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Aktualisiert: vor 43 Minuten 29 Sekunden

Ebola-Alarm in Salzburg: Junger Afrikaner in Quarantäne

Di, 07/10/2014 - 04:55

(Von Sn.) In der Infektiologie der Dritten Medizin ist Montagabend jener Fall eingetreten, auf den sich die Landessanitätsdirektion, der Stab der Salzburger Landeskliniken und der Katastrophenschutz seit Langem vorbereitet hatten: Der erste Patient wurde eingeliefert, bei dem ein Verdacht auf Ebola bestehen könnte.

Könnte, denn der junge Liberianer, der am Montagnachmittag auf dem Walserberg von Schengenfahndern aufgegriffen worden war, zeigte zunächst keine äußeren Anzeichen der Seuche, wie etwa Fieber. Was aber den Alarm ausgelöst hatte, waren die Angaben des Teenagers.

Der junge Liberianer war per Autostopp unterwegs. In dem Auto waren zwei Unbeteiligte, die ihn mitgenommen hatten. Gegenüber den Polizisten gab er an, dass er allein auf der Flucht sei, nachdem seine Familie in Liberia von der Seuche ausgelöscht worden sei. Er sei, so sagte er, 15 Jahre alt. Das war für die Beamten Grund genug, alle Vorsicht walten zu lassen und die Einlieferung in die Klinik zu veranlassen. Speziell geschulte Mitarbeiter mit Schutzausrüstung Das Rote Kreuz hat den jungen Mann um 17.30 Uhr übernommen. Den Transport des Patienten in die Landeskliniken führten speziell geschulte und mit Schutzausrüstung ausgestattete Mitarbeiter der Dekontaminations-Einheit des Roten Kreuzes durch. Nach Einlieferung in das Krankenhaus mussten die Rotkreuz-Leute sowohl Ausrüstung als auch Fahrzeug gründlich desinfizieren. Die Polizeibeamten und die beiden Autoinsassen, die mit dem Afrikaner Kontakt hatten, konnten nach Aufnahme ihrer Daten nach Hause zurückkehren. Sie gelten erst als gefährdet, sobald es sich bei dem Afrikaner offiziell um einen Verdachtsfall handelt. Soweit ist es aber noch nicht.

In den Landeskliniken wurde der junge Mann in Isolation genommen, um von einem speziell geschulten und mit Schutzanzügen ausgestatteten Team untersucht zu werden. Dieses und den Krisenstab leitet der Vorstand der Universitätsklinik für Innere Medizin III, Richard Greil. Er war aber Montag wegen Krankheit verhindert. Daher führte Christine Rühle, die Chefin der Krankenhaushygiene, das Team."Patient muss erst untersucht werden" "Es ist absolut noch zu früh, von einem Verdachtsfall zu sprechen. Dazu muss der Patient erst auf mögliche Symptome hin untersucht werden", betonte LH-Stv. Christian Stöckl (ÖVP) als Spitals- und Gesundheitsreferent. "Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei dem Flüchtling um einen Ebola-Patienten handelt, ist gering, dennoch haben wir alle Maßnahmen ergriffen."

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Infektion mit dem Erreger bis zum Ausbruch der Krankheit, beträgt zwei bis 21 Tage. Das ist eine Spanne, in der eine Reise von Westafrika nach Salzburg nicht leicht zu machen wäre, wenn diese über das Land und das Mittelmeer führt. Diesfalls wäre eine Ansteckung des Teenagers unwahrscheinlich.

(Bild: Mitarbeiter der Krankenhauses sowie des Wachdienstes wurden Montagabend im LKH zusammengezogen. Bild: SN/ROBERT RATZER)

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Spaßbad für Salzburg: Vier Entwürfe und blanke Nerven

Di, 07/10/2014 - 04:40

(Von Christian Resch.) Am Mittwoch um 13 Uhr treffen im Zimmer 222 des Schlosses Mirabell in Salzburg hochkarätige Persönlichkeiten zusammen: Planungsstadtrat und Baustadträtin der Stadt einerseits, Städtische Immobilien- und Tourismusgesellschaft und Architekten aus dem In- und Ausland andererseits. Sie haben die Aufgabe, erneut - nun aber wirklich - zu entscheiden, wie Salzburgs neues Hallenbad aussehen soll.

Wie berichtet, gab es bereits 2012 einen Sieger. Doch das ambitionierte Projekt des Berliner Büros HMGB Architekten erwies sich als zu ambitioniert: "Im Nachhinein haben sich ein statisches Problem, ein Klimaproblem und eine fehlende technische Befähigung der Architekten herausgestellt, und, und, und", sagt heute Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ). Anders gesagt: Eine Realisierung wäre viel zu teuer gekommen, von bis zu 90 Mill. Euro war am Ende die Rede. Beschlossen hatte der Gemeinderat eigentlich eine Obergrenze von 37 Mill. Euro. Folge: Die Stadtpolitik machte einen Rückzieher, musste sich in der Folge vor Gericht rechtfertigen und konnte den geplanten Baubeginn von 2015 abschreiben. Nun muss aus den restlichen vier Projekten des ersten Wettbewerbs ein neuer Sieger gekürt werden. Die Nervosität ist groß Die Nervosität ist freilich groß. Stadtpolitiker berichten, dass Vertreter der mitbietenden Architekturbüros bereits regelmäßige Besucher seien. In der Salzburger Immobiliengesellschaft fürchtet man sich derartig vor gerichtlichen Klagen, dass über die Ausschreibung gar nicht kommuniziert wird. Dabei gäbe es eine wichtige Frage zu klären: Was wird getan, damit sich die Fehler der ersten Juryentscheidung nicht wiederholen? Techniker im Magistrat sagen immerhin, dass man "davon ausgeht, dass das neue Siegerprojekt umsetzbar ist". Diese Erwartung teilt auch der Bürgermeister - man habe sicherlich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt.

Baustadträtin Claudia Unterkofler (Neos) ist nicht so optimistisch. Sie stellt fest, dass bei den vier Badkandidaten noch "ordentliche Kalkulationen" fehlten und es "ein großes Fragezeichen" sei, wie hoch die Kosten beim neuen Siegerprojekt sein würden. Unterkofler hat die vier Kandidatenentwürfe angesehen und meint: "Da werden wir wohl jedes anpassen müssen. Verkleinern, günstiger machen, was auch immer."

Wobei der Kostenrahmen, den Stadtchef Schaden vorgibt, jetzt bei 55 Mill. Euro liegt. Das hat der Gemeinderat zwar nicht genehmigt - aber das müsse dann eben nachgeholt werden, sagt Schaden. Dies sei nur "Formsache".

Übrigens: Dem Wettbewerb stellen sich die Architekten Berger + Parkkinen, kadawittfeld, Thomas Pucher und Thalbauer Architekten. Alle Bäder enthalten ein Sportbecken, eine Rutsche, ein Bistro, eine Tiefgarage mit 80 bis 100 Stellplätzen und gut 800 m2 Wasserfläche. Jedes der Modelle brächte rund 10.000 m2 Nutzfläche - die Optik unterscheidet sich jedoch beträchtlich.

(Bild: Wellenoptik, abgerundete Ecken und Lamellen an der Außenhaut bietet der Entwurf von Berger + Parkkinen. Bild: SN/sn)

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Phelps nach Alkoholfahrt sechs Monate gesperrt

Di, 07/10/2014 - 04:10

(Von Apa/dpa.) Zudem einigte sich der 29-jährige US-Superstar mit dem Verband auf einen Startverzicht bei den Weltmeisterschaften vom 2. bis 9. August 2015 in Kasan.Phelps habe mit seinem Verhalten gegen die Verhaltensregeln des Verbandes verstoßen, betonte Chuck Wieglus, Direktor von USA Swimming. Phelps selbst hatte am Sonntag angekündigt, eine Auszeit nehmen und sich einer sechswöchigen Therapie unterziehen zu wollen. "Ich muss einsehen, dass dies nicht meine erste Verfehlung war. Ich bin sehr enttäuscht von mir. Ich werde mir ein wenig Zeit nehmen und an einem Programm teilnehmen, das mir hilft, mich besser zu verstehen", teilte der 18-malige Olympiasieger via Twitter mit.

Am 30. September war Phelps auf einer Autobahn in seiner Heimatstadt Baltimore von der Polizei wegen stark überhöhter Geschwindigkeit gestoppt worden. Eine umgehende Untersuchung ergab einen Blutalkoholwert von 1,4 Promille.

(Bild: Der US-Amerikaner verzichtet auf die WM 2015. Bild: SN/APA (epa)/DAVE HUNT)

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Facebook schloss Übernahme von WhatsApp ab

Di, 07/10/2014 - 04:05

(Von Apa/ag..) Grund dafür ist der gestiegene Aktienkurs von Facebook. Ein Großteil des Deals wurde in Aktien abgewickelt.

Facebook hatte die Übernahme von WhatsApp im Februar angekündigt. Vergangenen Freitag hatte nach den US-Wettbewerbsbehörden auch die EU-Kommission ihre Zustimmung erteilt. WhatsApp wird weltweit von etwa 600 Millionen Menschen genutzt. Mit dem Zukauf will Facebook seine Präsenz im mobilen Internet stärken.

(Bild: Facebook hat die Übernahme von WhatsApp abgeschlossen. Bild: SN/AP)

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Streik der Piloten bei Lufthansa Cargo angekündigt

Di, 07/10/2014 - 03:58

(Von Apa/dpa/ag..) Von Mittwoch 3.00 Uhr bis Donnerstag 22.30 Uhr werde es keine Flüge von deutschen Flughäfen geben, teilte Cockpit am Montagabend in Frankfurt mit. Mit dem Streik solle ein neuer Tarifvertrag zur Übergangsversorgung erreicht werden.

Nach Angaben von Lufthansa Cargo sind im Streikzeitraum 21 Flüge ab Frankfurt geplant. Passagierflüge sind von dem Streikaufruf nicht betroffen. Das Unternehmen kündigte einen Sonderflugplan an, um möglichst viele Flüge sicherzustellen. Allerdings werde rund die Hälfte der Fracht ohnehin an Bord von Passagierflugzeugen befördert und sei daher nicht betroffen.

Mit dem Streik solle ein neuer Tarifvertrag zur Übergangsversorgung erreicht werden, erklärte die Vereinigung Cockpit weiter. Sie sei jederzeit "einigungsbereit", um Streiks abzuwenden. Der Konzernvorstand solle "endlich Signale" senden, "die eine Wiederaufnahme konstruktiver Verhandlungen ermöglichen".

Cockpit hat seit April in bisher fünf Streikwellen mehr als 4.300 Flüge mit rund 500.000 betroffenen Passagieren ausfallen lassen. Lufthansa kritisierte den erneuten Streikaufruf von Cockpit scharf, es sei der sechste der Gewerkschaft binnen weniger Wochen. Angesichts der Kompromissbereitschaft der Fluggesellschaft in den vergangenen Gesprächen sei der Streikaufruf "weder verständlich noch verhältnismäßig - insbesondere da Piloten von Lufthansa Cargo bereits heute bis zum Alter von 60 Jahren fliegen und kein einziger Pilot der Lufthansa Cargo von den von Lufthansa vorgeschlagenen Anpassungen der Übergangsversorgung betroffen wäre", hieß es in einer Erklärung des Unternehmens am Abend.

Im Tarifstreit geht es um die künftigen Übergangspensionen für 5.400 Piloten und Co-Piloten der Fluggesellschaften Lufthansa, Lufthansa-Cargo und Germanwings. Die Lufthansa hat die bisherigen Regeln zum Jahresende 2013 gekündigt. Sie will erreichen, dass die Piloten frühestens mit 60 (bisher 55) Jahren in die bezahlte Frühpension gehen können. Zudem soll das durchschnittlich zu erreichende Austrittsalter von 58 auf 61 Jahre angehoben werden. Dazu wurden komplexe Übergangsregeln angeboten.

(Bild: Lufthansa-Piloten wollen neuerlich streiken. Bild: SN/APA (epa))

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Koalitionspakt unterzeichnet: Vorarlberg wird schwarz-grün

Di, 07/10/2014 - 03:42

(Von Apa.) Der Koalitionspakt zwischen Vorarlberger ÖVP und Grünen ist unterschrieben. Die Zustimmung der Parteibasis vorausgesetzt, werden die zwei Parteien in den nächsten fünf Jahren Vorarlberg regieren. Grünen-Chef Johannes Rauch (55) und Katharina Wiesflecker (50) werden als erste Grüne in der Geschichte des Landes Regierungsverantwortung tragen, erklärten Rauch und ÖVP-Chef Markus Wallner.

Die Vorstände von Vorarlberger ÖVP und Grünen haben am Montagabend die beinahe letzten Weichen für die beabsichtige Regierungszusammenarbeit gestellt. Beide Gremien hießen das ausgearbeitete Koalitionspapier fast einhellig gut, die ÖVP mit 49:1 Stimmen, die Grünen mit 21:1 Stimmen. Spricht sich am Donnerstag auch die Landesversammlung der Grünen für den Koalitionspakt aus, ist Schwarz-Grün fix.

Beide Parteichefs - Markus Wallner für die ÖVP und Johannes Rauch für die Grünen - sprachen nach den Abstimmungen von einem "historischen Tag". Wallner freute sich über den großen Zuspruch, der in dieser Breite nicht zu erwarten gewesen sei. Schließlich handle es sich bei Schwarz-Grün um einen "neuen, mutigen Schritt". Rauch sagte, man sei in eine neue Form gestartet, das Land zu regieren. Sowohl Grüne als auch die Volkspartei hielten "einen kooperativen Regierungsstil ohne parteipolitisches Hickhack "für immens wichtig".

Dass die Parteibasis der Grünen am Donnerstag das Koalitionsübereinkommen platzen lassen könnte, befürchteten weder Rauch noch Wallner. Er gehe davon aus, dass es auch dort eine "überwiegende Zustimmung geben wird", sagte Rauch. Er braucht eine Zwei-Drittel-Mehrheit, damit Schwarz-Grün Wirklichkeit werden kann. Die Gegenstimme am Montag kam laut APA-Informationen von einem Vorstandsmitglied aus der Stadt Feldkirch. Dort ist in den Reihen der Grünen der geplante Stadttunnel sehr umstritten. Der Stadttunnel war im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen als möglicher Knackpunkt gesehen worden, Rauch vereinbarte aber mit der ÖVP, das laufende UVP-Verfahren und auch den ersten Bauabschnitt zu akzeptieren.

Nicht nur das Koalitionspapier wurde von ÖVP und Grünen mit überwiegender Mehrheit abgesegnet, sondern auch die Nominierungen der Landesräte. Bei der ÖVP erhielten Wallner und sein Stellvertreter in der Landesregierung, Karlheinz Rüdisser, die Zustimmung aller 50 Stimmberechtigten. Denselben Zuspruch bekamen Erich Schwärzler und Christian Bernhard. Lediglich Bernadette Mennel musste sich mit 49 Stimmen zufriedengeben. Der designierte Landtagspräsident Harald Sonderegger, der aus der Landesregierung ausscheiden muss, wurde mit 42 Stimmen nominiert, die künftige Landtagsvizepräsidentin Gabriele Nußbaumer, die an der Spitze des Landtagspräsidiums für Sonderegger weichen muss, 44 Stimmen. Rauch und seine Stellvertreterin Katharina Wiesflecker wurden von den Grünen ebenfalls als zukünftige Landesräte bestätigt.

In Sachen Ressorts wird Wallner künftig neben den Finanzen auch die Bereiche Jugend und Familie verantworten. Er habe sich im Wahlkampf besonders für die Familie und deren Entlastung stark gemacht, begründete der Landeshauptmann diese Entscheidung. Rüdisser erhält zu seinen bisher geführten Ressorts Wirtschaft, Tourismus und Verkehr auch den Hochbau dazu. Gesundheits-Landesrat Bernhard übernimmt zusätzlich die Kultur-Fragen, Mennel behält Bildung, Sport und Legistik. Das Bildungsressort sei allerdings vergrößert worden und umfasse nun alle Stufen vom Kindergarten bis zur Wissenschaft, so Wallner. Landesrat für Sicherheit, Inneres und Agrar bleibt Schwärzler.

Grünen-Chef Johannes Rauch wird unter anderem die Bereiche Umwelt, Mobilitätsmanagement und öffentlicher Verkehr führen. Seine Parteikollegin Katharina Wiesflecker wird sich um die Themen Soziales und Frauen kümmern.

Bereits bei der Bekanntgabe der Einigung hatte Wallner zu Mittag das bereits unterschriebene Koalitionsübereinkommen als sehr detailliert ausverhandelt gelobt und als "eines der besten Papiere, die es in Österreich gibt" bezeichnet. Man habe gemeinsame schwarz-grüne Projekte definiert, die es umzusetzen gelte. Rauch erklärte, es seien "harte und intensive, aber faire Verhandlungen" gewesen. Das Koalitionspapier trage eindeutig auch die grüne Handschrift.

In Vorarlberg regierten von 1945 bis 1949 ÖVP und SPÖ, danach bis 1974 ÖVP, SPÖ und FPÖ. Anschließend verzichtete die mit absoluter Mehrheit ausgestattete ÖVP darauf, die SPÖ in die Regierung einzubinden. Eine "echte" ÖVP-FPÖ-Koalition ohne ÖVP-Absolute gab es nur in den Jahren 1999 bis 2004. Seit 2009 regierte die ÖVP nach dem "Judensager" von FPÖ-Parteichef Dieter Egger ohne Partner.

(Bild: ÖVP und Grüne sind sich einig. Bild: SN/APA (Stiplovsek)/DIETMAR STIPLOV)

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Apple bleibt wertvollste Marke - Red Bull fällt ab

Mo, 06/10/2014 - 16:43

(Von Apa.) Laut dem Markenwert-Ranking eurobrand global für 2014 liegt Google an zweiter Stelle und hat damit erstmals Coca Cola überholt. Der österreichische Getränkehersteller Red Bull fiel auf Platz 53, nach Rang 49 im Jahr 2013. Der Markenwert stieg um 1,6 Prozent auf 15,46 Mrd. Euro.

Der Markenwert von Google sei um 22,7 Prozent auf 67,47 Mrd. Euro gestiegen und habe damit erstmals die Coca Cola Company mit Markenwerten von 64,78 Mrd. Euro (minus 3,6 Prozent) überholt, teilte eurobrand heute, Montag, mit. Auf Platz vier und fünf liegen laut eurobrand unverändert Microsoft mit 62,31 Mrd. Euro (plus 14,1 Prozent) und IBM mit 54,44 Mrd. Euro (plus 6,0 Prozent).

Wertvollstes Markenunternehmen Europas bleibt der französische Luxusgüterkonzern LVMH mit Markenwerten von 39,35 Mrd. Euro auf Rang 12 weltweit, gefolgt von Nestle mit 33,05 Mrd. Euro auf Rang 18 und der Brauereikonzern AB Inbev mit 29,86 Mrd. Euro auf Rang 19.

Asiens wertvollstes Markenunternehmen ist weiter China Mobile mit einem Portfolio-Markenwert von 43,93 Mrd. Euro und Platz 11 im weltweiten Top-100-Ranking. Das stärkste Markenwachstum in Asien verzeichnete Toyota (global Rang 22; Markenwerte von 25,61 Mrd. Euro) mit 15,2 Prozent.

Die Top 10 Markenunternehmen stammen allesamt aus den USA. Europa sei stark bei "Markenportfolios", Nordamerika führend bei "Single Brands", so Gerhard Hrebicek, CEO von eurobrand und Vorstand des European Brand Institute zu den diesjährigen Ergebnissen. Die US-Markenlandschaft, dominiert von IT & Technologie, Konsumgüter- und Finanzdienstleistungsmarken repräsentiert 46 der Global Top 100 Markenunternehmen. Europa ist mit 41 vertreten, wobei deutsche Markenunternehmen vorherrschen, während nur 13 asiatische Markenunternehmen in den Global Top 100 vertreten sind.

Die Volkswagen Group - mit Markenwerten von 25,61 Mrd. Euro auf Rang 21 - sei weltweit führende "Automotive Brand", heißt es weiter. Das größte Wachstum in Europa hätten die deutschen Unternehmen Daimler Group (+20,6 Prozent) sowie die Deutsche Telekom Group (+12,1 Prozent) verzeichnet.

Der Getränkehersteller Red Bull bleibt mit Markenwerten von rund 15,5 Mrd. Euro weiter die einzige österreichische Marke unter den Top 100. Zweitwertvollste Marke in Österreich ist laut bereits Anfang Juli veröffentlichten Zahlen der Tiroler Glaskonzern Swarovski mit rund 3,5 Mrd. Euro gefolgt vom Glücksspielkonzern Novomatic mit 2,6 Mrd. Euro.

Im Rahmen des weltweiten Markenwert Rankings eurobrand global Top 100 wurden mehr als 3.000 Unternehmen und deren Marken in 16 Branchen, mit Vergleichen zwischen Europa, Amerika und Asien analysiert.

(Bild: Red Bull fällt aus der Top 50 im Markenranking. Bild: SN/ratzer)

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Topanwalt verteidigt Soldaten nach Bluttaten von Bad Reichenhall

Mo, 06/10/2014 - 16:24

(Von Sn.) Jener 20-jährige Bundeswehrsoldat, der am 14. Juli 2014 in Bad Reichenhall gleich zwei Gewaltverbrechen begangen haben soll, hat jetzt einen Verteidiger. Es ist Rechtsanwalt Harald Baumgärtl aus Rosenheim. Er wurde vom Ermittlungsrichter des für den Haftbefehl zuständigen Amtsgerichts Traunstein beauftragt, dem Tatverdächtigen juristisch zur Seite zu stehen. Seit einer Woche sitzt der Soldat, der vergangene Woche von Norwegen nach Deutschland ausgeliefert wurde, in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Traunstein in Untersuchungshaft.

Harald Baumgärtl gehört zu den renommierten Strafverteidigern im oberbayerischen Raum. Er hat sich etwa im Strafprozess nach dem Einsturz der Eishalle in Bad Reichenhall (2. Jänner 2006) einen Namen gemacht. Damals verteidigte Baumgärtl einen der Hauptbeschuldigten.

(Bild: Der Jurist Harald Baumgärtl aus Rosenheim wird den mutmaßlichen Gewalttäter von Bad Reichenhall vertreten.  Bild: SN/dpa)

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"Wer zu spät kommt..." - Ein legendärer Satz und seine Geschichte

Mo, 06/10/2014 - 16:14

(Von Dpa.) Es sind gerade einmal acht Wörter, die für das marode Regime der DDR im Herbst 1989 zum Fanal werden: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben." Ein Satz, der in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Er wird Michail Gorbatschow zugeschrieben, dem letzten Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Gorbatschow soll ihn vor 25 Jahren gesagt haben, am 7. Oktober 1989, beim Besuch zum 40. Jahrestag der DDR-Staatsgründung in Ost-Berlin.

Doch stimmt das auch? Stammt der berühmte, von der DDR-Opposition so begierig aufgegriffene Satz tatsächlich vom damaligen Kremlchef? Aufnahmen gibt es nicht, weder auf Tonbändern noch auf Filmen sind die Worte festgehalten. Das wäre wohl auch schwer möglich gewesen. Denn: "Diesen Satz hat Gorbatschow so nicht gesagt", sagt der frühere Reporter der Deutschen Presse-Agentur, Heinz Joachim Schöttes. Doch wie ist er dann in die Welt gekommen?

Es herrscht eine gespenstische Atmosphäre, als Gorbatschow am 6. Oktober 1989 in Ost-Berlin eintrifft. Seit Monaten fliehen DDR-Bürger über Ungarn in den Westen. Und auch viele Ostdeutsche, die bisher geblieben sind, verlieren die Geduld mit den Machthabern. Auf den Straßen gibt es Demonstrationen. Die Riege um Staats- und Parteichef Erich Honecker erhofft sich Rückendeckung von dem Besuch aus Moskau. Die Menschen begrüßen den Gast mit "Gorbi, Gorbi"-Rufen und hoffen auf Tauwetter.

Gorbatschow steuert auf die "falschen" Kameras zuAls Gorbatschow am 6. Oktober in der Berliner Gedenkstätte Neue Wache einen Kranz für die Opfer des Faschismus niederlegt, geschieht etwas Ungewöhnliches. Der Russe lässt die Kamerateams des Ost-Fernsehens links liegen und steuert die westdeutschen Kamerateams an.

"Er kam direkt auf uns zu", erinnerte sich der frühere "Tagesschau"-Reporter und spätere Redaktionsleiter des ZDF-Politikmagazins "Frontal 21", Claus Richter, im Jahr 2004 in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Auch dpa-Reporter Schöttes beobachtet die Szene. Er bestätigt, was auch Kameraaufnahmen belegen.

Schöttes: "Er sagte vor der Neuen Wache: "Ich glaube, Gefahren lauern nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren."" Ein komplizierter, nicht sehr prägnanter Satz. Und es sind keineswegs die Worte, die später um die Welt gehen werden - auch wenn sich diese Lesart mancherorts bis heute hält.

Zitat im Vier-Augen-GesprächUnd das Originalzitat? Gorbatschow schrieb später in seinen Memoiren, es sei in einem Vier-Augen-Gespräch mit Honecker gefallen. "Das Leben verlangt mutige Entscheidungen. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", will der Kremlchef den mächtigsten Mann der DDR ermahnt haben. Was er damals wirklich zu Honecker sagte, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.

Klar ist jedoch, wann der berühmte Satz in dieser Form zum ersten Mal öffentlich auftaucht: am 7. Oktober gegen 18.30 Uhr, kurz nach dem Vier-Augen-Gespräch von Gorbatschow und Honecker, in zwei Tickermeldungen der Nachrichtenagenturen dpa und Associated Press (AP). Dazu lieferte die dpa den einordnenden Satz: "Beobachter werteten das als indirekten Hinweis, daß auch in der DDR ähnliche Reformen wie in der Sowjetunion im gesellschaftlichen Bereich eingeführt werden sollen."

Was war passiert? Wie kam der Satz zustande? "Ich weiß, dass ich mit dem AP-Kollegen Jürgen Metkemeyer zusammengestanden habe", erinnert sich Schöttes. "Wir haben alles versucht, um kontinuierlich zu berichten, und es war sehr schwierig, an Informationen heranzukommen. Offizielle Interviews mit Reportern aus dem Westen gab es ja nicht."

Die Reporter blieben also in der Nähe des Gorbatschow-Trosses. "Es war irgendwo draußen, wahrscheinlich vor dem Staatsratsgebäude", schilderte Metkemeyer vor einigen Jahren die Szene. Irgendwann kam der Sprecher von Gorbatschow, Gennadi Gerassimow, heraus und gab ein Statement seines Chefs ab. "Es sind ja immer Übersetzer mit dabei", erinnert sich Schöttes.

Das Original des Statements sei "eine verschachtelte Konstruktion" gewesen, sagt Schöttes. Metkemeyer erinnerte sich vor einigen Jahren, der Satz sei entstanden, indem die Journalisten gemeinsam die treffendste Übersetzung gesucht hätten. Schöttes: "Der Kollege Metkemeyer und ich haben unsere Aufzeichnungen abgeglichen und haben uns dann auf diese Interpretation des Gesagten verständigt." dpa wies damals darauf hin, dass Gerassimow Gorbatschows Worte lediglich wiedergegeben habe.

"Es war uns nicht bewusst"Die jungen Reporter - der damalige AP-Mann Metkemeyer ist zu der Zeit 34 Jahre alt, Schöttes 30 - ahnen nicht, welche Wirkung dieser Satz entfalten wird. "Damals war uns bestimmt nicht bewusst, dass es solche Kreise ziehen würde", sagt Schöttes. Wenige Tage später löschte er das Band mit der Aufzeichnung von Gerassimow, um Platz für neue Interviews zu machen. "Damals gab es ja Entwicklungen im Minutentakt."

Was Gerassimow tatsächlich gesagt hatte, ist nicht mehr zu klären. Gorbatschow fühlte sich aber offenbar so gut interpretiert, dass er "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" später als eigenen Ausspruch übernahm. An anderer Stelle dankte er wiederum Gerassimow als Erfinder. Der habe das "zu Ende gedacht".

(Bild: Was hat Michail Gorbatschow tatsächlich gesagt? Bild: SN/APA (Archiv/dpa)/ARMIN WEIGEL)

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125 Jahre Moulin Rouge: Ein Relikt aus verruchten Zeiten

Mo, 06/10/2014 - 16:14

(Von Dpa.) Das Haus mit dem rotierenden Mühlrad auf dem Dach glänzt noch immer in sündigem Rot, obwohl die Zeiten, in denen es symbolhaft für das frivole Paris stand, längst vorbei sind. Auch das Publikum des Vergnügungstempels auf dem Montmartre hat sich gewandelt. Die Bohème von einst ist Touristen aus aller Welt gewichen und die 60 halbnackten Tänzerinnen ziehen nicht mehr nur Männer in Scharen an. Mittlerweile gehört das vor 125 Jahren, am 6. Oktober 1889, eröffnete Moulin Rouge zur Stadt der Liebe wie der Eiffelturm, der im selben Jahr eingeweiht wurde. Ein Relikt aus verruchten Zeiten.

So sexy wie nieDie eiserne Dame auf dem Marsfeld und die "Doriss-Girls" des Moulin Rouge, die Abend für Abend Po und Busen zeigen, zählen zu den meist besuchten Attraktionen von Paris. "Wir sind jeden Abend zu 97 Prozent ausverkauft", sagte die Pressesprecherin Fanny Rabasse. Und das schon seit mehreren Jahren. Von der Krise spüre man hier nichts, das Moulin Rouge sei so sexy wie nie, sagt Rabasse.

Die Eröffnung der "Roten Mühle" brachte das bürgerliche Paris in Aufruhr, denn die kreischenden Tänzerinnen warfen ihre Beine so hoch in die Luft, dass man unter die Röcke schauen konnte. In dem Etablissement auf dem Place Blanche wurde der Cancan eingeführt, der damals als anstößig und obszön galt. Und hier wurde auch der Maler Henri de Toulouse-Lautrec berühmt. Die Plakate, die er für das Moulin Rouge entwarf, verhalfen ihm zum künstlerischen Durchbruch.

Das Cabaret bedient schon lange nicht mehr das Klischee von Frivolität und Dekadenz. Das älteste Revuetheater der Stadt ist zu einer Zeitreise in die Vergangenheit geworden, die im Foyer mit den roten Velourstapeten beginnt. Ein Hauch von Belle Époque, der dem Besucher auch in dem 850 Plätze fassenden Vorführungssaal entgegenweht: Lampen und Spiegel im Jugendstil und Litfaß-Säulen mit Toulouse-Lautrec-Bildern.

Zauberei und SchlangenshowsIn der Anfangszeit wurde nur getanzt, heute wird im Moulin Rouge auch gesungen, gezaubert und mit einer Pythonschlange in einem riesigen Aquarium getanzt, wie bei der jetzigen Show "Féerie". Hauptattraktion sind jedoch die 60 "Doriss-Girls" von Dorothea Haug. Die Deutsche, die im August 87-jährig gestorben ist, hatte die ständige Cancan-Truppe des Hauses 1957 aufgebaut und 1999 die Show "Féerie" kreiert - so wie auch die verschiedenen Choreografien zuvor.

French Cancan, blau-weiß-rote Unterröcke und Belle Époque-Kulisse: Im Moulin Rouge fühlt man sich der Tradition verpflichtet - im Gegensatz zum "Lido", das mit seinen Tanzrevuen den Glamour und Glanz von Las Vegas, Broadway und Hollywood imitiert. "Wir verkaufen einen Traum, eine Reise in die Vergangenheit", erklärt die Pressesprecherin.

(Bild: Das Moulin Rouge öffnete vor 125 Jahren erstmals seine Pforten. Bild: SN/www.bilderbox.com)

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"Kritischer Zustand": Jules Bianchi schwebt in Lebensgefahr

Mo, 06/10/2014 - 16:12

(Von Apa/ag..) Die Eltern von Bianchi hatten den Internationalen Automobil-Verband (FIA) um die Mitteilung über Bianchis Zustand gebeten. Bianchi war am Sonntag im Grand Prix von Japan in Suzuka in Runde 43 von der regennassen Strecke abgekommen und in der Auslaufzone ins Heck eines Bergungsfahrzeugs gekracht. Dieses war gerade dabei, den ebenfalls in dieser Kurve von der Piste gerutschten Boliden des deutschen Sauber-Fahrers Adrian Sutil zu entfernen. Bianchi erlitt bei dem Unfall schwere Kopfverletzungen und wurde noch am Sonntag in Yokkaichi operiert.

Kurz nach dem schweren Unfall brach die Rennleitung den 15. WM-Lauf in der 46. von 53 Runden vorzeitig ab. WM-Leader Lewis Hamilton gewann das Rennen vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg, verzichtete aber aufgrund der Sorge um Bianchi auf Jubelposen.

Die Formel 1 steht derweil vor einer neuen Gefahrendiskussion. Einige Piloten und Teamvertreter beklagten nach dem Grand Prix von Japan am Sonntag die schlechte Sicht, weil das chaotische Regenrennen in Suzuka noch in vollem Gange war, als die Lichtverhältnisse nachließen. "Sie haben das Rennen zu spät beendet", kritisierte Williams-Pilot Felipe Massa. Sein Renningenieur Rob Smedley sprach sogar von den dunkelsten Verhältnissen in den 15 Jahren, die er in der Formel 1 sei.

Die teilweise extremen Bedingungen beim Grand Prix waren absehbar. Erstens, weil selbst bei normalem Wetter die Sonne gegen 17.30 Uhr über Suzuka untergeht. Damit kann es bei einem um 15.00 Uhr Ortszeit gestarteten Rennen mit Unterbrechungen sehr eng werden. Zweitens, weil diesmal auch noch die Vorboten von Taifun Phanfone - vor dem der Formel-1-Wetterdienst in den Tagen vor dem Grand Prix eindringlich und wiederholt gewarnt hatte - die Witterungslage erschwerten.

"Man hätte früher starten können, darüber gibt es keine Diskussion", befand Mercedes-Teamaufsichtsratschef Niki Lauda. Der Internationale Automobilverband (FIA) konnte sich mit den heimischen Betreibern und den Vermarktern aber offensichtlich nicht einigen. Rennstreckenbesitzer Honda soll sich gegen eine Vorverlegung des Starts gesträubt haben.

Dass Formel-1-Piloten auch auf nassen Strecken fahren können, haben sie schon zigfach bewiesen. Nach den ersten Runden hinter dem Safety Car zeigten der spätere Sieger Lewis Hamilton und seine Kollegen das auch in Japan. Lässt die Sicht aber durch Dunkelheit nach, droht Gefahr. Nasse Stellen auf der Strecke sind schwerer auszumachen. Hinzu kommt das Dauerrisiko bei Bergungsarbeiten mit Kran oder ähnlichem Gerät. Nicht zu vergessen die Helfer, die beim Abtransport den sonstigen No-Go-Bereich betreten.

Dennoch kam bei Bianchis Unfall wohl alles nur erdenklich Negative zusammen: Regen, schlechte Sicht, der Kran - und dann noch die Tatsache, dass der Franzose mit seinem Marussia so unter das Heck des Krans geriet, dass er vermutlich mit enormer Wucht am Kopf getroffen wurde. Die linke Seite des Boliden wurde komplett zerstört. Sogar der Überrollbügel direkt hinter dem Kopf des Piloten war gebrochen.

(Bild: Schwerer Unfall von Jules Bianchi (25). Bild: SN/APA/EPA/AHMAD YUSNI)

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Schuhhändler Heinz-Horst Deichmann gestorben

Mo, 06/10/2014 - 15:39

(Von Apa/dpa.) Der studierte Mediziner und Theologe hatte nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem elterlichen Schuhmacherladen eine internationale Schuhhandelskette entwickelt.

Das Unternehmen ist heute Marktführer in Europa. Geleitet wird es seit 1999 von Sohn Heinrich Deichmann.

Heinz-Horst Deichmann war bekennender Christ. Er prägte den Leitsatz: "Das Unternehmen muss den Menschen dienen." Neben dem Unternehmen baute er auch das Hilfswerk "wortundtat" auf, das heute in Indien, Tansania, Moldawien, Griechenland und Deutschland rund 200.000 Menschen betreut.

(Bild: Deichmann wurde 88 Jahre alt. Bild: SN/APA (epa)/Horst Ossinger)

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IS-Kämpfer rücken vor - Schwarze Flagge am Ortsrand von Kobane

Mo, 06/10/2014 - 14:28

(Von Apa/dpa/ag..) Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) rückt immer näher an die seit Wochen umkämpfte kurdisch-syrische Stadt Kobane heran. Erstmals hissten die Dschihadisten nach kurdischen Angaben ihre schwarze Fahne an einem mehrstöckigen verlassenen Wohngebäude am östlichen Rand der Ortschaft nahe der Grenze zur Türkei. Während der Gefechte schlug erneut eine Mörsergranate in einem Haus im Nachbarland ein. Die türkische Armee griff trotz eines parlamentarischen Einsatzmandats jedoch auch am Montag nicht in die Kämpfe ein. Kurden warnten vor einem Massaker.

Die türkische Regierung sagte den Kurden in Kobane zwar Unterstützung zu. Einen schnellen Einsatz von Bodentruppen gegen die Terrormiliz IS in der umkämpften syrischen Stadt stellte Ankara aber nicht in Aussicht. "Wir werden alles nur Mögliche unternehmen, um den Menschen in Kobane zu helfen", sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu dem US-Sender CNN. "Bodentruppen zu schicken ist aber natürlich eine andere Entscheidung." Wenn man in Kobane eingreife, müsse man in ganz Syrien intervenieren.

Nach Angaben des Chefs der selbsternannten Regionalregierung von Kobane, Anwar Muslim, hissten IS-Extremisten ihre Fahne auf einem einzelnen mehrstöckigen Gebäude, das etwa einen Kilometer von dem eigentlichen Ort entfernt ist.

Kobane als letzte BastionKobane wird auf arabisch auch Ain al-Arab genannt. Es ist die letzte Bastion in einer Enklave, die bisher von den kurdischen Volksschutzeinheiten kontrolliert wurde. Deren Kämpfer sind mit dem syrischen Ableger der kurdischen Arbeiterpartei PKK verbunden.

Die IS-Dschihadisten haben bereits mehr als 300 Dörfer im Umland von Kobane eingenommen, rund 160 000 Menschen flohen in die Türkei. Etwa 5000 Kurden stellen sich nach Angaben aus Kobane derzeit den IS-Extremisten entgegen.

In der Türkei wurde bei dem Granateneinschlag niemand verletzt, wie die Nachrichtenagentur DHA berichtete. Die Nachrichtenagentur Anadolu meldete, türkische Behörden hätten wegen des wiederholten Granatenbeschusses inzwischen die Evakuierung von insgesamt drei Grenzdörfern angeordnet. Außerdem seien die Schulen in der Umgebung geschlossen worden.

Türkei schreitet nicht einTürkische Panzer und Soldaten blieben weiterhin an der Grenze stationiert, schritten aber nicht ein. Am Donnerstag hatte das Parlament in Ankara der türkischen Regierung erlaubt, zum Kampf gegen Terrororganisationen wie die IS-Miliz künftig Soldaten nach Syrien und in den Irak schicken. Doch Ankara fordert auch den Rücktritt des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Den PKK-nahen Kurden steht die Türkei skeptisch gegenüber.

"Die Welt schweigt"Der syrische Kurdenpolitiker Salih Muslim warf der Internationalen Gemeinschaft Versagen vor. "Die Welt schweigt" angesichts des drohenden Massakers, kritisierte der Ko-Präsident der syrischen Kurden-Partei PYD nach Angaben der kurdischen Agentur Firat. Die Luftangriffe der USA und ihrer Verbündeten auf IS-Extremisten in der Umgebung von Kobane reichten nicht aus. "Wenn es den USA ernst wäre, könnten sie sie innerhalb kurzer Zeit zurückschlagen." Muslim rief alle Kurden dazu auf, sich umgehend dem Kampf anzuschließen. "Wer immer handeln wird, sollte das jetzt tun."

Die im syrischen Bürgerkrieg stark gewordene IS-Terrormiliz beherrscht inzwischen weite Landstriche in Syrien und im Irak. Die Extremisten stehen an mehreren Orten in Syrien auch an der Grenze der Türkei. Trotz internationaler Luftangriffe gelang es ihnen in den vergangenen Wochen, in neue Gebiete vorzurücken.

(Bild: Die Gefechte gehen weiter. Bild: SN/APA/EPA/SEDAT SUNA)

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Milliarden-Plan zur Rettung von Disneyland Paris

Mo, 06/10/2014 - 13:34

(Von Apa/ag..) : Wie die Betreibergesellschaft Euro Disney am Montag in Paris mitteilte, werden rund 420 Mio. Euro durch das US-Mutterhaus The Walt Disney Company direkt zur Verfügung gestellt. Weitere 600 Millionen Euro Schulden würden in Anteile umgewandelt. Der Präsident von Euro Disney, Tom Wolber, machte das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Europa für die Krise verantwortlich. Der Freizeitpark rund um Mickey Mouse in Marne-la-Vallee bei Paris, der zu den wichtigsten Touristenattraktionen in Frankreich zählt, schreibt seit vielen Jahren rote Zahlen.

Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 war die Besucherzahl erneut auf zwischen 14,1 und 14,2 Millionen zurückgegangen, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahr war die Besucherzahl auf 14,9 Millionen gesunken, nachdem im Jubiläumsjahr 2012 zum 20. Geburtstag ein Rekord von 16 Millionen Besuchern vermeldet worden war. Das Unternehmen hatte 2013 vor allem das Ausbleiben französischer Gäste beklagt.

Nach Bekanntgabe des Krisenplans stürzte die Aktie von Euro Disney am Vormittag um mehr als 20 Prozent an der Pariser Börse ab.

(Bild: Der Vergnügungspark hatte schon bessere Zeiten. Bild: SN/APA (epa/Archiv)/B3077 Afp)

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Jobs für Flüchtlinge: Wiener Caritas-Hotel öffnet im Februar

Mo, 06/10/2014 - 13:17

(Von Apa.) Das Besondere: Das Personal für Küche, Rezeption oder Reinigung wird großteils von Menschen mit Flüchtlingshintergrund gestellt. Die Ausschreibung für die rund 30 Jobs - fünf davon sind Lehrlingsplätze - startet in den nächsten zwei Wochen.

"Wir wollen anerkannten Flüchtlingen eine Chance geben, konkret am österreichischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen", sagte Sebastian de Vos, der am Montag im Rahmen eines Pressetermins als neuer Hoteldirektor vorgestellt wurde. Fünf der 30 Stellen werden als Ausbildungsplätze ausgeschrieben. Damit sollen Asylwerber, die noch keinen Aufenthaltstitel haben, angesprochen werden. Denn sie dürfen - dank einer gesetzlichen Ausnahmeregelung - eine Lehre beginnen, sofern sie nicht älter als 25 Jahre sind. Alle anderen Menschen, die nach Österreich flüchten und hier auf einen positiven Bescheid warten, bleibt der Zugang zum Arbeitsmarkt (Saisonarbeiter, Erntehelfer, Prostituierte ausgenommen) verwehrt.

"Die aktuelle Regelung ist menschenunwürdig, zynisch und skandalös", übte Caritas-Wien-Chef Klaus Schwertner scharfe Kritik. Es sei grotesk, dass Asylwerber ständig als Sozialschmarotzer diffamiert würden, gleichzeitig aber nicht arbeiten dürften: "Viele sind einfach Jahre lang zum Nichtstun verdammt."

Maryam A. kann davon ein Lied singen. Sie kam mit Mitte 20 im Jahr 2001 aus Marokko allein nach Österreich und musste zwölf Jahre auf ihren - letztendlich positiven - Bescheid warten. "Das war schrecklich. Das Warten macht Menschen kaputt. Man wird älter und sieht keine Zukunft", erzählte sie im APA-Gespräch. Die 38-Jährige, die als Illegale laut eigenen Angaben in mehreren Ländern in Haft war, hat sich im "magdas" als Rezeptionistin beworben. Immerhin spreche sie Französisch, Arabisch, Italienisch - "und ein bisschen Deutsch". Sie wolle endlich "ein stabiles Leben" haben und "wie normale Menschen arbeiten", hofft sie auf eine Jobzusage.

Neben Menschen mit Fluchthintergrund wird für das Projekt auch heimisches Fachpersonal gesucht. 95 Zimmer wird die Budget-Herberge in der Laufbergergasse 12 fassen, ein Doppelzimmer wird 70 Euro kosten. Buchen kann man voraussichtlich ab Ende Oktober - und zwar wie bei jeder anderen Unterkunft über die einschlägigen Plattformen, so Neo-Hotelmanager de Vos, als gebürtiger Niederländer selbst Migrant. Ein paar Zimmer werden als Studenten- bzw. Lehrlings-WG fungieren. Fahrradverleih inklusive Werkstatt, Bar, Lounge, Restaurant, eine Outdoor-Terrasse oder vermietbare Arbeitsplätze sind im "magdas" ebenfalls vorgesehen.

1,5 Mio. Euro investiert die Caritas bzw. ihre Tochter Caritas Services GmbH, die etwa auch das Handysammelprojekt Ö3-Wundertüte abwickelt. Das Hotel soll als Social Business funktionieren, also zugleich sozialen Mehrwert liefern und sich finanziell selbst tragen. Allerdings will man Geld auch durch Crowdfunding lukrieren. Über Privatspenden kann man das Projekt unterstützen. Für 100 Euro erhält man als Dank einen Übernachtungsgutschein im Wert von 70 Euro, Unternehmen können Zimmerpatenschaften für 5.000 Euro übernehmen und erhalten dafür 50 übertragbare Nächtigungsgutscheine. Ziel ist, bis Anfang November mindestens 25.000 Euro auf diesem Weg zu sammeln.

(Bild: Das Caritas-Hotel soll im Februar seine Pforten öffnen. Bild: SN/APA/HERBERT PFARRHOFER)

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Terrormiliz auf dem Vormarsch: IS hisst Flagge im Osten von Kobane

Mo, 06/10/2014 - 12:19

(Von Apa/dpa/ag..) Auf Fernsehbildern, die von der Türkei aus aufgenommen wurden, war die IS-Flagge auf einem vierstöckigen Gebäude im Osten von Kobane (arabisch: Ayn al-Arab) zu sehen. Unklar war, ob die Miliz das Gebiet tatsächlich unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Zuvor hatten die kurdischen Verteidiger Kobanes berichtet, dass die Innenstadt mit Mörsergranaten beschossen worden sei.

"Sie feuern mit Mörsergranaten ins Stadtzentrum, und wir haben nur leichte Waffen", sagte der Chef der Kobane-Verteidiger, Esmat al-Scheich, am Montag in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur Reuters. Umkämpft sei vor allem ein strategisch wichtiger Hügel, der den Kämpfern einen ungehinderten Einfall in der Stadt ermöglichen würde. "Sollten sie in Kobane einmarschieren, wird die Stadt zum Friedhof für uns und für sie", sagte Scheich. "Wir werden Widerstand leisten bis zum Ende."

Kurdische Volksschutzeinheiten (YPG) hätten die Angreifer nach heftigen Kämpfen zurückdrängen können, sagte Rami Abdel Rahman von der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte der dpa am Montag. 19 Kurden und mindestens 29 IS-Extremisten seien dabei getötet worden.

Die YPG-Einheiten gingen jetzt von "Defensive auf Angriff über", sagte der Chef der selbst ernannten Regionalregierung von Kobane, Anwar Muslim. Mittlerweile würden 5.000 Kurden in Kobane kämpfen. Auch die IS-Miliz erhielt nach Medienberichten vom Sonntag im Kampf um Kobane Verstärkung aus anderen Regionen.

"Unsere Kämpfer haben sich auf diesen Kampf vorbereitet", sagte Muslim. Als Beispiel nannte er den ersten Selbstmordanschlag einer Kurdin auf IS-Kämpfer südlich von Kobane. Die YPG-Kämpferin soll am Sonntagabend Dutzende IS-Extremisten mit in den Tod gerissen haben. Nach Angaben der YPG hatte sie sich in das vom IS beherrschte Gebiet nahe des Mischanur-Hügels geschlichen und einen Sprengsatz gezündet. 16 IS-Kämpfer seien dabei getötet worden.

Während der Kämpfe um Kobane schlug auch eine Mörsergranate in ein Haus im türkischen Grenzdistrikt Suruc ein. Es habe aber keine Verletzten gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Die Nachrichtenagentur Anadolu meldete, türkische Behörden hätten wegen des wiederholten Granatenbeschusses die Evakuierung dreier Grenzdörfer angeordnet. Außerdem seien die Schulen in der Umgebung geschlossen worden.

Türkische Sicherheitskräfte vertrieben zudem dutzende Journalisten und Zivilisten aus dem Grenzgebiet. "Gehen Sie oder wir schreiten ein", riefen die Sicherheitskräfte über Lautsprecher. Die Personen, die von der Grenze aus die Kämpfe um Kobane beobachten, seien rund 700 Meter von der Grenze zurückgedrängt worden. Seit Beginn der Gefechte flohen nach türkischen Angaben mehr als 180.000 Menschen aus Kobane und den umliegenden Dörfern über die Grenze in die Türkei.

Auch im benachbarten Irak gingen die Kämpfe gegen Einheiten des IS weiter. 20 Kämpfer der Extremisten seien am Sonntag bei Luftangriffen des von den USA angeführten Bündnisses westlich der nordirakischen Stadt Mossul ums Leben gekommen, berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur dpa. Zwölf weitere Extremisten seien bei Gefechten mit der irakischen Armee nahe Baiji getötet worden, hieß es von den Sicherheitskräften. Die IS-Jihadisten hätten am Sonntag erneut die größte Ölraffinerie des Irak angegriffen, seien jedoch zurückgeschlagen worden.

In Syrien versuchen IS-Jihadisten seit Tagen verstärkt, Kobane einzunehmen. Nachdem IS-Kämpfer vor knapp drei Wochen mehr als 300 Dörfer im Umland von Kobane eingenommen hatten, flüchteten nach Angaben der türkischen Regierung mehr als 160.000 vor allem kurdische Syrer in die Türkei.

Am Wochenende war es zu den bisher heftigsten Gefechten um die Enklave gekommen. Nach Angaben der YPG waren insgesamt 97 IS-Extremisten und 20 kurdische Kämpfer getötet worden. IS-Milizen hatten am Südhang des Mishtanur-Hügels Panzer in Position gebracht. Die Truppen der YPG hielten die der Stadt zugewandte Nordseite.

(Bild: Die Gefechte gehen weiter. Bild: SN/APA/EPA/SEDAT SUNA)

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Drohnen aus Österreich in der Ukraine eingetroffen

Mo, 06/10/2014 - 11:35

(Von Apa/dpa.) Zum Einsatz kommen die Fluggeräte aber auch an den Grenzen der Ukraine zu Russland, über die immer wieder Kämpfer und Nachschub zu den prorussischen Separatisten fließen sollen.

Die OSZE mietet bei Schiebel insgesamt vier unbemannte Geräte des Typs Camcopter S-100. Die Firma stellt dafür auch sechs Piloten und drei Techniker zur Verfügung. Die Drohnen-Piloten sind künftig an Ort und Stelle in der Ostukraine stationiert, heißt es von der OSZE. Wann genau ihre Patrouillenflüge beginnen, war zunächst noch unklar - die Drohnen müssen noch den ukrainischen Zoll passieren.

Der Drohnen-Einsatz in der Ukraine wurde von der österreichischen Regierung genehmigt - das Verfahren sei notwendig, da dieser Drohnentyp auch militärisch eingesetzt werden könnte, sagte Außenministeriums-Sprecher Martin Weiss. Österreich beteiligt sich - abgesehen von der Leistung der privaten Firma - auch mit sechs offiziellen Beobachtern an der OSZE-Mission in der Ukraine. Die Zahl werde sich kommenden Montag auf acht erhöhen, sagte Weiss. Die OSZE will die Zahl ihrer Beobachter in der Ostukraine insgesamt von derzeit rund 200 auf 500 aufstocken.

Die OSZE-Beobachtermission in der Ukraine muss ausgeweitet werden - das sagte russische Präsident Wladimir Putin in einem Telefonat mit dem Schweizer Bundespräsident Didier Burkhalter. Laut Mitteilung des Kreml am Montag bekräftigten beiden Politiker in dem Gespräch, die Anfang September in Minsk getroffenen Abmachungen, allen voran die Waffenruhe, müssten respektiert werden.

Putin lobte demnach die Arbeit der Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Die beiden Präsidenten sprachen laut der Mitteilung darüber, wie die Sicherheit der Beobachter gewährleistet werden könne, auch im Hinblick auf die Parlamentswahlen, die für den 26. Oktober geplant sind. Burkhalter und Putin begrüßten zudem weitere Untersuchungen über den Absturz des malaysischen Passagierflugzeuges sowie über in der Ostukraine entdeckte Massengräber.

Trotz der seit 5. September gelten Feuerpause gab es auch am Montag Kämpfe in der Ukraine. Von der Umgebung des Flughafens der Rebellenhochburg Donezk stiegen drei Rauchsäulen auf, berichteten Medien. Seit Sonntag wurde ein Soldat getötet und 13 weitere wurden verletzt, hieß es von einem Sprecher der ukrainischen Armee.

(Bild: Waffenruhe in der Ostukraine soll überwacht werden. Bild: SN/APA (epa)/OLEG PETRASYUK)

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Prostituierte aus fahrendem Auto gefallen: Lenker ausgeforscht

Mo, 06/10/2014 - 11:32

(Von Apa.) Es handelt sich um einen 21-jährigen Pakistani. Entgegen der ursprünglichen Annahme dürfte die Frau nicht hinausgetreten worden, sondern bei einem Gerangel um ihre Handtasche hinausgefallen sein.

Der Mann hatte die Frau zu einem Bekannten in dessen Wohnung gefahren. Dort vereinbarte der 32-jährige Afghane mit ihr den Preis für ihre Dienstleistung. Weil er das Geld nicht genau hatte, übergab er ihr einen größeren Betrag, sagte Polizei-Sprecherin Eva Wenzl. Nach dem Sex wollte er dann aber das Geld wieder zurück, weil es zu viel gewesen sei. Der Chauffeur, der zwischenzeitlich die Wohnung verlassen hatte, bot dann an, die Frau zu ihrem Standplatz zurückzufahren und unterwegs bei einem Bankomat den genauen Betrag abzuheben, woraufhin der Afghane das Geld von der Sex-Arbeiterin zurückbekam. Gefallen statt gestoßen? Während der Fahrt kam es dann erneut zum Streit. Die Frau wollte aussteigen, aber der Lenker hielt nicht an. Danach wollte ihr der Mann die Handtasche entreißen. Dabei riss ein Henkel, und die Frau fiel durch die bereits geöffnete Türe auf die Straße. Der 21-Jährige, der noch am Sonntag festgenommen wurde, bestritt, die Tasche an sich gerissen zu haben. Die Frau hatte bei dem Vorfall starke Schwellungen im Gesicht, mehrere Abschürfungen und womöglich eine Gehirnerschütterung erlitten.

(Bild: Prostituierte in Salzburg verletzt. Bild: SN/robert ratzer)

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Vorarlberger Grüne bekommen zwei Sitze im Landtag

Mo, 06/10/2014 - 11:14

(Von Apa.) Der Koalitionspakt zwischen Vorarlberger ÖVP und Grünen ist unterschrieben. Die Zustimmung der Parteibasis vorausgesetzt, werden die zwei Parteien in den nächsten fünf Jahren Vorarlberg regieren. Grünen-Chef Johannes Rauch (55) und Katharina Wiesflecker (50) werden als erste Grüne in der Geschichte des Landes Regierungsverantwortung tragen, erklärten Rauch und ÖVP-Chef Markus Wallner.

Nach dem Abschluss der Verhandlung Montagmittag treten am Abend sowohl der Vorstand der Volkspartei als auch der Grünen zu Sitzungen zusammen, um über das Koalitionspapier zu befinden. Bei den Grünen ist für Donnerstagabend außerdem eine Landesversammlung angesetzt, in der über das Regierungsprogramm abgestimmt wird. Rauch benötigt dabei mindestens eine Zwei-Drittel-Zustimmung, damit die schwarz-grüne Regierung Wirklichkeit werden kann. Er selbst ging unmittelbar nach dem Abschluss der Verhandlungen aber davon aus, dass der Koalitionsvertrag "mit weit überwiegender Mehrheit" angenommen wird. Die neue Landesregierung soll am 15. Oktober angelobt werden.

Die Inhalte der beabsichtigten Koalition waren Montagmittag zwar klar, nicht aber die personelle Zusammensetzung der Landesregierung. Da die Grünen zwei Sitze haben werden, muss einer der amtierenden ÖVP-Landesräte seinen Sessel räumen. Als wahrscheinlichster Kandidat galt dafür Harald Sonderegger (50, Kultur-Landesrat), der dem Gremium erst seit Mai 2013 angehört. Er könnte stattdessen Landtagspräsident werden.

Laut ÖVP-Chef Wallner (47) war dies nur "eine Möglichkeit, aber nicht die einzige". Man werde die noch offenen Personalfragen am Nachmittag parteiintern abklären. Davor wollten weder er noch Rauch die Ressortzuteilung bekannt geben. Außer Wallner und Sonderegger gehören dem ÖVP-Team derzeit auch Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (59, Wirtschaft), Erich Schwärzler (61, Sicherheit), Bernadette Mennel (55, Bildung) sowie Christian Bernhard (50, Gesundheit) und Greti Schmid (60, Soziales) an. Schmid hat ihren Abschied in die Pension aber bereits vor der Wahl angekündigt. Wiesflecker wird die sechste Frau in der Vorarlberger Landesregierung sein, die erste, die nicht die ÖVP stellt.

Wallner lobte das bereits unterschriebene Koalitionsübereinkommen als sehr detailliert ausverhandelt und als "eines der besten Papiere, die es in Österreich gibt". Man habe gemeinsame schwarz-grüne Projekte definiert, die es umzusetzen gelte. Rauch erklärte, es seien "harte und intensive, aber faire Verhandlungen" gewesen. Das Koalitionspapier trage eindeutig auch die grüne Handschrift.

In Vorarlberg regierten von 1945 bis 1949 ÖVP und SPÖ, danach bis 1974 ÖVP, SPÖ und FPÖ. Anschließend verzichtete die mit absoluter Mehrheit ausgestattete ÖVP darauf, die SPÖ in die Regierung einzubinden. Eine "echte" ÖVP-FPÖ-Koalition ohne ÖVP-Absolute gab es nur in den Jahren 1999 bis 2004. Seit 2009 regierte die ÖVP nach dem "Judensager" von FPÖ-Parteichef Dieter Egger ohne Partner.

(Bild: ÖVP und Grüne sind sich einig. Bild: SN/APA (Stiplovsek)/DIETMAR STIPLOV)

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"Kein Kommentar": Zustand von Jules Bianchi weiter ungewiss

Mo, 06/10/2014 - 11:13

(Von Apa/ag..) Yasuhiko Ogura, der stellvertretende Generaldirektor der Klinik, teilte mit, dass es kein Bulletin zum Zustand von Bianchi geben werde. Philippe Bianchi, der Vater von Jules, und Manager Nicolas Todt hielten sich ebenfalls bedeckt. Auch Marussia-Teamchef John Booth besuchte seinen in Lebensgefahr befindlichen Piloten auf der Intensivstation und sagte nachher zu den wartenden Journalisten nur: "Kein Kommentar!"

Das Formel-1-Team Marussia äußerte sich jedoch am Montag in einer offiziellen Stellungnahme folgendermaßen: "Mit Blick auf den Informationsfluss bezüglich Jules' Gesundheitszustand respektieren wir die Wünsche der Familie Bianchi und leisten diesen Folge. Zusammen mit Jules' Betreuung genießen sie für uns höchste Priorität. Deshalb bitten wir um Geduld und Verständnis, wenn es um weitere Meldungen bezüglich gesundheitlicher Dinge geht, die wir in Absprache mit dem Krankenhaus in Yokkaichi, wo Jules behandelt wird, erst dann kommunizieren, wenn es angemessen erscheint. Vertreter des Marussia-Teams und der Scuderia Ferrari werden im Krankenhaus bleiben, um Jules und der Familie Bianchi beizustehen."

Damit war vorerst unklar, ob es Bianchi den Umständen entsprechend gut gehe, er ein zweites Mal operiert bzw. künstlich beatmet werden musste oder nicht. Die Internationale Automobil-Verband (FIA) hatte am Sonntag mitgeteilt, dass der 25-Jährige schwere Kopfverletzungen erlitten habe und im Mie-General-Krankenhaus in Yokkaichi operiert worden sei.

Bianchi war in der Dunlop-Kurve von der regennassen Strecke gerutscht und in der Auslaufzone ins Heck eines Bergungsfahrzeugs gekracht. Dieses war gerade dabei, den ebenfalls in dieser Kurve von der Piste gerutschten Boliden des deutschen Sauber-Fahrers Adrian Sutil zu entfernen. Kurz nach dem schweren Unfall brach die Rennleitung den 15. WM-Lauf in der 46. von 53 Runden vorzeitig ab. WM-Leader Lewis Hamilton gewann das Rennen vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg, verzichtete aber aufgrund der Sorge um Bianchi auf Jubelposen.

Die Formel 1 steht derweil vor einer neuen Gefahrendiskussion. Einige Piloten und Teamvertreter beklagten nach dem Grand Prix von Japan am Sonntag die schlechte Sicht, weil das chaotische Regenrennen in Suzuka noch in vollem Gange war, als die Lichtverhältnisse nachließen. "Sie haben das Rennen zu spät beendet", kritisierte Williams-Pilot Felipe Massa. Sein Renningenieur Rob Smedley sprach sogar von den dunkelsten Verhältnissen in den 15 Jahren, die er in der Formel 1 sei.

Die teilweise extremen Bedingungen beim Grand Prix waren absehbar. Erstens, weil selbst bei normalem Wetter die Sonne gegen 17.30 Uhr über Suzuka untergeht. Damit kann es bei einem um 15.00 Uhr Ortszeit gestarteten Rennen mit Unterbrechungen sehr eng werden. Zweitens, weil diesmal auch noch die Vorboten von Taifun Phanfone - vor dem der Formel-1-Wetterdienst in den Tagen vor dem Grand Prix eindringlich und wiederholt gewarnt hatte - die Witterungslage erschwerten.

"Man hätte früher starten können, darüber gibt es keine Diskussion", befand Mercedes-Teamaufsichtsratschef Niki Lauda. Der Internationale Automobilverband (FIA) konnte sich mit den heimischen Betreibern und den Vermarktern aber offensichtlich nicht einigen. Rennstreckenbesitzer Honda soll sich gegen eine Vorverlegung des Starts gesträubt haben.

Dass Formel-1-Piloten auch auf nassen Strecken fahren können, haben sie schon zigfach bewiesen. Nach den ersten Runden hinter dem Safety Car zeigten der spätere Sieger Lewis Hamilton und seine Kollegen das auch in Japan. Lässt die Sicht aber durch Dunkelheit nach, droht Gefahr. Nasse Stellen auf der Strecke sind schwerer auszumachen. Hinzu kommt das Dauerrisiko bei Bergungsarbeiten mit Kran oder ähnlichem Gerät. Nicht zu vergessen die Helfer, die beim Abtransport den sonstigen No-Go-Bereich betreten.

Dennoch kam bei Bianchis Unfall wohl alles nur erdenklich Negative zusammen: Regen, schlechte Sicht, der Kran - und dann noch die Tatsache, dass der Franzose mit seinem Marussia so unter das Heck des Krans geriet, dass er vermutlich mit enormer Wucht am Kopf getroffen wurde. Die linke Seite des Boliden wurde komplett zerstört. Sogar der Überrollbügel direkt hinter dem Kopf des Piloten war gebrochen.

(Bild: Schwerer Unfall von Jules Bianchi (25). Bild: SN/APA (EPA)/VALDRIN XHEMAJ)

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