wohnungen schon auf ein "Besiedelungsmanagement" setzen und im Vorfeld Soziologen zurate ziehen, um Frieden in der Wohnanlage zu haben. Rosemarie Fuchshofer ist Soziologin und begleitet mit ihrem Unternehmen StadtLandBerg Besiedelungen - zuletzt im Freiraum Maxglan. Dabei gehe es darum, im Vorfeld Konfliktherde zu vermeiden und nicht "versehentlich eine Todsünde" zu begehen. Fuchshofer moderiert beispielsweise Wohnungsvergaben. Wie? "Dass man den Leuten keine Wohnung zuweist, sondern sie nach Möglichkeit eine Wohnung aussuchen lässt. Denn es gibt Menschen, die wohnen lieber im Erdgeschoß und wären gern neben dem Hauseingang oder der Stiege, während anderen das überhaupt nicht passt. Lärmempfindliche Leute sollten auch nicht neben dem Kinderspielplatz angesiedelt werden", schildert die Soziologin.

Wenn 500 Bewohner auf einmal in eine neue Wohnanlage einzögen, könne es zu Beginn zu "Krieg" führen. Daher gebe es die Besiedelungsbegleitung. "Die Leute sind in einer Stresssituation, wenn sie die neue Wohnung beziehen. Alle wollen gleichzeitig den Raum okkupieren. Da reicht es schon, wenn jemand den Lift in den fünften Stock blockiert und damit den Bewohner im zweiten Stock verärgert, weil der seine Möbel dann schleppen muss. Dieser Streit kann dadurch zehn Jahre dauern." Mitunter habe man in Salzburg auch verlernt, in größeren Einheiten zu wohnen, sagt Fuchshofer. Migranten täten sich da leichter. "Wir müssen einander nicht alle lieb haben. Man merkt aber schon dieses Anspruchsdenken ,my home is my castle‘. Das existiert wohl auch, weil man in dieser Stadt sehr viel Geld für das Wohnen zahlt." Und letztlich fehle heutzutage auch der Hausmeister, der früher Ansprechpartner für alles und jeden gewesen sei. Ein Gebietsbetreuer, der sich um etliche Wohnanlagen kümmern müsse, könne nicht die Kommunikation übernehmen.

(Bild: Die Idylle täuscht. Der Garten birgt sich viele Auslöser für Streitigkeiten zwischen Nachbarn. Meistens fangen die Konflikte ganz klein an. Bild: SN/eva maria griese)

Kategorien: News

Tusk übernimmt EU-Ratsvorsitz

Mo, 01/12/2014 - 04:43

(Von Apa/dpa.) Beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am 18. und 19. Dezember muss er eine Einigung auf den Wachstumsplan von Kommissionschef Jean-Claude Juncker vermitteln.

Die größte Herausforderung für die kommenden Jahre ist die Einigkeit der EU. Der konservative britische Premier David Cameron will 2017 ein EU-Referendum abhalten, falls er im kommenden Jahr die Wahlen gewinnt. Probleme gibt es in Brüssel auch mit Ungarns nationalkonservativem Regierungschef Viktor Orban.

Tusk gilt als erfahrener Politiker. Zweimal hatte er in Warschau seine liberal-konservative polnische Bürgerplattform (PO) in die Regierung geführt. Vor seinem Wechsel nach Brüssel beteuerte der PO-Gründer und einstige Regierungschef, für ihn werde ein Traum wahr: "Ich wollte immer ungeschlagen von der Bühne abtreten."

Nun wird der blonde Kaschube, dem ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel nachgesagt wird, als EU-Ratspräsident der erste Vertreter des "neuen Europa" in einem europäischen Spitzenamt - und das, obwohl er bei seiner Wahl nur bescheidene Englischkenntnisse aufzuweisen hatte. Doch er versprach, sein "Englisch zu polieren" und machte einen Intensivkurs.

(Bild: Donald Tusk wird EU-Ratspräsident. Bild: SN/APA (epa/Archiv)/JULIEN WARNAND)

Kategorien: News

UNO-Klimakonferenz in Lima beginnt

Mo, 01/12/2014 - 04:41

(Von Apa.) Aus Österreich wird Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) an der Konferenz teilnehmen. Er zeigte sich im Vorfeld "vorsichtig optimistisch, dass bei dieser Konferenz die letzten Weichen für einen Weltklimavertrag 2015 in Paris gestellt werden".

Die Erwartungen an Lima halten sich allerdings in Grenzen. Es sollten wesentliche Elemente eines Verhandlungstextes festgehalten werden, die dann bis zur UN-Klimakonferenz 2015 in Paris zu einem Vertragstext weiterentwickelt werden. Das in Paris angestrebte Abkommen soll erstmals allen Staaten für die Zeit ab 2020 eine Minderung des CO2-Ausstoßes vorschreiben - nicht mehr nur den Industriestaaten, wie es im dann auslaufenden Kyoto-Protokoll der Fall war.

(Bild: Weichen für Weltklimavertrag werden gestellt. Bild: SN/APA (epa)/RAUL GARCIA)

Kategorien: News

Lufthansa: Piloten streiken wieder, Hunderte Flüge gestrichen

Mo, 01/12/2014 - 04:40

(Von Apa/ag..) Dagegen sollen alle Langstreckenflüge noch abgefertigt werden. Am Dienstag ist dann jedoch kompletter Stillstand auf der Langstrecke geplant, bevor der Betrieb mit Streikende am Mittwochmorgen wieder anläuft. Nicht betroffen sind Deutschland- und Europaflüge der Lufthansa-Tochter Germanwings. Die Pilotengewerkschaft Cockpit will ihren Ausstand am Montag um 12.00 Uhr mit Mittel- und Kurzstreckenflügen beginnen und Dienstagfrüh auf Langstrecke und Fracht ausweiten.

Von dem neuerlichen Streik sind auch Verbindungen nach Wien betroffen, nämlich von und nach Frankfurt bzw. München. Das teilte Flughafen-Sprecher Peter Kleemann Sonntagabend der APA mit. Von 22 geplanten Flügen am Montag wurden acht Verbindungen storniert. Am Dienstag fallen von ebenfalls 22 geplanten Flügen 16 aus. Angaben zu anderen österreichischen Flughäfen lagen vorerst nicht vor.

(Bild: Lufthansa kommt nicht zur Ruhe. Bild: SN/APA (Archiv/epa)/UNBEKANNT)

Kategorien: News

Hosp-Sieg bei Slalom in Aspen, Zettel Dritte

Mo, 01/12/2014 - 04:31

(Von Apa.) Die 31-jährige Bichlbacherin gewann am Sonntag den Slalom vor der Schwedin Frida Hansdotter sowie Landsfrau Kathrin Zettel und siegte erstmals seit fast sechs Jahren. Halbzeit-Leaderin Mikaela Shiffrin (USA) wurde nur Fünfte.

Während die 19-jährige US-Olympiasiegerin nach der nur 19. Laufzeit in der Entscheidung weiter auf ihren ersten Heimsieg warten muss, lieferten die ÖSV-Technik-Damen das perfekte Aspen-Wochenende ab und krönten den Saisonstart. Von bisher zwölf möglichen Podestplätzen gingen sieben an sie. Und im nur zweiten Slalom nach dem Rücktritt von Marlies Schild gelang unerwartet der erste Triumph in dieser zuletzt von Shiffrin und Schild dominierten Disziplin.

Nach dem Doppelsieg durch Brem vor Zettel im Riesenslalom lieferte Hosp am Sonntag damit die nächste Überraschung in Rot-weiß-rot ab. Während in der Entscheidung neben Shiffrin auch die zur Halbzeit zweitplatzierte, slowenische Levi-Siegerin Tina Maze patzte, stürmte die längst zu den Speedbewerben bzw. der Superkombi tendierende Bichlbacherin mit Laufbestzeit von Platz sieben noch zu ihrem zwölften Weltcupsieg. Dem ersten seit fast sechs Jahren. Zuletzt hatte Hosp im Jänner 2008 in Maribor einen Slalom gewonnen.

"Das war ein perfekter Lauf", jubelte Hosp, die den ersten Durchgang noch verpatzt hatte. "Ich habe einfach gute Leute an meiner Seite gehabt", erklärte die Team-Seniorin nach dem Verarbeiten der ersten Tränen im Zielraum, warum sie zum zweiten Mal nach 2007 in Aspen und nach so langer Zeit wieder ganz oben stehen konnte.

Die Weltcup-Gesamtsiegerin von 2006/2007 sprach damit ihren Servicemann sowie ihren Lebensgefährten Roland an. "Die arbeiten einfach super zusammen, die haben immer an mich geglaubt", sagte Hosp und freute sich. "Ich habe mich seit vielen Jahren endlich wieder einmal ohne Verletzung vorbereiten können und bin topfit. Das macht's einfach aus."

Auch ÖSV-Sportdirektor Hans Pum war über die Leistung der Tirolerin, die trotz Riesentorlauf-Gold 2007 mittlerweile auf diese Disziplin verzichtet, baff. "Dass wir so schnell nach dem Schild-Rücktritt wieder eine Slalom-Siegläuferin haben, hätte ich nicht gedacht", zeigte sich Pum nach dem fünften Slalomsieg Hosps erfreut.

Für Zettel gab es trotz "schwerer Beine" das bereits zehnte Podium in Aspen, so oft ist im Nobelstädtchen in Colorado noch niemand in die Top-3 gefahren. Nach dem dritten Podestplatz in Folge führt die Niederösterreicherin zudem im Gesamt-Weltcup 41 Punkte vor Shiffrin. "Aber das bedeutet zu diesem Zeitpunkt genau gar nichts. Jetzt kommen die ersten Speedrennen. Nichts ist gewonnen oder verloren", sagte Zettel.

Sechs ÖSV-Läuferinnen qualifizierten sich in Aspen für das 30er-Finale, darunter als 21. auch Brem. Die Tirolerin, die am Vortag im Riesentorlauf ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, wurde nach einem groben Fehler in der Entscheidung 25., während Michaela Kirchgasser Platz sieben und Bernadette Schild Rang zehn belegte.

Die Riesenslalom-Spezialistin Brem war trotzdem zufrieden. "Die Wolke sieben hat sich in der Nacht nicht so toll angefühlt. Ich war gefühlt jede halbe Stunde munter und bin zwar immer wieder mit dem Gedanken eingeschlafen, dass es wirklich passiert war, in der Früh war ich aber völlig fertig, müde und leer", gestand Brem. "Da ist es schwierig, am Limit zu fahren."

Für die Alpin-Damen und damit auch Hosp ging es nach Aspen weiter nach Lake Louise zu den ersten Speed-Rennen des WM-Winters. In Kanada stehen wie immer zwei Abfahrten sowie ein Super-G auf dem Programm. In Lake Louise gibt US-Superstar Lindsey Vonn nach langer Verletzungspause ihr Comeback.

(Bild: Die ÖSV-Damen können sich freuen. Bild: SN/GEPA pictures)

Kategorien: News

Welt-Aids-Tag: Vorerst kein Sieg über HIV-Pandemie

Mo, 01/12/2014 - 04:26

(Von Apa/ag.) International gibt es erste Erfolge. 2013 bedeuteten 2,1 Mio. Neuinfektionen im Vergleich zu 2001 einen Rückgang um 38 Prozent. Auch die Zahl der Aids-Todesfälle sank mit 1,5 Mio. im Vergleich zum Jahr 2005 um 35 Prozent.

13,6 Mio. Menschen befanden sich Mitte 2014 in antiretroviraler Therapie. Bis 2020 sollen laut WHO 90 Prozent der weltweit mit HIV Infizierten diesen Status auch kennen. 90 Prozent sollen eine so hoch wirksame Therapie erhalten, dass das HI-Virus im Blut nicht mehr nachweisbar ist.

In Österreich hat es bisher bestätigte 3.792 Aids-Erkrankungen gegeben. 1.986 Personen sind daran gestorben. Laut der Aids Hilfe Wien leben in Österreich rund 10.000 bis 15.000 Menschen mit HIV/Aids. Vergangenes Jahr gab es 481 bestätigte neue HIV-positive Befunde, 2014 dürfte diese Zahl 400 bis 420 erreichen. Nach wie vor werden aber rund 50 Prozent der Diagnosen verhältnismäßig spät gestellt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor allem China anlässlich des Welt-Aids-Tags zum Handeln gegen das HI-Virus aufgerufen. China müsse "noch weit mehr tun", um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern und die Versorgung der Infizierten zu verbessern, schrieb der WHO-Landesvertreter Bernhard Schwartländer in einem Beitrag für die staatliche Zeitung "China Daily" vom Montag.

Chinas Regierung hatte am Sonntag erklärt, dass sich seit der Entdeckung von HIV im Jahr 1985 bis Oktober 497.000 Menschen mit dem Virus infiziert hätten. "Wohl am wichtigsten ist es, dass wir die Stigmatisierung und Diskriminierung gegenüber Menschen, die mit HIV leben, sowie gegenüber Risikogruppen wie Männern, die Sex mit Männern haben, Sexarbeitern und Menschen, die sich Drogen injizieren, beseitigen", schrieb Schwartländer. Er habe erlebt, dass Ärzte Patienten abgewiesen hätten. "Dies ist einfach inakzeptabel und muss aufhören", forderte der WHO-Experte.

(Bild: Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember. Bild: SN/APA (Archiv/epa)/UNBEKANNT)

Kategorien: News

Welt-Aids-Tag: Kein Sieg über HIV-Pandemie

Mo, 01/12/2014 - 04:26

(Von Apa.) Weltweit leben laut UNAIDS rund 35 Millionen Menschen mit HIV. Die UNO hat das Ziel ausgerufen, der Pandemie bis 2030 ein Ende zu setzen. In Österreich geht die Zahl der neu bestätigten HIV-Infektionen derzeit leicht zurück.

International gibt es erste Erfolge. 2013 bedeuteten 2,1 Millionen Neuinfektionen im Vergleich zu 2001 einen Rückgang um 38 Prozent. Auch die Zahl der Aids-Todesfälle sank mit 1,5 Millionen im Vergleich zum Jahr 2005 um 35 Prozent. 13,6 Millionen Menschen befanden sich Mitte 2014 in antiretroviraler Therapie. Bis 2020 sollen laut WHO 90 Prozent der weltweit mit HIV Infizierten diesen Status auch kennen. 90 Prozent sollen eine so hoch wirksame Therapie erhalten, dass das HI-Virus im Blut nicht mehr nachweisbar ist. In Österreich hat es bisher bestätigte 3.792 Aids-Erkrankungen gegeben. 1.986 Personen sind daran gestorben. Laut der Aids Hilfe Wien leben in Österreich rund 10.000 bis 15.000 Menschen mit HIV/Aids. Vergangenes Jahr gab es 481 bestätigte neue HIV-positive Befunde, 2014 dürfte diese Zahl 400 bis 420 erreichen. Nach wie vor werden aber rund 50 Prozent der Diagnosen verhältnismäßig spät gestellt.

(Bild: Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember. Bild: SN/APA (Archiv/epa)/UNBEKANNT)

Kategorien: News

SN-Weihnachtsfrage: Warum gibt es Adventkränze?

Mo, 01/12/2014 - 04:00

(Von Sn-iro.) Die Online-Redaktion der "Salzburger Nachrichten" stellt jeden Tag in der Vorweihnachtszeit eine Frage zum Thema Advent. Dazu werden verschiedene Salzburger Persönlichkeiten und Experten befragt. Den Auftakt macht diese Frage: Warum gibt es Adventkränze?

Die Leiterin des Landes-Referats Salzburger Volkskultur, Lucia Luidold, erklärt: "Der Adventkranz hat sich in Österreich seit den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts etabliert und ist heute im kirchlichen wie im religiösen Umfeld ein sehr beliebtes Symbol, das mit den vier Kerzen die vier Wochen der Adventzeit hervorheben und auf das Weihnachtsfest hinführen soll. Der älteste Hinweis auf einen Adventkranz findet sich in einem evangelischen Jugendheim, dem sogenannten "Rauhen Haus" in Hamburg, wo der Begründer, Hinrich Wichern (1808-1881) im 19. Jahrhundert einen mit Kerzen bestückten Holzkranz aufhängen ließ."

(Bild: Warum gibt es Adventkränze? Bild: SN/APA/BARBARA GINDL)

Kategorien: News

Neuer EU-Ratsvorsitzender Tusk tritt Amt an

So, 30/11/2014 - 23:08

(Von Apa/dpa.) Die größte Herausforderung für die kommenden Jahre ist die Einigkeit der EU. Der konservative britische Premier David Cameron will 2017 ein EU-Referendum abhalten, falls er im kommenden Jahr die Wahlen gewinnt.

(Bild: Donald Tusk wird EU-Ratspräsident. Bild: SN/APA (epa/Archiv)/JULIEN WARNAND)

Kategorien: News

Lufthansa: Piloten streiken ab Montag wieder

So, 30/11/2014 - 20:50

(Von Apa/ag..) Am Dienstag ist kompletter Stillstand auf der Langstrecke geplant, bevor der Betrieb mit Streikende am Mittwochmorgen wieder anläuft. Nicht betroffen sind Deutschland- und Europaflüge der Lufthansa-Tochter Germanwings. Die Pilotengewerkschaft Cockpit will ihren Ausstand am Montag um 12.00 Uhr mit Mittel- und Kurzstreckenflügen beginnen und Dienstagfrüh auf Langstrecke und Fracht ausweiten.

Von dem neuerlichen Streik sind auch Verbindungen nach Wien betroffen, nämlich von und nach Frankfurt bzw. München. Das teilte Flughafen-Sprecher Peter Kleemann Sonntagabend der APA mit. Von 22 geplanten Flügen am Montag wurden acht Verbindungen storniert. Am Dienstag fallen von ebenfalls 22 geplanten Flügen 16 aus. Angaben zu anderen österreichischen Flughäfen lagen vorerst nicht vor.

(Bild: Lufthansa kommt nicht zur Ruhe. Bild: SN/AP)

Kategorien: News

Hosp-Sieg bei Slalom in Aspen - Zettel 3.

So, 30/11/2014 - 20:50

(Von Apa.) Während die 19-jährige US-Olympiasiegerin nach der nur 19. Laufzeit in der Entscheidung weiter auf ihren ersten Heimsieg warten muss, lieferten die ÖSV-Technik-Damen das perfekte Aspen-Wochenende ab und krönten den Saisonstart. Von bisher zwölf möglichen Podestplätzen gingen sieben an sie. Und im nur zweiten Slalom nach dem Rücktritt von Marlies Schild gelang unerwartet der erste Triumph in dieser zuletzt von Shiffrin und Schild dominierten Disziplin.

Nach dem Doppelsieg durch Brem vor Zettel im Riesenslalom lieferte Hosp am Sonntag damit die nächste Überraschung in Rot-weiß-rot ab. Während in der Entscheidung neben Shiffrin auch die zur Halbzeit zweitplatzierte, slowenische Levi-Siegerin Tina Maze patzte, stürmte die längst zu den Speedbewerben bzw. der Superkombi tendierende Bichlbacherin mit Laufbestzeit von Platz sieben noch zu ihrem zwölften Weltcupsieg. Dem ersten seit fast sechs Jahren. Zuletzt hatte Hosp im Jänner 2008 in Maribor einen Slalom gewonnen.

"Das war ein perfekter Lauf", jubelte Hosp, die den ersten Durchgang noch verpatzt hatte. "Ich habe einfach gute Leute an meiner Seite gehabt", erklärte die Team-Seniorin nach dem Verarbeiten der ersten Tränen im Zielraum, warum sie zum zweiten Mal nach 2007 in Aspen und nach so langer Zeit wieder ganz oben stehen konnte.

Die Weltcup-Gesamtsiegerin von 2006/2007 sprach damit ihren Servicemann sowie ihren Lebensgefährten Roland an. "Die arbeiten einfach super zusammen, die haben immer an mich geglaubt", sagte Hosp und freute sich. "Ich habe mich seit vielen Jahren endlich wieder einmal ohne Verletzung vorbereiten können und bin topfit. Das macht's einfach aus."

Auch ÖSV-Sportdirektor Hans Pum war über die Leistung der Tirolerin, die trotz Riesentorlauf-Gold 2007 mittlerweile auf diese Disziplin verzichtet, baff. "Dass wir so schnell nach dem Schild-Rücktritt wieder eine Slalom-Siegläuferin haben, hätte ich nicht gedacht", zeigte sich Pum nach dem fünften Slalomsieg Hosps erfreut.

Für Zettel gab es trotz "schwerer Beine" das bereits zehnte Podium in Aspen, so oft ist im Nobelstädtchen in Colorado noch niemand in die Top-3 gefahren. Nach dem dritten Podestplatz in Folge führt die Niederösterreicherin zudem im Gesamt-Weltcup 41 Punkte vor Shiffrin. "Aber das bedeutet zu diesem Zeitpunkt genau gar nichts. Jetzt kommen die ersten Speedrennen. Nichts ist gewonnen oder verloren", sagte Zettel.

Sechs ÖSV-Läuferinnen qualifizierten sich in Aspen für das 30er-Finale, darunter als 21. auch Brem. Die Tirolerin, die am Vortag im Riesentorlauf ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, wurde nach einem groben Fehler in der Entscheidung 25., während Michaela Kirchgasser Platz sieben und Bernadette Schild Rang zehn belegte.

Die Riesenslalom-Spezialistin Brem war trotzdem zufrieden. "Die Wolke sieben hat sich in der Nacht nicht so toll angefühlt. Ich war gefühlt jede halbe Stunde munter und bin zwar immer wieder mit dem Gedanken eingeschlafen, dass es wirklich passiert war, in der Früh war ich aber völlig fertig, müde und leer", gestand Brem. "Da ist es schwierig, am Limit zu fahren."

Für die Alpin-Damen und damit auch Hosp ging es nach Aspen weiter nach Lake Louise zu den ersten Speed-Rennen des WM-Winters. In Kanada stehen wie immer zwei Abfahrten sowie ein Super-G auf dem Programm. In Lake Louise gibt US-Superstar Lindsey Vonn nach langer Verletzungspause ihr Comeback.

(Bild: Shiffrin. Bild: SN/AP)

Kategorien: News
hellokitty